Wie hättest Du es denn gern?
Du und Deine Frau haben zwei Riesterverträge, mit denen Ihr unzufrieden seid, sonst würdest Du hier nicht fragen. Der erste spart mit Renten und hat eine unterirdische Rendite. Der zweite spart mit Mischfonds ("nicht Fisch, noch Fleisch") Aktien, die Kosten hängen auch ihm wie ein Mühlstein am Hals. Würdest Du das gleiche Geld in einen ETF-Sparplan stecken, käme dabei mehr heraus.
Ein Gutverdiener bekommt faktisch keine Riesterzulagen. Formal bekommt er sie zwar, wenn die Steuervorteile aber höher wären als die Zulagen, werden die Steuervorteile um die Zulagen gekürzt, so daß er im Endeffekt rechnerisch die Steuervorteile bekommt, aber keine Zulagen.
Insoweit ist es unpraktisch, daß Ihr die Kinderzulagen aufteilt. Ihr verliert so die eine Kinderzulage.
Ein Riestervertrag lohnt sich allenfalls für einen Niedrigverdiener mit vielen Kindern, das ist bei Euch vermutlich Deine Frau. Ob man den rentenbasierten Riestervertrag läßt oder auf einen fondsbasierten wechselt, muß man sich anschauen.
Ich würde Deinen Vertrag kündigen, und zwar deswegen, weil die Mischfonds sich nicht so pralle entwickeln und der Vertrag halt teuer ist. Deine schönen Steuervorteile lieferst Du de facto bei der Versicherungsgesellschaft ab und versteuerst hinterher die Riesterauszahlung (die dazu aus anderen Gründen strukturell zu wenig ist).
Wenn ich Dich recht verstehe, scheust Du allerdings die Konsequenz, weil Du auf das Geld, das ohnehin in den Hades gehen wird, nicht in einer Summe verzichten willst. Vermutlich hast Du Dir nicht vor Augen geführt, daß dieses Geld ohnehin weg ist. Allerdings wird man es Dir in der Auszahlungsphase schlückchenweise wegnehmen und nicht in einem Batzen.