Beiträge von tzop

    Zulagen und Steuervorteile müssen noch abgezogen werden bei sogenannter „schädlicher Verwendung“ .

    Steuerlich dürfte das so passen wie du es geschrieben hast.

    Ja, würde ich machen.Es gibt aber auch andere Stimmen die sagen das es ein super duper Riesterreform ab 2027 gibt und du eine sooo hohe Riesterente bekommst das du nicht mehr weisst wohin mit deinem Geld. ( ich glaube das aber nicht und habe mein Geld gerne selber unter Kontrolle und nicht in irgendwelchen Geldgefängnissen vor mir weggesperrt)

    ich denke es gab seit Beginn von Riester noch nie eine positivere Perspektive für die Riestervariante über das mögliche Verfahren des Altersvorsorgedepots vernünftiger in einen Aktienindex-ETF anzulegen.

    Es wird sich in den kommenden Monaten zeigen, ob es sich lohnen wird oder nicht. Den Drang jetzt diesen Riestervertrag (mit einem miserablen Fonds) zu kündigen kann ich nicht nachvollziehen. Es geht um ein Jahr und der Vertrag läuft noch 31 Jahre...

    Ansonsten bei einer Zulage von 175€ ist doch ausreichendes Gehalt vorhanden und damit besteht die Möglichkeit auch in andere Anlagen (ohne Versicherer) zusätzlich deutlich mehr zu investieren, oder? Bei 600€ Steuerstattung und 175€ Zulage würde ich auf 90k zvE bei Steuerklasse 3 schätzen.

    Danke an die Antwortenden,
    ich habe COSMOS jetzt angeschrieben und warte auf deren feedback.

    Gruß in die Runde

    mein Vertrag begann 2004, und ich habe zu Beginn 2008 die Info bekommen:

    01.12.2037: 63000 garantiertes Guthaben -> 303 € garantierte Rente

    Ergibt Rentenfaktor 48.

    Stand heute: garantiert 306 € garantierte Rente und 38000 garantiert (Gesamtguthaben ist 76000 (50% in Fonds)).

    Ich bin da guter Dinge. Anbieter wie bspw. Smartbroker oder Scalable Capital bringen sich bereits deutlich in Stellung. Die anderen dürften bald folgen. Für die Neobroker und ETF-Anbieter ist das ein Elfmeter mit leerem Tor und die werden den nicht verschießen. In einem Video mit extraETF bekam der Deutschland Chef von Vanguard das Grinsen kaum noch aus dem Gesicht.
    Aber du hast völlig Recht, das gilt alles selbstverständlich nur, sofern das Gesetz so verabschiedet wird, wie im derzeit vorliegenden Referentenentwurf dargestellt.

    Danke für die Aufklärung.

    Wenn diese Finanzdienstleister den Elfmeter schießen dürfen und ihn nicht verschießen dann hätte es wirklich Potential. Die 2280€ sind als steuerfreier Höchstbetrag ein Witz. Defacto hat sich der Betrag seit 2006 nicht geändert...außer der Inflation.

    Es geht doch konkret darum, dass es zu keiner Zwangsverrentung bis zum Lebensende kommt.

    Dies würde nämlich bei Rentenbeginn einen richtig großen Griff ins Geld bedeuten, der bisher die Zeit von 85 bis Schluss abdecken muss.

    Als Versicherer kann ich mit der Erwartung, dass der Kunde 100 Jahre alt wird aber anders (=riskanter) arbeiten, oder?

    Oder andersrum wenn der Kunde früher stirbt (nach 10 Jahren Auszahlung), dann kann ich mir den Rest gleich gutschreiben.

    Du darfst selbstverständlich selbst entscheiden was du mit deinem Geld, deinem Riestervertrag und deiner Zeit tust. Ich halte es jedoch keineswegs für Zeitvergeudung. Diese Reform ist, so sie denn in dieser Form umgesetzt wird, eine Chance, bestehende Riesterverträge vor der lebenslangen Zwangsverrentung zu retten. Und gleichzeitig das Kapital auch in der Entnahmephase noch vernünftig und renditeorientiert anzulegen. Und da geht es dann schnell um viel mehr als 5 Euro im Monat. Vorausgesetzt es handelt sich nicht um ein sehr geringes angespartes Kapital. Aber dann empfiehlt es sich ohnehin eher, von der Möglichkeit der Kleinbetragsrente gebrauch zu machen und das Kapital als Einmalbetrag auszahlen zu lassen.

