Beiträge von dafigero

    Ich finde diesen Gedanken gut. Mit einer Unterstützung beim Kauf oder Bau eines Eigenheims kann man die monatliche Rückzahlungsrate deutlich senken oder den Traum vom Eigenheim überhaupt erst ermöglichen. Das kann über einen sehr langen Zeitraum zu spürbar mehr Lebensqualität führen.

    Eine Übertragung liquider Mittel ohne konkreten Zweck kann hingegen auch das Gegenteil bewirken. Insbesondere wenn der Zeitpunkt ungünstig ist. Wobei dies vermutlich stark vom Charakter des Kindes abhängt.

    Wenn Dein Kind gelernt hat mit Geld umzugehen und vor allem die Relation kennt, was ein "Normalverdiener" für dies und jenes Leisten muss, dann sehe ich darin nicht umbedingt ein Problem - im Zweifel zeigt es, dass Du Dich geirrt hast. Das wäre zwar traurig zu erleben, würde wiederum die Chance eröffnen, eben an den aufgedeckten Schwächen zu arbeiten.

    Aber wenn es keine zweckgebundenen Liquiditätsspritzen sind (erstes Auto, Eigenheim etc.), dann geschieht dies meist aus Gründen der Steuerersparnis und weniger wegen der Wertschätzung der Person - freilich ist aber eine Schenkung aus Steuerersparnisgründen auch eine Wertschätzung nur nicht der antreibende Hauptgedanke.

    Bei Schenkungen zu Lebzeiten bieten sich da Mietshäuser mit Niesbrauchsvorbehalt sehr gut an oder, wie in deinem Fall, Schenkung mit Niesbrauchsvorbehalt eines Dividendendepots. Dies hat, neben der steuerlichen Attraktivität den Vorteil, dass Du weiterhin die Kontrolle behältst.

    Sogar können Klauseln eingebaut werden, dass der Niesbrauch erlischt (Rückforderungsrecht) für Umstände, welche Du nicht vertreten möchtest (Drogensucht, Kriminalität etc.).

    Somit hat man als Elternteil auch im späteren Verlauf zumindest einen kleinen Einfluss auf die Kinder ausüben, um den rechten Weg zu zeigen. Es geht dabei nicht um die Kontrolle, sondern darum, dass Kinder meiner Meinung nach schon unter Beweis stellen sollen, dass Sie das Erbe verdient haben.

    Oder, um es nach Spider-Man zu formulieren: "With great power comes great responsibility"

    Bei Dir würde es sich sogar umso mehr anbieten, dass Du im Rahmen des Freibetrages eben jenes Depot schenkst, da Du scheinbar aus den Dividenden genug Liquidität beziehst und auch von dem ETF überzeugt bist. Damit herrscht eine ideale Voraussetzung.

    Ich frage mich, was das für Dich für eine Rolle spielt?

    Reines Interesse. Ohne jede Wertung. Das hatte ich doch schon einmal beschrieben :)

    Ich mache auch sonst gelegentlich Dinge, die ich nicht empfehlen würde.

    Warum machst Du Dinge, die Du nicht empfehlen würdest? Rein aus einer Risikobetrachtung, weil Du gerne eine bessere Performance haben möchtest als ein MSCI World o.Ä.?

    Was spielt es jetzt für eine Rolle, welche ETFs das sind? Was macht es für einen Unterschied? Es gibt da viele Möglichkeiten.

    Auch hier wieder. Reines Interesse an der Information. Wertungsfrei.

    Die Kritik, wonach das nur zu Fehlern und unnötigen Handlungen verleitet, trifft zu. Gerade am Anfang habe ich dann doch denen einen oder anderen ETF ausgetauscht. Mittlerweile bin ich deutlich ruhiger geworden.

    Das ist doch schön, dass Du Deinen Weg gefunden hast :)


    Wenn Du jedoch in einem Lebensabschnitt steckst wo es eher darum geht, das Vermögen aufzubauen und wo Du von Deinem normalen sonstigen Einkommen gut leben kannst, dann ist ein Fonds mit Wiederanlage der Erträge die bessere Wahl. (thessaurierend)

    Ich selbst gehöre zur 1. Gruppe, bin aber auch im 80. Lebensjahr und habe ebenfalls fast alle Immoblien und fast alle Einzelaktien verkauft und auf ETF umgeschichtet, natürlich mit Ausschüttung.

