Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung Diese Ver­si­che­rung brauchst Du im Ausland

Barbara Weber
Finanztip-Expertin für Ver­si­che­rungen

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn Du ins Ausland reist, brauchst Du eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung. Sonst musst Du im Krankheitsfall einen Großteil Deiner Behandlungskosten selbst zahlen.
  • Eine gute Auslandsreise-Krankenversicherung für kurze Urlaubsreisen kostet zwischen 10 und 20 Euro im Jahr.
  • Bist Du länger als acht bis zehn Wochen am Stück im Ausland, brauchst Du einen speziellen Vertrag für Langzeitreisen.

So gehst Du vor

  • Überprüfe, ob Du bereits eine Rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung hast und ob Deine Ver­si­che­rung die wichtigsten Leistungen abdeckt.
  • Für Urlaubsreisen von einigen Wochen empfehlen wir Einzelpersonen die Debeka (Tarif AR). Der Münchener Verein eignet sich ebenfalls für Einzelpersonen (Tarif 501) und Ehepaare mit Kindern (Tarif 502). Für unverheiratete Paare mit Kindern empfehlen wir TravelSecure (Würzburger) mit dem Tarif TravelSecure-AR ohne SB.
  • Für weltweite Langzeitreisen bis zu einem Jahr empfehlen wir die LVM (ARTop) und das Angebot der SDK (AR/ARU online). Der Tarif der Envivas (TravelXLO) eignet sich für Reisen außerhalb der USA und Kanada. Voraussetzung: Du bist bei der Techniker Kran­ken­kas­se versichert. Wie Du die Ver­si­che­rung abschließt, erklären wir Dir weiter unten im Text

Eine Lebensmittelvergiftung oder ein gebrochener Fuß können den Urlaub gehörig vermiesen. Damit Du nicht auf den Behandlungskosten sitzenbleibst, ist eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung für jeden Urlaub außerhalb Deutschlands ein Muss. Ein Arzt- oder Klinikbesuch sprengt das Urlaubsbudget mit Leichtigkeit: Ein einziger Krankenhaustag in den USA kann schnell in die Tausende Euro gehen. Ein medizinischer Rücktransport aus der Türkei kostet laut ADAC rund 30.000 Euro.

Dabei ist der Schutz vor solchen finanziellen Desastern relativ günstig und unkompliziert. Einen guten Vertrag für Singles gibt es für weniger als 10 Euro im Jahr. Die Ver­si­che­rung lässt sich online in fünf Minuten abschließen und das auch noch kurz vor Beginn der Reise.

Wie sinnvoll ist eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung?

Sommerurlaub auf Mallorca, Work and Travel in Australien oder eine Karibik-Kreuzfahrt – falls Du auf solchen Reisen mal erkrankst, solltest Du eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung haben. Welchen Ver­si­che­rungs­schutz Du in diesen Fällen bereits hast, hängt davon ab, wie Du in Deutschland versichert bist. In vielen Fällen ist der Schutz aber lückenhaft.

So viel zahlt die Kasse, wenn Du gesetzlich krankenversichert bist

Innerhalb der Europäischen Union, in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz sowie in Ländern, mit denen Deutschland ein So­zi­al­ver­si­che­rungs­ab­kom­men hat, zahlt die gesetzliche Kran­ken­kas­se einen Teil der Arzt- und Krankheitskosten.

Allerdings ist der Schutz insgesamt löchrig: Du bekommst nur das erstattet, was die Bürger des Urlaubslandes von der dortigen Kran­ken­ver­si­che­rung bekommen. In vielen Ländern ist diese Versorgung aber dürftig, und die Ärzte bieten Privatbehandlungen gegen zusätzliche Zahlungen an. Dabei gilt: Für privatärztliche Rechnungen im Ausland zahlt die gesetzliche Kran­ken­kas­se in Deutschland nicht. Dies gilt sowohl für den Arztbesuch als auch für den Aufenthalt im Krankenhaus oder für Medikamente.

Auf solchen Kosten bleibst Du sitzen, wenn Du Dich nicht zusätzlich versicherst. Den im Urlaubsland üblichen Eigenanteil der gesetzlichen Behandlung musst Du ebenfalls selbst tragen. Hinzu kommt: Von dem Erstattungsbetrag zieht die Kran­ken­kas­se in Deutschland in einigen Fällen noch etwas ab, beispielsweise für erhöhte Verwaltungskosten. Unterm Strich übernimmt die deutsche Kran­ken­kas­se also oft nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten.

Ein Beispiel: Ein Finanztip-Leser schilderte uns, dass er nach einem Herzinfarkt im Türkei-Urlaub in einem dortigen Krankenhaus behandelt und operiert werden musste. Von den 16.000 Euro Behandlungskosten erstattete die Kran­ken­kas­se seinen Angaben zufolge nur rund 300 Euro. Auf dem Rest der Kosten blieb er sitzen, denn er hatte keine Auslandsreise-Krankenversicherung.

Noch teurer kann es werden, wenn Du wegen einer Krankheit nach Deutschland zurücktransportiert werden musst. Denn dafür kommt die gesetzliche Kasse nie auf. Ein solcher Ambulanzflug kann innerhalb Europas durchaus 25.000 Euro kosten. Musst Du aus den USA oder Australien zurückgeflogen werden, sind schlimmstenfalls 60.000 bis 80.000 Euro fällig.

So viel zahlt Deine private Kran­ken­ver­si­che­rung

Die private Kran­ken­ver­si­che­rung (PKV) schützt in der Regel auch in den Ländern der Europäischen Union sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen. Außerhalb Europas gilt der Ver­si­che­rungs­schutz allerdings oft nur für ein bis drei Monate. Gute PKV-Tarife sichern auch längere Zeiträume ab oder bieten sogar unbegrenzt Schutz. Dennoch solltest Du auch als Privatversicherter vor dem Urlaub prüfen, ob Du eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung benötigst. Denn nicht alle PKV-Tarife decken sämtliche Kosten im Ausland ab. Vor allem der Rücktransport ist in vielen Fällen nicht versichert.

Du solltest zudem nachschauen, ob Du nicht mit Deiner privaten Kran­ken­ver­si­che­rung auch gleich eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung abgeschlossen hast. Häufig handelt es sich dabei um einen separaten Vertrag, der mit einigen Euro Monatsbeitrag in Deinen Ver­si­che­rungsunterlagen aufgeführt ist.

Ver­si­che­rung über Kredit­karte oder Autoclub

Wenn Du eine Kredit­karte hast oder Mitglied in einem Autoclub bist, kann es sein, dass Du schon eine Auslandsreise-Krankenversicherung hast. Oft bieten solche Zusatzverträge allerdings nicht den besten Schutz. Im Zweifel solltest Du daher eine unserer Emp­feh­lungen abschließen. Eine Doppelversicherung ist grundsätzlich nicht schlimm. Du musst im Schadensfall nur melden, dass eine weitere Ver­si­che­rung besteht.

Überprüfe Deinen aktuellen Vertrag

Auch schon lange bestehende Verträge bieten oft nicht mehr den optimalen Schutz, denn viele Anbieter haben ihre Bedingungen in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Prüfe deshalb auch Altverträge auf Lücken und schließe im Zweifel eine neue Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung ab.