    Hier ging es um 32.589€ angespartes Vermögen, und ob es sich da wirklich lohnt? Die monatliche Auszahlung war maximal 117€. Wenn das Geld renditeorientiert angelegt werden soll und gleichzeitig bis 85 ausgezahlt werden muss widerspricht dies nicht dem Gedanken mindestens 10 bis 15 Jahre für riskantere Anlagen zu warten? Ich würde nicht erwarten, dass dieses Geld in ETFs angelegt wird.

    Zudem noch ein anderer Gedanke: Wenn ich als Versicherer das Geld bei den neuen Verträgen bis zum 85ten Lebensalter komplett auszahlen muss dann profitiere ich als Versicherer kaum noch von dem "ein paar Kunden sterben vorher". Das wird sich der Versicherer ebenfalls bezahlen lassen.

    Aber mal realistisch: Das entspricht einer jährlichen Entnahme von >6%. Würdest Du als Versicherer das Deinen Kunden garantieren wollen? Nach Kosten?

    Der Punkt ist, dass bei Riester die Steigerungen der "Rentenzahlungen" über die Zeit deutlich geringer ist als die der gesetzlichen Rente. Diesen Spielraum wird der Versicherer ausnutzen. es gibt ja keinen politischen Druck. Das bedeutet deine effektiven (inkl. Inflation) 6% reduzieren sich über die Jahre deutlich.

    100.000 € und einem Rentenfaktor von 50 bedeutet 500€ pro Mont Auszahlung. Wenn die Versicherung 5% erwirtschaftet, 1,5% Kosten und keinerlei Steigerungen auf die 500€ kommen, so reicht das Geld 31 Jahre.

    Bei einem Rentenfaktor von 30 erwirtschaftet die Versicherung in jedem Jahr mehr Geld als sie ausgibt.

    Tomarcy

    Nach hinten verschieben lässt sich das noch. Ich habe mich nicht mit der neuen AV beschäftigt, da ich auch hier von keiner für den Anleger guten Entwicklung ausgehe.

    Deiner Aussage entnehme ich, dass dort jedoch die "komplette Abwicklung" des Riestervermögens bis zum 85. Lebenjahr erfolgen kann. Ist meine Annahme dahingehend korrekt? Falls ja müsste (sollte) ich mich tatsächlich nochmals mit dem "Riesterelend" beschäftigen.

    Das angesparte Vermögen ist ja nicht wirklich gewachsen. Wieviel soll der Unterschied zwischen dem aktuellen Produkt und dem möglichen neuen ausmachen? Mein Bauchgefühl - weniger als 5€ (netto) pro Monat? Und dafür neu einlesen und einen neuen Vertrag aufsetzen etc.? Spannend. Ich habe noch 10 Jahre mehr bis zum auszahlen und bleibe einerseits gespannt wie sich diese Anlage entwickelt andrerseits ist einfach Zeitvergeudung wenn ich an den ROI denke.

    Prinzipiell erschien vor kurzem mit ein Rentenfaktor von >30 als noch ok, aber das sehe ich jetzt absolut nicht mehr. Er sollte >50 sein um mit der gesetzlichen Rente konkurrieren zu können.

    Genau. Man muss individuell schauen was dabei rauskommt. Ich kenne auch Leute, die mit Ihrem Riester zufrieden sind. Das sind aber auch eher Riester-Kunden der 1. Stunde.

    Ich habe z.B. noch ein alte KLV von 1990 (steuerfrei und hoher Garantiezins). Damit bin ich inzwischen gar nicht mal so unzufrieden, auch wenn ich inzwischen einige gesetzliche Kröten zu meinen Ungunsten schlucken durfte.X/

    Trotzdem würde ich heute niemandem mehr dazu raten eine KLV abzuschließen!

    hab auch so eine im Portfolio (seit 1997), aber mehr als 4% auf die angelegten Beiträge ist es nicht, oder? Bei mir sind es nach Abzug der Kosten und der Risiko-LV noch ca. 3,4% der eingezahlten Beträge. Dies bedeutet mit "steuerfrei" hat man lediglich einen Vorteil von 0,85% (keine 25% Kapitalertragssteuer) gegenüber einer anderen Anlage mit 4%.

    Ich frage mich nämlich ob ich sie beitragsfrei stellen soll. Was ich die kommenden 15 Jahre einzahle kommt in etwas zum Betrag drauf den die Versicherung jetzt wert ist wenn ich sie jetzt beitragsfrei stelle. Wirklich beeindruckt bin ich nicht von der Entwicklung.

