Beiträge von BesorgterRentner

    Einen guten Tag, ich bin zwar erst seit kurzem Mitglied in diesem Forum und weit entfernt Experte in Finanzanlagen zu sein, eher Richtung absoluter Beginner, aber mein bisheriges Vorgehen hat mich auch davor bewahrt solche Verträge abzuschließen. Aus meiner Sicht aber dennoch zu erwähnen: Dein Vertrag beinhaltet nicht nur eine Rentenversicherung, sondern auch eine BU - diese Kombination ist gleich doppelt übel. Das Argument, dass du im Alter auch noch etwas von deinen eingezahlten Beiträgen für die BU in die Rente mitnehmen kannst stimmt zwar, rentiert sich aufgrund der höheren Verwaltungskosten aber eigentlich nie. Der Volkswohlbund hat per se schon unterirdische Bewertungen auf einschlägigen Portalen. Die Bruttopolice frisst dir wortwörtlich die Haare vom Kopf - auf Seite 32 steht das sogar in aller Deutlichkeit nochmals erwähnt: "Wenn Sie beispielsweise zum Ende der empfohlenen Haltedauer aussteigen, wird ihre durchschnittliche Rendite pro Jahr [...] 1,28 - 1,75% nach Kosten betragen. Ich habe zwar mein Leben lang auch stets gut gelaunt zinsfreie Darlehen an meine Hausbank vergeben, aber dieser Vertrag dient ausschließlich dazu deinem Berater eine nette Provision zu verschaffen - und zwar mindestens mal grob 1.800€ die er an dir verdient. Vorausgesetzt du hast nicht noch zusätzlich eine Dynamisierung mit abgeschlossen.

    Wenn man einen Zwang zum Sparen haben möchte und es sich selbst nicht zutraut langfristig einen ETF Sparplan in einem eigenen Depot zu bedienen, kann man durchaus über eine Rentenversicherung nachdenken - dann jedoch eine Nettopolice die in aller Regel wesentlich günstiger ist und bei deinen Gegebenheiten viele zehntausende Euro über die Jahre einspart.

    Hier findet man online schnell viele Vergleiche - aber auch dazu gern die alteingesessenen Mitglieder fragen. Ich bin noch in der Aufschlauphase!

    Einen schönen Tag und viel Erfolg - du bist noch keine 30, da ist noch nichts verloren.

    Einen guten Abend ins Forum und vielen Dank für die Einwände.
    Ich schätze die Einwände von dir Naseweis absolut und bin selbst am grübeln, inwiefern man auch in heutigen Zeiten darauf setzen kann, dass alles wie immer läuft und im schlimmsten Fall 15 Jahre Zeit einen schweren Zusammenbruch der Märkte wieder ausbügeln. Einerseits natürlich für mich und meine Frau selbst, allerdings und insbesondere auch für den Nachwuchs. Meine Idee war, dass die Anlage in einen High yield etf zwar deutlich risikoaffiner wäre, ich als reiner Nutznießer der Dividenden jedoch die Kursschwankungen an meinen Sohn übergebe und dieser diese problemlos aussitzen kann und gleichzeitig eine höhere Rendite erzielen wird als der LS 60/40 ETF. Zusätzlich kann der Freibetrag deutlich über die 400.000 ausgedehnt werden, ohne dass Steuern anfallen.

    Der LS60/40 für meine Frau und mich dagegen soll hier der Stabilitätsanker mit geringerer Volatilität sein. Grundsätzlich sollten wir auch mit der Strategie entsprechende "Barbestände" als Tagesgeld/Geldmarkt ETF zu horten weiterhin liquide bleiben und zusätzlich durch Rente/Miete und zusätzliche Einnahmen aus den ETFs weiterhin in der komfortablen Situation sein Vermögen ansparen zu können. Aus den Investitionen ergeben sich jährlich zusätzlich Zuflüsse aus Ausschüttungen von rund 32.000€ (Brutto). Damit sollten die Ausgaben hoffentlich fürs erste gedeckt sein und der Inflation etwas entgegengesetzt werden können.