Denk daran, Deine alte Ver­si­che­rung rechtzeitig zu kündigen. In aller Regel kannst Du Deine Ver­si­che­rung ein bis drei Monate vor Ende des Ver­si­che­rungsjahrs kündigen. Die genaue Kündigungsfrist findest Du in Deinem Ver­si­che­rungsvertrag.

Worauf solltest Du bei der Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung achten?

Bevor Du eine Rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung abschließt, solltest Du Dir bewusst machen, worauf es bei einer guten Ver­si­che­rung ankommt. Die wichtigsten Punkte haben wir Dir hier schnell und einfach zusammengefasst:

Reisedauer

Eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung gilt für alle Reisen innerhalb eines Jahres, die eine bestimmte Dauer nicht überschreiten. Meistens sind Reisen bis 56 Tage versichert. Es gibt aber auch Tarife, die nur 42 oder sogar bis zu 70 Tage gelten. Wie oft Du innerhalb eines Jahres verreist, spielt keine Rolle – die Tage werden nicht addiert. Verreist Du zum Beispiel zweimal für sechs Wochen, also jeweils 42 Tage, hast Du zwar insgesamt 84 Tage, Du bist aber trotzdem für jede dieser Reisen versichert.

Für Reisen, die länger als 70 Tage dauern, gibt es spezielle Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rungen. Einen solchen Vertrag brauchst Du beispielsweise für ein Auslandssemester, eine Weltreise oder eine mehrmonatige Workation im Ausland. Welche Angebote wir für die Langzeit-Reisekrankenversicherung empfehlen, liest Du weiter unten im Text.

Geltungsbereich

Wichtig ist, dass der Vertrag auch für das Urlaubsland gilt, in das Du reist. Die Tarife für kurze Urlaubsreisen gelten in der Regel weltweit. Falls Du dagegen eine längere Auszeit planst, zum Beispiel eine Weltreise, solltest Du bei den Langzeit-Reisekrankenversicherungen darauf achten, ob diese auf bestimmte Regionen begrenzt sind. Eine Reiseversicherung, die auch in den USA und Kanada gilt, ist meist teurer als ein Tarif ohne Nordamerika. Denn dort sind die Kosten für eine medizinische Behandlung besonders hoch. Gute Verträge versichern außerdem nicht nur private, sondern auch berufliche Reisen.

Von den von uns emp­foh­lenen Tarifen für lange Urlaubsreisen hat nur der von der Envivas eine regionale Begrenzung (weltweite Reisen ohne USA und Kanada). In diesem Tarif sind aber Zwischenstopps bis zu einer Übernachtung in den USA oder Kanada mitversichert.

Kostenübernahme

Zu den wichtigen Kernleistungen einer Auslandsreise-Krankenversicherung zählt die Kostenübernahme für essenzielle Behandlungen: Dazu gehören etwa die ambulante und stationäre Behandlung, provisorischer Zahnersatz, Behandlung von Sportverletzungen sowie die Erstattung notwendiger Hilfsmittel wie Krücken.

Die Ver­si­che­rung sollte außerdem für Such- und Bergungskosten in Höhe von mindestens 5.000 Euro aufkommen. Solltest Du beim Skifahren oder Wandern in den Bergen verunglücken, zahlt die Ver­si­che­rung die Kosten, die im Zusammenhang mit Deiner Rettung entstehen.

Erkrankt Dein minderjähriges Kind, übernehmen viele Versicherer Deine Übernachtungskosten im Krankenhaus (der Fachbegriff dafür lautet Rooming-In). Entsprechend sollte auch Deine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung ausgestattet sein.

Es gibt aber auch wichtige Behandlungen, deren Kosten in der Regel nicht übernommen werden: Dazu zählt zum Beispiel eine Psychotherapie. Auch Schwangere haben nur eingeschränkten Schutz: Die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen und für eine Entbindung werden nicht übernommen. Bei einer Frühgeburt oder Fehlgeburt und bei Komplikationen in der Schwangerschaft sollte die Ver­si­che­rung aber zahlen.

Vorerkrankungen

Falls Du mit einer Vorerkrankung ins Ausland reist, solltest Du vorher prüfen, ob die Kosten für eine notwendige Behandlung dort durch Deine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung abgedeckt sind. Gute Tarife schließen Vorerkrankungen nicht pauschal vom Schutz aus, sondern nur Behandlungen, deren Notwendigkeit bereits vor der Reise ärztlich festgestellt wurde.

Achte zusätzlich darauf, dass der Anbieter seine Leistungen nicht auf „akute“ oder „unvorhersehbare“ Erkrankungen begrenzt oder den Schutz mit ähnlich unkonkreten Formulierungen einschränkt.

Leidest Du an einer chronischen Erkrankung, solltest Du vor Abschluss der Ver­si­che­rung beim Anbieter erfragen, ob er zahlt, falls sich Dein Zustand im Urlaub verschlechtert. Um Streit mit der Ver­si­che­rung zu vermeiden, ist es zudem sinnvoll, wenn Du Dir Deine Reisefähigkeit vor Beginn des Urlaubs von einem Arzt attestieren lässt.

Medizinischer Rücktransport

Zu den Ver­si­che­rungs­be­din­gungen sollte gehören, dass der Anbieter einen Rücktransport nach Deutschland zahlt, wenn er medizinisch sinnvoll und vertretbar ist – und nicht nur, wenn dieser unbedingt notwendig ist. Zumindest sollte er die Kosten für den Ambulanzflug übernehmen, wenn Du voraussichtlich mehr als zwei Wochen im Krankenhaus bleiben musst.

Wichtig für Familien und Paare, die gemeinsam verreisen: Achtet in den Ver­si­che­rungs­be­din­gungen darauf, dass der Rücktransport ebenfalls für eine Begleitperson gezahlt wird. Das ist besonders wichtig, wenn ein minderjähriges Kind erkrankt und gemeinsam mit einer Begleitperson zurück nach Deutschland gebracht werden muss. Sieht der Vertrag einen Rücktransport ausschließlich für die erkrankte Person vor, müsste die Begleitperson für die Kosten selbst aufkommen. Bis auf die Debeka zahlen alle unsere Emp­feh­lungen den Rücktransport ebenfalls für eine Begleitperson. 

Verlängerter Ver­si­che­rungs­schutz bis zur Wiederherstellung der Transportfähigkeit

Falls Du schwer auf Reisen erkrankst, kann es sein, dass Du über den versicherten Zeitraum hinaus im Ausland behandelt werden musst. Deine Ver­si­che­rung sollte für Deine Behandlung aufkommen, bis Du zu einer Rückreise wieder gesundheitlich in der Lage bist.

Schutz bei Covid-19

Mit der Corona-Pandemie sind noch zwei weitere Punkte hinzugekommen: So sollte Deine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung auch die Kosten übernehmen, falls Du auf Deiner Reise an Covid-19 erkranken solltest. Achte daher darauf, dass Deine Ver­si­che­rung keine sogenannte Pandemieklausel enthält. Damit würdest Du im Falle einer Covid-19-Erkrankung keine Leistungen erhalten. 

Daneben sollte auch dann Ver­si­che­rungs­schutz bestehen, wenn das Auswärtige Amt für Dein Zielland eine Reisewarnung wegen Covid-19 ausspricht. Inzwischen übernehmen die Versicherer standardmäßig die Kosten für eine Covid-19-Erkrankung im Ausland. Bevor Du verreist, solltest Du das dennoch einmal in den Ver­si­che­rungs­be­din­gungen überprüfen.

