Wie besser mit Geld umgehen?

  • Liebe Leute,
    gut, dass ihr das seid.

    Ich denke sehr viel über meine finanzielle Situation nach.
    Tatsache ist, dass ich nicht mehr ausgeben will/kann, als ich verdiene.

    Und Tatsache ist auch, dass ich mir eine Haushaltsapp heruntergeladen habe, die ich nicht konsequent genug "füttere".

    Ich habe wie jeder fixe Kosten (Miete, Strom, Telefon) und variable Kosten.

    Wie voergehen, wenn man errechnet, dass es nicht ausreicht? Wie vorgehen, wenn man weiß, dass es nicht langt?

  • Sorry, aber da gibt es wahrscheinlich keine schöne Antwort.

    Mehr verdienen oder weniger ausgeben.


    Du musst leider ganz ehrlich überlegen, was sein muss.
    Kannst du beim Smartphone sparen, wie viele Abos bezahlst du, passt die Wohnung zum Gehalt.


    Vielleicht reichen schon kleine Einsparungen, z. B. täglicher Coffee to go, vielleicht muss aber mehr passieren.

  • Hallo.

    Den Umgang mit Geld gewöhnt man sich an. Das heißt aber auch, dass man diese Gewohnheiten ändern kann. Das wird nicht unbedingt leicht und klappt wahrscheinlich auch nicht von heute auf morgen, aber es ist möglich.

    Zunächst sollte man eine solide Datengrundlage schaffen, ob per App oder per Haushaltsbuch ist dabei zweitrangig. Es ist aber wichtig für diesen Überblick erst einmal jeden Euro zu erfassen. Das geht eventuell auch anhand des Online-Bankings oder der Kontoauszüge und Kassenbons.

    Dann müsste man analysieren, wo Einsparpotenzial ist und wo nicht. Anhand der Analyse müsste man sich dann die Bereiche anschauen, in denen man etwas ändern will bzw. kann. Nach und nach sollte es dann besser werden.

    Radikaler wäre der Weg, sich während der Analyse zuhause zu verbarrikadieren und alles, was nicht wirklich nötig ist, zu Geld zu machen.
    Das wäre jetzt nichts für mich, aber wenn man "Minimalismus" oder "Frugalismus" in das Suchfeld eingibt, spuckt das Internet mehr als ausreichend Inspirationen aus.

    Am Ende sage ich "Nur Mut!", auch wenn Rückschläge drohen. Mein Haushaltsbuch lief auch erst im zweiten Anlauf vernünftig. :thumbup:

  • Je mehr Du über Deine tatsächlichen Ausgaben weißt desto besser kannst Du analysieren und entscheiden, wo Du nachsteuern willst. Wenn im Supermarkt die "Breitreifen-Revue" für 8,50 € im Einkaufswagen gelandet ist, dann sollte die nicht unter Lebensmittel gebucht werden. Auf der anderen Seite ist grob und zumindest ein paar Wochen durchgehalten besser als penibel und am zweiten Tag entnervt abgebrochen.

    Wenn Du eine Aufstellung von monatlichen Einnahmen und Ausgaben zusammen hast stell die hier gerne ein. Das haben schon einige gemacht und da gibt es immer Ideen aus der Community wenn Positionen ungewöhnlich hoch erscheinen.

    "Klassische" Bereiche in denen eigentlich immer "was geht" sind z.B. Auto, Essen gehen / Lieferdienste, Handys / Internet / Streamingdienste. Ich hatte dazu mal eine Folie zur Inspiration gemacht und hänge die hier an. 2020-09 Finanzielle Sargnägel.pdf

    Viel Erfolg!
    Guido

  • Ich würde Einsparungsmöglichkeiten bei den Fixkosten suchen. Den Rest würde ich auf die Budgets der variablen Kosten aufteilen. Zb 100 Euro für Lebensmittel. 100 für Freizeit. 100 für Sparen. Dann musst du lückenlos tracken, ob du die Budgets einhältst und welche dir Probleme beim Einhalten machen.

  • Letztlich hat jeder von uns ein Budget. Selbst wer 1 Mio im Jahr verdient, kann sich keine Superjacht für 50 Mio leisten.

    Und auch auf meinem Arbeitnehmerniveau gibts reichlich Facetten. Die Kunst ist es, sich so einzurichten, das man gut klar kommt. Dazu müssen die Budgets zusammenpassen. Wozu als Single eine Vierzimmerwohnung mieten (so schön das sein mag), wenn man sich nicht mehr Kinokarten oder jedes WE ein Straßenbahnticket leisten kann. Dann macht vlt eine Zweizimmerwohnung einfach mehr Sinn, weil dann noch Luft für anderes bleibt.

  • Ich antworte jetzt mal allgemein.
    Vielen Dank erstmal für die vielen Antworten.

    Ein Haushaltsbuch habe ich sehr penibel mal geführt, wirklich viel eingespart habe ich damit nicht.
    Ich sehe in einem Haushaltsbuch nicht wirklich, wo ich einsparen kann.
    Gut, vielleicht lüge ich mich jetzt auch selber an.

    Vielleicht kann ich mich auch nicht beschränken, heißt, ja, ich brauche vielleicht mindestens jeden zweiten Tag was vom Lieferdienst - mal ein blödes Beispiel - aber ja, ich kann das Zeitungsabo nicht kündigen. Ich benutze das Abo aber auch. Also irgendwo muss ich mich dann doch einschränken.

  • Das Haushaltsbuch soll ja die blinden Flecken reduzieren und dadurch helfen, langfristig zu sparen. Wenn man sich bestimmte Ausgaben verkneift, weil man die ja hinterher dokumentieren müsste, dann ist das ein netter Nebeneffekt. Allerdings wäre ein Budget eher das Hilfsmittel um zu sparen. Bei der Budget-Erstellung sind die Daten aus dem Haushaltsbuch sehr hilfreich.

    Mir persönlich hat das Haushaltsbuch geholfen, meine Einkäufe kritischer zu hinterfragen und auch eher bei den Eigenmarken zuzugreifen. Das Zeitungsabo habe ich dennoch behalten. :D

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