    Die Idee von dir monstermania ist ebenfalls eine sehr gute. Hier muss ich mich nochmal ein bisschen mehr mit beschäftigen, da ich einerseits natürlich schon gern recht früh einsteigen möchte, aber auch nichts überstürzen möchte und das vorgestellte Konzept sehr attraktiv finde.

    Darüber hinaus ist auch das Thema des Verschenkens einer Immobilie nun erstmalig ein Thema, welches mich beschäftigt. Gibt es hier Ideen, wie man Betongold am besten übertragen kann?

    Einen schönen Abend wünscht der besorgte und grübelnde Rentner :)

    Nun denn mit kurzer Pause wieder in medias res. Vielen Dank erneut für die vielen Beiträge hier im Forum, auch wenn ich nicht jeden einzelnen mit einem Kommentar versehe, habe ich sie doch alle mehrfach gelesen, reflektiert und mir gedankliche Notizen erstellt.

    Ich bitte mein "Keckes Auftreten" zu entschuldigen und meinte meinen Sprachduktus an den Ton mancher Forenmitglieder anzupassen - meines Erachtens verständigt man sich auf Augenhöhe immer am besten :)
    Nun werde ich etwas Abstand davon nehmen - und möchte mich auch ganz ernsthaft dafür entschuldigen, wenn dies dem ein oder anderen Sodbrennen verursacht haben sollte.

    Ich habe mir in der Zwischenzeit nochmal ein paar Einwürfe aus diesem Thread durch den Kopf gehen lassen und habe auch das Thema Erbe/Schenkung nochmal beleuchtet. Wie hier bereits mehrfach erwähnt wurde, dass ich mir auch darüber Gedanken machen sollte und der verkostete Chateau Margaux leider korkte, wird doch ein wenig zum Verschenken übrig bleiben. Hier meine Ideen dazu: Bei einfacher Schenkung an Kinder sind steuerlich 400.000 alle 10 Jahre steuerfrei - interessant wird es allerdings bei folgender Überlegung: Von den 1,3 Millionen wird alles bis auf 15.000 investiert. Diese stellen einen direkt verfügbaren Notgroschen dar. Nochmals 185.000 werden in Geldmarkt ETFs/aktuelle Tagesgeldangebote geschoben. Von den restlichen 1,1 Mio werden 625 in den Lifestrategy 60/40 gesteckt, um Anspruch auf die Teilfreistellung zu haben. Die verbleibenden 475 wandern in ebenfalls einen All world high dividend yield etf. Diese 475 werden dem Kind recht bald verschenkt, allerdings mit einem Nießbrauch der Dividenden für meine Frau und mich. Da hier ein Nießbrauch vorliegt, reduziert sich scheinbar (wenn ich das richtig verstanden habe) der übertragene Geldwert um den Basiszinssatz multipliziert mit einem sogenannten Vervielfältiger, der sich anhand des Alters der schenkenden Person ermittelt (in meinem Fall etwa 10-12), sodass der verschenkte Geldwert unterhalb der 400.000 liegt. Gleichzeitig kann mein Sohn etwaige Kursschwankungen ohne Probleme aussitzen, während die Dividende weiterhin die Ausgaben von meiner Frau und mir decken. Zusätzlich ist das Geld vor Veräußerung und etwaigen Eskapaden geschützt, da sonst der Nießbrauch gefährdet wäre.
    Das ist der bisherige Plan - meine Frau ist ebenfalls involviert. Nun werde ich mich noch ein zweites mal ans durchrechnen machen und etwas mit den Zahlen spielen, entsprechende ETFs heraussuchen und mich dann gegebenenfalls nochmals hier melden.
    Einen schönen Abend wünsche ich und freue mich über neue Anregungen.

    Guten Abend zusammen, nun komme ich dazu meine jungen Gelenke über die Tastatur wanken zu lassen, nachdem ich alle neuen Eindrücke intensiv studiert habe.