    Die prognostizierte Entwicklung sieht die kommenden 15 Jahre konstant am Ende die 4% des eingezahlten Nettobetrags vor.

    ja, dass mit dem schlechten Produkt erkenne ich durchaus häufig an.

    Ich für meinen Teil habe bislang 30k eingezahlt, 7k Zulagen und mein Vermögen steht bei 60k. Läuft seit 2004, mit Garantiezins 2,75% und verschiedenen Aktien-Fonds (keine ETFs) die mittelmässig performen. Zusätzlich die ca. 400€ Steuerrückzahlung. Ja mit dem richtigen ETF wäre es sicher mindestens so performant, aber mir hat die regelmässige Einzahlung geholfen. Das sehe ich an meinen anderen Anlagen, wo ich gerne aussetze wenn es heikel wird. Rückblickend war es immer ein Fehler...da fehlte der Mut.

    Ich frag jetzt mal ganz dumm - um welche Steuererstattung reden wir?

    deine Ausgaben für die Riestereinlagen musst du nicht versteuern. Dies wird bei Steuererklärung geltend gemacht, je höher dein Spitzensteuersatz desto höher die Ersparnis (bzw. Stundung der Steuer ins Rentenalter). Daher könnte Riester wiederum für wohlhabende (etwas) Sinn machen.

    Die Logik verstehe ich nicht. Steuern werden meist prozentual berechnet. Der Prozentsatz kannn ich zwar leicht aendern aber wenn der Riester keine Rendite abwirft, dann sind aufgeschobene 400 spaeter immer noch 400. Hat nicht mehr so viel Kaufkraft, aber eben auch die Rente nicht.

    Wenn du im Alter weniger Rente als jetzt Gehalt bekommst, dann sind auch der Steuersatz geringer. Ich denke, diese Erwartung gilt für die meisten Rentner.

    Im Arbeitsleben reduzierst du dein zu versteuerndes EK um den Beitrag der Riesterzahlung, und im Alter muss du (hoffentlich) diesen Gewinn wieder versteuern. Wenn über die Jahre kein Gewinn rauskommt, dann macht es aber keinen Sinn. Ohne Gewinn ist jede Vorsorge fast sinnlos da es bessere Alternativen gibt. Die 7% in ETFs sind zwar nicht in Stein gemeißelt. Ich meine im schlechtesten Falle hatte man mit einem MSCI World nach 15 Jahren in den letzten 100 Jahren nichts verloren (= kein Gewinn). Wie gesagt, Steuern in der Zukunft sind spekulativ, aber auf der anderen Seite das ist es alles. Nehmen wir das was jetzt gilt.

    Für mich das wichtigste ist: Wenn du keinen anderen Plan für die Altersvorsorge hast, lass es laufen. Jeden Monat oder jedes Jahr diese Planung neu zu hinterfragen und mit den jährlichen (sehr reizvollen) Ausgaben in Einklang zu bringen ist schwer. Einen Riester heute neu abzuschließen macht auch keinen Sinn, weil der Rentenfaktor (Garantie) meist viel zu schlecht ist. Ein Riester mit 2,25% (oder noch mehr für die älteren Verträge) plus Zulagen plus in einem sinnvollen Invest (guter Funds) könnte sinnvoll bleiben. Siehe auch: https://www.finanztip.de/riester/#c104244

    Wenn du einen Plan hast, dann ist die sture ETF Vorsorge wahrscheinlich mindestens ähnlich gut. Du musst aber wirklich bei "Buy&Hold" bleiben. Dieses Mantra ist zwingend für den Erfolg. Bei einem Riester, wo du über die Jahre schwerlich an das Geld rankommst, ist dies gegeben. Das blinde vergleichen der Prozentzahlen (ETF vs Riester) lässt die psychologische Komponente leider außen vor. Daher hat man die Ausdauer und das Durchhaltevermögen oder kann man es sich antrainieren? Ohne dies braucht man entsprechende Rahmenbedingungen.

    Ich sehe Riester als eine Komponente der AV, und würde erwarten das ETFs ein weiterer Baustein sind. Wir reden bei Riester über einen Beitrag von maximal 4% des Gehalts (im vorliegenden Fall von lulu27 sogar nur 1% und das seit jetzt 15 Jahren). Ich würde erwarten, dass ein ETF je nach Lebensphase mit 5-15% des Gehalts zur Altersvorsorge beitragen soll. Wer kann auch mehr, aber ist das möglich?

    ich finde 65€ garantierte Rente für 10k Guthaben richtig gut. Rentenfaktor 65!

    Wie hoch ist die steuerliche Erstattung?