ETF Portfolio ab Mitte 50

  • Kleiner Nachsatz: Wer das Platzen der Dot-Com Bubble miterlebt hat ist bezüglich hoch bewerteten Techwerten etwas empfindlicher als jüngere Börsenhechte.

    Ich habe eine 15 jährige seitwärts Phase eines MSCI Fonds von 2000 bis ca. 2015 mitgemacht (2000 gab es ja noch keine ETF)....Deswegen bin ich persönlich auch bei Standardwerten etwas vorsichtiger.....

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  • 40/60 Risiko/sichere Anlagen sind auch noch im höheren Alter möglich. Warum soll ich denn alles an übrig gebliebenen Monats-Geld im Tagesgeld oder Festgeld lassen?
    Jeder macht seins. ;)

    Das sehe ich genau so. Viele denken ja das mit Eintritt ins Rentenalter das Investieren für beendet sei, obwohl man noch x Jahre lebt. Ich kenne Leute die sind über 70 und sind mit einer Aktienquote von 90% glücklich. Wäre nicht meins, wie du schon sagst, jedem seins.

    40/60 Risiko/nonRisiko finde ich für mich auch völlig ok und da arbeite ich auch drauf hin bis 2030.

  • Das sehe ich genau so. Viele denken ja das mit Eintritt ins Rentenalter das Investieren für beendet sei, obwohl man noch x Jahre lebt. Ich kenne Leute die sind über 70 und sind mit einer Aktienquote von 90% glücklich. Wäre nicht meins, wie du schon sagst, jedem seins.

    40/60 Risiko/nonRisiko finde ich für mich auch völlig ok und da arbeite ich auch drauf hin bis 2030.

    M.E. macht es schlichtweg keinen Sinn in Prozenten zu denken. Es kommt einfach immer darauf an wie viel % von welchem Betrag und ob das Geld benötigt bzw. wie viel davon benötigt wird.
    Wer mit 'nur' 100K€ an Ersparnissen in die Rente startet, wird das sicherlich nicht mit einer Aktienquote von 90% tun.
    Wenn ich hingegen mit 10 Mio.€ in den Ruhestand starte, können auch 90%, 95% oder gar 99% Aktienquote völlig unproblematisch sein. Ich denke da z.B. an einen Helmut Jonen, der über 300.000€ an Dividenden im Jahr erzielt.

    Ich plane nicht mit einer bestimmten Aktienquote im Ruhestand. Ich habe Summe X in sicheren Anlagen zum Rentenbeginn im Kopf (min. 5 geplante Jahresentnahmen). Und dann schauen wir mal, wie sich dann die Aktienquote darstellt.

    PS: Gut möglich, dass ich irgendwann den Fuß vom Gas nehme und meine Sparrate nicht mehr bzw. geringer ins Depot fließen lasse, sondern eher meine Summe X weiter aufstocke. Aber auch dann ohne eine feste Prozentzahl anzustreben.

  • Genau so sieht’s aus monstermania , da ich nun zu den Ruheständlern gehöre, rechne ich mit Beträgen und nicht mit Prozenten. Wobei ich noch einer der Glücklichen bin, auch ein paar Monate ohne meine Ersparnisse hin zu kommen. Meiner Ansicht nach verzettelt man sich immer mehr je tiefer man in die Materie eintritt.

  • An der Million arbeitet mein Lottoschein noch. ;)

    Unser auch. ;)
    Aber schon mal darüber nachgedacht, was Du/Ihr machen würdet, wenn es tatsächlich klappt mit der Million im Lotto?:/
    Da fällt mir immer der Spruch vom Schauspieler Jim Carrey ein: "Ich wünschte, jeder würde reich und berühmt werden. So könnten alle erkennen, dass das nicht die Lösung ist."

  • Ich plane nicht mit einer bestimmten Aktienquote im Ruhestand. Ich habe Summe X in sicheren Anlagen zum Rentenbeginn im Kopf (min. 5 geplante Jahresentnahmen). Und dann schauen wir mal, wie sich dann die Aktienquote darstellt.

    Naja, das ist so die Huhn/Ei Meinung, der eine so der andere so. Natürlich habe ich in meiner Excel Tabelle neben der Prozent Zahl auch die Positionsgröße stehen. Ich rechne aber lieber in Prozent und die gesamte Allokation einfach besser im Blick zu haben wie 50% ETF, 25% Aktien, 25% Anleihen, egal ob ich nun 50k oder 5 Mio. Depotgröße habe. Das war mir schon immer vollkommen wurscht.