    Erstmal auch hierfür wieder einen großen Dank an alle Foristen, die hier fleißig kommentieren!
    Herr Weiss hat etwas am Zynismus gespart und den "Wurstigen Rentner" nun noch mit dem Ehrentitel "Extremfall" deklariert - sehr schön. Der Hinweis mit dem Selbstbehalt bei der Krankenversicherung ist sehr gut, hier werde ich möglichst zeitnah den freundlichen Versicherungskaufmann meiner Kasse mal näher zu befragen. Zeit für Tagesgeldhopping ist nun genügend vorhanden, hier kann ich demnächst fleißig umherspringen - gibt dem Rentneralltag etwas Struktur.

    Die Umrüstung des Hauses/die eventuelle Beschäftigung einer Pflegekraft im Eigenheim ist ebenfalls ein guter Punkt, der für mich schwierig zu beurteilen ist. Ziel soll ein würdiges altern sein und diese Zeit möglichst dort zu verbringen wo man bisher immer gehaust hat, wäre schon das Ziel. In diesem Thema habe ich allerdings zu große Wissensdefizite und muss ebenfalls erstmal ins Selbststudium übergehen, mit welchen Kosten zu rechnen ist und wie gut das Konzept funktioniert. Ich denke dabei auch vor allem an die Menschen, die diese Arbeit übernehmen - sicherlich kein leichter Job.
    Die Hinweise zur Geldwäsche und Kontosperrung bei Neobrokern ist gut zu wissen - hatte ich nicht auf dem Schirm, hoffe das Geld ist bereits ausreichend gewaschen. Die Erbschaft wurde nun mehrfach von verschiedenen Foristen unabhängig voneinander angesprochen...wie sind denn hier die eigenen Pläne des Plenums? Sicherlich sollte man frühzeitig über Schenkungen nachdenken, die Freibeträge sind mir bekannt, allerdings bin ich auch kein großer Freund meinem Sohnemann (Einzelkind) mit Anfang 20 solche großen Beträge zu vermachen. Nicht, dass ich ihm den Umgang damit nicht zutrauen würde oder schon den Ferrari vor der Tür sehe - er ist in der Anlage von Geld sicherlich bewanderter als ich, allerdings finde ich, dass eine gewisse Wertschätzung was dieses Geld bedeutet, schon auch verstanden sein will. Naja, ein philosophisches Thema für ein andermal.

    Meine Frau ist in der Geldanlage ebenfalls nicht bewandert und ist auf dem besten Weg die nächste wurstige Rentnerin zu werden - keine Geldanlage, Geld auf dem Girokonto.

    Auch einen Dank an den Immobilienmogul - die Verwaltung der Immobilien nimmt sicherlich noch mehr Zeit und Gedanken in Zukunft ein, als sie es momentan tut. Allerdings ist das Immobilienportfolio in meinem Fall auch noch bedeutend geringer und verwandtschaftlich nahestehend vermietet. Nach dem Erwerb der Börsenanlage den ETFs nur sporadisch einen Besuch abzustatten ist aber ebenso ein guter Rat.

    Darüber hinaus habe ich mich nun bereits minimal aufgeschlaut und eine kleine Marktanalyse durchgeführt. Grundsätzlich finde ich das Investment in ausschüttende ETFs hier sehr attraktiv, wie bereits von vielen Mitgliedern beschrieben. Allerdings habe ich hier mal ein paar ETFs auf die schnelle verglichen und frage mich dabei, inwiefern sich beispielsweise der Lifestrategy 40 wirklich lohnt, da sich bei diesem Aktienanteil nur eine Teilfreistellung von 15% ergibt und etwas mehr Steuern anfallen im Vergleich zum LS60. Dabei sind interessanterweise die Dividenden beim LS40 aber höher. Um den Vergleich etwas größer zu gestalten habe ich mir mal 5 ETFs herausgesucht. LS40, LS60, einen FTSE All Country High Yield ETF, Emerging Markets High Yield ETF, Euro Stoxx600 ETF (ausschüttend). Diese habe ich hinsichtlich verschiedener Kategorien verglichen und die durchschnittliche Nettorendite p.a. der letzten 5 Jahre (Teilfreistellung, TER, Steuern) ausgerechnet. Dabei ergab sich folgendes Bild:

