Sorry dass ich euch mit der KI so zugeballert habe. Wollte nur für mich Verständnis erzeugen. Ich habe mir jetzt aus der Anfangsidee und eurem Input folgenden Plan zurechtgelegt:
Anlage der 300k€ in einem Rutsch gesplittet in 80% Aktien, 15% Geldmarkt, 5% Gold
Ich werde ausschüttende ETFs nehmen, bin bei Consors da gibts auch die automatische Wiederanlage. Bin mir noch nicht sicher ob ich nur einen Welt-ETF nehm oder noch Value und Equal dazu, Maximum sind drei. Geldmarkt vermutlich 50/50 ETF und TG Konto, Gold Xetra
Anlage des Sparplans, 2k€ monatlich, beginnend mit 100% Aktien. Ab dem Jahr 5 fang ich an den Sparplan auf Geldmarkt umzustellen und lenk die Ausschüttung auf Geldmarkt
Ziel bei Beginn der Rente sind 60% Aktien, 35% Geldmarkt, 5% Gold. Ggf verkaufe ich ab dem Jahr 7 Aktien-Anteile und kaufe Geldmarkt und Gold nach um diese Aufteilung zu erreichen.
Ich danke euch ganz herzlich für den wertvollen Input, ihr habt mir super geholfen!
Nach Nachfrage ob thesaurierende ETFs nicht besser wären (schien die einhellige Meinung hier im Forum zu sein) schrieb ChatGPT folgendes:
Kurz gesagt: Ja – für deinen Plan sind ausschließlich thesaurierende ETFs die sauberere Wahl.
Aber nicht aus einem pauschalen „Steuer-Mythos“, sondern aus konkreten Gründen, die zu deiner Struktur (lange Ansparphase → Entnahmephase mit Regeln) passen.
Ich gehe das skeptisch und praxisnah durch.
1️⃣ Steuerlich: Thesaurierend ist nicht steuerfrei, aber steuerlich effizienter
In Deutschland gilt seit 2018:
Ausschüttend
Steuer fällt sofort bei jeder Ausschüttung an
Cash-Zufluss, aber:
Steuerabzug
Wiederanlage nötig
operative Komplexität
Thesaurierend
Besteuerung über Vorabpauschale
Diese ist:
gedeckelt
abhängig vom Basiszins
in vielen Jahren deutlich geringer als reale Ausschüttungen
Steuerzahlung oft niedrig oder null
👉 Ergebnis:
Thesaurierend = Steuerstundungseffekt
(kein Steuersparen, aber Zeitgewinn)
Und Zeit ist in der Ansparphase dein stärkster Hebel.
2️⃣ Strategisch: Thesaurierend passt besser zu deinem Regelwerk
Du hast:
Rebalancing-Regeln
eine Entnahme-Ampel
bewusst keine laufenden Entnahmen vor Rentenstart
Ausschüttende ETFs würden:
ungeplante Cashflows erzeugen
Reinvestitionsentscheidungen erzwingen
die Disziplin untergraben
Thesaurierend:
läuft vollautomatisch
verstärkt den Regelcharakter
reduziert Fehlentscheidungen
👉 Weniger Entscheidungspunkte = weniger Fehler
3️⃣ Entnahmephase: Ausschüttungen sind kein Vorteil, eher ein Nachteil
Ein verbreiteter Irrtum: „In der Rente sind Ausschüttungen praktisch.“
In Wahrheit:
Ausschüttungen:
kommen unabhängig von deiner Ampel
können in schlechten Marktphasen steuerlich ungünstig sein
lassen sich nicht flexibel steuern
Verkauf von Anteilen:
gezielt
steuerlich planbar
exakt an die Ampelregel koppelbar
👉 Für eine regelbasierte Entnahme ist Verkauf > Ausschüttung.
4️⃣ Gibt es Gegenargumente? Ja – aber sie ziehen bei dir nicht
❌ „Freibetrag ausnutzen“
Sparer-Pauschbetrag ist:
relativ klein
auch über Teilverkäufe nutzbar
kein Grund, das Portfolio umzubauen
❌ „Psychologischer Cashflow“
Für manche hilfreich
Für dich eher Störrauschen, weil du strukturell denkst
5️⃣ Konkrete Konsequenz für deine ETF-Auswahl
Alle von uns genannten ETFs gibt es thesaurierend:
✅ Vanguard FTSE All-World (Acc)
✅ MSCI World Equal Weight (Acc)
✅ MSCI World Value Factor (Acc)
➡️ Keine Ausschütter nötig.
Wenn du willst, formuliere ich dir als letzten Feinschliff:
eine klare Depot-Regel: „Warum nur thesaurierend“
oder ergänze das als festes Prinzip im Gesamtplan-PDF
Klartext-Fazit
Thesaurierend ist nicht „steuerfrei“, aber für langfristige Vorsorge mit Regeln eindeutig überlegen.
