Beiträge von McProfit

    Dieses Poster hängt bei mir über dem Schreibtisch –
    muss ich wohl bald mal aktualisieren.

    Es zeigt meine eigene Börsenzeit:
    Start 1983 – der Dow Jones Industrial Average bei ca. 1.000 Punkten.
    Heute, gut 40 Jahre später: rund 40.000.

    Wenn das in etwa so weiterläuft, stehen wir in 40 Jahren bei etwa 600.000 Punkten.
    Keine Spinnerei, sondern einfache Zinsrechnung mit ca. 7 % p. a.

    Und das gilt immer:
    Prozente bleiben Prozente – egal ob Euro oder Dollar.

    Ich frage mich eher:
    Was sagen die Leute in 40 Jahren, wenn man ihnen erzählt, worüber wir uns heute den Kopf zerbrechen?

    Präsidenten kommen und gehen,
    Kriege leider auch.

    Was bleibt:
    der Dow Jones Industrial Average – seit über 100 Jahren von links unten nach rechts oben.

    Viele Grüße
    McProfit

    Hallo Ozymandias  Nordnordlicht  Hornie

    11.04.2026

    die Stiftungsaufsicht (bei uns das Regierungspräsidium) ist heute deutlich entspannter als noch vor ein paar Jahren. Aktien und ETFs sind grundsätzlich kein Problem mehr – wenn man es ordentlich macht: breit gestreut und ohne Zockerei.

    Der entscheidende Punkt wird aber oft übersehen:

    Eine Stiftung kann von schönen Kursgewinnen nicht leben.

    Oder anders gesagt:
    Buchgewinne zahlen keine Fördergelder.

    Was eine Stiftung braucht, sind laufende Einnahmenalso Zinsen, Dividenden oder Mieten. Nur daraus kann der Stiftungszweck erfüllt werden.

    Ob der Aktienkurs gerade steigt oder eine Immobilie im Wert zulegt, ist nett fürs Gefühl – hilft aber erstmal niemandem konkret weiter. Das Stiftungskapital selbst bleibt ja in der Regel unangetastet.

    Gerade weil Stiftungen langfristig denken (im Idealfall „für die Ewigkeit“), akzeptiert die Aufsicht inzwischen auch höhere Aktienquoten.

    Mein Ansatz dabei:
    breit gestreute, ausschüttende Dividendenfonds oder ETFs.

    Ich bin aktuell selbst dabei, meine Stiftung Schritt für Schritt stärker in diese Richtung umzubauen.

    Viele Grüße und ein entspannter Sonntag McProfit

    Guten Morgen liebe „Crash-Ängstliche“,

    für alle, die immer noch auf den großen Crash warten, habe ich hier mal eine kleine Erdungshilfe.

    Anbei der Kursverlauf amerikanischer Aktien (große internationale US-Konzerne, Dow Jones) über rund 80 Jahre.

    Wenn ich richtig gezählt habe, liegen in dieser Zeit etwa 15 größere Konflikte und Kriege dazwischen – von Korea (1950), über Vietnam (1964), Irak, Finanzkrisen, bis hin zu Ukraine und den aktuellen Spannungen im Nahen Osten.

    Und was machen die Aktien?

    Ganz unspektakulär:
    Von links unten nach rechts oben.

    Natürlich mit Rücksetzern, Krisen, Panikphasen – aber der langfristige Trend ist eindeutig.

    Was heißt das für uns Anleger?

    Nicht verrückt machen lassen.
    Nicht auf jede Schlagzeile reagieren.
    Und vor allem nicht ständig „rein und raus“.

    Sondern ganz langweilig:
    Kaufen. Halten. Zeit arbeiten lassen.

    Und wer es richtig entspannt mag, freut sich so wie ich viel mehr über ständig steigende Dividenden.

    In diesem Sinne:
    Ein ruhiges Händchen und ein entspanntes Wochenende

    McProfit

    Diese Grafik habe ich im Stuttgarter Aktienbrief entdeckt

    Hallo Nordnordlicht

    Mit einer sogenannten "Zustiftung" erreichst Du dasselbe Ziel. Dein Betrag ist Teil des Stiftungskapitals einer vorhandenen Stiftung und die Erträge fließen dem Stiftungszweck zu.