    Vielen Dank für Deinen Beitrag. Uns trennen nur rund 40 Jahre :) , aber ich finde Dividenden-ETF, wie z.B. den VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders auch interessant - wohlwissend, dass es aus wirtschaftsmathematischer Sicht nicht umbedingt die beste Entscheidung sein mag).

    Der größere Teil des Vermögens liegt (noch) in Immobilien. Daher werde ich hier wahrscheinlich auf reine thesaurierende ETF setzen und bei Bedarf das Giro/Festgeld auffüllen.

    Nach bisherigem Bauchgefühl, auch dank netter Beiträge und Gespräche hier im Forum, wahrscheinlich:

    Amundi Prime All Country, Gerd Kommer, Vanguard FTSW All-World und SPDR MSCI World ACWI IMI

    Aber das kann sich noch ändern und ob der eine nun 10% besser performt oder nicht in den nächsten Jahrzehnten ist halt einfach so. Durch mehrere breite ETF habe ich dann quasi den Durchschnitt vom Durchschnitt :D

    Später wird es dann interessanter, wenn noch mehr ETF benötigt werden (für die 500k Grenze). Aber vielleicht sehe ich das dann auch nicht mehr so eng und fülle die vorhandenen einfach auf.

    Stimmt

    Ist das so? Sehe ich bei dieser Zusammenfassung eher weniger... kann natürlich jeder anders interpretieren oder die Zahlen infrage stellen

    https://dawum.de/

    Solange die AFD keine direkte Mehrheit hat, wird es immer eine Mitte/Links oder LinksLinks Koaltion geben. Ob die AFD eine direkte Mehrheit bekommt bezweifle ich zwar, auch wenn Merz und Co. gerade weiter am Abstieg arbeiten.

    Daher sind solche Sorgen nicht ganz unberechtigt nach meiner bescheidenen Meinung.

    Und in der Vergangenheit gab es (auch in meiner Familie) schon Fälle von (gut durchdachten) Rechts- oder Steuerkonstrukte wovon am Ende nur die teure Anwalts- und Beraterkosten übrig geblieben sind.

    Auch im Mietrecht ist das so. Etwas überzogen formuliert sind Mietverträge unnötig, da sich die Rechtssprechung ständig ändert. Auch das Arbeitsrecht hat zwar eine Gesetztesgrundlage, welche aber schon lange eher irrelevant ist und Richter eigentlich nur noch eine reine Interpretation von BGH-Urteilen durchführen.

    Aber um wieder zum Thema zu kommen:

    Ich werde es trotzdem bei heutigem Recht (500k) belassen, um die Anzahl der ETF, welche in der Zukunft wahrscheinlich auch noch steigen werden, möglichst gering zu halten.

    Schwachzocker ich bin immer noch sehr gespannt auf Deine persönlichen Lieblings-ETF für mein Szenario.

    Klar. Das kann man machen. Ich sehe allerdings keinen echten Vorteil. Wenn wir ins Ausland ziehen, verkaufen wir alles, weil es einfach viel bequemer und steuerlich attraktiver ist im Zielland erneut anzulegen. Trotz entgangenem Steuerstundungseffekt. Es macht also keinen Unterschied, ob 1 ETF oder 10 ETFs. Ich rate auch jedem sich im Zielland zu informieren, ob es wirklich klug ist, das Depot in Deutschland zu belassen. Es sei denn man hat vor nach ein paar Jahren wieder zurückzukommen. Man darf davon ausgehen, dass es kaum ein kapitalmarktfeindlicheres Land als Deutschland gibt. Wenn man von ,,lebenswerten" Ländern ausgeht. Die Chancen stehen also hoch, dass es im Zielland bessere und steuerlich attraktivere Möglichkeiten gibt anzulegen und man besser ganz umzieht.

    Ich finde auch die ganze 3x10 Strategie von Finanztip, um den steuerlichen Impact durch FIFO abzumildern, albern. Wenn einem das wirklich so wichtig ist, kann man später 90% übertragen und den Rest verkaufen. Dann hat man sogar eine 10er-Gliederung. Ich mache es nicht, aber wegen sowas mehre ETFs zu kaufen ist schlichtweg unnötig.

    Für mich kämen aktuell nur deutschsprachige Länder in Frage für einen Wegzug. Schweiz, Österreich (theoretisch könnte teilweise Spanien und Rumänien etc. schon dazugezählt werden 8o).

