Wann kommt endlich mal die Vorabpauschale auf Aktien?
Nicht so laut! Nicht, dass unser Finanzminister hier mitliest.
Wann kommt endlich mal die Vorabpauschale auf Aktien?
Nicht so laut! Nicht, dass unser Finanzminister hier mitliest.
Geht nur unter Beachtung der Nachweispflicht, sagt meine Bank. Kein Problem, ich erklärte die Herkunft, dachte ich. Wird nicht akzeptiert, sagte meine Bank. Was nun?
Dieses Thema ist bei nun knapp 70 Beiträgen. Und wenn ich nichts überlesen habe, dann ist das das erste Mal, dass du schreibst, dass die Bank die Einzahlung abgelehnt hat. Das ist doch dann ein komplett anderes Thema. Bisher klang es so, wie wenn du dich darüber ärgerst, dass du etwas nachweisen musst. Nun geht es aber darum, dass du das Geld gar nicht einzahlen kannst, weil die Bank sich weigert.
Das habe ich tatsächlich noch nicht gehört. Ich dachte immer, wenn die Bank den Grund nicht "akzeptiert", dann melden sie es an die Finanzbehörden.
Da diese aber eh schon 90% der Gewinne ausschütten müssen, um überhaupt als REIT zu gelten, müssten sie vom Kursanstieg her der ultimative Supertenbagger des Jahres gewesen sein, damit da auch eine Steuer auf die VAP anfallen würde.
Ich glaube hier liegt ein Denkfehler vor. Angenommen ein REIT zählt als Fonds und ist somit relevant für die Vorabpauschale:
Sobald der Kursanstieg größer ist, als der Basiszins, wird der Basiszins als Berechnungsgrundlage für die Vorabpauschale verwendet. Ob der REIT also 10% gestiegen ist, oder ein "Supertenbagger" ist, spielt für die Vorabpauschale keine Rolle, da in beiden Fällen der Basiszins relevant ist für die Berechnung der VAP
wenn nix mehr zum Verrechnen kommt, dann bleibt es so wie es ist, Steuer auf fiktive Gewinne!
Das ist korrekt. Wenn du keine Kapitalerträge mehr erzielst, dann bleibt ein Verlusttopf "für immer" bestehen. Vererben kann man ihn nicht.
Jetzt habe ich Vorabpauschale bezahlt und kann diese nicht mehr mit zukünftigen ETF Gewinnen verrechnen. Was nun?!
Die Vorabpauschale wird besteuert, nicht bezahlt.
Dein ETF Verkauf führt in dem Fall zu einem Verlusttopf "Sonstige". Dieser kann nicht nur mit ETF Gewinnen verrechnet werden, sondern zum Beispiel auch mit Zinsen.
Dann zahle das Geld doch einfach ein. Wenn die Bank frägt woher das Geld kommt, dann sagst du genau das.
Vielleicht gibt es ja gar keine Probleme.
Ist mir abends zu hoch.
Wenn der Basiszins 2% beträgt, dann sind das bei einem ETF Kurs von 100 Euro, 2 Euro Vorabpauschale (Teilfreistellung etc. mal außen vor). Wenn mein ETF nach vielen Jahren dann auf 200 Euro steht, und der Basiszins immer noch unverändert bei 2% steht, dann ist meine Vorabpauschale nun 4 Euro.
Inflation zurückzuführen sein sollten und die Inflation parallel auch die Zinsen für langlaufende Staatsanleihen hochtreiben sollte: geht dann die Vorabpauschale nach oben
Wenn wir davon ausgehen, dass die Aktienkurse langfristig stärker steigen, als die Inflation, dann wird auch die Vorabpauschale mit der Inflation steigen. Denn die Vorabpauschale bemisst sich ja vereinfacht gesagt als Prozentwert des Aktienkurses. Wenn der Basiszins gleich bleibt, der Aktienkurs sich aber über die Zeit verdoppelt dann verdoppelt sich auch die Vorabpauschale.
Hallo HA,
woher stammt das Bargeld denn ursprünglich? Hast du es regelmäßig vom Konto abgehoben? Oder hast du es geschenkt bekommen? Darüber könntest du ja Nachweise haben, Kontoauszüge etc.?
Im Zweifel muss die Geschichte für die Bank halt plausibel klingen.