Teilnahme am Ombudsmann-Verfahren

Die Ver­si­che­rung sollte außerdem an einem Ombudsmann-Verfahren teilnehmen. Wenn sich die Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung doch einmal weigert zu zahlen, kannst Du Dich dort beschweren. Aus unserer Sicht hat sich dieses Schlich­tungs­ver­fahr­en als sinnvolles Instrument etabliert, um Dich im Konfliktfall zu beraten und zu unterstützen.

Im besten Fall nimmt die Ver­si­che­rung am Verfahren des Ver­si­che­rungs­om­buds­mann teil. Bis zu einem Streitwert von 10.000 Euro ist der Schlichterspruch für den Versicherer bindend. 

Einige Ver­si­che­rungen nehmen aber nur am Schlich­tungs­ver­fahr­en des PKV-Ombudsmannes teil. Dieser kann, im Gegensatz zum Ver­si­che­rungs­om­buds­mann, keine verbindlichen Entscheidungen treffen. Er kann aber vermitteln und Emp­feh­lungen aussprechen.

Welche Tarife sind für kurze Urlaubsreisen empfehlenswert?

Eine Auslandsreise-Krankenversicherung muss nicht teuer sein. Sehr gute Tarife für Einzelpersonen gibt es für unter 10 Euro. Familien zahlen bei unseren Emp­feh­lungen höchstens 33 Euro im Jahr. 

Wichtige Kriterien für unseren Test waren vor allem: Die Ver­si­che­rungen erstatten die Kosten für ambulante und stationäre Behandlungen und sie zahlen den medizinisch sinnvollen Rücktransport ins Heimatland. Außerdem werden Such- und Bergungskosten in Höhe von mindestens 5.000 Euro übernommen. In unserem Vergleich hatten die folgenden Ver­si­che­rungen ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Debeka
Tarif AR
  • besonders günstig für Einzelpersonen (8 Euro)
  • in unserem Vergleich die niedrigsten Beiträge für Senioren
  • Reisedauer bis 70 Tage
  • nimmt (nur) teil am PKV-Ombudsmann-Verfahren
Nutzer-Erfahrungen

Als Preistipp für Einzelpersonen empfehlen wir die Debeka (Tarif AR). Das sehr günstige und gute Angebot kostet nur 8 Euro Jahresbeitrag. Besonders für Senioren und Seniorinnen lohnt sich der Tarif, denn sie müssen keinen Aufschlag zahlen. Kein anderer Tarif in unserem Vergleich bot so günstige Preise für Rentnerinnen und Rentner.

Kinder bis 19 Jahre lassen sich für 4 Euro pro Kopf mitversichern. Aus unserer Sicht eignet sich der Tarif allerdings besser für alleinreisende Menschen. Die Debeka regelt in ihren Ver­si­che­rungs­be­din­gungen nur die Kostendeckung für den Rücktransport der erkrankten Person. Eine Begleitperson müsste die Kosten für den Rücktransport also selbst zahlen. 

Münchener Verein
Tarif Einzelpersonen (501) und Familien (502)
  • besonders günstig für Einzelpersonen unter 65 Jahren (8,40 Euro) und Ehepaare mit Kindern (18,60 Euro)
  • Kinder bis 24 Jahre mitversichert
  • Reisedauer bis 70 Tage
  • Familientarif gilt nicht für unverheiratete Paare
  • nimmt (nur) teil am PKV-Ombudsmann-Verfahren

Der Münchener Verein eignet sich besonders für Ehepaare mit Kindern. Dort schnitt der Familientarif (502) in unserem Preisvergleich am günstigsten ab. Zudem sind Kinder bis 24 Jahre in diesem Tarif mitversichert. Der Münchener Verein übernimmt die Kosten für den Rücktransport der erkrankten Person plus einer Begleitperson. Nachteil: Wer unverheiratet zusammen mit Kindern in einer häuslichen Gemeinschaft lebt, kann den Familientarif nicht nutzen. 

Auch der Tarif für Einzelpersonen (501) gehörte zu den kostengünstigsten in unserem Vergleich und ist mit 8,40 Euro pro Person kaum teurer als Mitkonkurrent Debeka (8 Euro pro Person). Ab 65 Jahre waren die Preise im Vergleich zur Debeka etwas teurer. 

TravelSecure
Travelsecure (Würzburger)
Tarif Travelsecure-AR ohne SB
  • für unverheiratete Paare mit Kindern geeignet (33 Euro)
  • bis zu fünf Kinder mitversichert (höchstens bis 24 Jahre)
  • Reisedauer bis 56 Tage
  • nimmt teil am Ver­si­che­rungs­om­buds­mann-Verfahren

Travelsecure ist die Reiseversicherung der Würzburger Ver­si­che­rungs-AG. Der von uns emp­foh­lene Tarif eignet sich besonders für unverheiratete Paare mit Kindern. Als Familie gelten mindestens ein Erwachsener und bis zu fünf unterhaltsberechtigte Kinder. Paare müssen nach den Ver­si­che­rungs­be­din­gungen weder verheiratet oder verpartnert sein nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz, noch in einem Hausstand leben. 
 
Noch günstiger können sich unverheiratete Eltern beim Münchener Verein versichern: Ratsam wäre eine Kombination aus Einzeltarif (501) und Familientarif (502). Wer sich für die Kombiverträge beim Münchener Verein entscheidet, zahlt nach unserem Vergleich insgesamt 27 Euro. Dadurch lassen sich insgesamt sechs Euro im Jahr sparen.   
 
Wir halten es jedoch für sinnvoll, wenn sich Familien in einem Familientarif absichern. Ein Vertrag ist übersichtlicher als mehrere. Angenommen Deine Familie erkrankt im Urlaub an einem Virus – beispielsweise an einem Magen-Darm-Virus oder Covid-19. Um Leistungen aus der Ver­si­che­rung zu bekommen, müsst ihr über mindestens zwei Verträge abrechnen. Im Fall der Fälle ist es einfacher, wenn Deine Familie einen einheitlichen Vertrag hat, unter dem auch alle anfallenden Rechnungen eingereicht werden können.  
 
Wer aber ausschließlich auf den Preis schaut und dafür mehr Aufwand in Kauf nimmt, kann sich für die Kombi-Verträge beim Münchener Verein entscheiden.

Welchen Schutz benötigst Du bei längeren Reisen?

Die „normale“ Auslandsreise-Krankenversicherung reicht nicht aus, wenn Du für längere Zeit ins Ausland gehst, etwa für ein Auslandssemester im Studium, eine Weltreise oder um als Rentner im warmen Süden zu überwintern. Dauert der Auslandsaufenthalt länger als acht bis zehn Wochen, greifen reguläre Rei­se­kran­ken­ver­si­che­rungen nicht mehr. Als gesetzlich Krankenversicherter brauchst Du dann in jedem Fall einen speziellen Tarif für Langzeitreisen.

Gründe, um für längere Zeit im Ausland zu leben, gibt es viele. In den folgenden Abschnitten haben wir Informationen zu den wichtigsten Fällen zusammengefasst.

Kran­ken­ver­si­che­rung beim Auslandsschuljahr

Wenn Du gesetzlich krankenversichert bist, kann Dein Kind als Austauschschüler in der Fa­mi­lien­ver­si­che­rung mitversichert bleiben. Wie oben beschrieben, übernimmt die deutsche Kran­ken­kas­se im EU-Ausland allerdings nur Leistungen, die gesetzlich Versicherte im Zielland erhalten würden.