    ETFSFondsvolumen
    in Mio €
    TER in %Mittlere Dividende in % p.a.
    (gemittelt auf 5 Jahre)
    TeilfreistellungNetto Dividendenrendite
    in % p.a.
    GESAMTrendite p.a. in %
    (gemittelt auf 5 Jahre)
    Gesamt Nettorendite
    in % p.a.
    Max Verlust seit
    Auflage in %
    LS 40350,252,7415%2,093,42,4116
    LS 60890,252,4330%1,966,34,8715
    V-FTSE-AW-HY67850,293,3630%2,7111,99,3535
    I-FTSE-EM-HY-LV1890,496,1330%4,946,95,1638
    A-Stoxx Europe 6003270,192,8330%2,2810,788,5335

    Der LS60 ist hierbei für mich als besonders attraktiv hervorgestochen, da er seit Auflage einen verkraftbaren maximalen Verlust eingefahren hat. Allerdings ist natürlich die Rendite bei weitem nicht so hoch wie bei den anderen Konsorten. Vor allem die Dividendenrendite bei dem EM Etf hat mich sehr überrascht - wenn die so viel ausschütten müssten die doch auch recht beliebt sein? Einzig das Fondsvolumen der LS Reihe ist mir als vergleichsweise etwas gering aufgefallen. Macht es hier Sinn sich davon leiten zu lassen? Wie wichtig ist dieses zu beurteilen?

    Bei den unteren drei renditestarken Produkten könnte es ja doch noch was mit den zwei nullen mehr auf dem Konto werden (inklusive netter Nebeneffekte).

    Ich wünsche einen schönen Abend :thumbup:

    Damit hast du sicherlich nicht ganz unrecht, aber diese Überlegungen machen im Nachhinein auch nichts besser. Aber es freut mich natürlich, wenn ich hier als Faszinosum auftreten kann und leicht ungläubiges Kopfschütteln hervorrufe - ich werde nicht der einzige Fragesteller hier sein, dem es so geht.
    Auch die Einlage bei der Sparkasse ist sicherlich etwas gutmütig gewesen, allerdings sehe ich die Sparkassen nach wie vor als das Bollwerk der Spareinlagen deutscher Rentner an - wenn die in die Insolvenz rutschen, dann ist vorher schon lang das Licht ausgegangen.

    Aber nun gut, teile mir gern mit, was du von mir haben möchtest, dann packt der "WurstigeRentner" gegenüber dem weisen Foristen auch gerne aus.

    Meine Frau ist noch am arbeiten, finanziell unabhängig von mir und wird auch in der Rente weitestgehend unabhängig sein(In etwa 2 Jahren). Sie ist GKV versichert, ich PKV.

    Aktuelle Rente beträgt 4000€ brutto zuzüglich der Mieteinnahmen von 1500€ = 5500€ Brutto.

    Alle Ausgaben zusammen sind monatlich etwa 3900€.
    Bilanz folgt:
    Aktiva:
    1,2 Mio€ Immobilien
    1,3 Mio€ Bankeinlage
    5.000€ Auto
    Sonstige Vermögensgegenstände sind nicht der Rede wert

    Passiva:
    4000€ Leasingrestschuld für zweites Auto
    Keine sonstigen Kredit/Restschuldverhältnisse


    EK = 2,5 Mio€

    Wenn weitere Informationen fehlen, dann trage ich diese gern nach.

    BesorgterRentner Ich kann mich in deine Lage sehr gut reinversetzen denke ich. Ich hatte auch Zeiten, wo ich die Geldanlage etwas schleifen ließ. Aber nun habe ich den Eindruck, dass du alles nachholen willst und zwar sofort! Das geht meistens schief.

