Geldmarkt ETF für die Rücklagen des Hauses?

  • Hallo zusammen,

    ich lege schon seit einiger Zeit Rücklagen für unser Haus an. Diese liegen auf einem mittelmäßig bis schlecht verzinstem Tagesgeldkonto.

    Spricht etwas dagegen, die Haus-Rücklagen in einem Geldmarkt-ETF anzulegen?

    Oder gibt es andere Tipps, wie man die Rücklagen am besten anlegen sollte?

    Vielen Dank schon mal für eure Tipps / Antworten.

    Heidi

  • Ich lege schon seit einiger Zeit Rücklagen für unser Haus an. Diese liegen auf einem mittelmäßig bis schlecht verzinstem Tagesgeldkonto.

    Spricht etwas dagegen, die Haus-Rücklagen in einem Geldmarkt-ETF anzulegen?

    Kann man machen.

    Ich habe zu Zeiten meinen Liquiditätspuffer in Form eines Geldmarktfonds angelegt. Wenn man häufig zu handeln beabsichtigt, sollte man hierbei auf niedrige Spesen achten. Ich habe damals extra zu diesem Zweck ein Depot bei Scalable Capital angelegt. Für mich war das praktisch ein Tagesgeldkonto. Aktuelle Rendite um die 1,9%.

    Aktuell lege ich (wie schon öfter erwähnt), meinen Liquiditätspuffer bei der BBVA an (3% auf 6 Monate). Wenn das ausläuft, geht es vermutlich zurück zum Geldmarktfonds.

    Es ist immer eine Frage der Größenordnung, der Mentalität, des Hauses und des sonstigen Vermögens.

    Wenn Du eher Sicherheitssparerin bist, ist der Geldmarktfonds ok. Alternative Festzinsangebote bringen nicht entscheidend mehr Zins, so daß sich ein Festlegen nicht lohnt. Allzulang kannst Du das ohnehin nicht, denn Reparaturen kommen ja meist unerwartet. Dafür solltest Du liquide sein.

    Wenn Du mehr wissen willst, müßtest Du etwas mehr über Dich erzählen.

    :)

  • Spricht etwas dagegen, die Haus-Rücklagen in einem Geldmarkt-ETF anzulegen?

    Wie Achim Weiss schon sagt, Geldmarkt-ETF ist eine Option, aber achte auf die Kosten. Nicht, dass deine Rendite dadurch geschmälert wird.

    Ich bin derzeit bei der comdirect. Bekomme dort noch bis Ende Januar 2,75% Zinsen (Tagesgeld).

    Festgeld auf keinen Fall, da das Geld dann nicht im Zugriff ist, die Reparaturen fallen ja „spontan“ an.

  • Spricht etwas dagegen, die Haus-Rücklagen in einem Geldmarkt-ETF anzulegen?

    Geldmarkt-ETF und Geldmarkt-Fonds können für diesen Zweck eine gute Alternative zu Tagesgeld- oder Festgeldkonten sein. Man erspart sich damit ein häufiges „Hopping“ von einem Angebot einer Bank zum nächsten Angebot einer anderen Bank und hat eine dauerhaft gute Verzinsung. Nicht immer die im jeweiligen Moment allerbeste Verzinsung, aber durchgängig eine gute.

    Man muss bei solchen Geldmarktprodukten jedoch die Ein- und Ausstiegskosten, sprich Ordergebühren beachten. Je nach gewähltem Produkt und depotführender Bank über die man diese kauft, fallen unterschiedlich hohe Gebühren für den Kauf und späteren Verkauf dieser Wertpapiere an. Wer selten damit handelt, also idealerweise nur zwei Transaktionen hat, und das Geld gleichzeitig für einen längeren Zeitraum „parkt“, kann diese Gebühren weitgehend vernachlässigen. Schwierig wird es bei kurzen Anlagezeiträumen und/oder häufigen Käufen und Verkäufen. Dann fressen die Gebühren schnell die Rendite auf.

    Heidi99, bei welcher Bank hast du denn das Depot? Dann kann man eher eine konkrete Empfehlung aussprechen.

  • Heidi99 Es gibt auch die Möglichkeit, Tagesgeld über Raisin anzulegen (früher Weltsparen).

    Einmal anmelden und auf mehrere Banken verteilen. Tagesgeldhopping leichtgemacht.

    Oder ein Depot bei smrtbroker+. Das dazugehörige Zinskonto: der Zinssatz liegt immer 0,25 %-Punkte unter dem EZB-Referenzzinssatz für Einlagefazilität. Aktuell 1,75 %

    Oder das:

    Bank of Scotland | Ihre Onlinebank für Kredite & Sparen

    die Zinssätze sind ok, immer wieder mal Aktionen für Bestandskundschaft.

    Geldmarktfonds, ausprobieren. Meins sind sie nicht.