Beiträge von Gabriel_Al

    Vielen Dank für euer Feedback.

    Was erwartest Du Dir von der Aufteilung?
    Warum nicht 100% in einen MSCI ACWI?

    Ich dachte an eine etwas höhere Rendite durch höheren US Anteil.

    Life Strategy ETF ein Kombiprodukt aus weltweiten Aktien und weltweiten Anleihen. Mit einem Vanguard LS 60 (60% Aktien/40% Anleihen) hat man auf Sicht von 10 Jahren in der Vergangenheit keinen Verlust gemacht.

    Super, schaue ich mir direkt mal an.

    Man kann auch 100% in Aktien gehen zumal ja noch Lebensversicherungen dazu kommen. Aber was sagen denn Deine Eltern? Wie ist die finanzielle Situation in der Rente? Sind Deine Eltern in der Rentenphase auf Entnahmen aus dem vermögen angewiesen?

    Angewiesen im Sinne von "zum Leben notwendig" sind sie darauf nicht. Aufgrund des Wegfalls der Sparquote und durch das Wohneigentum sollte das Rentenniveau reichen. Eine Aufstockung der Rente iHv zur Zeit 1.000 EUR ca würde den Lebensstandard allerdings erhöhen und das würden sie sich wünschen.

    Und was sagen deine Geschwister dazu?

    Wenn du das Vermögen deiner Eltern irgendwie an der Börse anlegst und da geht’s dann runter und deine Geschwister waren von vornherein nicht damit einverstanden, was passiert dann?

    Das spielt eher keine Rolle. Ich lege ja nichts an, sondern meine Eltern, und die dürfen meiner Meinung nach mit ihrem Geld machen was sie möchten. Das sehen wir in der Familie alle so.

    Vermögen aufteilen in Rendite Teil der schwanken kann: ( z.b. ACWI oder LS 60 )

    Und Flüssigen Teil : Gutes Tagesgeld oder Geldmarktfonds bzw. ETFs . ( sollte auch als Rücklage für die Immobilie da sein)

    Danke dir, das ist ja ungefähr so, wie ich es auch dachte.

    Was andere grundlegende Gedanken sind, die mir spontan einfallen
    - ein ausreichend großes Liquiditätspolster wegen der Immobilien. Je nach Investitionsstau zwischen 20k und 50k
    - ausschüttende Fonds bevorzugen, da es bald in die Entnahmephase geht. Damit kommt immer automatisch ein gewisser Geldfluss
    - Sofern die Eltern Interesse haben, die zu erwartende Rentenlücke abschätzen. Kontenklärung veranlassen soweit nicht schon passiert. Möglicherweise muss man danach etwas riskanter anlegen als einem lieb ist. Aber dazu sollte man wissen, ob es nötig ist.

    Dankeschön. Das mit dem ausschüttenden Fond ergibt Sinn und werde ich in meiner "Empfehlung" berücksichtigen.

    Wie sieht denn die Altersversorgung bisher aus, bzw. was ist denn zusätzlich gewünscht?

    Bislang lediglich gesetzliche Rente und beide haben eine beinahe zu vernachlässigende Betriebsrente.

    Die durchschnittlichen 58- und 60jährigen scheinen mir noch nicht so senil zu sein, daß sie ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln könnten (und meines Erachtens auch sollten). Ich würde mit 60 nicht im Traum daran denken, einem Kind (das dann vielleicht Mitte 20 ist) meine Finanzen anzuvertrauen.

    Das sehe ich, bezogen auf meine Situation, um die es ja in dem Thread geht, anders. Wenn meine Eltern, die sich nie mit Finanzanlagen beschäftigt haben, um Rat bitten, dann sage ich nicht "helft euch selber". Meine Mutter hat mir auch nicht mit 10 Jahren ein Kochbuch in die Hand gedrückt, wenn ich etwas essen wollte. Gleichwohl bleibt es natürlich deren Entscheidung, wie sie ihr, bis auf das Erbe, wirklich hart erarbeitetes Geld anlegen möchten. Ich helfe wo ich kann und da ich es nicht allzu gut kann, habe ich auf Unterstützung hier im Forum gebaut. Das hat aus meiner Sicht, auch gut geklappt und ich bin dankbar für die vielen hilfreichen Antworten. Die Alternative wäre ein Sparkassenanlagenberater...

    Hallo ihr Lieben,

    meine Eltern sind über Weihnachten auf mich zugekommen, um Tipps hinsichtlich der Optimierung ihrer Altersvorsorge zu erhalten. Nach kurzer Rechnung bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass ich auch jetzt noch eine große Einmalinvestition in einen möglichst breiten Aktien ETF empfehlen würde (100k in einen ACWI und 50k zusätzlich in den MSCI World). Das Geld soll zur Aufstockung der relativ niedrig erwarteten Rente genutzt werden. Meine Eltern würden meinen beiden Geschwistern und mir auch gerne etwas hinterlassen (hat aber keine Priorität, wir sind alle drei auch so gut versorgt).

    Folgendes Vermögen ist vorhanden:

    210.000 EUR liquide (auf Tagesgeldkonten und in einem jederzeit kündbaren Altersvorsorgefond)

    25.000 EUR sind in einem ETF auf den MSCI World

    5.000 EUR in Einzelaktien

    Zudem ist ein selbstgenutztes Einfamilienhaus (Wert: ca 500.000 EUR) und eine vermietete Eigentumswohnung (Wert ca. 200.000) wobei letztere mit noch ca. 40.000 EUR belastet ist; Darlehn läuft noch 9 Jahre mit 1,2 % p.A.; Raten über Miete

    Im nächsten Jahr steht zudem die Auszahlung einer Lebensversicherung zu ca. 60.000 EUR an.

    Das liquide Vermögen stammt zu ca. 2/3 aus einer Erbschaft im letzten Jahr, daher ist es nicht angelegt.

    Der Renteneintritt steht für meinen Vater in ca 3 Jahren an. Meine Mutter würde gerne auch noch über die Regelaltersgrenze hinaus arbeiten, sodass hier erst mit einem Renteneintritt in ca. 10 Jahren zu rechnen ist.

    Mache ich dabei einen Denkfehler? Durch die Immobilien ist ein Großteil des Vermögens ja bereits konservativ angelegt. Ca. 50k würde als Reserve direkt auf einem Tagesgeldkonto bereit liegen, was dem Sicherheitsgefühl meiner Eltern dienen würde. Der Rest sollte in den nächsten Jahren, gerade bei einer 10 Jahresperspektive eine ordentliche Rendite bringen, die zur Entnahme von ca. 3-5 Prozent, wenn dann beide in Rente sind, zusammen mit dem Anlagevermögen genügen dürfte.

    Ich danke euch schon mal und freue mich, auf euer Feedback.