Beiträge von Ariel

    Unabhängig von Motivation und Qualität der Entscheidungen wird von Beamten eine besondere Dienst- und Treuepflicht dem Staat (oder der Kirche, etc.) gegenüber erwartet. Dazu werden Grundrechte eingeschränkt, die für die übrigen Bürger gelten. Im Gegenzug müssen sich Staat/Land/Kirche/etc. um ihre Beamten kümmern.

    Als beamtenähnlich Beschäftigter ist es mir dabei ehrlich gesagt relativ egal, ob das am Ende die Pension ist oder ein vergleichbares Konstrukt aus staatlicher Rente und Betriebsrente.
    Es wäre natürlich ein schöner Gedanke, wenn alle in Deutschland beschäftigten in einem Rentensystem wären. Wenn man nun alle berufsständischen Rentensysteme, Pensionsvarianten, etc. in das gegenwärtige Umlagesystem überführen würde, sollte man die Demografie nicht unterschätzen.

    Die demographische Verteilung ist ja in allen Anstellungsarten ähnlich. Wenn es bspw. ab 20XX nur noch die staatliche Rente gäbe, müsste diese die ganzen Beamtenboomer versorgen. Diese leben dann auch noch im Durchschnitt 5,5 Jahre länger, was die staatliche Rente weiter belasten würde.
    Daneben würde der Staat die Brutto"gehälter" aller arbeitenden Beamten anheben müssen, damit die Rentenzahlungen geleistet werden können.
    Dadurch würde der Staat Teile der Pensionslast an die Allgemeinheit übertragen.
    Solange es keine substantiellen Einschnitte bei der Versorgung der Beamten gibt, ist das alles nur "rechte Tasche-linke Tasche". Und diese Einschnitte wird es nicht geben, weil sie beim gegenwärtigen Lohnniveau vor Gericht nicht standhalten würden....

    Vorab für Bert Esser : Ich bin in der PKV (wäre aber lieber in der GKV).
    "Die Zeit" ist der Fragestellung hier kürzlich nachgegangen. 
    Ergebnis war, dass eine Eingliederung der PKV in die GKV eine Entlastung von maximal 11€ für den einzelnen Versicherten bringen würde.

    Es helfe zwar, dass bspw. Beamte im Durchschnitt gesünder wären. Allerdings leben sie auch 5,5 Jahre länger, was in diesem Kontext wiederum kontraproduktiv für die Entlastung der GKV wäre.


    Wozu ich noch nichts gelesen habe und mir noch nicht ganz klar ist:
    Wir leben bekanntlich in einer immer älter werdenden Gesellschaft. D.h. der Anteil der älteren Privatversicherten wird auch immer größer.
    Das Finanzierungsmodell der GKV ist ja, dass man während seines Berufslebens hohe Beiträge bezahlt und während man Rente bezieht nur noch niedrige.
    In der PKV ist das genau andersherum. Als junger und gesunder Mensch bezahlt man wenig und hat im Alter die höchsten Beiträge.
    Würde man in der aktuellen demographischen Situation die PKV in die GKV integrieren (zu den Konditionen der GKV), müsste das doch zu einer massiven Unterfinanzierung des Systems führen. Denn dann holte man sich mehrheitliche ältere Versicherte ins System, die bisher vergleichsweise wenig eingezahlt haben, und künftig durch die Konditionen der GKV massiv entlastet werden (und dann auch noch länger Leben...).

    Wenn das Ziel angeblich immer maximale globale Marktabdeckung war, warum wurde dann zehn Jahre lang ein Index empfohlen, der Schwellenländer und Small Caps systematisch ausklammert?

    Diese Frage könnten seriös leider nur die Finanztip-Mitarbeiter beantworten, die hier im Forum nicht aktiv sind.

    Von daher bliebe hier nur die - ebenfalls modern beliebte - Diskussion über Dritte oder der Austausch darüber, welche Strategie die hier vertretenen Mitglieder für sich aus welchen Gründen gewählt haben.
    Finanztip kann doch empfehlen, was sie wollen. Die meisten, die hier diskutieren, sind doch weit über das Niveau der YouTube-Influencer hinaus.

    Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und ab sofort nur noch den ACWI IMI A1JJTD weiterbesparen und fertig.

    Sehe ich auch so. Ich halte nichts von den Basteleien zur Nachbildung des IMI.
    Mal vom Nutzen abgesehen, schafft man sich damit nur Klumpen durch Überlappungen bzw. Untergewichtungen, weil es die passenden Gegenstücke bspw. zum FTSE ALL WORLD nicht gibt.

    Wenn beim bisherigen Bestand noch keine nennenswert hohen Gewinne aufgelaufen sind, kann man den einfach verkaufen und in den neuen Favoriten investieren. Ansonsten einfach alles so lassen, wie es ist, und nur noch den ACWI IMI besparen.

    Wie findet ihr mein Strategiewechsel?