Oder noch direkter:
Ausschüttungen fühlen sich gut an – Kontrolle fühlt sich besser an.
Sag mir, was dir für die finale Umsetzung wichtig ist.
Die nicht Linearität der Ausgaben ist ein guter Punkt, der meines Erachtens oft nicht gut beachtet wird.
In den USA unterscheidet man hier (grob gesagt) in 3-Phasen (statistisch Belegt durch den vorliegende Daten bei Kreditkartenunternehmen):
"gogo" Phase: Bis ca. Anfang 70, hohe Konsumausgaben für Reisen, aufwändige Hobbies etc
"slow-go" Phase: Zwischen ca. 70 und 80, reduzierter Konsum aufgrund nachlassender physische power
"no-go" Phase: irgendwann ab Anfang/Mitte 80: Kaum noch Konsum, dafür hohe medizinische/pflegerische Ausgaben
Natürlich gibt es den 90-jährigen Weltumsegler genauso wie den kranken 60-jährigen Supercouchpotato....Die Kunst ist, ein für sich passendes Szenario zu finden.
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Ja, das hat mir auch nochmal einen Denkanstoß gegeben. Vorzugsweise sollte man so planen, dass für die Pflegephase noch entsprechend Liquidität zur Verfügung steht. Die Einteilung der Go-Phasen ist gut nachzuvollziehen.
Was ich an der KI-Aussage nicht verstehe ist, dass die ersten 300k auf 12 Monate gestreckt investiert werden sollen.
Soweit ich mich erinnern kann wird eigentlich übereinstimmend empfohlen, sofort all-in zu gehen, da sonst die Opportunitätskosten für den nicht investierten Betrag "anfallen". Siehe z.B. hier https://hartmutwalz.de/cost-averaging/
Interessante Info, vielen Dank! Die erste Version von der KI war in der Tat eine Einmalanlage der 300k€. Nachdem ich aber Bedenken bzgl eines Crashs angemeldet habe, hat ChatGPT das umgebaut. KI hat die Tendenz einen zufrieden zu stellen, das ist mit Vorsicht zu genießen…
Habt ihr das auch mal durchgerechnet für den Fall, dass einer von euch (der/die mit der höheren Rente) stirbt? Das würde ich auch mal machen.
Ist eure abbezahlte Immobilie altengerecht / barrierefrei? Stehen da ggf noch größere Umbauten an oder ein Verkauf der bisherigen / Kauf einer altersgerechteren neuen Immobilie an?
Das habe ich ehrlich gesagt noch nicht gemacht, guter Punkt. Unser Haus kann umgebaut oder natürlich für eine kleinere altersgerechte Wohnung verkauft werden. Unsere 2 Kinder sind 18+20 und wohnen - zumindest zum Teil noch daheim. Die Entscheidung wie wir das machen müssen wir noch etwas schieben, aber für den Umbau ist Budget vorzusehen, guter Punkt
Für mich ist eher die Frage, was Euer Anlageziel ist. Für eine zusätzliche Absicherung im Alter scheint es eher egal, ob ihr sicherheits- oder renditeorientiert anlegt. Wenn ihr die Frage nach dem wofür beantwortet habt, dürfte sich die richtige Balance von Risiko und Rendite fast automatisch ergeben.
Dann fehlt beim Transit von Brutto-Rente auf Netto-Rente der Abzug der Krankenversicherung (zumindest bei Dir).
Ab Rentenbeginn wirst Du höchstwahrscheinlich über die Rente pflichtversichert sein.
Finanzrechner.org rechnet wie folgt. Hab mal die Pension meiner Frau auch dazugezählt, obwohl hier etwas anders besteuert wird. Habe deswegen für uns beide 20% Abzüge angesetzt
Wow, vielen lieben Dank für die vielen Antworten und das ihr euch mit dem Thema auseinandersetzt, das ist super wertvoll für uns! In der Tat ist mir die Darstellung von ChatGPT hier auch sehr optimistisch vorgekommen. Interessant ist, die Darstellung eines großen Vermögensverwalters ist noch optimistischer. Wir haben im Übrigen noch keine Entscheidung getroffen sondern sind noch in der Evaluierung und ich sammle gerade soviel Infos wie möglich hierfür. Vielleicht noch ein paar mehr Infos zu unseren Verhältnissen: Wir haben erst kürzlich unsere Darlehen abbezahlt fürs eigene Haus und noch eine Wohnung die verkauft wurde, daher auch die 300k€ Cash. Unsere monatliche Sparrate liegt gesichert bei 3500€, die können wir auf Grund unserer Verdienste mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zur Rente aufrecht erhalten, unsere Jobs sind sehr sicher. 2000€ kommen dafür in den Vorsorgetopf, 1500€ für die geplanten Investitionen der nächsten 10 Jahre. Wir haben nun überlegt ob wir für unsere Vorsorge in eine neue Immobilie investieren wollen oder doch lieber am Kapitalmarkt. Einer der Vorzüge des Kapitalmarkts ist, dass ich die Sparrate prinzipiell flexibel halten kann, falls mal Überraschungen kommen. Deshalb tendieren wir gerade eher in diese Richtung, als uns mit einer neuen Immobilie nochmal für 10-15 Jahre zu verschulden und das Thema Vermietung wieder an der Backe haben.