    Bei allen EU-Ländern (aber auch in die Schweiz) müsste ein Depot nur umgezogen und nicht verkauft/gekauft werden, zumindest habe ich das so in Erinnerung. Bei <500k dann ohne fiktive Versteuerung. Im EU-Raum gäbe es die theoretische ewige Stundung.

    Warum wäre es für Dich bequemer, die ETF zu verkaufen und wieder zu kaufen (zwei Vorgänge)? Der Depotübertrag ist ein einziger Vorgang und steuerneutral. Die fiktive Versteuerung tritt erst bei der Wohnsitzummeldung ein, das Depot könntest Du also jetzt schon dort führen (mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen, die aber wegen den meist vorhandenen Doppelbesteuerungsabkommen nur mehr Arbeit sind). Ich habe mich zugegeben nicht viel damit befasst, hatte nur lange ein Depot in der Schweiz.

    Als ich dieses dann nach Deutschland übertragen habe war das kostenneutral und unkompliziert - gut, hier geht es um den umgekehrten Fall :).

    Speziell bei der Schweiz scheint es aber zu sein, dass ein thesaurierender ETF steuerlich vorteilhafter ist als Dividendentitel. Und da liegst Du dann richtig: es kommt ganz drauf an, wo es hingehen soll.

    Ich mache mein Portfolio noch immer für mich und nicht für meine Erben. Die können bitte zusehen, wie sie damit klarkommen. Reicht es nicht, wenn die erben? Muss man ihnen die gebratenen Tauben auch noch in den Mund legen? Wenn sie nicht erben wollen, weil es ihnen alles zu kompliziert ist, dann solle sie es einfach sagen.

    Was soll denn jemanden sagen, der eine Firma mit 3000 Mitarbeitern erbt?

    Wo ist der Unterschied ob es ein Aktien-Portfolio ist oder eine Firma? Es ist nicht so, dass Du bei Deiner genannten Firma 3.000 Variablen mit einbeziehen musst. Es ist eine Firma. Und sollte das Verwaltungsvermögen klein genug sein (um überhaupt in den steuerlichen Genuss einer Teilbefreiung der Erbschaftsteuer zu kommen), ist dann einfach die Frage, ob einer der Erben das Unternehmen fortführen möchte. Da sich dies aber meist zu Lebzeiten auskristallisiert, würde zumindest ich das persönlich im Rahmen einer Schenkung machen, um die entsprechende Karenzzeit begleiten zu können - sagen wir es mal so, es könnte sein, dass ich das schon einmal persönlich erlebt habe ;).

    Ich denke, Du betrachtest das aus der falschen Perspektive. Nicht die Erben wollen es leicht haben, sondern Du möchtest es deinen Erben einfacher machen, zumindest denjenigen, welche Dir nahe stehen.

    Deinen Horizont dürfte es aber nicht erweitern, denn es gibt dazu weder eine wissenschaftliche noch eine andere rationale Begründung. Mir war der US-Anteil des FTSE All-World zu hoch, trotz dem Klumpenrisiko mit Arbeitgeber und Immobilie in D.

    Das mag sein, aber ich finde Deine Meinung trotzdem wertvoll. :) Zum Thema USA Gewichtung habe ich tatsächlich noch keine abschließende Meinung.

    Mit 1,6 Mio würde ich Teile davon eher spenden oder die Familie jetzt unterstützen, da ich soviel Vermögen niemals selber benötigen werde.

    Mit Familie, Kindern in der Ausbildung und 10-20 Jahren früher sähe es ganz anders aus, und je nach Jobsituation nochmal. Meine DRV+BAV deckt im Alter meinen Lebensunterhalt, das Depot dinet nur dem Spaß und ggf. noch dem Umbau der ETW. Als Selbstständiger mit Mitte 30 wäre für mich mit den 1,6 Mio dieses "Problem" der Altersvorsorge vermutlich geklärt und ich könnte mich entspannter der Selbstständigkeit widmen.

    Eine sehr respektable Einstellung :). Und auch, dass Du für Dich bereits beschließen konntest, wieviel Geld auskömmlich ist. Schließlich reden wir hier nicht von einer Summe von 100 Millionen, bei welcher mit Sicherheit 99,99999% zustimmen würden einen (mehr als) sicheren Lebensabend führen zu können.

    Einen sehr bodenständigen Charakter scheinst Du zu haben!

    Ich bin zwar noch etwas jünger und gebe gerne zu, dass ich soweit noch nicht gekommen bin wie Du. Dies liegt aber einzig und allein an meinem mangelnden Vertrauen in unsere Volksvertreter.