Außerhalb der EU hängt der Ver­si­che­rungs­schutz davon ab, ob in einem So­zi­al­ver­si­che­rungs­ab­kom­men eine Kostenübernahme vereinbart wurde. Gibt es keines, so musst Du ohne zusätzliche Ver­si­che­rung alle Krankheitskosten selbst zahlen.

Besteht ein Abkommen, werden in der Regel einige Kosten übernommen. Wichtige Leistungen wie ein Rücktransport nach Deutschland sind dagegen nicht abgedeckt. Es kann auch passieren, dass Du bei Behandlungen hohe Zuzahlungen leisten musst. Du solltest daher auf keinen Fall auf eine zusätzliche Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung verzichten. 

Kran­ken­ver­si­che­rung für Au-Pair im Ausland

Wenn Du nach dem Schulabschluss ein Jahr als Au-Pair im EU-Ausland arbeiten möchtest, solltest Du vorab mit der Vermittlungsagentur oder der Gastfamilie prüfen, ob Du im Gastland sozialversicherungspflichtig bist. In diesem Fall gilt das Recht des Gastlandes. Ist dies nicht der Fall, kannst Du weiterhin in der gesetzlichen Fa­mi­lien­ver­si­che­rung bleiben. Allerdings musst Du dann die Verdienstgrenzen für die Fa­mi­lien­ver­si­che­rung beachten, damit der Ver­si­che­rungs­schutz bestehen bleibt.

Kran­ken­ver­si­che­rung beim Auslandsstudium

Bist Du als Studierender gesetzlich versichert, bleibst Du das auch während eines Erasmus-Auslandsjahres. Aber auch in diesem Fall gilt: Dir stehen nur die Leistungen zu, die eine gesetzlich versicherte Person im Zielland erhalten würde.

Auch bei einem Vollzeitstudium im EU-Ausland kannst Du prinzipiell in Deutschland gesetzlich krankenversichert bleiben. Bedingung ist ein vorübergehender Aufenthalt im Ausland. Dabei ist allerdings kein fester Zeitraum vorgegeben. Solange Du also wegen Deines Studiums im Ausland bist, spielt es keine Rolle, ob Du dort drei oder vier Jahre verbringst. Du kannst solange in der Fa­mi­lien­ver­si­che­rung bleiben, bis Du Dein Studium abschließt oder die Altersgrenze von 25 Jahren erreichst. Voraussetzung ist aber, dass Du Deinen Wohnsitz in Deutschland beibehältst.

Auch wenn Du als Student mit eigenem Beitrag gesetzlich versichert bist, kannst Du bei einem Auslandsstudium innerhalb der EU gesetzlich versichert bleiben. Dazu musst Du allerdings an einer anerkannten Hochschule im EU-Ausland studieren. Im Zielland stehen Dir dann – wie in den anderen Fällen auch – der Basisversicherungsschutz über die Europäische Krankenkarte zur Verfügung. Auch in diesem Fall solltest Du zusätzlich eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung abschließen.

Außerhalb der EU hast Du keinen Schutz durch Deine gesetzliche Kran­ken­ver­si­che­rung. Das heißt: Ohne eine separate Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung musst Du für Deine Gesundheitskosten komplett selbst aufkommen.

Kran­ken­ver­si­che­rung bei Work and Travel

Innerhalb der EU kannst Du den Teilschutz der gesetzlichen Kran­ken­ver­si­che­rung nutzen, solltest aber als Ergänzung trotzdem eine private Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung abschließen.

Außerhalb der EU musst Du die Einreise- und Visabestimmungen beachten. In manchen Staaten, zum Beispiel Australien, musst Du für ein Visum eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung nachweisen.

Wer Behandlungskosten nach einem Arbeitsunfall zahlt, ist von Land zu Land unterschiedlich. Frage deshalb vor der Abreise bei Deiner Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung nach, ob diese in einem solchen Fall die Kosten übernimmt. 

Kran­ken­ver­si­che­rung bei beruflicher Tätigkeit im Ausland

Falls Du beruflich ins Ausland musst, solltest Du vorher alle Fragen der Sozial- und Kran­ken­ver­si­che­rung klären. Die Wahl des richtigen Krankenschutzes hängt zunächst vom Arbeitgeber ab. Sofern Du am Einsatzort bei einer ausländischen Firma angestellt bist, unterliegst Du nicht mehr der Ver­si­che­rungspflicht in der gesetzlichen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV). Du musst Dich dann im Ausland gesetzlich krankenversichern oder eine entsprechende private Police abschließen.

Anders liegen die Dinge bei einer Entsendung durch einen deutschen Arbeitgeber. In dem Fall besteht die Ver­si­che­rungspflicht für gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer prinzipiell fort. Über Details des Arbeits-, Sozialversicherungs- und Steuerrechts bei der Entsendung informiert ein Merkblatt der IHK Hannover.

Kran­ken­ver­si­che­rung als Rentner oder Rentnerin im Ausland

Falls Du Dich als Rentner nur vorübergehend im EU-Ausland aufhältst und Deine Rente ausschließlich aus Deutschland beziehst, besteht der Ver­si­che­rungs­schutz in der gesetzlichen Kran­ken­ver­si­che­rung fort. Außerhalb der EU hängt dies davon ab, ob Deutschland ein So­zi­al­ver­si­che­rungs­ab­kom­men mit Deinem Zielland hat und es darin eine Regelung zur Kran­ken­ver­si­che­rung gibt. 

Mit einer Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung für lange Reisen kannst Du dafür sorgen, dass Du nicht nur einen Teil der Krankheits- und Behandlungskosten über die GKV erstattet bekommst. Die Zusatzversicherung kannst Du maximal für fünf Jahre abschließen, danach ist ein neuer Vertrag fällig. Es gibt in den Tarifen verschiedene Altersstufen. Mit jeder Stufe werden die Tarife teurer. Vergleiche am besten bei mehreren Anbietern die Altersklassen und die Preise. 

Bedenke, dass wichtige Leistungen wie Zahnersatz, Vorsorgeuntersuchungen oder geplante Operationen nur teilweise über eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung abgesichert sind und weiterhin in Deutschland stattfinden müssen. 

Falls Du dauerhaft im Ausland bleiben willst, solltest Du prüfen, ob Du Dich im Zielland versichern kannst. Darüber hinaus gibt es sogenannte internationale Kran­ken­ver­si­che­rungen, mit denen Du Dich zeitlich unbefristet und umfangreicher versichern kannst.

Was solltest Du als Privatversicherter beachten?

Als Privatversicherter musst Du in Deinen Vertrag schauen. Wenn Du Dich im europäischen Ausland aufhältst, bist Du weiterhin durch die PKV geschützt. Das gilt meist auch bei Aufenthalten außerhalb der Europäischen Union – zumindest vorübergehend. Meist endet der Ver­si­che­rungs­schutz nach maximal ein bis drei Monaten. Welcher Zeitraum noch als Urlaub gilt, solltest Du mit Deiner Ver­si­che­rung klären. 

Wenn Du dauerhaft in ein anderes EU-Mitgliedsland oder nach Island, Liechtenstein und Norwegen umziehst, kannst Du Deine private Kran­ken­ver­si­che­rung dort weiterführen. Allerdings muss die Privatversicherung nur die Kosten übernehmen, die sie auch in Deutschland übernommen hätte. 

