Beiträge von Bondgamer

    Hallo zusammen. Ich habe eine Frage zur Altersvorsorge im Kontext der aktuellen Weltlage. Bei der jetzigen Situation im Osten und der Blockade der aktuellen Öl und Gaslieferrouten mir schon Sorgen, ob bald eine Weltwirtschaftskrise droht. Ich bin 66 und habe mein Vermögen, welches jetzt am Anfang meines beginnenden Rentenalters am höchsten ist, zu 40 % in ETFs und 60 % in Tagesgeld und Festgeld angelegt. Sollte ich mir Gedanken machen und den ETF Anteil reduzieren. Vielen Dank für eure Meinung

    zu 40 % in ETFs und 60 % in Tagesgeld und Festgeld angelegt. Sollte ich mir Gedanken machen und den ETF Anteil reduzieren. Vielen Dank für eure Meinung.

    Generell wenn du dich unwohl fühlst könnte man natürlich den ETF Betrag senken. Ich würde das aber nicht von geopolitischen Fragen abhänig machen, sondern vom pers. Empfinden. ABER:

    Viele vergessen schlicht im Arbeitsleben das Humankapital und im Rentenalter das unsichtbare Depot. Das solltest du in die Berechnung mit einfließen lassen. Hier ein gut erklärtes Video das genau in deine Gedankenwelt passt, schaue es dir bitte mal an.

    Dein unsichtbares 450.000-Euro-Depot: Was die meisten Rentner übersehen

    Ich denke, die Empfehlung zum Notgroschen richtet sich eher an Leute, die nicht Huntertausende angelegt haben, sondern gerade erst damit beginnen, zu sparen.

    Ich denke die Empfehlung richtet sich an alle Leute, neben der Faustformel gibt es ja genügend andere Faktoren wie Beruf, pers. Vorlieben, Hobby etc. Das gilt genau so für den Schreiner Lehrling als auch an den Börsen Profi mit 40 Jahren Berufserfahrung, nur die Höhe des Notgroschens ist eben regelbasiert oder individuell höher oder niedriger.


    Die Reihenfolge des Vermögensaufbau sollte so sein:

    1. Liquidität aufbauen, entweder Faustformel oder pers. Vorlieben

    2. Risikobereitschaft festlegen

    3. wenn 1. und 2. erledigt ist kann es dann mit dem Vermögensaufbau weiter gehen mit Summe X.

    4. Wird der Notgroschen "angegriffen", das heißt ein Teil oder alles wird genutzt, dann muss der Vermögensaufbau wieder warten oder eingeschränkt werden bis der Notgroschen wieder aufgefüllt ist.

    Eigentlich ist es ganz einfach, manche sagen ich hab Summe X auf dem TG, wie o.g., und zähle das nicht als Liquidität sondern zum Gesamten Depot, es ist aber ein Teil der Liquidität, sie sehen es nur nicht so. Gutes Beispiel oben: "ich habe keine Lust Teile des ETF zu verkaufen, dann nehme ich es vom sicheren Anteil des Depots, dem TG. (D.h. er hat unwissentlich eine Liquiditätsreserve, nennt es nur anders.

    Die anderen haben neben den Depot eben ein Giro oder TG Konto als Liquidität/Notgroschen, wo wie ich und viele andere. Ganz klare Trennung von Depot und Notgroschen. Am Ende bleibt es bei BEIDEN Varianten "Ein Geld, eine Gesamtsumme", wenn man das weiß ist man schon einen großen Schritt weiter.

    Am Ende meinen beide Parteien aber das gleiche, in einer Notlage Geld schnell verfügbar zu haben.

    Darum lasse ich deinen Punkt nicht gelten, es ist egal wie viel man auf dem Konto hat oder nicht, jeder sollte Liquidität haben, um nicht an den teuren Dispo dran zu müssen und im Notfall eine Reserve zu haben. Daher ist es eben manchmal eine "Kann-Alternative", als ein Muss.