    Neobroker sind günstig, aber ich habe bisher Abstand genommen, weil ich froh über ein funktionierendes Kundencenter bin, das mir bei Fragen weiter hilft . Also mach es wie Saarlaender empfiehlt , nimm eine gute Direktbank. Die ING bietet dir 2,75% für 4 Monate bis 250000€, das würde ich für den Aktionszeitraum ausnutzen. Raisin bietet dir als Neukunde 3,2 % für 3 Monate für 50.000€, das würde ich auch machen, allerdings muss du da aufpassen und zuerst die Neukundenzinsanlage tätigen und erst später evtl. weitere Anlagen. Hierzu gibt es einen extra Thread. Die hier empfohlenen Geldmarktetfs habe ich noch nicht probiert, ich habe ein großes Tagesgeld und eine Zinstreppe bis zu 4 Jahren in Festgeld. In der Zwischenzeit kannst du die empfohlenen Bücher lesen und dann Anlagen in die von dir ausgewählten ETFs tätigen. Ich mache es mit Einmalanlagen, aber du kannst auch mit Sparplänen anfangen.

    Und ganz wichtig: Wenn die ersten Zinsen gutgeschrieben werden, dann gönn dir was besonderes, als Belohnung dafür, dass du es endlich angepackt hast.

    Viel Erfolg.

    Vielen Dank für die ganzen Tipps, das Forum und seine Foristen hier sind wirklich super, großen Dank! Die Einmalanlage ist bequem, time in the market beats timing the market...aber das Risiko wird natürlich schon mehr gestreut in Tranchen einzusteigen. Danke auch für das Verständnis - hier erfülle ich wahrscheinlich das klassische Klischee eines deutschen Rentners, welcher sich nie um seine Finanzen gekümmert hat und Geldanlage mit der Spielbank vergleicht.

    Respekt. Eine Million auf dem Girokonto der Sparkasse anzusammeln und den Bemühungen der Verkäufer zu entgehen, das muss man auch erst mal schaffen ^^

    Was die Bank angeht: ich würde mich an deiner Stelle eher bei den etablierten Direktbanken umschauen, statt gleich zu einem Neobroker zu wechseln. Die ING-DiBa ist bspw. lange am Markt, hat gute Konditionen und vor allem ihre Prozesse im Griff. Da kann man bei Bedarf sogar auch mal anrufen und mit echten Menschen sprechen ;)

    An deiner Stelle würde ich das Geld bei dieser oder einer anderen Direktbank für ein paar Monate in einem Geldmarkt-ETF, bspw. DBX0AN parken. Und mich parallel dazu mit den von den Forumsfreunden genannten Buchempfehlungen einlesen. Ich persönlich finde Über Geld nachdenken von Nikolaus Braun und eines der Bücher von Gerd Kommer, bspw. Souverän investieren vor und im Ruhestand für diesen Zweck gut geeignet.

    Verstehe ich gut und ist mir persönlich auch wichtig einen Ansprechpartner zu haben und nicht durch einen freundlichen KI-Chatbot an der Nase vorgeführt zu werden. Die Finanzbuchempfehlungen werde ich mir zu Gemüte führen und mich entsprechend aufschlauen.

    Ich spiele auch mit dem Gedanken zwei Depots zu eröffnen. Eines bei einem tradierten Anbieter wie beispielsweise die genannte ING und ein weiteres bei einem Neobroker für die eventuelle Anlage in Geldmarkt ETFs - hier ist die ING mit ihren Ordergebühren doch recht teuer für Geld, was gegebenenfalls häufiger angelegt/verkauft wird.

    Scalable kann man durchaus nehmen, wenn man etwas technik affin ist. Ist halt schon etwas weiter von der Sparkassen Filiale weg. Und mal eben nebenbei in der App zu traden - das kann auch (zu) verlockend sein.

