🧡 Project 365 – Monatsupdate September 2026
Servus zusammen,
der September ist vorbei und damit sind bereits drei Viertel des Experiments geschafft.
Bitcoin hat im September noch einmal deutlich angezogen. Auf Euro-Basis ging es im vergangenen Monat um knapp 10 % nach oben. Trotzdem liegt Bitcoin seit Jahresbeginn weiterhin ungefähr 1 % im Minus. Das Project 365 steht dagegen inzwischen bei +19,17 % – und das trotz eines Jahres, das bislang klar von einem Bärenmarkt geprägt war.
Nach der klassischen Zyklustheorie hätte diese Phase eigentlich noch bis ungefähr Mitte Oktober laufen sollen. Mittlerweile halte ich es aber durchaus für möglich, dass wir den Tiefpunkt bereits gesehen haben und der Bärenmarkt damit früher beendet wurde. Sollte sich das bestätigen, wäre dieser Zyklus auch hinsichtlich des maximalen Drawdowns deutlich milder ausgefallen als die vorherigen Bitcoin-Bärenmärkte.
Gerade vor diesem Hintergrund finde ich das Ergebnis des Experiments bisher umso bemerkenswerter, Bitcoin selbst steht auf Jahressicht praktisch auf der Stelle, während der Sparplan inzwischen fast 20 % im Plus liegt. Genau hier zeigt sich die Stärke von DCA in einem volatilen Markt.
📈 Was im September auffällig war
Besonders spannend war die zweite Monatshälfte. Der deutliche Kurssprung fiel zeitlich mit einer regelrechten Rückkehr institutioneller Nachfrage zusammen.
Allein vom 18. bis 28. September flossen netto rund 2,85 Milliarden US-Dollar in die amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs. Dies ist schon auffällig, weil das Umfeld eigentlich gar nicht besonders freundlich war. Mitte September scheiterte der CLARITY Act zunächst im US-Senat und einen Tag später erhöhte die Fed den Leitzins um weitere 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4 Prozent. Beides hätte durchaus für stärkeren Verkaufsdruck sorgen können. Bitcoin hielt sich aber relativ stabil und zog anschließend zusammen mit den starken ETF-Zuflüssen deutlich an.
📊 Zwischenstand zum 30.09.2026
Der monatliche Sparplan baut seine Führung damit etwas aus. Dennoch liegen alle drei Strategien auch nach 320 Käufen weiter eng beisammen. Zwischen Platz eins und drei liegen gerade einmal knapp zweieinhalb Prozentpunkte.
Auch bei der angesammelten BTC-Menge liegt monatlich aktuell vorne: 0,08805 BTC, gefolgt von täglich mit 0,08722 BTC und wöchentlich mit 0,08588 BTC.
📉 Durchschnittskaufpreis
Nach mehreren Monaten mit fallendem Durchschnittspreis gibt es diesmal erstmals wieder einen kleinen Knick nach oben. Ende August lag mein durchschnittlicher Einkaufspreis bei 61.139 €, Ende September sind es 61.854 €. Das ist bei einem Monat, in dem Bitcoin deutlich gestiegen ist, natürlich nicht überraschend.
Trotz des jüngsten Kursanstiegs liegt mein Einstand damit aber immer noch rund 14.600 € niedriger als nach dem ersten Monat.
📅 Monatliche BTC-Ausbeute
Im September kamen 0,02569 BTC hinzu. Damit war es nach Januar der zweitschwächste Monat beim Einsammeln von Bitcoin. Aber auch das gehört zur anderen Seite des Sparplans: Steigen die Kurse, freut sich das Depot, dafür bekommt man für denselben Euro-Betrag weniger Satoshis.
🧠 Nach neun Monaten
Ich muss sagen: +19,17 % nach neun Monaten hätte ich in diesem Marktumfeld nicht erwartet.
Wir befinden uns weiterhin in einem Bitcoin-Jahr, das gegenüber dem Jahresstart praktisch keine Kursrendite geliefert hat. Zwischenzeitlich lagen wir rund 40 % unter den Hochs und mein Depot selbst war Ende Juni noch fast 20 % im Minus. Drei Monate später stehen dort über 19 % Buchgewinn. Ohne eine einzige Entscheidung meinerseits. Die Käufe liefen einfach weiter.
Das zeigt für mich ziemlich anschaulich, warum ein Sparplan gerade in volatilen Märkten so interessant sein kann. Nicht, weil er zwangsläufig die höchste Rendite liefert, sondern weil er konsequent Kapital in genau den Phasen investiert, in denen man emotional wahrscheinlich am wenigsten Lust darauf hätte.
Beim nächsten Zwischenstand könnte dann auch erstmals die 20.000-Euro-Marke beim Depotwert fallen.
Noch drei Monate.
Es bleibt spannend. 
Beste Grüße
Einundzwanzig