    Fazit: so unterschiedlich die Vermögen sind, so unterschiedlich ist auch der Notgroschen, nämlich zwischen 0 und unendlich. :)

    12k auf dem Girokonto, wie St. Irving ich wüsste auch nicht was ich damit anstellen sollte, aber gut, vielleicht verliere ich mal nen Auspuff in der 30er Zone, wenn ich über nen Hubbel brettere. Liquidität kostet die Inflation, mir soll es recht sein.

    Aber schon in der Lehre 1987 hatte ich mir nen Notgroschen von 1000,-DM (511,-€) auf dem Girokonto angespart, das war damals verdammt viel Geld. Ich dachte mir einfach als junger Bub, was man hat, hat man und bis heute bin ich noch nie in den Dispo gelaufen, es lief immer rund. Macht schon Sinn so ein "Freiheitspuffer". Und zur Not könnte ich auch schnell mehrere 100k liquidieren, für was auch immer.

    "Der frühere Chef des Lehrerverbands hat das deutsche Bildungssystem scharf kritisiert. Besonders problematisch sieht Josef Kraus den „Gymnasial- und Akademisierungswahn“. In einem Gespräch mit dem „Münchner Merkur“ warnte Kraus davor, dass viele Kinder für das Gymnasium „eigentlich nicht geeignet“ seien. „Die Gymnasien sind die neuen Hauptschulen“, sagte der langjährige Lehrerfunktionär."

    Kraus kritisiert außerdem ein sinkendes Leistungsniveau: „Die Ansprüche sind stark gesunken. Mit den guten Noten wird ihnen vorgegaukelt, dass sie mehr drauf hätten, als sie es wirklich haben. Zeugnisse sind damit zum Teil ungedeckte Schecks.“ Kinder seien häufig überfordert mit der Schulwahl und orientierten sich stattdessen am Freundeskreis, sagt Kraus.

    Quelle

    Laut Factsheet der Deka liegt der durchschnittliche Kupon aktuell bei 2,39%, laut justETF die aktuelle Ausschüttungsrendite aber nur bei 1,83% nach 1,37% im Vorjahr.

    Du vergleichst den heutigen Durchschnittskupon des aktuellen Portfolios mit den rückblickenden Ausschüttungen der letzten zwölf Monate. Wegen des rollierenden 1–3-Jahres-Portfolios ist das nicht vergleichbar. Der Jahresbericht zeigt vielmehr, dass 2025/26 1,598 € ordentlicher Nettoertrag je Anteil angefallen und 1,595 € ausgeschüttet wurden. Die laufenden Zinserträge wurden also praktisch vollständig ausgezahlt.

    Noch nicht ausgeschüttete Zinsen erhöhen zunächst den NAV (Nettoinventarwert). Wenn der ETF dann ausschüttet, fließt Geld aus dem Fonds heraus und der NAV sinkt entsprechend.

    Und genau da kommt der ständig rollierende 1–3-Jahres ETF ins Spiel. Vor einem Jahr lagen noch zahlreiche alte Anleihen mit 0 %, 0,75 %, 0,8 %, 1,3 % usw. im Fonds. Im Laufe der Zeit wurden die gegen neuere Anleihen mit beispielsweise 2,4 %, 2,75 %, 3,5 % oder 3,8 % ausgetauscht. Der heutige Durchschnittskupon ist deshalb schon deutlich höher als der Kuponbestand, der die Ausschüttungen der vergangenen zwölf Monate erzeugt hat.

    Wenn ich jetzt schon das Geld für ein neues Auto zur Seite legen will, welches in x Jahren notwendig sein wird, wie am sinnvollsten zur Seite legen. TG oder ETF?

