Beiträge von Trader42

    Einmal ganz davon abgesehen, dass dies auch auf einen breiten Korb aus globalen Aktien zutrifft (bei langfristig fast 6-facher Rendite), geht es nicht darum, dass es langfristig wertlos bleibt, sondern nicht zu nutzen ist.

    Wie gesagt, mir ist kein Goldverbot/Krise bekannt bei dem Gold tatsächlich seine Funktion als Wertspeicher oder Zahlungsmittel verloren hätte. Auch wenn man sicherlich nicht im Supermarkt damit einkaufen gehen konnte. Ich lasse mich hier gerne korrigieren.

    Über Rendite hab ich nicht gesprochen.

    Was soll dann Gold bringen? Es kann in einer heftigen Krise nicht eingesetzt werden, es rentiert sehr schlecht, schützt weniger vor Inflation als Aktien, kommt aus keiner Kriese besser raus als Aktien,..... ach ja . .. und ist eine ökologische und soziale Sauerei (nicht meine Worte, sondern die von Prof. Walz) . . .

    Nochmal: Weder werbe ich für Investitionen in Gold noch mache ich das selber im relevanten Ausmaß (physisch selbst noch nie, an der Börse nur kurzzeitig wenn es mir gerade mal sinnvoll erschien da Geld zu parken). Ich korrigiere nur aus meiner Sicht falsche Informationen. Es gibt genug gute valide Argumente gegen Gold, da muss man nicht auch noch welche erfinden.

    Gold ist eine schlecht rentierende Scheinsicherheit, die gerne dann ausfällt, wenn man sie braucht. Zuletzt 2001 in der dot-com-Krise, als es in wenigen Wochen um 83% gefallen ist.

    Ist das nicht auch schlicht falsch?

    Der Goldpreis erreichte seinen Tiefpunkt viele Monate bevor die Dotcom Blase platzte und begann so ziemlich in der Sekunde des Platzens mit dem Wiederaufstieg?!? Oder Bring ich hier irgendwas Durcheinander ?(

    Wenn der Besitz und Vertrieb von Gold verboten wird, kannst du mit deinen Münzen und Barren Jenga spielen. Du wirst niemanden finden, der dir die Dinger abkauft.

    Du hast eine etwas verzerrte Sicht auf die Geschichte.

    In keinem mir bekannten relevantem Goldverbot in der Geschichte wurde Gold tatsächlich wertlos. (Tendenziell eher in Gegenteil).

    Ein Goldverbot ist einfach Enteignung und kann genauso jede andere Form von Besitz treffen (Immobilien, Aktien... Völlig egal).

    In Deutschland 1936 war es schlicht Enteignung zur Finanzierung des Krieges. Trotz drakonischer Strafen bis hin zur Todesstrafe haben sehr viele ihr Gold versteckt und es wurde inoffiziell durchaus als Zahlungsmittel akzeptiert.

    In Westdeutschland 1944 bis 55 war das Goldverbot durch die Alliierten faktisch wirkungslos. Neben Zigaretten war es wohl das stabilste Tauschmittel und sehr weit verbreitet.

    Ich kenne sicherlich nicht jedes Goldverbot, aber mir fällt spontan keines ein, bei dem der von dir beschriebene Zustand eingetreten wäre.

    Diese Untergangsfantasien kosten nur Rendite und bringen nichts.

    Keine sorge, sowohl meine Untergangsfantasien als auch meine Investitionen in Gold halten sich arg in Grenzen. Mir geht es hier nur um die Richtigstellung von (meines Wissens nach) falschen Informationen, nicht um ideologischen Grabenkämpfe.

    Den Staat als Gefahr zu sehen ist bei Schwurblern und Crashpropheten sehr verbreitet. Faszinierend ist vor allem, dass diese Schwurbler dann meistens auf Gold, Immobilien und Bitcoin setzen

    Bei Immobilien Teile ich deine Ansicht. Die Dinger sind in der Tat schwer zu verstecken und noch viel schwieriger unbemerkt aus dem Lande zu schaffen.

    Bei - physischem - Gold ist die Sache schon etwas anders. Prinzipiell lässt sich das Zeug nach wie vor relativ unbemerkt anhäufen und wieder in Cash umwandeln. Es ist bloß unpraktisch und recht teuer.

    Bei BTC ist mir unklar wie der Staat genau ohne meine Mitwirkung auf meine Wallet zugreifen will. Unter Umständen - wenn man sich nicht entsprechend bemüht das zu verhindern - ist klar wem eine Wallet gehört, aber damit besteht ja noch lange kein Zugriff auf das Geld.