Ziehst Du dauerhaft in ein Land außerhalb der Europäischen Union um, endet Dein Ver­si­che­rungs­schutz üblicherweise. Manche Anbieter gewähren aber gegen einen Beitragszuschlag einen längeren Ver­si­che­rungs­schutz außerhalb Europas. Setz Dich daher vor Deiner Abreise mit Deiner privaten Kran­ken­ver­si­che­rung in Verbindung und kläre, was für Deinen Vertrag gilt.
 
Falls Du Dir die Möglichkeit offenhalten willst, nach einer Zeit wieder in Deutschland zu leben, kannst Du über eine An­wart­schafts­ver­si­che­rung nachdenken. Damit kannst Du sicherstellen, dass Du auch nach Deiner Rückkehr ohne Gesundheitsprüfung in Deinen alten Tarif zurückkehren kannst.

Wann kannst Du die Kran­ken­ver­si­che­rung zuhause kündigen?

Falls Dich nicht Dein Arbeitgeber ins Ausland geschickt hat, Du aber privat reist, solltest Du unbedingt eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung mit im Gepäck haben. Doch was passiert mit der Kran­ken­ver­si­che­rung in Deutschland während Deines Work and Travel, Sabbatjahres oder Erasmus-Semesters? Müsstest Du in der Heimat weiter Kran­ken­kas­senbeiträge zahlen, kann das die Reisekasse ordentlich belasten.

Grundsätzlich besteht die Ver­si­che­rungspflicht in der GKV auch während eines vorübergehenden Auslandsaufenthaltes fort, solange der zur Ver­si­che­rungspflicht führende Tatbestand weiter vorliegt. Das ist beispielsweise bei Rentnern der Fall, die Mitglied in der Kran­ken­ver­si­che­rung der Rentner sind oder bei Studenten, die an einer staatlich anerkannten Universität eingeschrieben sind.

Endet hingegen der Grund für die Ver­si­che­rungspflicht, etwa weil Du für den Auslandsaufenthalt Deinen Job gekündigt hast, endet auch die Pflichtversicherung. Sofern Du dann kein Ar­beits­lo­sen­geld beziehst, müsstest Du Dich freiwillig versichern

Als freiwillig GKV-Versicherter kannst Du Deine Mitgliedschaft bei einer Kran­ken­kas­se jedoch beenden, sofern Du nachweist, dass Du im Krankheitsfall anderweitig abgesichert bist. Als ein solcher Nachweis gilt auch eine private Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung, die länger als 42 Tage läuft und bei ihren wichtigsten Leistungen der GKV entspricht.

Wenn Du Deiner Kran­ken­kas­se also einen Nachweis über Deine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung schickst, kannst Du Deine Mitgliedschaft in der GKV mit der gesetzlichen Kündigungsfrist von zwei vollen Monaten zum Monatsende beenden.

Nach der Rückkehr aus dem Ausland kannst Du frei eine Kran­ken­kas­se wählen, falls Du die Voraussetzungen für die Pflichtversicherung erfüllst, etwa weil Du mehr als 520 Euro im Monat verdienst oder Ar­beits­lo­sen­geld beziehst. Gilt für Dich die Ver­si­che­rungspflicht nicht, wirst Du über die sogenannte nachrangige Ver­si­che­rungspflicht gesetzlich versichert, sofern Du vor der Reise bereits GKV-Mitglied warst. Dann musst Du allerdings zurück in Deine letzte Kran­ken­kas­se.

Bevor Du Deine Kran­ken­ver­si­che­rung in Deutschland beendest, solltest Du bedenken, dass es Vorversicherungszeiten gibt, die Du erfüllen musst, um Leistungen aus der gesetzlichen Pfle­ge­ver­si­che­rung zu beziehen oder Mitglied der Kran­ken­ver­si­che­rung der Rentner zu werden. Insbesondere in der zweiten Hälfte des Erwerbslebens könnte es nachteilig für Dich sein, den Ver­si­che­rungs­schutz zu unterbrechen. Statt zu kündigen, kannst Du eine Anwartschaft bei Deiner Kran­ken­kas­se abschließen. Diese führt Dich dann gegen einen reduzierten Beitrag weiter als freiwilliges Mitglied, und Du erwirbst weiterhin die Ver­si­che­rungszeiten.

Was sind die besten Tarife für lange Auslandsreisen?

Wie bei den Rei­se­kran­ken­ver­si­che­rungen für kurze Reisen hat uns die Liste der Stiftung Warentest als Vorauswahl gedient. Da es wahrscheinlicher ist, dass Du bei einem langen Auslandsaufenthalt auch mal beim Arzt landest, sind in unserer Untersuchung nur Tarife gelandet, die bereits in der Vorauswahl mit „sehr gut“ bewertet wurden. Die von uns emp­foh­lenen Tarife haben darüber hinaus das in unserem Vergleich beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Alle Tarife zahlen auch bei einer Covid-19 Erkrankung – auch eine Reisewarnung wegen Corona vor oder während der Reise beschränkt die Leistungen nicht. Such- und Bergungskosten werden in Höhe von mindestens 5.000 Euro übernommen. Der medizinisch sinnvolle Rücktransport ins Heimatland ist ebenfalls abgesichert.

LVM
LVM (ARTop)
In unserem Vergleich bestes Preis-Leistungs- Verhältnis für weltweite Reisen inklusive USA/Kanada
  • im Schnitt die niedrigsten Preise
  • besonders geeignet für Reisen in die USA / Kanada
  • Beratung und Abschluss in einer von 2.300 Ver­si­che­rungsagenturen oder über die Zentrale in Münster
  • nimmt teil am Ver­si­che­rungs­om­buds­mann-Verfahren
  • kein Online-Abschluss

Den Tarif der LVM kannst Du nicht online abschließen. Auf der Website der LVM bekommst Du zwar eine Rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung ebenfalls im Tarif ARTop. Der Online-Tarif eignet sich aber nur für kurze Reisen bis zu acht Wochen.

So kommst Du an den Langzeit-Tarif der LVM: Auf der Website der LVM kannst Du Dich über ein Kontaktformular, per E-Mail oder Telefon an eine zuständige LVM-Versicherungsagentur wenden. Mit der LVM-Vertrauensperson besprichst Du dann, ob Du den Vertrag nach Hause geschickt bekommst oder vor Ort abschließt.

Noch einfacher geht der Abschluss über die LVM-Zentrale in Münster. Du erreichst sie ebenfalls über das Kontaktformular oder per Telefon unter der Nummer +49 251 702 - 4710. Die Ver­si­che­rung kann Dir die Unterlagen dann direkt per E-Mail oder Post nach Hause schicken.

sdk
SDK (AR/ARU online)
In unserem Vergleich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für weltweite Reisen inklusive USA/Kanada
  • online abschließbar
  • für Menschen ab 60 Jahren vergleichsweise teuer
  • nimmt (nur) teil am PKV-Ombudsmann-Verfahren

Die Preise der SDK lagen in unserem Vergleich etwas über den Beiträgen der LVM. Dafür ist die Ver­si­che­rung aber online abschließbar. Im Online-Tarif ist auch eine Unfall­ver­sicherung enthalten. Damit übernimmt die Ver­si­che­rung auch Such- und Bergungskosten in Höhe von 5.000 Euro.