    Ich hatte einfach auf dem TG angespart, also die Liquidität erhöht bis Summe x erreicht war. Gebrauchte hab ich bis 12k immer gleich gezahlt, bei Neuwagen hatte ich immer gesucht wo es aktuell 0% Finanzierung gab oder unter 2%. Dann hab ich oft 30% angezahlt und den Rest auf gemütliche 48 Monate günstig bis kostenlos finanziert; Vorteil hier, meine ETF Sparrate konnte weiterhin gutes Geld erwirtschaften. Eine 0% Finanzierung zog ich dem Barkauf immer vor, egal ob der Wagen am Ende was teurer dann war.

    Heute mache ich nur die 3-4 Regelung, 3 Jahre altes Auto kaufen, 4 Jahre fahren. (Für mich der Königsweg). Ich hatte das Glück immer nur Inspektion/Verschleiss zu bezahlen, defekte gab es nie an den Fahrzeugen, obwohl ich rund 40.000 km im Jahr fahre.

    Mittlerweile kaufe/finanziere ich meine Autos auch nur noch bei Autohero, aussuchen, kaufen, und bis vor die Garage geliefert, und das so gar mit dem original Glaswagen aus der Werbung. Da ist dann jedesmal die ganze Straße an den Fenstern und macht Fotos. :D

    Ich hoffe, ich konnte deine Wissenslücke schließen.

    Leider nicht, denn der Unterschied zu 0,30% und 0,27% erschließt sich mir nicht ganz , erkläre es mir bitte bei einem Volumen von von 1000,- € p.a. Danke. Aber ich möchte nicht unhöflich sein, ich unterstelle dir jetzt einfach mal das du unter 30 bist, dann wären deine Gedankengänge ganz normal. Ansonsten: Bitte erkläre mir Deine Sichtweise , danke. Und das ohne Ironie.

    Soviel Geld am Girokonto vergammeln lassen ist keine allgemein anerkannte Empfehlung, sondern ein sehr spezieller Gusto.

    Ich weiß jetzt nicht wo deine Wissenslücke her kommt und wie gesagt ich bin diese Laier, die seit über 30 Jahren durch sämtliche Foren spukt auch leid. Liquidität entweder nach Faustformel, die ein jeder kennen sollte, oder eben nach pers. Präferenz; Punkt. Liquidität bedeutet - Sicherheit - Sicherheit bedeutet - es kostet was, in diesem Fall kostet es die Inflation. Punkt.

    Also um das ganze mal anzukürzen und den Knoten (auf) zu Lösen:


    - Girokonto - kurzfristige Liquidität - 1 bis 3 Nettogehälter (je nach pers. Neigung)

    Hiervon wird alles bezahlt, geplantes, ungeplantes, und dann bei einer festgesetzten Untergrenze wieder auffüllen. Davon kannst du dir auch mal was gönnen, da braucht es keine Dividenden.


    - Tagesgeld/Festgeld - mittelfristig- z.B. ich möchte in 3 Jahren ein Motorrad oder Auto, oder eine Reise in die USA oder was auch immer. Summe X sparen bis zum Ziel -> Ziel erreicht, küss die Hand, Freiheitsstatur.


    ETF / Vorsorgedepot - langfristig (Altersvorsorge) - der IMI wurde angesprochen, du kannst zwei gleiche ETF sparen oder du sagt für das Vorsorgedepot nehme ich was anderes, World, All World, wie auch immer. Da gibt es kein richtig oder falsch.

    Und dann Finger weg über Jahrzehnte von diesem Geld -> Perfekt, der ältere Mars2026 wird es Dir Danken. Er braucht sich über die Rentenlücke keine Sorgen mehr zu machen und kann sich bei Bedarf auch das Top Model des Outdoor Rollators mit Aluminium und Luftdruck-Bereifung gönnen. :thumbup: Viel Erfolg und stets beste Gesundheit.

    Hallo!

    Es geht darum, einen höheren Geldbetrag auf 2 ETF zu verteilen, auch in 2 verschiedenen Depots, die ich schon habe.