    Wäre ich davon überzeugt, dass unser jetziges Vermögen (einfach gesprochen) seine Kaufkraft behält, dann würde ich es wahrscheinlich auch etwas anders sehen.

    Kritik ist da wohl fehl am Platz. Ich frage mich nur, was Du in einem Finanzforum erwartest? Du musst Dein Geld nicht anlegen, sondern darfst Dir dafür auch schöne Dinge kaufen (z.B. einen Dividenden-ETF). Aber das hier ist dann das falsche Forum.

    In einem Parallelthread will jemand Schulden für ein Autokauf machen, obwohl das Geld zur Verfügung steht. Er findet es eben schön so und versteht nicht, wie man das nicht schön finden kann.

    Ich vertrete die Ansicht, dass die meisten Stimmen Ihre Daseinsberechtigung haben. Und da dies ein öffentliches Forum ist muss nicht alles immer das mathematische Optimum sein (außer es fragt jemand explizit danach).

    Menschliche Komponenten spielen bei privaten Finanzen auch eine Rolle - sie sollten meiner Meinung nach aber keine beherrschende sein. So kann z.B. ein Dividenden-Titel für jemanden das persönliche Optimum sein, oder auch Einschränkungen wie der Ausschluss von Rüstungstiteln.

    Jemand der mich bestätigt, von dem kann ich nichts lernen. Das heißt nicht, dass ich das Gespräch nicht schätze, im Gegenteil, denn auch eine Bestätigung schafft z.B. Sicherheit und auch scheinbar sinnlose Gespräche können unterhaltend sein - Kaffeeklatsch könnte man das nennen, tut der Seele manchmal auch gut :)

    Weiterbilden tun mich aber am meisten Meinungen, welche nicht eins zu eins mich widerspiegeln. Das ist erstmal egal ob es Kritische sind (im Sinne von, dass ich falsch liege) oder aber förderliche (wie z.B. der Beitrag von 90 Prozent Aktien am Anfang dieses Beitrags). Seine eigene Wahrnehmung bildet man dann aus diesem Spektrum.

    Daher habe ich Dich auch nach Deiner persönlichen Empfehlung gefragt, auch wenn Du mir diese weiterhin vorenthalten möchtest (oder doch nicht? :)).

    Das ist einfach. FTSE All World. Fertig. Persönlich habe ich noch FTSE high Dividend und einen Xtrakers Small Cap dabei. Bin aber auch sehr ausschüttend unterwegs.


    Das mit dem Digitalen Erbe ist auch noch so eine Sache....

    Danke! Auch wenn es statistisch gar schlechter sein mag, find ich den Ansatz nicht verkehrt. Vermutlich könnte man das als "Komfortfunktion" bezeichnen ^^. Auch auf Gefahr hin, in einem Finanzforum, wo es vielen um absolute Optimierung geht, dafür Kritik zu ernten.

    Aber wenn ich überlege, wieviel Geld man/ich so für Komfortfunktionen/Annehmlichkeiten ausgibt, wäre das auch keine schlechte Überlegung z.B. einen von Dir genannten oder einen VanEck Morningstar High Dividend Leader mit reinzunehmen. Dann ist die Vorabpauschale auch geklärt und es kommt ein bisschen Liquidität rein, ohne das man aktiv verkaufen müsste.

    Eine einfache Struktur hilft auf jeden Fall. Eine Empfehlung noch von mir: eine verschlüsselte Form deren Inhalt Zugangsdaten, Passwörter, Tresorkombinationen, Standorte etc enthält und nur eine andere Vertrauensperson kennt. Mit verschlüsselt meine ich keine digitale Verschlüsselung sondern eine eigens erstellte "Manuelle". Exemplarisch: alle Seiten in zwei Teile teilen und an unterschiedlichen Orten aufheben (das ist natürlich viel zu simpel, soll nur der Anschauung dienen).

    Ich meinte mit meiner Frage aber eigentlich Deine persönlichen Favoriten einer ETF Auswahl ^^

    Persönliche Verlieben?! Puuuh...lieber nicht in einem öffentlichen Forum. Du schreibst zwar, dass Du sie gern hörst, ich weiß aber, dass Du sie nicht hören möchtest.