    Aber mal eine ernst gemeinte Frage: wie kommt man zu >1 Mio auf dem Girokonto? Ich meine, ein gewisses Maß an Finanzbildung hat man in deiner Generation doch erhalten und jedem ist klar, das man soviel Geld nicht unverzinst liegen lässt? Ich nehme mal an, das ist erst kürzlich durch eine Erbschaft oder so eingetrudelt.

    Ansonsten würde ich Dir raten, bevor du was tust - erstmal das Basiswissen in Geldangelegenheiten drauf schaffen.

    Gut, dann werde ich mich zu diesem Broker nochmal ein wenig einlesen. Momentan bieten die ebenfalls eine Prämie an, die auch nicht schlecht klingt. Mal sehen ob sich da ein Haar in der Suppe finden lässt.

    Das Geld ist tatsächlich zu größten Teilen Lohn. Früher gab es mal etwas Zinsen sogar bei der Sparkasse und da ich nie besonders Lust und Zeit hatte mich mit dem Thema der Finanzanlage zu beschäftigen, habe ich es dabei belassen. Irgendwann haben es auch die Finanzberater der Bank aufgegeben mich zu kontaktieren. Ich war einfach froh meine Ruhe zu haben.
    Am Aufholen des nötigen Basiswissens bin ich nun dran - jetzt ist auch genug Zeit dafür.

    1,3 Mio auf dem Girokonto :huh: Hut ab, das muss man sich leisten können.

    Aber nein, die Inflation ist dabei nur das zweitgrößte Risiko. Das größte Risiko ist, daß die entsprechende Bank pleite geht.

    Aufgrund der Einlagensicherung sollte man niemals (signifikant) mehr als 100.000 EUR pro Einleger und Bank auf Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten einer einzelnen Bank halten. Bei Gemeinschaftskonten max. 200.000 EUR.

    Siehe BaFin - Einlagensicherung und Anlegerentschädigung

    Das ist ein sehr guter Punkt, ich bin persönlich bei der Sparkasse und hatte mich nie besonders damit auseinandergesetzt, da sich diese in irgendeiner Form untereinander stützen (so meine Hoffnung zumindest) - dennoch sicherlich nicht ganz ohne Risiko. Umso besser, dass ich hier meine Naivität vorgeführt bekomme und ins Grübeln gerate.

    Dankeschön für die Empfehlungen! Ich hatte kurzerhand einmal ein bisschen geschaut und bin dabei vor allem auf die Neobroker Zero und Scalable Capital gestoßen. Was ist von diesen Depotanbietern zu halten? Oder wird davon abgeraten und lieber eine tradierte Bank empfohlen, auch wenn diese gegebenenfalls etwas teurer sind?
    Den Kaffee habe ich bisher immer ausgeschlagen, da das einzige was ich vom Finanzgebaren dieser Institute halte Abstand ist.

    Nun denn, ich sehe hier sind einige Forenmitglieder nicht ganz ohne Humor mit einer Prise Zynismus unterwegs - sehr schön.
    Aber dann zu den Punkten: Die 5,5 sind brutto. Größter Teil ist die Rente, die beiden Immobilien werden aus privaten Gründen recht günstig vermietet. Das Girokonto ist zinsfrei - dementsprechend gibt es keinerlei Geldfluss zusätzlich. Es geht hierbei um mein eigenes Vermögen, wobei meine Frau selbstverständlich ebenfalls ein Mitspracherecht hat. Für eine etliche Jahre jüngere Frau ist das Vermögen um 2 nullen zu klein -> Daher nun die Geldanlage

    Die Ersparnisse sind wie bereits erwähnt alle auf dem Girokonto - der Rest des Vermögens besteht aus den drei Immobilien (Zwei Wohnungen, eine Doppelhaushälfte).
    Monatliche Ausgaben sind 3900€ - 1000€ davon fallen auf absehbare Zeit weg.

    Vielen Dank soweit, die Literaturvorschläge sind notiert und werden besorgt, die Privatbilanz wird nochmal detailliert aufgestellt und entsprechende Schlüsse gezogen.