    Meiner Meinung ist so was nicht nötig, wozu auch. Das Stichwort Sondervermögen ist ja schon gefallen hier. Ich habe selbst ein sehr hohes 6 Stelliges Depot, den Aktienanteil decke ich mit einem MSCI World ETF ab. Selbst Buffet kaufte einmal achselzuckend einen S&P 500 ETF für 40 Mio.

    Bei Aktien ETFs würde ich mich anstelle der höhe der Geldsummen an die von Finanztip 3 x10 orientieren. Also alle 10 Jahre einen weiteren Aktien ETF dazu nehmen um die Steuern zu optimieren. Da ich diese Regel erst seit 2025 kenne, teilte ich diverse Tranchen meines Welt ETFs nach bestimmten Kaufdatum einfach in drei Depots bei der ING.

    Beim Anleihen ETF einfach bei einem bleiben, es sei denn du möchtest ein wenig mehr Rendite als bei deinem Goverment ETF. Da würde es denn Sinn machen einen weiteren zu ergänzen, ansonsten bei dem einen bleiben. Viel Geld heißt nicht automatisch, viele ETFs, und mehrere ETFs ist auch nicht gleich eine höhere Diversifikation. Jedes Finanzinstrument im Depot muss eine bestimmte Funktion ausführen, für die es bestimmt ist.

    Aber es ist dir natürlich freigestellt, es anders zu machen, wie dem auch sei, viel Erfolg!


    EDIT: Es wäre nett, wenn du zu den WKNs auch gleich den Namen des ETF dazu fügst, dann muss man nicht immer suchen um was es sich handelt; keiner hat alle WKNs im Kopf.

    Ich sehe Parallelen in meiner Anlegerwelt, die ich dann komplett 2012 aufarbeitet und auch rigoros aufgeräumt hatte. Da waren einige Union Investment Fonds, und ein Mix an ETFs; im Nachhinein alles Quatsch, aber ich weiß auch das man schlauer sein möchte als der Markt. Aber leider ist man das nicht. Von daher hatte ich damals den ganzen Bum_s verkauft und in einen Welt ETF gesteckt, die beste Entscheidung meines Lebens, wie sich fast 15 Jahre feststellen lässt.

    An deiner Stelle würde ich entweder:


    a) alles in den World Screenend fließen lassen (wenn du damit zufrieden bist) und alles andere kann weg.

    b) Alles kommt weg und es fließt alles in einen All World (Das wäre der Königsweg)


    Nebenbei, wenn man in Europa investieren möchte, dann ist der Euro Stoxx 600 die erste Wahl. Aber wie gesagt, am Ende alles Quark und es reicht ein einziger ETF.


    Viel Erfolg !!

    Viel besser als das bisherige Argument, dass ich mich nicht ohne Not umgewöhnen mag.

    Ich kenne das, ich als Mann mache hier im Haushalt die Wäsche. Meine Maschine kenne ich in und auswendig, einschalten, zack, zack, zack, bum,bum,bum, und dann Wäsche aufhängen. Eine neue Waschmaschine ist wie ein Alien für mich, erst mal zaghaft rantasten. =O

    Ich habe 2 jeweils 25 Jahre bestehende aktiv gemanage Depots. Eines mit 80% Aktien und 20% Anleihen, Performance über die Jahre 4,3%. Das andere mit 45% Aktien, 15% Anleihen und 40% Mischfonds, Performance üer die Jahre 2,6%. Macht es Sinn, dieses Geld zu entnehmen und in mein seit 3 Jahren bestehendes ETF-Depot umzuschichten?

    Danke für Antworten!:)

    Ich denke das du dir selbst die Antwort mit dieser Frage schon selbst "vorher" beantwortet hat, denn sonst würdest du dich nicht damit beschäftigen. Wie meine Vorredner sagen, schau die steuerliche Seite, den Gewinn und mache dir ein Bild. Aus der Ferne kann dir niemand helfen, du kennst die relevanten Daten. Und ja, dann kannst du gerne einen Schlußstrich ziehen und auf neue Ufer aufbrechen.