Für den Anleger ist die Ursache der Wertsteigerung (ob währungsbedingt oder fundamental) irrelevant. Maßgeblich ist ausschließlich das realiserte Ergebnis.
Dem würde ich grundsätzlich zustimmen, ebenso, dass Währungseffekte langfristig keine Rolle spielen.
Die aktuellen Vergleiche sind naturgemäß allerdings eher kurzfristig, weil es noch keine langen Datenreihen gibt.
Der Kommer ETF hat hohe Kosten. Sie liegen aber m.E. im Rahmen dessen, was man bei Faktor ETFs und Dachfonds erwarten kann. (Ein Vanguard Lifestrategy ist auch teurer als die Summe der darin enthaltenen ETFs. Dafür hat man keine Rebalancing-Kosten).
Die Frage ist m.E. nur, ob man an die Existenz von Faktor-Prämien glaubt oder nicht.
In den letzten Monaten wird gerne das schwächere Abschneiden des MSCI World gegenüber Faktorgewichtungen, USA-Reduktion, etc. auf das sanfte Platzen der USA Blase zurückgeführt. Demgegenüber zeigten sich jetzt die Vorteile einer breiteren Diversifikation.
Ich befürworte ja ebenfalls die breite Streuung über den globalen Aktienmarkt. Allerdings sollte man in der Argumentation für Diversifikation die gegenwärtigen Währungseffekte nicht außer acht lassen.
Ein höherer EX-USA Anteil hätte natürlich geholfen. Noch besser wäre aber ein in Euro gehedgter MSCI World gewesen.
Für die aktuelle Diskussion spielt eine breitere Diversifikation oder Abweichungen von der Marktkapitalisierung keine Rolle, weil wir schlicht Währungseffekte sehen, die langfristig wiederum keine Rolle spielen.