    Kannst du mir das erklären? Ich dachte Staking ist immer zu versteuern? Stake auf einem Ledger und hab PSETH.

    Staking/Unstaking - bei dem du einen Coin wie ETH gegen einen staking Coin tauschst - ist immer ein steuerpflichtiges Ereignis wenn nicht > 12 Monate dazwischen liegen. Das wird behandelt als hättest du Cryptos gehandelt.

    Es gibt Staking Systeme, bei denen du keine Rewards Zahlungen bekommst sondern der Staking Coin einfach Gegenüber ETH in Höhe der Staking Einnahmen an Wert gewinnt. Hält man einen solchen Staking Coin >12 Monate, ist sowohl die eventuelle Wertänderung im ETH Preis als auch die im Coin Preis quasi eingebaute staking Rendite steuerfrei.

    Ob das bei PSETH so ist weiß ich spontan nicht. Guck einfach nach... Wenn du PSETH immer 1 zu 1 in ETH tauschen kannst und die Staking Einnahmen irgendwie auf anderem Wege kriegst, dann fallen auf die Staking Einnahmen immer bei Zufluss Steuern an.

    Ändert hingegen PSETH einfach nur den Eintauchwert Gegenüber ETH, sind die Einnahmen nach 12 Monaten steuerfrei.

    Irgendwie sinnlos, aber das ergibt sich halt aus dem aktuellen Steuersystem, das Crypto nicht wirklich separat mit all seinen Eigenheiten erfasst.

    . Da die Notenbanken mittlerweile aber auch Anleihen am langen Ende aufkaufen, können sie sogar das ganze Spektrum direkt beeinflussen. Das passiert (hoffentlich) nur wenn es knallt.

    wenn die jeweilige Zentralbank anfängt Langlaufende Staatsanleihen zu kaufen, dann machen die das entweder in kurzen Krisen zur Stabilisierung....oder weil die Regierung Geld braucht und außer der eigenen Bank die Anleihen - zumindest zu dem Zins - niemand abnimmt. Zweiteres ist in der Regel ein schlechtes Zeichen.c

    Daraus kann ich nur schließen, dass in Kenia entweder die Bankgebühren extrem hoch sind oder Smartphones sehr billig. Irgendwas passt da nicht.

    Ich finds total krass wie viele Leute in Deutschland so denken und wie hart das einfach an der Lebensrealität vorbei geht. Auch bei wenn's um Geflüchtete oder andere Krisenregionen geht, hab ich "die haben ja ein Smartphone, so arm können die nicht sein" etliche Male gehört.

    Tatsächlich ist ein Konto haben in vielen Regionen bedeutend teurer als ein Smartphone zu besitzen und mal abgesehen davon rennen die meisten dann ja auch nicht mit einem neuen iPhone durch die Gegend.

    Gebrauchte funktionierende Smartphones gibt es ab umgerechnet ca. 5 Euro, neue je nach Region ab etwa 40 Euro.

    Bedankt euch bei Adenauer. Er hat 1957 von Kapitaldeckung auf Umlage umgestellt. Solch ein Schneeballsystem, das auf ewiges Wachstum setzt, ist zum Scheitern verurteilt.

    Das ist halt Quatsch. Ich weiß ich wiederhole mich: Jede Gesellschaft kann nur die waren und Dienstleistungen verkonsumieren, die der arbeitende Teil der Bevölkerung jetzt gerade erwirtschaftet.

    Ein Kapitalgedecktes System bringt rein gar nichts, wenn bspw. Auf eine Pflegekraft 25 zu pflegende Senioren kommen. Das angesparte Kapital steht dann einfach nur einer Kostenexplosion/Inflation gegenüber und man hat genau das gleiche Problem wie mit der Umlage.

    Da bringst Du aber etwas durcheinander. Das Umlagesystem braucht keine ständiges Wachstum und ist vor allem keine Schneeballsystem. Das System, welches ewiges Wachstum braucht, das ist der Kapitalismus

    Vielleicht nicht zwingend jede Form des Kapitalismus, aber unserer mit unserem Geldschöpfungs/Kredit/Zinssystem definitiv.

    Der Hauptgedanke hinter der Riester-Rente war die staatlich geförderte Ergänzung der Altersvorsorge.

    Was ein Quatsch. Das war vielleicht das Werbekonzept, um es dem Steuerzahler schmackhaft zu machen, aber sicherlich nicht der Hauptgedanke. Das die Riester-Rente als Altersvorsorge finanziell grober Unfug ist, war für jeden mit Grundkenntnissen der Mathematik absolut vorhersehbar.