Ab einem Alter von 60 Jahren sollten sich Reisende lieber für die LVM entscheiden. In unserem Vergleich stellten wir fest, dass der Tarif der SDK ab 60 wesentlich teurer ist als andere Tarife.

Die SDK nimmt „nur“ am Schlich­tungs­ver­fahr­en des Ombudsmannes der privaten Kranken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung teil. Anders als der Ver­si­che­rungs­om­buds­mann kann dieser aber keine bindenden Emp­feh­lungen abgeben.

Envivas
Envivas (TravelXLO)
Besonders günstig für Reisen ohne USA/Kanada
  • online abschließbar
  • nur für Mitglieder der Kran­ken­kas­se die Techniker (TK)
  • keine Kostenübernahme für die Behandlung psychiatrischer Erkrankungen
  • nimmt (nur) teil am PKV-Ombudsmann-Verfahren

Bei der Envivas handelt es sich um eine Ver­si­che­rung, die exklusive Verträge für Mitglieder der Techniker Kran­ken­kas­se (TK) anbietet. Damit ist sie nur für Versicherte der Techniker Kran­ken­kas­se interessant sowie für Menschen, die bereit sind, vor einem langen Auslandsaufenthalt die Kran­ken­kas­se zu wechseln.

Der Tarif TravelXLO der Envivas gilt nur für Reisen außerhalb der USA und Kanada. Für Reisen inklusive USA und Kanada hat die Envivas einen eigenen Tarif (TravelXLM), den wir nicht empfehlen. Denn dieser ist deutlich teurer.

Einen kleinen Abstrich gibt es bei den Ver­si­che­rungs­be­din­gungen: Keine Leistungen gibt es für die Behandlung psychiatrischer Krankheiten. Wer also während seiner Reise medikamentös behandelt werden muss, beispielsweise wegen einer akuten Psychose, muss für die Kosten selbst aufkommen.

Die Envivas nimmt ebenfalls nur am Schlich­tungs­ver­fahr­en des Ombudsmannes der privaten Kranken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung teil.

Wenn Du nicht bei der TK versichert bist 

Auch wenn Du den Tarif der Envivas nur als Versicherter der Techniker Kran­ken­kas­se in Anspruch nehmen kannst, haben wir uns trotzdem entschieden, ihn zu empfehlen. Zwei Gründe waren für uns ausschlaggebend.

Erstens: Mehr als elf Millionen Menschen in Deutschland sind bei der Techniker Kran­ken­kas­se versichert. Es besteht also eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Du zu diesen Versicherten gehörst.

Zweitens ist der Tarif unter Umständen auch für Versicherte interessant, die derzeit noch bei anderen Kassen gesetzlich versichert sind. Falls Du zum Beispiel mit etwas Vorlauf planst, demnächst ein Jahr im Ausland zu verbringen, kann es sich vielleicht lohnen, für diesen Zeitraum Deine Kran­ken­kas­se zu wechseln. Denn die Mindestvertragsdauer bei der gesetzlichen Kran­ken­ver­si­che­rung beträgt nur zwölf Monate. Wenn Du also im Anschluss an eine einjährige Reise die Kran­ken­ver­si­che­rung erneut wechseln willst, ist das kein Problem. Mehr Infos, welche Kran­ken­kas­se am besten zu Dir passt, findest Du in unserem Ratgeber zum Thema Gesetzliche Kran­ken­ver­si­che­rung.

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Wann musst Du die Ver­si­che­rung spätestens abschließen?

Solange Du noch in Deutschland bist, kannst Du die Auslandsreise-Krankenversicherung auch noch auf den letzten Drücker im Internet abschließen. Einige Anbieter akzeptieren als Ver­si­che­rungsbeginn das aktuelle Datum. Theoretisch kannst Du damit auch noch am Reisetag kurz vor der Abreise die Ver­si­che­rung abschließen. Dafür musst Du den Ver­si­che­rungsantrag online vollständig ausfüllen und eine Einzugsermächtigung erteilen. Dann erhältst Du sofort digital die gültige Ver­si­che­rungs­be­stä­ti­gung. Insgesamt dauert der Abschluss nur wenige Minuten. Dennoch: Lass es nicht drauf ankommen und schließe Deine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung frühzeitig vor Deinem Urlaubsbeginn ab.

Um die Ver­si­che­rung für eine Langzeitreise solltest Du Dich besser schon etwas früher kümmern. Der Tarif ARTop mit Verlängerung der LVM kann nicht online abgeschlossen werden. Daher solltest Du Dich am besten schon ein paar Wochen vor Abreise an die LVM wenden.

Nach der Abreise aus Deutschland ist es zu spät, noch eine Auslandsreise-Krankenversicherung günstig abzuschließen. Als einzige Möglichkeit bleiben internationale Ver­si­che­rungsagenturen wie World Nomads. Aber dort kann die Police für eine einzelne Reise schnell 70 Euro und mehr kosten.

Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rungen für kurze Urlaubsreisen haben in der Regel eine Laufzeit von einem Jahr und verlängern sich automatisch, wenn Du nicht rechtzeitig kündigst. Für unsere Emp­feh­lungen gilt: Bei der Debeka und der Travelsecure (Würzburger) musst Du den Vertrag spätestens einen Monat vor Ende des Ver­si­che­rungsjahres kündigen, beim Münchener Verein drei Monate vor Ende des Ver­si­che­rungsjahres. Die Tarife für lange Reisen laufen dagegen in der Regel nach Vertragsende aus und verlängern sich nicht automatisch.

Welche Unterlagen brauchst Du im Notfall?

Die Notrufnummer der Ver­si­che­rung und die eigene Ver­si­che­rungsnummer gehören in jedes Reisegepäck. Falls Du krank wirst, musst Du Deine Ver­si­che­rung immer zeitnah informieren. Im Gespräch mit den Mitarbeitern kannst Du auch gleich klären, welche Belege Deine Ver­si­che­rung braucht, damit sie die Kosten übernimmt.

Kleinere Arztrechnungen legst Du aus, das Geld erstattet Dir später die Ver­si­che­rung. Die Rechnung sollte möglichst auf Deutsch oder Englisch verfasst sein und den Namen des Patienten und des behandelnden Arztes enthalten sowie Diagnose und Art der Behandlung. Vor sehr teuren Behandlungen solltest Du in jedem Fall mit Deinem Versicherer sprechen.

Wenn Du im Urlaub in Europa krank wirst, erstattet Dir die gesetzliche Kran­ken­ver­si­che­rung die landestypischen Kosten für Behandlungen. Dafür brauchst Du in 35 Ländern die europäische Krankenversichertenkarte (EHIC). Sie ist meist auf die Rückseite der normalen Kran­ken­kas­senkarte aufgedruckt. In Bosnien-Herzegowina, Tunesien und der Türkei brauchst Du einen speziellen Auslandskrankenschein. Diesen kannst Du in der Regel einfach mit einem kurzen Anruf bei Deiner Kran­ken­kas­se anfordern.

