Abiturprüfungen
Bild: Bernd Wüstneck / dpa

Die meisten Abiturienten stecken gerade mitten in den Prüfungen; die Pläne für die Zeit danach haben viele schon geschmiedet. Dabei sollten die Eltern auch kurz checken, ob der Nachwuchs richtig versichert ist. Zwei Versicherungen sind unverzichtbar: Haftpflicht- und Krankenversicherung.

In einer Familienhaftpflicht sind die Kinder erstmal mitversichert, solange sie nicht verheiratet sind oder regulär berufstätig. Auch wenn sie eine eigene Wohnung haben, gilt: In der ersten Lehre, im ersten Studium oder im Freiwilligen Sozialen Jahr sind sie weiterhin mitversichert.

Oft haben die Kinder aber große Reisepläne nach dem Abi, Work & Travel zum Beispiel. Sobald auf diese Weise länger als ein Jahr Wartezeit auf Lehre oder Studium entsteht, sind sie aus der Haftpflicht raus. Das kann leicht denen passieren, die sich ein Jahr Auszeit nach der Schule nehmen – und erst im Herbst des folgenden Jahres mit Uni oder Ausbildung starten.

Bedenke auch: Haftpflichtversicherungen gelten im Ausland in der Regel nur für begrenzte Zeiträume und die Deckungssummen sind meist niedriger. Daher kann auch eine neue Versicherung fürs Kind oder für alle sinnvoll sein.

Während Du die Haftpflicht Deiner Kinder im Auge behalten musst, gilt das für die Krankenkasse nicht. Die prüft von sich aus, ob die Kinder noch mitversichert sind. Wichtig ist aber, zusätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung für die Kinder zu haben. Existiert eine für die Familie, dann fällt der Nachwuchs in der Regel mit 18 oder 20 Jahren automatisch heraus.

Vermutlich hast Du diese aber auch eher mit Blick auf normale Urlaubsreisen gebucht. Im Auslandsjahr genügt sie nicht mehr. Es ist dann wichtig, einen neuen Vertrag für längere Auslandsaufenthalte abzuschließen.

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Matthias Urbach
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Als stellvertretender Chefredakteur ist Matthias Urbach für den Newsletter, Kooperationen und die redaktionellen Sonderprojekte von Finanztip verantwortlich. Als Diplomphysiker und Absolvent der Henri-Nannen-Schule kombiniert er analytisches und redaktionelles Know-how. Zuvor war er unter anderem als Verlagsdirektor beim SpringerNature-Wissenschaftsverlag und als Leiter von taz.de tätig.

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