    Die Riester-Rente ist das Ergebnis von intensivem Lobbyismus der Finanzbranche, insbesondere der GDV.

    Der Namensgeber Walter Riester hatte direkt überaus beachtliche Nebenverdienste - unter anderem als Berater der Maschmeyer-Rürup AG (Rürup, Gleiches Spiel in Grün) und ist nach seiner Tätigkeit in der Politik in den Aufsichtsrat der Union Investment (oh Wunder, einem der größten Anbieter für Riester Renten) gewechselt.

    Wer glaubt, dass der Hauptgedanke hinter Riester jemals Altersvorsorge war, ist wahnsinnig naiv. Es war von Anfang an ein Konzept um die direkte Subvention von Versicherungskonzernen mit Steuergeldern legal zu gestalten.

    tendierst du zu in etwa 80% BTC und 20% ETH ?

    Vertretbar, ja. Wobei ich ETH wohl nicht pur sondern als irgendeine liquid staking Variante halten würde. Ist sonst einfach verschenktes Geld und das normale staking kostet in Deutschland bei jeder Ausschüttung direkt steuern (bei Kursschwankungen extrem unvorteilhaft).

    Ich finde ,,bezahlte Arbeit" ist mehr als Broterwerb.

    Ja. Für mich bedeutet finanzielle Freiheit auch nicht, dass ich dauerhaft aufhören würde zu arbeiten. Es geht mir mehr um die Freiheit jeder Aufgabe - egal ob lukrativ oder nicht - nach Lust und Laune nachgehen zu können sowie darum eben nicht von meinem Arbeitgeber abhängig zu sein.

    Ich hätte erwartet, dass man bei einer geringeren Entnahme der Dividenden und Zinsen dann am Ende das höhere Endvermögen und auch die höhere Rendite im Zeitraum der Entnahme hat, eben weil man weniger insb. auch des Aktienteils entnimmt

    Ich lehne mich mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte dass das auch so sein muss wie du erwartest. Alles andere ist doch völlig unplausibel.

    Denke Markttiming ist eher sinnlos ähnlich wie bei den ETFs ?

    Da würde ich relativ klar widersprechen. Zumindest bisher folgt Crypto recht deutlich immer wieder den gleichen Zyklen. Ich kann nicht in die Zukunft sehen, aber es ist definitiv nicht das selbe wie am Aktienmarkt. Am All Time High zu investieren war historisch immer eher ungünstig. Einsteigen würde ich trotzdem, aber sicherlich nicht All In.

    Zu deinen sonstigen Fragen:

    Nur BTC würde ich wirklich langfristig empfehlen. Man kann mit Altcoins zwar sehr viel mehr Profite machen, aber das erfordert konstantes aktives Trading.

    ETH würde ich zumindest auf ein paar Jahre mitnehmen, da der DeFi Markt inzwischen viel zu groß ist um von heute auf morgen zu verschwinden und das was da passiert tatsächlich einen sehr deutlichen Mehrwert/Nutzen bietet und Bitcoin das schlicht nicht kann. Möglich, dass ETH in dieser Rolle irgendwann abgelöst wird, aber das wird dauern.

    Sol/Ada sind theoretische Kandidaten dafür, aber das ist nix für passive Investoren

    XRP hatte noch nie irgendeinen Sinn außer Ripple Geld zu verschaffen. Ist letztlich ein gut gemanagter Scam Coin. Kann steigen, kann fallen, unterscheidet sich da aber nicht wesentlich von den tausenden anderen weitestgehend überflüssigen Altcoins.

    Beachte dass wir uns - gemessen an dem Ablauf der bisherigen Zyklen - schon eher im letzten Drittel des üblichen Bullenmarkts befinden (heißt es könnte schon vorbei sein, könnte aber auch nochmal richtig abgehen)..

    Ein Crypto Investment heißt, dass man Kurseinbrüche von ~75% bei BTC und >90% bei Altcoins mit einem Lächeln wegstecken können muss und dann eben 3-4 Jahre wartet. Die Mehrheit kann das nicht, investiert üblicherweise am all Time High bloß um dann 6 Monate später frustriert mit -50% oder mehr zu verkaufen... um das Spiel ein paar Jahre später zu wiederholen.

    Mir stellt sich die Frage: Welchen Sinn macht da denn eine Diversifikation ? Warum nicht gleich den (zu?) hohen s&p 500 Anteil behalten und dich über die historisch hohen Renditen freuen?