    Danke dir für die Meinung. Ich wollte mich hier erstmal nach dem generellen Meinungsbild umhören, um unter anderem auch darauf meine Entscheidungen zu treffen. Bisher liegt alles auf einem Girokonto, das ist (leider) korrekt. Die Abwägung zwischen Aufwand, Ertrag und Risiko ist für mich ebenso verständlich

    Sich "Sorgen" zum Thema Geld machen scheint mir generell kein guter Ansatz. Sich "Gedanken" zum Thema Geld machen und/oder diese zu entwickeln dagegen oftmals durchaus angesagt.

    Dazu kommt noch: Nur wer was hat, kann auch was verlieren (und sei es auch "nur" die Kaufkraft seines Vermögens).

    Ohne den genauen monatlichen Bedarf zu kennen (samt weiterer Pläne oder Ziele; Stichwort: Schenkung/Erbe für Kind(er) - um ein Beispiel zu nennen; finanzielle Vorsorge für den eventuellen Pflegefall - um ein anderes Beispiel zu nennen) dürfte es mit konkreten Hinweisen (für eine ggf. neue Asset-Allocation) nicht ganz einfach werden.


    Auch wenn das tendenziell und auf den ersten Blick eher so klingt, daß die aktuellen Einnahmen sämtliche Ausgaben decken könnten (Konjunktiv):

    Das sind wichtige Punkte, die ich vergessen habe zu erwähnen.

    Wenn man davon ausgeht, dass durchschnittlich 25 Monate im Pflegeheim verbracht werden (Durchschnitt ist immer Mist...) und der Eigenanteil bereits jetzt bei über 3000€ liegt - gehen wir mal von 4000+ in der Zukunft aus, sind das schonmal etwa 200.000 für mich und meine Frau, bzw. 8000 monatlich. Auf dieses Geld muss man gegebenenfalls möglichst kurzfristig zugreifen können.

    Und die derzeitigen Ausgaben belaufen sich monatlich auf 3900€. Allerding verringern sich diese Ausgaben in den nächsten Jahren, wenn der Nachwuchs aus dem Studium ist um rund 1000€.
    Die PKV verschlingt ebenfalls etwas über 1000€. Die restlichen Ausgaben sind fix.

    Eine Geldanlage lohnt sich auch im Ruhestand.

    Mit 1,3 Mio. € auf dem Girokonto ist Inflation das größte Risiko.

    Sinnvoll ist eine klare Struktur in mehrere Töpfe:

    1. Liquidität und Sicherheit (ca. 25 %)
    Tagesgeld und Geldmarkt-ETF

    2. Stabilität und laufende Erträge (ca. 30 %)
    Anleihen/Anleihe-ETFs (Staats- und hochwertige Unternehmensanleihen)
    3.Inflationsschutz und Wachstum (ca. 25 %)
    Ausschüttender Welt-ETF ist da natürlich sinvoll

    Auch vielen Dank an Sie! Was würden Sie mit den restlichen 20% machen?

    Auch vielen Dank Ihnen für die Ideen! Der Gerd Kommer ETF war mir bisher unbekannt und ich habe gerade mal einen Blick drauf geworfen. Damit eine "ein-ETF-Strategie" zu fahren klingt interessant, allerdings beträgt die jährliche Dividende über die letzten 3 Jahre etwa 1,3 - 1,9%. Was ist dazu die allgemeine Meinung? Ein High Yield ETF anderer Sorte kommt hier meist mit einer höheren Ausschüttung daher. Auch die Anmerkung mit der Gold investition ist interessant. Auch wenn Gold gerade auf einem absoluten Höhepunkt steht, wären sie nicht abgeneigt zu investieren? Ich weiß, time in the market..., aber an einem solchen hochpunkt?

    Herzlichen Glückwunsch sage ich einfach mal.

