Also dieser Fall ist schon sehr konstruiert in meinen Augen. Wir investieren hier doch alle langfristig in ETF. Langfristig sollten die ETF deutlich mehr Gewinn machen, als die Höhe der Vorabpauschale beträgt. Somit sollte eigentlich in der Entnahmephase der Gewinn größer sein als die Summe der Vorabpauschalen.
Sollte tatsächlich der Fall eintreten, dass die Summe der Vorabpauschalen höher ist als der Gewinn (was ich für extrem unwahrscheinlich halte), dann entsteht beim Verkauf ein Verlusttopf "Sonstige". Dieser kann später mit "sonstigen" Gewinnen verrechnet werden. Dazu zählen ETF Gewinne, aber auch Zinsen.
Solltest du tatsächlich keine Kapitalerträge mehr haben, dann hast du gewissermaßen Pech gehabt und dein Verlusttopf bleibt für immer stehen, ohne dass du ihn mit Gewinnen verrechnen kannst.
So ist zumindest mein Verständnis.