    Du wettest mit dem S&P eben darauf, dass der US Markt weiterhin besser läuft als der Rest der Welt. Der All World passt sich an, wenn US irgendwann mal nicht mehr gut läuft, da er ein automatisches rebalancing betreibt. Mit dem S&P steht und fällt dein Portfolio eben mit den Aussichten der enthaltenen US Unternehmen.

    Der liebe Sohn will zwar lieber aktiv mit Aktien oder Bitcoin zocken….nix da..!!!

    Hmm wenn er Bitcoin kaufen will, dann würde ich ihn das evtl (in verantwortbarem Maße) machen lassen.

    Irgendwo auf Reddit oder so gabs doch diese Story von dem Typen der mit 16 sein Geld vom Sparbuch genommen hat, um damit Bitcoin zu kaufen. Papa hat ihn wohl gezwungen das rückgängig zu machen ... Naja eingekauft hat er Bitcoin bei einem Kurs von 5 Dollar und die paar Hundert auf dem Sparbuch wären heute zig Millionen. Er hat wohl Probleme seinem Vater zu verzeihen.

    Ja okay nicht ganz vergleichbar, aber da musste ich gerade dran denken bei deinem Post ;(.

    Was ich sagen wollte: Bestimmte Dinge lernt man übers Fehler machen am besten. Lass ihn vielleicht lieber heute kontrolliert begrenzte Beträge verzocken, sonst verzockt er sobald er darf vielleicht versehentlich direkt alles.

    Aber ich dachte, der große Vorteil wäre gerade, dass Bitcoin komplett flexibel und ortsunabhängig ist? Was, wenn ich im Notfall schnell weg muss, und meine Seed Phrase liegt in irgendeinem Tresor oder Bankschließfach oder im Garten vergraben?

    So richtig unkompliziert ist das alles nicht.

    Naja du machst es dir in deinem Kopf völlig unnötig viel komplizierter als es eigentlich ist.

    Die Seed Phrase ist eigentlich nur dein Backup. Die brauchst du nur, um bei Verlust deiner Wallet eine neue Wallet erstellen zu können. Im Idealfall brauchst du sie also nie.

    Mit dir herum trägst du deine fertig eingerichtete Trezor Hardware Wallet und musst nur einen sechststelligen Pin zum entsperren kennen sowie - wenn du eines benutzt, was ich empfehlen würde - ein Passwort für die spezifische Wallet.

    Ganz paranoide machen es so:

    • Auf der Wallet die direkt ohne Passwort mit dem Pin zugänglich ist, liegt nur ein bisschen Kleingeld. Benutz sie vielleicht hin und wieder um Geld hin und her zu schieben, damit sie echt aussieht, aber lass da keine relevanten Beträge liegen.
    • Es gibt eine Passwortgeschützte "Opfer Wallet", mit einem Betrag der so gerade eben hoch genug ist, um glaubwürdig zu sein.
    • Deine eigentliche Wallet mit deinem Vermögen, ist ebenfalls über ein (anderes) Passwort geschützt.
    • Wenn dich jemals jemand zwingt (Staat, Verbrecher etc) deinen Wallet Pin Rauszurücken finden sie nur das Kleingeld.
    • Wenn sie nicht glauben, dass das alles ist, rückst du im Notfall irgendwann das Passwort zur Opfer Wallet raus.

    wird die Seedphrase vorgegeben durch die Wallet und dann notiert, kann ich den keine eigene kreieren, eine die ich mir auch merken könnte und vor allem dann mit deutschen Wörtern.

    Korrekt. Das ist aus verschiedenen praktischen und technischen Gründen notwendig.

    Ich würde z.b. :

    Eine lange Seed Phrase nehmen, sie in drei Teile aufteilen und an drei Orten verstecken.

    Ein Passwort verwenden (das kannst du dir frei aussuchen) als Wallet schutz der nur in deinem Kopf existiert (sollte auch etwas länger sein und kein Wörterbuch Wort).

    Wenn du unbedingt willst kannst du auch die letzten 2-3 Worte der phrase nicht aufschreiben und die auswendig lernen.

    Aber: alles was es nur in deinem Kopf gibt ist halt im Zweifel weg wenn du mal auf den Kopf fällst o.ä.

    Du kannst auch komplizierte Seed phrase Systeme nehmen bei denen du z.b. 5 Phrases hast, die an 5 vertrauenswürdige Leute gibst und dann einstellst das die komplette eigene Seed aus beliebigen 3 von 5 oder 4 von 5 verteilten seeds erstellt werden kann.

    Egal welche Lösung du nimmst. Teste sie Definitiv einmal bevor du nennenswerte Summen auf die Wallet packst.