So haben wir ausgewählt

Vergleich 2023: Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung für kurze Urlaubsreisen

Im Juni 2023 haben wir Ver­si­che­rungen für kürzere Auslandsreisen getestet. Für eine erste Grundgesamtheit haben wir uns Tarife für Einzelpersonen und Familien angeschaut, die bei der Stiftung Warentest (Zeitschrift „Finanztest“, Ausgabe 12/2022) die Gesamtnote „sehr gut“ (0,5 -1,5) erhalten haben. Wichtig war uns außerdem, dass die Tarife in allen Testkategorien außer Verständlichkeit mit der Note „sehr gut“ abgeschnitten haben. Die Kategorien lauteten: Allgemeine Bedingungen/medizinische Leistungen/Krankentransport/Kinderbetreuung/Überführung/Bestattung und Leistung bei Krieg, Pandemie, Epidemie, Kernenergie. 

Im Anschluss entwickelten wir eigene Kriterien, die aus unserer Sicht einen sehr guten Tarif ausmachen: Wir achteten darauf, dass in den Tarifen die Übernahme von Such- und Bergungskosten von mindestens 5.000 Euro enthalten ist. Die Tarife sollten außerdem online abschließbar und für alle Reisenden zugänglich sein: Tarife für Mitglieder einer bestimmten Kran­ken­kas­se oder eines Automobilclubs fielen daher aus unserem Vergleich heraus. 

Außerdem haben wir bei allen Ver­si­che­rungs­be­din­gungen überprüft, ob sie eine Pandemieklausel enthielten. Eine solche Klausel besagt, dass eine Ver­si­che­rung im Fall einer pandemischen Erkrankung wie Covid-19 keine Leistungen erbringt. Zum Zeit­punkt unserer Untersuchung enthielt allerdings keiner der von uns emp­foh­lenen Tarife eine solche Klausel.

Darüber hinaus achteten wir darauf, dass die Versicherer an einem Verfahren des Ombudsmanns teilnehmen. Einige Anbieter nehmen zwar nur am Schlich­tungs­ver­fahr­en des PKV-Ombudsmannes teil. Dieser kann, im Gegensatz zum Ver­si­che­rungs­om­buds­mann, keine verbindlichen Emp­feh­lungen aussprechen. Für uns ist dies qualitativ zwar ein Unterschied, es war aber kein hinreichender Grund, um einen Tarif auszuschließen.

 Bei den verbliebenen sechzehn Ver­si­che­rungen fragten wir für sechs Profile die Preise ab. Folgende Merkmale haben wir dazu entwickelt: 

Personen: In unserem Vergleich konzentrierten wir uns auf alleinstehende Personen jungen, mittleren und fortgeschrittenen Alters und gemeinsam reisende Familien. Außerdem schauten wir uns die Preise für ein älteres Paar ab. 

Alter: Wir haben die Preise für 22, 44, 58, 62 und 71 Jahre alte Personen abgefragt. In den Familienprofilen schauten wir uns die Preise für kleine Kinder (drei und sechs Jahre) und für volljährige Kinder (21 und 18 Jahre) an. 

Da manche Ver­si­che­rungen nicht über eigene Familientarife verfügten, schauten wir uns in den Profilen mit Familien und Paaren auch die Variante mit Einzelverträgen an und verglichen die Preise. 

Auf diese Weise ermittelten wir die Angebote mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis: Die Debeka (Tarif AR) und der Münchener Verein (Tarif 501 und 502) lieferten über alle Profile hinweg am häufigsten die günstigsten Preise. 

Der Tarif der Debeka ist besonders günstig für Einzelpersonen (8 Euro). Mit Abstand am günstigsten schnitt die Debeka bei Senioren ab, da sich der Beitrag für Erwachsene auch im hohen Alter nicht mehr verändert. 

Die Debeka hat aber keinen Familientarif, Kinder bis 19 Jahre lassen sich für 4 Euro mitversichern. Aus unserer Sicht eignet sich der Tarif aber nur für Einzelpersonen ohne zu versichernde Kinder. Die Debeka übernimmt nur die Kosten eines Rücktransports für die erkrankte Person. Möchte allerdings eine weitere Person den oder die Erkrankte beim Rücktransport begleiten, muss sie die Kosten dafür selbst tragen. 

Bei Familien mit Kindern hat der Münchener Verein die Nase vorn. Im Tarif 502 sind sogar Kinder bis 24 Jahre im Familientarif mitversichert. Im Gegensatz zur Debeka zahlt die Ver­si­che­rung auch die Kosten eines Rücktransports für eine Begleitperson. Paare müssen allerdings verheiratet oder verpartnert sein nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz, wenn sie sich gemeinsam im Familien-Tarif absichern möchten.

Der Tarif 501 eignet sich dagegen für Einzelpersonen unter 65 Jahre (8,60 Euro). Ab 65 Jahren ist der Tarif mit 19,80 Euro schon mehr als 11 Euro teurer als der Tarif der Debeka. Ab 75 Jahren steigt der Beitrag dann auf 28,20 Euro.   

Für unverheiratete Paare mit Kindern empfehlen wir die Travelsecure (Würzburger) mit dem Tarif Travelsecure-AR ohne SB (33 Euro). Kinder können längstens bis zum Ende ihrer Ausbildung, maximal bis 24 Jahre mitversichert werden. Die Absicherung ist zwar etwas teurer als beim Münchener Verein: Dort könnte sich ein Elternteil mit Kind für den Familientarif entscheiden (18,60 Euro), der andere Partner würde sich einzeln versichern (8,60 Euro). 

Trotz des Aufpreises von 6 Euro haben wir uns aber dafür entschieden, den Tarif der Travelsecure (Würzburger) zu empfehlen. Wer als Familie verreist, ist aus unserer Sicht in einem Familien-Tarif besser aufgehoben. Die Verwaltung von mehreren Verträgen erfordert einen höheren Aufwand als ein gemeinsamer Vertrag. Sollte die Familie im Urlaub beispielsweise an einem Virus erkranken, können die Leistungen über einen gemeinsamen Vertrag und eine Vertragsnummer einfacher abgerechnet werden. 

Vergleich 2023: Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung für Langzeitreisen

Für unsere Emp­feh­lungen haben wir uns ebenfalls Tarife aus dem Test der Stiftung Warentest (Zeitschrift „Finanztest“, Ausgabe 5/2023) angeschaut. Alle Anbieter mussten dabei von Finanztest mindestens die Note „sehr gut“ (1,5) erhalten. Damit wollten wir sicherstellen, dass wir nur solche Tarife näher untersuchen, die ausreichenden Schutz auf langen Reisen bieten.

Übrig blieben 32 leistungsstarke Tarife und Tarifvarianten, darunter waren sowohl Tarife für jedermann als auch speziell für junge Leute, Tarife mit weltweiter Geltung als auch mit regionaler Beschränkung (ohne USA/Kanada, ohne Amerika). 

Da die Online-Rechner der Anbieter eine Reihe von Angaben benötigten, legten wir für unsere Preisabfrage umfangreiche Profile (Musterkunden) fest.

Folgende Merkmale waren für unseren Test essenziell:

Personen: Wir gehen davon aus, dass es insbesondere junge Menschen oder jüngere Berufstätige sind, die für ein Studium, Work and Travel oder ein Sabbatical länger verreisen wollen. Wir konzentrierten uns in unserem Vergleich daher schwerpunktmäßig auf Alleinreisende. Daneben untersuchten wir aber auch die Preise für eine Familie und für Rentnerinnen und Rentner.

Alter: Wir haben die Preise für 18, 22, 28, 32, 42 und 69 Jahre alte Personen abgefragt. Im Familienprofil fragten wir zusätzlich die Preise für ein fünfjähriges Kind ab.