Hier noch eine Kalkulation bzgl unserer Rente. Die Wertpapier-Rendite ist auf Grund des nach 10 Jahren entstandenen Kapitals von 810k€ berechnet, mit 6,5% Rendite. Hierauf dann bei Rentenbeginn 3,5% auf Grund der Umschichtung auf Defensive Anlagen. Unsere Minimum-Ausgaben können bereits mit der gesetzlichen Rente abgedeckt werden, aber natürlich streben wir die Aufrechterhaltung unseres derzeitigen Lebensstandards an. Es stehen in 10 Jahren außerdem eine Lebensversicherung und Riester in Höhe von ca. 120k€ zur Auszahlung an.
Einnahmen
Prozentsatz
Info von
Gesetzliche Rente
2038
Rentenbeginn vorzeitig
2035
Rente Ehemann
4.110,00 €
bei 2% Anpassung
Okt 25
Abschlag
443,88 €
10,80%
Rente Ehemann vorzeitig
3.666,12 €
Rente Ehefrau Minimum
2.000,00 €
Ausstehend
Gesetzliche Rente brutto
5.666,12 €
Abzgl. Steuer
1.133,22 €
20%
Gesetzliche Rente netto
4.532,90 €
Wertpapiere
Wertpapiere Rendite brutto
2.363,48 €
3,50%
Freistellung Aktien-ETF
709,04 €
30,00%
Aktiengewinne zu versteuern
1.654,44 €
26,38%
8,00%
Kirchensteuer
Abzgl. Steuer
568,71 €
Wertpapiere Rendite netto
1.794,77 €
Einkünfte gesamt
Einkünfte nach Steuerabzug
6.327,66 €
Abzgl Inflation
1.455,36 €
2,30%
Kaufkraft netto
4.872,30 €
Delta
Ausgaben Minimum
3.600,00 €
Delta 1
1.272,30 €
Ausgaben jetziger Lebensstandard
4.800,00 €
Delta 2
72,30 €
Die Frage ist, wie balanciere ich Sicherheit und Rendite am besten aus. Wäre der Einbau von Festgeld ggf sinnvoll? Hier habe ich jedoch gerade mal den Inflationsausgleich drin. Ein gewisses Risiko muss ich in Kauf nehmen, wenn ich zumindest 4-5% Rendite erwirtschaften möchte, oder ich bin wieder bei der Immobilie- aber habe auch hier Risiken. Da fand ich den Plan von ChatGPT wiederum nicht verkehrt, gerade die Umschichtung auf Defensiv zum Ende der Sparphase hin…
Erst einmal vielen Dank für eure Antworten und dass ihr euch die Zeit hierfür nehmt! Der Bedarf der zu unseren gesetzlichen Renten zusätzlichen 2500 EUR monatlich bezieht sich darauf, den momentanen Lebensstandard zu halten. Könnte für einige Zeit auf ca. 1200 EUR reduziert werden. Die Annahme ist, dass durch den Plan bei Renteneintritt ca 850k EUR Kapital angewachsen ist. Das würde nach meiner Kalkulation einer durchschnittlichen Rendite von ca 6,5% pro Jahr entsprechen. Mir wäre ein Plan mit weniger ETF wegen der einfacheren Verwaltung auch lieber, ich fürchte aber die Übergewichtigung der großen US Tech Werte etwas. 90 Prozent Aktien - Danke für die ausführliche Antwort- Ich habe aber nicht verstanden was mit EM- und EW gemeint ist.
ich bin 54 Jahre alt, habe zwar schon etwas Erfahrung mit Aktien gemacht, bin aber kein Finanzprofi. Über ChatGPT habe ich mir nun einen Vorsorgeplan erstellen lassen, den ich mit der Finanztip Community teilen möchte. Ich bin über jedes Feedback dankbar.
