Unabhängig von Motivation und Qualität der Entscheidungen wird von Beamten eine besondere Dienst- und Treuepflicht dem Staat (oder der Kirche, etc.) gegenüber erwartet. Dazu werden Grundrechte eingeschränkt, die für die übrigen Bürger gelten. Im Gegenzug müssen sich Staat/Land/Kirche/etc. um ihre Beamten kümmern.
Als beamtenähnlich Beschäftigter ist es mir dabei ehrlich gesagt relativ egal, ob das am Ende die Pension ist oder ein vergleichbares Konstrukt aus staatlicher Rente und Betriebsrente.
Es wäre natürlich ein schöner Gedanke, wenn alle in Deutschland beschäftigten in einem Rentensystem wären. Wenn man nun alle berufsständischen Rentensysteme, Pensionsvarianten, etc. in das gegenwärtige Umlagesystem überführen würde, sollte man die Demografie nicht unterschätzen.
Die demographische Verteilung ist ja in allen Anstellungsarten ähnlich. Wenn es bspw. ab 20XX nur noch die staatliche Rente gäbe, müsste diese die ganzen Beamtenboomer versorgen. Diese leben dann auch noch im Durchschnitt 5,5 Jahre länger, was die staatliche Rente weiter belasten würde.
Daneben würde der Staat die Brutto"gehälter" aller arbeitenden Beamten anheben müssen, damit die Rentenzahlungen geleistet werden können.
Dadurch würde der Staat Teile der Pensionslast an die Allgemeinheit übertragen.
Solange es keine substantiellen Einschnitte bei der Versorgung der Beamten gibt, ist das alles nur "rechte Tasche-linke Tasche". Und diese Einschnitte wird es nicht geben, weil sie beim gegenwärtigen Lohnniveau vor Gericht nicht standhalten würden....