Nun liegen noch X-Hundertausend € auf meinen Tagesgeldkonto
Ist es ein Tagesgeldkonto oder mehrere? Es sind nur 100.000€ von der Einlagensicherung gedeckt. Das nur als Hinweis.
Mein Ziel: Konservativ und inflationsgeschützt über die Ziellinie kommen
Mit Tages- und Festgeld wirst du die Inflation vermutlich nicht komplett ausgleichen können. Warum nicht einen geteilten Ansatz fahren? Die Hälfte in Tagesgeld (oder Geldmarkt wg. Einlagensicherung) und die andere Hälfte in einen Welt-ETF.
Ich musste schon im Januar 2025 die Vorabpauschale für meinen iShares MSCI World (IE00B0M62Q58) versteuern. Damit tuts bei mir dieses Jahr schon gar nicht mehr so weh, weil ich schon weiß, was passiert ![]()
Das liegt daran, dass wir vor einigen Jahren negative Zinsen hatten.
2022
MSCI World in US-Dollar - 1,8 %
MSCI World in Euro allerdings - 1,3 %
justetf sagt mir -13,24%.
Ist aber eigentlich auch egal. Wollte nur generell diesen Unsinn widerlegen.
Na wenn du meinst, Deutschland hat die finanzielle Stärke, den gesamten MSCI World zu stützen, dann muss es uns ja wirklich extrem gut gehen
Solange ein Freistellungsauftrag aktiv ist, erfolgt keine Abbuchung.
Ich kann bestätigen dass bei mir letztes Jahr trotz aktivem Freistellungsauftrag Steuer abgebucht wurde. Es wird nur dann nichts abgebucht, wenn der Freistellungsauftrag die Vorabpauschale deckt ![]()
Das stimmt ja schonmal nicht, die Rendite ist ja bei Msci World Investoren staatlich garantiert. Siehe Rettungspakete 2009, 2020, 2022 uvm Plus die permament laufenden Wirtschafts/Renditesubventionen.
2022 hat der MSCI World -13% Rendite gemacht. Hätte jetzt erwartet dass die Rendite positiv ist wenn der Staat sie garantiert
Na, wenn du kein Geld hast, um die Steuer zu zahlen, bleibt dir nix
du könntest statt alles zu verkaufen nur so viel verkaufen dass es die Steuer abdeckt
Ich will damit nur ausdrücken, dass es nichts bringt, sich hier im Forum darüber aufzuregen. Die Steuer ist so wie sie ist. Man kann es akzeptieren, oder wenn man sich unrecht behandelt fühlt, kann man dagegen klagen.
Für mich ist die Vorabpauschale eine vollkommen absurde Besteuerung wo der Staat in die Taschen greift in denen noch gar nichts drin ist.
Ich bin zu 100% bei dir. Ich finde die Vorabpauschale auch absurd. Aber sie ist nunmal da, also lebe ich damit und rege mich nicht darüber auf.
Ich würde mir wünschen das ein angagierter Jurist hier mal für sich selbst einen Präzedenzfall kreiert
Dazu muss man kein Jurist sein. Schaffe du den Präzedenzfall und dann nimm dir einen Anwalt und klage. Hier im Forum jammern wird jedenfalls nichts ändern.
Also dieser Fall ist schon sehr konstruiert in meinen Augen. Wir investieren hier doch alle langfristig in ETF. Langfristig sollten die ETF deutlich mehr Gewinn machen, als die Höhe der Vorabpauschale beträgt. Somit sollte eigentlich in der Entnahmephase der Gewinn größer sein als die Summe der Vorabpauschalen.
Sollte tatsächlich der Fall eintreten, dass die Summe der Vorabpauschalen höher ist als der Gewinn (was ich für extrem unwahrscheinlich halte), dann entsteht beim Verkauf ein Verlusttopf "Sonstige". Dieser kann später mit "sonstigen" Gewinnen verrechnet werden. Dazu zählen ETF Gewinne, aber auch Zinsen.
Solltest du tatsächlich keine Kapitalerträge mehr haben, dann hast du gewissermaßen Pech gehabt und dein Verlusttopf bleibt für immer stehen, ohne dass du ihn mit Gewinnen verrechnen kannst.
So ist zumindest mein Verständnis.