Beiträge von michael_d

    Geht nur unter Beachtung der Nachweispflicht, sagt meine Bank. Kein Problem, ich erklärte die Herkunft, dachte ich. Wird nicht akzeptiert, sagte meine Bank. Was nun?

    Dieses Thema ist bei nun knapp 70 Beiträgen. Und wenn ich nichts überlesen habe, dann ist das das erste Mal, dass du schreibst, dass die Bank die Einzahlung abgelehnt hat. Das ist doch dann ein komplett anderes Thema. Bisher klang es so, wie wenn du dich darüber ärgerst, dass du etwas nachweisen musst. Nun geht es aber darum, dass du das Geld gar nicht einzahlen kannst, weil die Bank sich weigert.
    Das habe ich tatsächlich noch nicht gehört. Ich dachte immer, wenn die Bank den Grund nicht "akzeptiert", dann melden sie es an die Finanzbehörden.

    Da diese aber eh schon 90% der Gewinne ausschütten müssen, um überhaupt als REIT zu gelten, müssten sie vom Kursanstieg her der ultimative Supertenbagger des Jahres gewesen sein, damit da auch eine Steuer auf die VAP anfallen würde.

    Ich glaube hier liegt ein Denkfehler vor. Angenommen ein REIT zählt als Fonds und ist somit relevant für die Vorabpauschale:
    Sobald der Kursanstieg größer ist, als der Basiszins, wird der Basiszins als Berechnungsgrundlage für die Vorabpauschale verwendet. Ob der REIT also 10% gestiegen ist, oder ein "Supertenbagger" ist, spielt für die Vorabpauschale keine Rolle, da in beiden Fällen der Basiszins relevant ist für die Berechnung der VAP

    Inflation zurückzuführen sein sollten und die Inflation parallel auch die Zinsen für langlaufende Staatsanleihen hochtreiben sollte: geht dann die Vorabpauschale nach oben

    Wenn wir davon ausgehen, dass die Aktienkurse langfristig stärker steigen, als die Inflation, dann wird auch die Vorabpauschale mit der Inflation steigen. Denn die Vorabpauschale bemisst sich ja vereinfacht gesagt als Prozentwert des Aktienkurses. Wenn der Basiszins gleich bleibt, der Aktienkurs sich aber über die Zeit verdoppelt dann verdoppelt sich auch die Vorabpauschale.

    Nun liegen noch X-Hundertausend € auf meinen Tagesgeldkonto

    Ist es ein Tagesgeldkonto oder mehrere? Es sind nur 100.000€ von der Einlagensicherung gedeckt. Das nur als Hinweis.

    Mein Ziel: Konservativ und inflationsgeschützt über die Ziellinie kommen

    Mit Tages- und Festgeld wirst du die Inflation vermutlich nicht komplett ausgleichen können. Warum nicht einen geteilten Ansatz fahren? Die Hälfte in Tagesgeld (oder Geldmarkt wg. Einlagensicherung) und die andere Hälfte in einen Welt-ETF.

    Für mich ist die Vorabpauschale eine vollkommen absurde Besteuerung wo der Staat in die Taschen greift in denen noch gar nichts drin ist.

    Ich bin zu 100% bei dir. Ich finde die Vorabpauschale auch absurd. Aber sie ist nunmal da, also lebe ich damit und rege mich nicht darüber auf.

    Ich würde mir wünschen das ein angagierter Jurist hier mal für sich selbst einen Präzedenzfall kreiert

    Dazu muss man kein Jurist sein. Schaffe du den Präzedenzfall und dann nimm dir einen Anwalt und klage. Hier im Forum jammern wird jedenfalls nichts ändern.

    Also dieser Fall ist schon sehr konstruiert in meinen Augen. Wir investieren hier doch alle langfristig in ETF. Langfristig sollten die ETF deutlich mehr Gewinn machen, als die Höhe der Vorabpauschale beträgt. Somit sollte eigentlich in der Entnahmephase der Gewinn größer sein als die Summe der Vorabpauschalen.

    Sollte tatsächlich der Fall eintreten, dass die Summe der Vorabpauschalen höher ist als der Gewinn (was ich für extrem unwahrscheinlich halte), dann entsteht beim Verkauf ein Verlusttopf "Sonstige". Dieser kann später mit "sonstigen" Gewinnen verrechnet werden. Dazu zählen ETF Gewinne, aber auch Zinsen.

    Solltest du tatsächlich keine Kapitalerträge mehr haben, dann hast du gewissermaßen Pech gehabt und dein Verlusttopf bleibt für immer stehen, ohne dass du ihn mit Gewinnen verrechnen kannst.

    So ist zumindest mein Verständnis.