Ausgangslage:
Meine Frau und ich möchten in 10 Jahren in Rente gehen. Der Vorsorgeplan soll zu unserem Renteneintritt nach heutiger Kaufkraft pro Monat 2000 EUR vor Steuer einbringen, wenn möglich ohne dabei viel an Kapital zu verlieren. Inflationsbereinigt wären das nach meiner Rechnung in 10 Jahren etwa 2500 EUR. Wir haben für den Vorsorgeplan 300.000 EUR Cash zur Verfügung. Hinzu kommen 2000 EUR die wir pro Monat für den Vorsorgeplan zur Seite legen können. Außerdem wird in 10 Jahren eine Lebensversicherung fällig, die garantiert 60.000 EUR einbringt. Mit diesen Daten habe ich ChatGPT gefüttert. Außerdem habe ich ChatGPT mit den S&P 500 Kursen der letzten 100 Jahren gefüttert, die ich mir über Onvista heruntergeladen habe. Hierbei kam folgender Vorsorgeplan heraus.
Vorsorgeplan
1. Ausgangslage Startkapital: 300.000 €. Monatliche Sparrate: 2.000 € über 10 Jahre. Zusätzlich stehen zum Rentenstart 60.000 € Liquidität aus einer Lebensversicherung zur Verfügung. Ziel ist eine nachhaltige Entnahme von 2.500 € monatlich bei hoher Robustheit gegenüber Marktrisiken. 2. Gesamtstrategie Die Strategie kombiniert globales Aktienwachstum mit einem schrittweisen Risikoabbau ab Jahr 6 vor Rentenbeginn. Ziel ist die Reduktion des Sequenzrisikos bei Erhalt der langfristigen Kaufkraft. 3. Portfolio-Aufbau – Ansparphase Einmalanlage der 300.000 € gestaffelt über 12 Monate. Startallokation: 75 % Aktien, 20 % Anleihen, 5 % Gold. Die monatliche Sparrate von 2.000 € fließt zunächst zu 100 % in Aktien. 4. Empfohlene ETFs Aktien: - Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (ISIN IE00B3RBWM25) - iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF (ISIN IE00BKM4GZ66) Defensiv: - iShares Core € Govt Bond UCITS ETF (ISIN IE00B4WXJJ64) - Xetra-Gold ETC (ISIN DE000A0S9GB0) ca. 5 % 5. Risikoabbau – Jahre 6 bis 10 Ab Jahr 6 wird die Sparrate schrittweise umgelenkt: Jahr 6: 80 % Aktien / 20 % defensiv Jahr 7: 70 % / 30 % Jahr 8: 60 % / 40 % Jahr 9: 50 % / 50 % Jahr 10: 40 % / 60 % Ziel zum Rentenstart: ca. 70 % Aktien und 30 % defensive Anlagen. 6. Rebalancing-Regeln Einmal jährlich überprüfen. Nur bei Abweichungen größer als ±5 % vom Zielportfolio wird rebalanciert. Primär über Sparraten, sekundär über Umschichtungen. Keine taktischen Marktentscheidungen. 7. Rolle der 60.000 € Liquidität Die 60.000 € aus der Lebensversicherung bleiben vollständig liquide (Tagesgeld oder Geldmarktfonds). Sie dienen als Entnahmepuffer für ca. zwei Jahre und verhindern Verkäufe von Aktien in Schwächephasen. 8. Entnahmephase Entnahmen erfolgen in folgender Reihenfolge: 1. Liquidität aus der Lebensversicherung 2. Defensiver Depotanteil 3. Aktien nur bei Marktstärke oder Rebalancing Initiale Entnahme: 2.500 € monatlich. Anpassungen nur bei längeren Schwächephasen erforderlich. 9. Worst-Case-Logik Im ungünstigen Marktumfeld kann eine temporäre Reduktion der Entnahme (z. B. auf 2.200 €) erforderlich sein. Ein Totalverlust ist durch die Struktur ausgeschlossen. Der Fokus liegt auf Versorgungssicherheit, nicht auf Maximalrendite. 10. Fazit Der Plan ist robust gegenüber schlechten Startjahren, langen Seitwärtsphasen und Inflation. Er verbindet Disziplin, Einfachheit und hohe Fehlerverzeihung und ist damit gut geeignet für eine langfristige Ruhestandsplanung
Nach entsprechender Nachfrage hat ChatGPT den Aktienteil wie folgt empfohlen, um dem Klumpenrisiko der Magnificent Seven entgegenzutreten. Global Market Cap 60 % Vanguard FTSE All-World UCITS ETF IE00B3RBWM25 Equal Weight 20 % Xtrackers MSCI World Equal Weight UCITS ETF IE00BL25JM42 Quality-Faktor 20 % iShares MSCI World Quality Factor UCITS ETF IE00BP3QZ601
Für mich hört sich das nach entsprechender Recherche nicht verkehrt an. Es wäre für mich sehr hilfreich die Meinung von Experten in diesem Forum zu bekommen. Vielen Dank dafür im Voraus!