    Du scheinst im Leben viele schlechte Erfahrungen gemacht zu haben, was mir sehr leid tut. Trotzdem solltest Du versuchen, das Leben etwas positiver zu betrachtet. Nicht alle sind schlecht. Mit einer pessimistischen Grundeinstellung lebt es sich zugegeben leichter. Erstrebenswert finde ich das aber nicht.

    Aber maße Dir doch bitte nicht an, was ich hören möchte. Ich bin hier nicht auf der Suche nach Bestätigung, mein finanzieller und familiärer Erfolg gibt mir da schon genug positives Feedback ;).

    Scheu Dich nicht, deine persönliche Empfehlung zu einem/mehrer ETF abzugeben, ich höre Sie wirklich gerne und daher war das eine ernstgemeinte Frage. Ich könnte Dich auch nach Deiner Lieblingseissorte fragen, fände ich auch schön zu hören, aber es ging hier um ETF, daher dies vielleicht zu einer anderer Gelegenheit.

    Du machst Dich damit auch nicht angreifbar, zumindest für mich nicht. Ich muss Deine Meinung doch nicht teilen, um sie gut oder egal zu finden. Aber schlecht sicherlich nicht, keiner von uns hat die Glaskugel.

    Ich belächle auch niemanden, der All-In in Krypto geht. Würde ich das machen? Sicherlich nicht. Derjenige muss dann nur zu seiner Entscheidung stehen können, besonders wenns schief geht - das gilt genauso für mich.

    Genau davon habe ich geredet. Danke dafür, dass Du es allgemeinverständlich aufgearbeitet hast.

    Natürlich sehe ich dort kein 10%+ Risiko. Es ist (sehr) gering, aber eben möglich. Wirecard (auch wenn es dort vielleicht um etwas anderes geht/ging) hat auch keiner (bis auf die Insider) kommen sehen. Daher werde ich auch nicht auf 20k runtergehen. Vermutlich wird es bei 480k-490k bleiben (wegen der Wegzugbesteuerung). Damit sind es schon in meinem Fall 4 ETF und damit ist dieses Risiko für mich ausreichend abgesichert.

    Und auch wenn es nicht mein Hauptvermögen sein sollte, finde ich den Punkt trotzdem beachtenswert. Beim Thema Insolvenz sehe ich es wie schon beschrieben gelassener, da hier eigentlich nur die Zeit (bis man an das Sondervermögen dran kommt) das Hauptrisiko ist.

    Warum plötzlich einen MSCI World dazu mischen, wenn es bisher ein FTSE All-World ist. Dann würde ich einen ACWI oder ACWI IMI dazu nehmen, oder (wenn es auch um Ausschüttungen gehen sollte) einen FTSE All-World High-Dividend.

    Persönlich würde ich zum FTSE All-World noch einen anderen ETF dazu mischen, aber das ist nur meine persönliche "Vorliebe" ohne Rücksicht auf die hist. Rendite.

    Ich höre gerne persönliche Vorlieben, so lernt man einen anderen Horizont kennen :). Welche würdest Du nehmen?

    Soll es wirklich nur das Asset „Aktien“ sein?
    Dann würde ich es maximal einfach in einen breitgestreuten ausschüttenden Weltaktienfonds investieren. Fertig.

    Vollmachten und Patientenverfügung nicht vergessen.

    Danke Dir für den Hinweis. Dieses Paket ist ein Teil des Gesamtvermögens, daher darf es in diesem Fall "nur" Aktien sein.

    Was wären denn deine Empfehlungen?

    (Versorgungs-)Vollmachten und Patientenverfügungen sind zum Glück schon bedacht. Aber Du liegst vollkommen richtig, dass viele dies übersehen. Jeder sollte, egal wie hoch das Vermögen ist, diesem Thema zumindest einmalig größere Beachtung schenken.

    Auch das Thema Nachlass wird gerne auf die lange Bank geschoben, welches zugegeben auch kein schönes Thema ist. Hier ist die Regelung am angenehmsten, wenn man noch gesund ist und das Thema Tod noch nicht "greifbar". Aber natürlich sprechen hier gewisse Punkte dagegen, da, um nur einen Punkt zu nennen, minderjährigen Kindern eine Übertragung von Firmenanteilen (Thema Ergänzungspfleger) tunlichst unterlassen werden sollte und liquide Mittel die bessere Wahl wären, diese aber meist anderweitig gebunden sind.

    Beides sind Themen, welche bei Leuten im jungen und mittleren Alter (zu denen ich zwar auch gehöre) gerne ignoriert werden, da das aktuelle Leben genug Herausforderungen bietet und hier auch kein Mehrwert (für sich selber) geschaffen wird.