    Wer mit 'nur' 100K€ an Ersparnissen in die Rente startet, wird das sicherlich nicht mit einer Aktienquote von 90% tun.
    Wenn ich hingegen mit 10 Mio.€ in den Ruhestand starte, können auch 90%, 95% oder gar 99% Aktienquote völlig unproblematisch sein.

    Ich sehe das aber genau anders herum, der mit 100k sollte eine deutlich höhere Aktienquote halten als der mit 10 Mio um einfach länger davon zehren zu könen. Der mit 10 Mio. hat ausgesorgt, er kann nach Lust und Laune machen was er will, auch im Depot, es wird sich immer mehren. Und in vielen Studien wird auch vor der Angst vor dem Verlust geschrieben bei sehr sehr reichen Menschen. Wer viel hat, kann viel verlieren, nicht umsonst gehen sehr reiche Menschen zu den Profi Beratern. Ich kratze ja selbst an der Mio., und ja....in den nächsten zwei Jahren werde ich da schon viel Kohle vom Feuer nehmen, und ein Großteil wird inflationsbereinigt einfach nur noch angelegt. Werterhalt anstatt weiter zu wachsen. Und obwohl ich ja hoffentlich noch viele Jahre lebe, schwingt im Alter immer die Angst mit, das es mal wieder um 40% einbrechen könnte. Meine Meinung.

  • monstermania , Deine in Nr. 63 vorgestellte Vorgehensweise finde ich gut und praktikabel. Zudem dürfte sie nicht nur in Deinem Fall sondern in den meisten Fällen eine geeignete sein. :thumbup:


    Apropos

    Da fällt mir immer der Spruch vom Schauspieler Jim Carrey ein: "Ich wünschte, jeder würde reich und berühmt werden. So könnten alle erkennen, dass das nicht die Lösung ist."

    Zum einen: Um das zu erkennen, sollte eigentlich GMV (Gesunder-Menschen-Verstand) schon ausreichen - ganz ohne Lottogewinn.

    Zum anderen: Reich und berühmt sind relative Begriffe. Wenn alle reich und berühmt sind (wie sich das Jim Carrey wünscht) - haben Reichtum und Berühmtheit ihre besondere Bedeutung verloren.

  • Ich sehe das aber genau anders herum, der mit 100k sollte eine deutlich höhere Aktienquote halten als der mit 10 Mio um einfach länger davon zehren zu könen. Der mit 10 Mio. hat ausgesorgt, er kann nach Lust und Laune machen was er will, auch im Depot, es wird sich immer mehren. Und in vielen Studien wird auch vor der Angst vor dem Verlust geschrieben bei sehr sehr reichen Menschen. Wer viel hat, kann viel verlieren, nicht umsonst gehen sehr reiche Menschen zu den Profi Beratern. Ich kratze ja selbst an der Mio., und ja....in den nächsten zwei Jahren werde ich da schon viel Kohle vom Feuer nehmen, und ein Großteil wird inflationsbereinigt einfach nur noch angelegt. Werterhalt anstatt weiter zu wachsen. Und obwohl ich ja hoffentlich noch viele Jahre lebe, schwingt im Alter immer die Angst mit, das es mal wieder um 40% einbrechen könnte. Meine Meinung.

    Hängt halt immer davon ab, wieviel im Monat/Jahr dringend entnommen werden muss. Nicht jeder kann die 40% einfach aussitzen ohne in eine finanzielle Schieflage zu geraten.

  • Zum anderen: Reich und berühmt sind relative Begriffe. Wenn alle reich und berühmt sind (wie sich das Jim Carrey wünscht) - haben Reichtum und Berühmtheit ihre besondere Bedeutung verloren.

    Stimmt. Berühmt im Sinne von Bekanntheit wäre für mich ein absoluter Horror. Gerade wieder auf dem CSD erlebt, wie nervig es wäre, wenn man eine gewisse Bekanntheit hat und ständig jemand mit einem ein Bild will. Das wäre so gar nicht meins.
    Aber das mit dem Reichtum (Lottomillion) würde ich schon mal ausprobieren wollen. Wenn es mir nicht gefällt, kann ich das Geld ja immer noch verschenken. :D

    Also: Eher Reich bzw. Wohlhabend und unbekannt. ;)

  • Doch, habe ich!

    Das war auch die Erkenntnis, die ich bei meinen Recherchen gewonnen habe. Daher meine Frage.

