Und abseits der ausgetretenen Pfade - also genau dann, wenn man für eine Transferaufgabe Hilfe gut gebrauchen könnte - ist das Risiko von Fehlern extrem groß.
Die Hauptprobleme sind:
- Der Dunning Kruger Effekt: LLMs sind schlecht darin einzuschätzen wie gut ihre Datenbasis ist (bzw sie wissen es nicht), aber Sobald irgendein Anknüpfungspunkt besteht geben sie höchst überzeugt ihr "Wissen" wieder... Angereichert mit Herbeifantasiertem Quatsch.
- Die Anwender nutzen LLMs falsch.
Das sind keine Wissensmaschinen und sie sind nicht wirklich intelligent, aber sie haben definitiv das Potential intelligenz in etlichen Bereichen hinreichend perfekt zu imitieren.
Es macht real für die Anwender halt keinen Unterschied, ob es imitierte Intelligenz ist oder echte, sobald das Ergebnis stimmt. Echte Intelligenz wäre hauptsächlich gruseliger.
Sondern, dass ein LLM weder explizites Domainwissen noch die Fähigkeit zum Transfer hat.
Das ist einfach eine Frage der Herangehensweise. Eine einfache Anfrage die durch GPT4 gejagt wird kann das nicht. Ein System das aufbereitetes Domainwissen zur Verfügung stellt und verschiedene KI Agenten mit verschiedenen Aufträgen verbindet kann sehr wohl auch in Nischen überaus hilfreich sein und durchaus auch völlig neues Wissen erschaffen. Letztlich machen Menschen die neue Dinge erarbeiten ja auch nix anderes, als aus ihren Erfahrungen und vorliegendem gesammelten Menschheitswissen (Bücher, wissenschaftliche Studien, ne Excel Tabelle mit irgendwelchen Unternehmensdaten etc... ) neue Erkenntnisse abzuleiten.
Ich verstehe die Leute, die die derzeitigen Limitierungen von ChatGPT und Co als systembedingte unüberwindbare Hindernisse ansehen, nicht wirklich. Das mangelnde Weltverständnis ist ein reines Trainingsdaten und Rechenleistungsproblem und der Rest lässt sich durch die Anbindung an diverse weitere Systeme regeln.
Wir probieren bei meinem Arbeitgeber gerade verschiedene Dinge aus, um zu schauen, wo wir wie von KI profitieren können und das Potential ist riesig. Allein schon mit dem was heute bereitsteht, können wir die Effizienz in vielen Abteilungen vervielfachen. Bei uns wird das eher nicht zu Entlassungen führen, da wir ohnehin nur einen Bruchteil der theoretisch idealen Arbeitsleistung schaffen... Aber für sehr viele Jobs in anderen Unternehmen sehe ich ehrlich gesagt nur noch wenig Hoffnung.
denn man könnte die gesuchte Information ebenso schnell aus der Wikipedia oder entsprechenden Fachwebseiten heraussuchen.
Verstehe ich auch nicht. Ordentliche Recherche kostet wahnsinnig viel Zeit und Systeme wie O3 oder Gemini 2.5 pro mit Research Funktion können das einfach um ein Vielfaches schneller als jeder Mensch.
Ich nutze die quasi täglich und bin sehr sehr zufrieden mit den Ergebnissen.