    Aber ich persönlich finde es spannende Themen, über die ich gerne nachdenke und diskutiere.

    Sofern ggf. eine Auswanderung denkbar ist, solltest pro ETF weniger als 500k investieren. Oberhalb greift eine Wegzugsbesteuerung. Das bedeutet, es sollten mind. 4 ETFs sein. Daneben ist interessant, ob Du Ausschüttungen haben willst. Sind Überlegungen zum Thema Techfokussierung oder hohes US-Gewicht wichtig? Eine Diversifizierung über verschiedene Fondsanbieter halte ich auch für keinen Fehler.

    Ich hätte kein Problem damit FTSE All World mit MSCI ACWI IMI zu kombinieren, aber damit kommst Du nur auf drei. Je nach Vorliebe könnte man einen Equal Weight ergänzen, oder einen Dividenden ETF, falls Ausschüttungen von Vorteil sind. Auch der Rafi ist eine Idee oder der Kommer ETF.

    Denk dran, dass Du zum Jahresanfang für die Vorabpauschalen ordentlich Cash vorhalten musst.

    Besten Dank für den Hinweis. Die Hintertür möchte ich mir natürlich gerne offen halten.

    Da das Hauptvermögen anderweitig gebunden ist hatte ich die Wegzugbesteuerung vergessen, da dort sowieso voll zugelangt werden würde.

    Schwachzocker es ging mir nicht per se um Schwellenländer Ja/Nein, sondern einfach um die Sinnhaftigkeit einer Aufteilung von einer relativ großen Summe. Wahn zu unterstellen und generell deine Tonart finde ich irgendwie schräg. Aber vielleicht hattest Du heute einfach einen schlechten Tag?

    Und an der Antwort von 90 Prozent Aktien hat man ja auch gesehen, dass mein Beitrag nicht sinnlos war. Das hattest Du auch nicht auf dem Schirm, vermutlich weil Dir diese Summen fremd sind, und konntest somit etwas dazu lernen :)

    Ob es jetzt MSCI World, FTSE All-World, EM , Kommer usw. wird ist mir nicht so wichtig. Ich finde alle breiten ETF gut und nachvollziehbar und da es noch mehr Vermögen gibt schließe ich keinen aus.

    Sehr geehrtes Forum,

    ich bin in der angenehmen Situation ca. 1.6 Mio Euro anzulegen und würde das gerne mit Euch diskutieren. Das Geld kommt aus dem Verkauf von Aktien (bzw. wird von da kommen). Ich möchte keine Aktien mehr haben sondern nur noch ein (paar) ETF.

    Eigentlich hieß es für mich: alles stur z.B. in den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF

    Nun meine Frage:

    Gibt es irgendwelche Punkte, die dagegen sprechen bzw. weswegen Ihr das anders machen würdet (damit ist nicht gemeint Einmalanlage vs. zeitversetzte Anlage).

    Mögliche Varianten dazu (nur um ein paar zu nennen):

    1) 800k in den Vanguard FTSE All-World und 800k in den Invesco FTSE All-World

    2) 800k in den Vanguard FTSE All-World und 800k in den Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C

    3) 800k in zwei FTSE All-World und 800k in zwei MSCI World

    4) 200k in 8 unterschiedliche FTSE All-World Anbieter.

    5).... usw. Ich hoffe, das Prinzip war verständlich.

    Ich habe mich nicht stur auf Vanguard oder Invesco oder Xtrackers eingeschossen, ich wollte einfach nur gängige nennen.

    Das Insolvenzrisiko ist mir bewusst bzw. dass dahinter theoretisch kaum ein Risiko steht - das kann ich für mich ignorieren.

    Das Risiko der Veruntreuung nagt da schon eher an mir auch wenn es noch so gering sein mag (gab es überhaupt einen nachgewiesenen Fall davon?). Daher kam ich überhaupt auf die Idee, den Betrag zu splitten (ich war es bei Aktien ja auch gewohnt "mehrere" zu haben)

    Vielleicht gibt es noch andere Punkte z.B. den Fondsitz, Änderungen der TER welche eine Rolle spielen könnten?

    Ich gehe zwar davon aus, dass diese Einmalanlage gleich einer Kleineren sei, aber Schwarmwissen ist ja nie verkehrt und frische Gedanken regen auch zum Nachdenken an :)

    Mit freundlichen Grüßen

    dafigero