    Mal abgesehen davon, dass ich bisher stets Geld bekommen habe, wenn ich mich in einem Bauwagen aufgehalten habe, könnte man ja auch schreiben:

    "Finanziert wurde der Aufenthalt von meinem Geld!"

    Wen interessiert die Herkunft des Geldes und von welchem Konto es kommt?

    Warum kannst du Börsenfeger eigentlich nicht die Freude an seiner Strategie (und an seiner Freizeitgestaltung) lassen?

  • Warum kannst du Börsenfeger eigentlich nicht die Freude an seiner Strategie (und an seiner Freizeitgestaltung) lassen?

    Die kann er gern haben, wenn er es denn will. Wir befinden uns aber in einem Diskussionsforum, in dem... Na? Was wird da gemacht?

    Im übrigen lesen hier auch Kinder mit, die den ganzen Blödsinn für bare Münze nehmen könnten.

  • Die kann er gern haben, wenn er es denn will. Wir befinden uns aber in einem Diskussionsforum, in dem... Na? Was wird da gemacht?

    Im übrigen lesen hier auch Kinder mit, die den ganzen Blödsinn für bare Münze nehmen könnten.

    Süß der Verweis auf Kinder.

    Die muss man bekanntlich auch vor Werbung für Homosexualität und Nacktheit und sonstigem Schweinkram schützen, dann natürlich auch vor Dividendenzuckerl im Bauwagen.

    Wer sich um Kinder sorgt und aufklären möchte, wählt sinnvollerweise einen anderen Ton als du ihn üblicherweise anschlägst.

    Zur üblichen Diskussion, wonach Dividendenstrategien einem (allenfalls ausschüttendem) Welt ETF unterlegen sind sei gesagt, dass jene Strategie die beste ist, die von der Person die sie fahren soll durchgehalten werden kann.

    Wenn die Entnahme via Dividenden (evt auch bloß emotional) leichter fällt als das Ausrechnen wieviel man vom Nichtdividenden ETF verkaufen muss/darf um denselben Betrag zu erhalten wie bei einer Dividende und man dadurch nicht zuviel (oder zu wenig) entnimmt, ist das nach einem erfolgreichen Anlegerleben ok.

    Kinder sind zusätzlich von der Entnahmephase noch weit entfernt und entspricht Börsenfegers Depot daher FSK 65

    Einmal editiert, zuletzt von Pepekeke (6. August 2026 um 13:50)

  • ... den ganzen Blödsinn ...

    Na schön, vom ursprünglichen Threadtitel haben wir uns eh entfernt:

    Ich halte Börsenfegers Verfahrensweise nicht für Blödsinn und denke dabei an einen alten Thread, in dem es darum ging, dass Leute jahrelang gespart haben und sich jetzt schwer damit tun, aus dem Sparmodus wieder rauszukommen. Da sind Ausschütter einfach psychologisch (jaja, Schwachzocker kriegt jetzt wieder grüne Flecken im Gesicht) praktisch:
    Kürzlich waren mein Mann und ich ein paar Tage unterwegs und haben dabei auch seine und meine Familie besucht. Ein paar Tage vorher hatten wir eine Ausschüttung von rund 950 Euro erhalten. Der Betrag wurde für diesen Kurzurlaub reserviert, und so haben wir hemmungslos ein etwas größeres Hotelzimmer mit Balkon gebucht statt bloß Schuhkartonzimmer und haben beide Familien ausgiebig zum Essen eingeladen. Ohne die Ausschüttung wären wir da sparsamer/geiziger gewesen. (Trotzdem blieb was übrig und das wurde dann in den aktuell besparten ETF gesteckt.)

  • ...und so haben wir hemmungslos ein etwas größeres Hotelzimmer mit Balkon gebucht statt bloß Schuhkartonzimmer und haben beide Familien ausgiebig zum Essen eingeladen.
    Ohne die Ausschüttung wären wir da sparsamer/geiziger gewesen.

    Ist aber schon irgendwie traurig, wenn man so etwas von der Höhe der Ausschüttung abhängig macht.

  • Ist aber schon irgendwie traurig, wenn man so etwas von der Höhe der Ausschüttung abhängig macht.

    Nö, find ich normal, wenn man jahrelang nach dem Motto "reicht uns" und nicht "ist oberaffengeil" gelebt hat. Immerhin hat uns dieses Motto ein hübsches Depot und einen hübschen Tages-/Festgeldbestand verschafft. (Die Erbschaft kam noch obendrauf, macht aber nicht den Großteil aus.)

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