    Welche Auswirkung hätte es denn, wenn wir Deine Anlagentscheidungen gut/schlecht fänden?

    Wenn man den Developed Europe besser als den Rest der Welt findet und/oder etwas über den europäischen Markt weiß, was der Rest der Welt noch nicht weiß, kann man sich schon ein Europ Übergewicht/Klumpen ins Depot holen.

    Bei mir trifft beides nicht zu, deshalb verzichte ich auf solche Zocks.

    Für dich und andere hier sind eine TER Senkung von 0,12 auf 0,07 ein großes Ding.

    Niemand hat etwas zu verschenken. Wenn die TER keine Rolle spielen würde, sähen wir zufällig kurz vor dem Start des AVDs sicherlich nicht diesen Preiskampf, der gegenwärtig herrscht.
    Hier geht es um Marktanteile und zumindest die Fondsanbieter sehen in der niedrigeren TER eine Chance für die Kundengewinnung.

    Ich halte es für einen Notbehelf, wenn man eigentlich nur den SPDR ACWI IMI nachbauen möchte.
    So ganz sauber wird man es wahrscheinlich auch nicht hinbekommen, weil im normalen MSCI World Small Caps ETF keine Schwellenländer enthalten sind und im Ishares EM IMI sowohl Schwellenländer als auch Small Caps mit nur 10% berücksichtigt werden.

    Wenn man noch einen Großteil seines Anlegerlebens vor sich hat, würde ich mich da nicht zu sehr verkünsteln, sondern einfach direkt auf den MSCI ACWI IMI umsteigen.

    Schwieriger ist m.E. die Frage, was man den FTSE All World ETFs beimischen würde, um die restlichen 10% abzudecken. Wenn ich richtig informiert bin, gibt es keinen Etf der dafür in Frage käme (zumindest ohne Überschneidungen und damit Übergewichtung bei einzelnen Unternehmen).

    Irgendwie ist mir dieser Schwenk zu wenig begründet.

    Wäre interessant, wie lange gutes Datenmaterial überhaupt für einen Vergleich zurückreich, sodass man über lange Zeiträume zeigen könnte, ob und wie die Performance eines Developed World Indexes sich unterscheidet, wenn die zusätzlichen Risiken EM und SC nach Marktkapitalisierung hinzugenommen werden.

    Vor ein / zwei Jahren waren sich Finanztip und so ziemlich alle hier im Forum sicher, dass der msci world vollkommen ausreichend ist (das Mittel der Wahl).

    Ich wage mal zu behaupten, dass das nach wie vor so ist.

    Ich bin zwar auch im Imi investiert, aber man sollte sich bei den Schwellenländern und Small Caps bewusst sein, dass man damit nicht sind h nur die Aktienbasis verbreitert, sondern sich jeweils weitere Risiken ins Boot holt.

    Jetzt sind gerade so viele schöne neue FTSE All World ETFs rausgekommen, da schwenkt Finanztip auf den einzigen ETF um, den es auf den MSCI ACWI IMI in D gibt.
    Klar gibt es noch Alternativen, aber wenn man nicht 8+1+1 bzw 9+1 spielen möchte, bleibt nur der eine ETF von SPDR übrig.

    Wenn die bisherigen Kriterien aufrecht erhalten werden, wird auch der neue Vangaurd FTSE All Cap erst in einigen Jahren in die Liste der Empfehlungen aufgenommen werden.

    Der Renditeaufschlag liegt bei 0,1-0,2%. Bei kurzen Laufzeiten kann der durch den Spread allerdings stark gemindert sein.
    Bundesanleihen sind halt nicht nur sehr sicher, sondern auch sehr liquide.

    Handelbarkeit und Spread sind die beiden großen Themen bei den Anleihen der Bundesländer etc.

    Ich bin ja eigentlich kein Tagesgeldhopper, aber unter 100.000€ kann man bei 4% schon ins Nachdenken kommen…

    Es ist schwierig, bei der TD eine gute Datenqualität zu bekommen.
    Welcher ETF nun besser ist, hängt vom Gesamtpaket ab. Manches davon kann man optimieren, manches ist auch einer gewissen Zufälligkeit (gerade bei kleinem Fondsvolumen) unterworfen.
    Eine Rolle spielen bspw. noch die Transaktionskosten innerhalb des Fonds, wie genau der Index repliziert wird, der Anteil der Wertpapierleihe, uvm.

    Wenn man sich wirklich die Mühe machen möchte, verschiedene ETFs auf denselben Index aus Performancesicht miteinander zu vergleichen, dann finde ich den Vergleich über Seiten wie Fondsweb oder JustETF, etc. aussagekräftiger.
    (Eine höhere Rendite kann aber auch mit einem höheren Risiko (Wertpapierleihe, Swap, etc) einhergehen.)

    TER ist trotzdem ein guter Anhaltspunkt, aber ich finde solche Rankings, wie @Irving sie gepostet hat, relevanter.