Reisedauer: Als Reisezeitraum gaben wir eine Dauer bis 90 (genauer 88 Tage) und bis 365 Tage an.

Reisepreis: Da unterschiedlich lange Reisen, je nach Lebenssituation und Dauer unterschiedlich teuer sein können und die Ver­si­che­rungskosten mit den Kosten der Reise steigen, haben wir die Ver­si­che­rung für folgende Reisekosten abgefragt: 2.500, 3.000, 3.500, 4.000, 4.500, 5.000, 6.000 und 7.000 Euro (für Reisen bis 90 Tage) und 8.000, 10.000, 12.000, 15.000, 18.000, 20.000 und 25.000 Euro (für Reisen bis 365 Tage).

Region: Da die Gesundheitssysteme der USA und Kanada besonders teuer sind, sind die Ver­si­che­rungskosten für Reisen in diese Länder oft höher. Daher haben wir sowohl die Preise für eine Reise in die USA und Kanada und zum Vergleich für eine Reise nach Spanien abgefragt.

Insgesamt haben wir jeweils 14 Profile für Reisen bis 90 Tage und für Reisen bis 365 Tage abgefragt. Jedes Profil hatte zwei Ausprägungen (A für Reisen ohne die USA und Kanada, B für Reisen in die USA).

Ferner haben wir überprüft, ob die Anbieter Such- und Bergungskosten in Höhe von mindestens 5.000 Euro zahlen.

Zusätzlich haben wir überprüft, ob die Ver­si­che­rungs­be­din­gungen eine Pandemieklausel enthalten. Bei unserer Untersuchung enthielt keiner der von uns emp­foh­lenen Tarife eine solche Klausel.

Wichtig war uns auch, dass die Anbieter entweder am Schlich­tungs­ver­fahr­en des Ver­si­che­rungs­om­buds­mannes oder PKV-Ombudsmannes teilnehmen. 

Unsere Ergebnisse

Wir haben drei Tarife ermittelt, die sehr gute Bedingungen zu einem möglichst günstigen Preis anbieten: Den Tarif ARTop der LVM, den Tarif AR/ARU online der SDK und den Tarif TravelXLO der Envivas.

LVM (ARTop) ist Preis-Leistungs-Sieger

Entscheidend für unsere Untersuchung war, dass der Tarif gerade bei langen und teuren Reisen inklusive den USA und Kanada mit Abstand am günstigsten abschnitt. In 21 von 28 Abfragen erzielte der Tarif „ARTop“ der LVM den Bestpreis für weltweite Reisen.

Der Tarif kann aber nur in einer von 2.300 Ver­si­che­rungsagenturen oder über die Zentrale der LVM in Münster abgeschlossen werden. Wir haben uns dennoch dafür entschieden, die LVM zu empfehlen. Reisen von mehreren Wochen oder Monaten bedürfen in aller Regel einer längeren Planung. Daher ist es Reisenden auch zuzumuten, sich früh genug um den Abschluss der Ver­si­che­rung zu kümmern und gegebenenfalls dafür bei einer Ver­si­che­rungsagentur vor Ort vorstellig zu werden.
 
Außerdem konnte die LVM vergleichsweise die niedrigsten Preise über alle Profile hinweg anbieten. So lassen sich je nach Profil mehrere Hundert Euro sparen.

SDK (Tarif AR) ist online abschließbar

Die SDK mit dem Tarif „AR“ ist eine weitere Emp­feh­lung. Auch sie konnte vergleichsweise günstige Tarife für weltweite Reisen anbieten. Wir empfehlen nur die Variante mit Unfall­ver­sicherung. Denn nur mit der integrierten Unfall­ver­sicherung werden Such- und Bergungskosten in Höhe von 5.000 Euro übernommen. Diese Tarifvariante kann nur online abgeschlossen werden.

Die Preise waren in unserem Vergleich zwar höher als bei der LVM und Envivas. Dafür kann der Tarif aber direkt online abgeschlossen werden. Senioren ab 60 Jahren müssen dagegen einen enorm hohen Aufpreis für kurze und lange Reisen zahlen. Sie bekommen bei der LVM den besseren Preis.

Envivas (Tarif TravelXLO) für TK-Versicherte

Unsere dritte Emp­feh­lung ist die Envivas mit dem Tarif „TravelXLO“. Dabei handelt es sich um ein exklusives Angebot für Versicherte der Kran­ken­kas­se die Techniker (TK). Da aber gerade bei langen Reisen die Möglichkeit besteht, vorab in die TK zu wechseln und im Anschluss den Tarif der Envivas abzuschließen, haben wir uns dazu entschieden, den Tarif als Emp­feh­lung aufzunehmen.

Der Tarif ist allerdings auf Reisen außerhalb der USA und Kanada beschränkt. In unserem Preisvergleich erreichte der Tarif der Envivas dafür sieben Mal den Bestpreis für Reisen innerhalb Europas. Für Reisen in die USA oder nach Kanada bietet die Envivas einen anderen Tarif (TravelXLM). Diesen Tarif empfehlen wir nicht. Die Preise waren wesentlich höher als bei unseren anderen Emp­feh­lungen.

Die wichtigsten Fragen zusammengefasst

Wer braucht eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung?

Egal ob Du einen entspannten Sommerurlaub planst, ein Work and Travel machst oder geschäftlich ins Ausland reist: Eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung solltest Du immer dabei haben. Sie kommt für Arzt- und Krankheitskosten im Ausland auf. Der Schutz der gesetzlichen Kran­ken­kas­se ist oft unvollständig. Im schlimmsten Fall bleibst Du ohne Ver­si­che­rung auf einem Großteil der Kosten sitzen.

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Wie viel kostet eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung?

Eine Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung bekommst Du schon für wenige Euro im Jahr. Viel wichtiger als der Preis sind aber die Leistungen der Ver­si­che­rung. Die Ver­si­che­rung sollte ambulante und stationäre Behandlungen im Ausland übernehmen. Außerdem sollte sie den medizinisch sinnvollen Rücktransport nach Deutschland zahlen. 

Weitere wichtige Punkte »

Was ist die beste Rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung?

Bei Finanztip vergleichen wir jedes Jahr die Rei­se­kran­ken­ver­si­che­rungen. Wir empfehlen leistungsstarke Tarife zu einem erschwinglichen Preis. Unter unseren Emp­feh­lungen gibt es Tarife für Singles und solche, die besonders für Familien geeignet sind.

Zu unseren Emp­feh­lungen »

Wann brauchst Du eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung?

Je nach Tarif gilt eine Rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung für eine Reisedauer bis zu 70 Tage. Möchtest Du länger verreisen, solltest Du eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung abschließen. Unter den Anbietern gibt es teilweise extreme Preisunterschiede. Wir haben die Tarife daher getestet und empfehlen Ver­si­che­rungen mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. 

Zu unseren Emp­feh­lungen »

Wann zahlt die Ver­si­che­rung den medizinischen Rücktransport?

Eine gute Rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung sollte den Rücktransport ins Heimatland zahlen, wenn eine Behandlung im Ausland zwar möglich, die Erfolgsaussichten in Deutschland aber besser sind. Die Ver­si­che­rungen nennen das den medizinisch sinnvollen Rücktransport. Ohne entsprechende Absicherung kann Dich der Rücktransport in den finanziellen Ruin treiben.

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