    Was soll denn das Ziel Deiner Geldanlage sein (Kurz- und Langfristig)?
    Ich gehe mal davon aus, dass Du mit den 5,5K€ so über die Runden kommst und es zum Leben völlig ausreicht.
    Um langfristig nur die Inflation auszugleichen würde schon ein sehr moderater Aktienanteil ausreichen.
    Es gibt von Vanguard die Life-Strategy Produkte.
    https://www.de.vanguard/private-anlege…ASAAEgKv5fD_BwE


    Diese LS ETF beinhalten neben Aktien weltweite Anleihen (Währungsgesichert). Mit einem LS 20 (20% Aktien) sollte langfristig ein reiner Inflationsausgleich bereits erreicht werden. Die Vanguard LS Produkte gibt es als ausschüttende und thesaurierende ETF.

    Vielen Dank, diese ETF-Palette werde ich mir mal etwas genauer anschauen! Das Ziel soll dabei sein die Inflation auszugleichen und im besten Fall die Rentenbezüge etwas zu erhöhen und um liquide zu bleiben. Mit der Rente kann ich bisher alle Ausgaben decken, allerdings bin ich PKV versichert, was mich bereits jetzt teuer zu stehen kommt. Daher klingt die ausschüttende Variante ebenfalls ganz interessant. In Kombination Ihres Nachredners "Smoker", werde ich mir einmal Gedanken machen, zu welchem Anteil das Geld investiert werden kann. Was würden Sie denn in dieser Hinsicht raten?

    Eine (abbezahlte?) Immobilie.

    Zwei weitere vermietet.

    5500 Bezüge pro Monat als Rentner.

    1,3 Mio Ersparnisse.

    => Da würde ich vor lauter Sorgen ganz schlecht schlafen.

    Mir ist absolut bewusst, dass die Situation eine sehr privilegierte ist und ich habe nicht beabsichtigt andere Forumsmitglieder zu verärgern.

    Hallo liebe Community,

    ich bin nun seit kurzem in den Ruhestand eingetreten, Ende 60 und sehr unschlüssig, inwiefern eine Geldanlage in meinem Alter noch sinnig ist. Kurz zu finanziellen Situation: Ich habe mein Leben lang noch nie in Fonds/Aktien/ETFs investiert und bin absoluter Neuling in diesem Bereich, auch wenn ich mich die letzten Monate immer mehr mit dem Thema auseinandergesetzt habe. Ich bewohne eine eigene Immobilie, vermiete zwei weitere Immobilien und beziehe inklusive meiner Rente Bezüge von etwa 5500€ pro Monat. Ein Kind ist noch in der Ausbildung. So weit, so gut - wenn da nicht das Ersparte auf der Bank wäre.
    Mein Leben lang habe ich mein Girokonto bei einer großen deutschen Bankenkette geführt und wurde dafür mit zinsfreier, zuletzt kostenbehafteter Kontoführung belohnt. Das soll nun ein Ende haben, nur wie?
    Die Ersparnisse belaufen sich derzeit auf Rund 1,3 Mio. Nun die Frage - lohnt sich eine Anlage noch? Wenn ja in welcher Form? Ein Entkommen aus den Fängen der Inflation wäre mir wichtig, ebenso ein kontinuierlicher Geldzufluss - meine Idee war also eine Anlage in einen ausschüttenden Welt ETF, eventuell mit einer Beimischung von einem Emerging Markets ETF? Allerdings bin ich mir nicht sicher in welchen Anteilen ich das Geld investieren sollte, wie viel eventuell auf ein Tagesgeldkonto verschoben werden soll, bzw. in einen Geldmarkt ETF? Kredite habe ich keine mehr zu tilgen - eventuell Reparaturen an den Immobilien oder die Anschaffung eines Autos (etwas mit 4 Rädern das fährt genügt mir vollkommen) sind die einzigen möglicherweise aufkommenden Ausgaben. Darüber hinaus würde mich die Meinung des Forums über Anleihen, Anleihe ETFs, Corporate Bonds und Aggregate Bonds interessieren - insbesondere diese Aggregate Bonds müssten doch eine gute Diversifizierung bieten?

    Vielen Dank im Voraus - ich bin gespannt auf eure Ideen und Ratschläge.:thumbup: