Bausparvertrag

  • Hallo zusammen,

    vorab: ich bin kein Finanzcrack und bin auf meinem Weg, meine Finanzen selbst in die Hand zu nehmen. No judging please :)

    Ich habe 3 Bausparverträge. Ich bin Ende 30 und weiß nicht, ich jemals eine Immobilie kaufen werde. Wenn, dann dauert es bestimmt noch einige Jahre. Es kann aber auch gut sein, dass ich es nie brauche. Dann wäre alles für die Katz.
    (Ja ich weiß, dann muss ich Geld anderweitig sparen für das Alter, weil ich dann keinen Immobilienwert irgendwann mal habe, das ist bei der Entscheidung berücksichtigt)

    Aus einem Mix mit einem Erbe ist die Situation so:
    Bausparer 1: Bausparsumme 40.000 €, enthält 30.000 €. Darlehenszins 1,95 %, Guthabenzins 1% + 1 % Treueprämie (bereits gewählt)
    Bausparer 2: Bausparsumme 20.000 €, enthält 11.500 €. Darlehenszins 3,25 %, Guthabenzins 1 % + 1 % Treueprämie (bereits gewählt)
    Bausparer 3: Bausparsumme 150.000 €, enthält 32.100 €. Darlehenszins 1,5 %, Guthabenzins 0,25 %. Tarif nicht treuefähig. Dieser wird nicht bespart, bis auf 40 € /Jahr vom Arbeitgeber (ohne Anteile von mir). Meine Bausparkasse duldet das nicht besparen.

    Mein Ziel ist es:
    Bausparer 1+2 zuteilen lassen, das Guthaben inkl. Treueprämie auszahlen lassen und besser verzinst anlegen. Ich habe keine wohnwirtschaftliche Verwendung, die ich nachweisen kann. Das heißt, ich müsste die staatlichen Förderungen voraussichtlich zurückzahlen. Lohnt sich ja aber, wenn ich auf die Zukunft schaue, was ich mehr Zins erhalte in anderen Anlagen (weltweit breit gestreuter ETF oder selbst Festgeld lohnt sich mehr)
    Bausparer 3: aufteilen lassen. 2 Bausparverträge machen: Einen mit Bausparsumme 33.000 € und einen mit Bausparsumme 117.000 €(Rest zu 150k). Dann den ersten davon direkt zuteilen lassen, weil voll, Geld rausziehen und woanders anlegen. Und den neuen 117.000er dann unbespart lassen, die paar Kröten vom AG nehme ich mit. Warum? So erhalte ich mir zumindest einen Teil der Abschlussgebühr und Option mit dem günstigen Bauspardarlehen. Falls ichs nicht brauche, kündige ich den irgendwann, verliere aber nichts durch Inflation weil kein Geld drinliegt und die Abschlussgebühr ist eh schon geflossen. Falls ich auf das Darlehen zurückgreifen möchte, habe ich eine Option ihn vollzumachen mit dem fehlenden Guthaben und dann nach x Monaten das Darlehen zu nutzen. Oder ich hätte sogar die Option im Bedarfsfall die Bausparsumme zu erhöhen, um einen höheren Darlehensbetrag zu habe, zu den dann gültigen Konditionen natürlich, um dann die die fehlende Summe einzuzahlen und ihn schnell bereit für die Darlehensauszahlung zu machen. Ich weiß auch, dass falls ich das Darlehen in Anspruch nehme, ich es sehr schnell zurückzahlen müsste und man sich das auf jeden Fall überlegen müsste, ob das zu schaffen ist.
    Also eine Option, die mich wenig kostet, da Abschlussgebühr eh schon geflossen. Und wenn ichs nicht brauch ist nichts verloren.

    Der Bauspar-Verkäufer war wie zu Erwarten keine große Hilfe und hat immer wieder an die ach so tollen Darlehenskonditionen erinnert, die mir ja dann entgehen würden. Und was ich da für Schätze hätte die andere sich wünschen würden. Bringt halt nix, wenn ich so viel Geld für eine Option der Inflation zum Fraß vorwerfe, für eine Möglichkeit, die vielleicht bei mir nie eintritt. Vor allem was ich mit Bausparer 3 vorhabe, fand er nicht gut. Hat mir erklärt, dass mir das nix bringen würde, weil dann ja die Bewertungszahl des 117ers neidrig wäre und allein das volle Guthaben nicht zur Zuteilungsreife führt. Aber ich sehe das ja sowieso als Eventualität für die Zukunft, das heißt der Faktor Zeit wäre zusätzlich gegeben. Und wenn nein, ist immerhin nix verloren. Ich denke er ist deshalb "dagegen" weil es ja nur zu meinem Vorteil ist, mir einen Teil der bereits geflossenen Abschlussgebühr zu erhalten. Ihm selbst bringt da ja wenig, da verdient er nix dran. Nach seiner Aussage gebe es keine "Mindestbesparung" die man leisten müsse. Wahrscheinlich verfolgen die das intern einfach nicht, nehm ich an, weil im Netz steht was von Regelbesparung.

    Habe ich irgendwo einen Denkfehler? Insbesondere was ich mit Bausparer 3 vorhabe? Hab ich was vergessen?

    Danke für eure Impulse :)

  • Dazu noch eine vielleicht wichtige Ergänzung:
    Aktuell ist Bausparer 3 mit einer Bewertungszahl von 51 notiert, das reicht laut Verkäufer bei der Schwäbisch Hall rein von der Zahl her schon jetzt für die Zuteilung aus, sofern ich noch das fehlende Guthaben reinschiebe. Da hätte ich die Option, das Guthaben aus den anderen beiden reinzuschieben, und ihn schnell voll zu haben, zuteilen, Guthaben rausholen und ich wäre mit der Bausparkasse fertig. Die Abschlussgebühren wären dann Lehrgeld.

    Wenn ich das mit der Teilung von Bausparer 3 mache, nehme ich an, dass dann die Bewertungszahl wieder von vorne anfängt. Bei beiden Verträgen? Ich hatte vor dem jetzigen Bauspar-Verkäufer einen anderen, der mir das mit der Teilung vorgeschlagen hatte. Nach seiner Argumentation bekäme ich das Geld wenn ich kündige erst in 6 Monaten. Wenn ich das mit der Teilung mache, könnte der kleinere 33.000er, der dann voll wäre, bereits nach 3 Monaten über die Zuteilung ausgezahlt werden. Der andere 117.000er würde mir einen Teil der Abschlussgebühren erhalten. Jetzt verstehe ich nicht, denn wenn die Bewertung wieder neu startet, dann wäre der kleinere 33.000 er doch nicht nach 3 Monaten zuteilungsreif oder? Das würde doch dann länger dauern, weil Zeit fehlt, auch wenn er voll ist? Oder sehe ich das falsch? Der damalige Verkäufer ließ die Möglichkeit ungeachtet, den Bausparer 3 mit den Guthaben aus den zugeteilten Bausparern 1+2 vollzumachen. Ich hab grad Bedenken, dass er mich verarscht hat, mich nur zur Teilung bewegen wollte, um die Bewertungszahl auf null zu setzen.

    Ich weiß nicht, ob dieser Vorschlag nur Bauernfängerei war, um mich doch wieder in dieses Produkt reinzulocken. Außerdem kam dieser Vorschlag von dem davorgehenden Verkäufer, der jetzige Verkäufer meinte das mache keinen Sinn und war dagegen.

    Wenn ich kündige, kriege ich das Geld in 6 Monaten. Wenn ich den 3. Bausparer vollmache mit dem Guthaben aus den ersten beiden (diese sind in 1 Monat auszahlfähig), und dann zuteilen lasse, kriege ich das Geld vermutlich schneller. Denn die Bewertungszahl ist ja schon erreicht. Mache ich mir mit der Teilung was kaputt? Es wäre ja schon schön, sich zumindest einen Teil der gezahlten Abschlussgebühr zu erhalten. Daher, wenn das keine Bauernfängerei ist, würde ich das mit der Teilung schon in Erwägung ziehen.

    Danke für eure Gedanken, Meinungen etc. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Nanny285 (26. August 2026 um 21:54)

  • Hallo…langer Text. Ich habe mal kurz „drübergelesen“.

    Dein Grundgedanke ist nachvollziehbar, aber bei Bausparvertrag 3 wäre ich mit der Teilung vorsichtig. Entscheidend ist, was mit der bisherigen Bewertungszahl von 51 bei der Teilung tatsächlich passiert.

    Da dein bestehender Vertrag bereits eine hohe Bewertungszahl hat, würde ich ihn nicht ohne schriftliche Auskunft teilen. Lass dir konkret bestätigen, welche Bewertungszahl beide neuen Verträge erhalten und ab wann der 33.000 Euro-Vertrag zuteilungsreif wäre.

  • Ich bin Ende 30 und weiß nicht, ich jemals eine Immobilie kaufen werde. Wenn, dann dauert es bestimmt noch einige Jahre. Es kann aber auch gut sein, dass ich es nie brauche. Dann wäre alles für die Katz.

    Klingt nicht so als wäre ein Bausparer das passende Anlage Produkt für dich. Da helfen auch nicht mehrere.

  • ok, ohne abwertend zu klingen, genau hier werde ich jetzt die KI den Text zusammenfassen lassen. Das ist für mich too much. Mal schaun was dabei heraus kommt.

    Hier das Ergebinis:Die Person hat drei Bausparverträge und überlegt, ob sie diese kündigen bzw. auszahlen lassen sollte, weil ein Immobilienkauf unsicher ist.

    • Vertrag 1 und 2 sollen nach Zuteilung ausgezahlt und das Geld anschließend rentabler, etwa in ETF oder Festgeld, angelegt werden. Eventuelle staatliche Förderungen müssten wohl zurückgezahlt werden.
    • Vertrag 3 hat eine hohe Bausparsumme und einen günstigen Darlehenszins, wird aber fast nicht bespart. Die Idee: ihn aufteilen – einen kleinen, sofort zuteilungsreifen Vertrag auszahlen lassen und einen großen, nahezu leeren Vertrag als günstige Kreditoption für einen möglichen späteren Immobilienkauf behalten.
    • Der Verkäufer rät davon ab und verweist auf die guten Darlehenskonditionen. Die Person vermutet allerdings, dass eine Teilung für sie vorteilhafter wäre, weil ein Teil der bereits gezahlten Abschlussgebühr erhalten bliebe.
    • Zentrale Unsicherheit: Bei einer Aufteilung könnte die Bewertungszahl offenbar neu berechnet werden. Dann wäre der kleine Vertrag trotz ausreichendem Guthaben möglicherweise nicht schnell zuteilungsreif.
    • Als Alternative erwägt die Person, die Guthaben aus Vertrag 1 und 2 in Vertrag 3 einzuzahlen, ihn dadurch zuteilungsreif zu machen und das Geld schneller auszahlen zu lassen als bei einer Kündigung, die sechs Monate dauern würde.

    Kurz: Sie fragt, ob die Aufteilung von Vertrag 3 ein sinnvoller Weg ist, eine günstige Kreditoption zu behalten und gleichzeitig Kapital freizusetzen – oder ob sie damit die bestehende Zuteilungsreife bzw. Bewertungszahl unnötig gefährdet.

  • Mal davon abgesehen, dass Bausparverträge für die wenigsten Sinn ergeben: Warum schließt man 3 Bausparverträge ab? Man hätte auch nachdem man nach dem ersten merkt, dass man aufstocken will (und die Zinsen gefallen sind) diesen aufstocken/umwandeln können und die niedrigeren Zinsen eines neuen mitnehmen können. ...... Ach egal, der Drops ist gelutscht. Ich sehe hier nur unglaublich viel an die BSK verschenktes Geld. Der "Berater" hat sich auch sehr sehr sehr gefreut. Hättest du das Geld auf ein Tagesgeldkonto geworfen, hättest sogar dort mehr Ertrag gehabt. ..... Sorry für meine harten Worte, aber da fällt mir nicht viel mehr ein.