Techniker bei Überprüfung von Heizanlage
Bild: Wicki58 / GettyImages

Für viele ineffiziente Öl- und Gaskessel hat das letzte Stündlein geschlagen: Spätestens nach 30 Jahren müssen sie raus, sagt der Gesetzgeber. Kommst Du der Ausbaupflicht nicht nach, kann es teuer werden: Bis zu 50.000 Euro Bußgeld dürfen die Behörden verhängen. Das regelt das Gebäudeenergiegesetz, das am 1. November in Kraft tritt.

Rund 3,5 Millionen solcher Standardkessel für Heizöl gibt es in Deutschland noch, 1,6 Millionen sind es für Erdgas. Doch nicht für alle gilt das neue Gesetz: Wenn Du Dein eigenes Ein- oder Zweifamilienhaus bewohnst, kannst Du Deinen Heizkessel länger betreiben. Das gilt auch für kleine Öfen mit weniger als 4 Kilowatt Leistung. Aktiv werden müssen also vor allem Mehrfamilienhausbesitzer.

Stellt der Bezirksschornsteinfeger bei der nächsten Kontrolle Deiner Heizung fest, dass Dein Standardkessel schon länger als 30 Jahre läuft, setzt er Dir eine Frist, ihn stillzulegen. Wie lang die ist, entscheidet er individuell. Hast Du den Kessel nach Fristende weiter in Betrieb, meldet der Schornsteinfeger dies der Behörde. Dann droht Dir ein Bußgeld. Nicht aktiv werden muss der Schornsteinfeger, wenn ein Heizkessel seine Altersgrenze zwischen zwei Kontrollterminen erreicht. Die zuständige Behörde kann aber auch aus anderen Quellen erfahren, dass Dein Kessel zu alt ist.

Auch wenn die Ausbaupflicht noch nicht für Deine alte Heizung gilt, solltest Du darüber nachdenken, sie zu ersetzen. Das ist gut für die Umwelt und spart ordentlich Heizkosten. Alternativen zu Heizöl und Erdgas gibt es – und der Staat fördert den Tausch gegen Holzkessel oder Wärmepumpen mit bis zu 45 Prozent, in jedem Fall einige Tausend Euro.

 

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Ines Rutschmann
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Ines Rutschmann ist unsere Energie-Expertin und widmet sich allen Fragen, die sich Verbraucher rund um Strom und Heizen stellen. Über den Strommarkt berichtete sie erstmals 2005 für die Leipziger Volkszeitung. Danach war sie für den Deutschlandfunk und das Solarstrom-Magazin Photon tätig. Ines ist Diplom-Ingenieurin (FH) und hat einen Masterabschluss in Energiemanagement.

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