    Mit einer eigenen Stiftung kannst Du natürlich mehr gestalen, mehr Einfluss nehmen und bist natürlch auch mehr in der Öffentlichkeit, sofern man das will.

    Das muss letztlich jeder für sich entscheiden.

    Bei kleineren Beträgen - sagen wir mal bis 100.000 Euro macht eine eigene Stiftung nur Sinn wenn man in absehbarer Zeit aufstocken will.

    Gruss McProfit

    Hallo ThomasPfister und auch ein Dank an Hornie,

    ich schreib Dir das mal so, wie ich es selbst gemacht habe – ganz praktisch.

    Gleich vorweg: so kompliziert wie viele denken, ist das Ganze nicht.

    Und für eine gemeinnützige Stiftung brauchst Du nicht automatisch viel Geld.

    Du kannst eine Stiftung schon mit ca. 100.000 € starten.

    Mehr ist natürlich besser, weil dann auch mehr Ertrag rauskommt. Ich persönlich finde: lieber früh anfangen mit kleinerem Betrag und Erfahrung sammeln, als ewig warten und dann gar nichts machen. Wenn die Stiftung mal besteht, kannst Du jederzeit aufstocken, zu Lebzeiten oder beim Tod.

    Du brauchst einen Namen, z. B. „Thomas-Pfister-Stiftung“ oder etwas mit Zweck wie „Pfister Kulturstiftung“. Ich hab meinen Namen auch drin – macht es einfacher und persönlicher.

    Dann brauchst Du die Satzung.

    Das klingt größer als es ist, am Ende sind das ein paar Seiten. Da steht drin: was ist der Zweck (Kultur, Soziales, Tiere – was Dir wichtig ist), was passiert mit dem Geld.

    Der Stiftungsrat (meist 4 Ehrenamtliche) entscheiden über die Ausschüttungen, wer kontrolliert das Ganze und ganz wichtig: was passiert nach Dir. In der Regel folgt der Stiftungsrat den Vorstellungen des Vorstands wenn dieser selbst der Gründer ist und Stifter ist. Da geht es eher nach der Regelung wenn Du man nicht mehr dabei bist.

    Mein Tipp: einfach mal Mustersatzungen im Internet anschauen und anpassen, das Rad musst Du nicht neu erfinden.

    Die Gründungsurkunde kann man beim Notar machen, dann kostet es eine einmalige Gebühr, man kann es aber auch selbst formulieren. Das Regierungspräsidium prüft ohnehin, daher ist ein Notar nicht notwendig.

    In der Regel bist Du am Anfang selbst der Vorstand.

    Aber es darf nicht sein, dass einer alleine macht, was er will. Deshalb gibt es meistens noch ein Gremium dazu, z. B. einen Stiftungsrat. Bei mir sind das vier Leute, die schauen einmal im Jahr drüber, mehr Aufwand ist das nicht. Die machen das ehrenamtlich.

    Dann schickst Du eine Brier und die Satzung an die Stiftungsaufsicht (in Baden-Württemberg das Regierungspräsidium).

    Wenn das passt, bekommst Du die Anerkennung und vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit.

    Ab dann wird es interessant: Deine Einzahlungen sind steuerlich absetzbar und Spenden von anderen auch. Und die Erträge der Stiftung – Dividenden, Zinsen (oder auch Mieten, wenn eine Stiftung Immobilien hat) – sind steuerfrei.

    Die Verwaltung ist ehrlich gesagt kein Hexenwerk.

    Viele stellen sich das riesig vor, ist es aber nicht.

    Beispiel: 1 Mio. Kapital, jährlicch 3 % Ertrag = 30.000 €.

    Diese 30.000 € verteilst Du auf ein paar Projekte, fertig ist das Jahr.

    Ich habe ehrenamtliche Helfer, die die Anträge auf Unterstützung anschauen und mich beratern. Auch die ehrenamtlichen Stiftungsräte erhalten für die jährliche Sitzung kein Honorar, dafür lade ich sie zum Rostbraten ein. Nur der Steuerberater bekommt ein kleines Honorar.

    Zur Geldanlage:

    Ich empfehle ausschüttende Dividenden-ETFs. Warum?

    Sie bringen laufende Erträge, wachsen langfristig mit und machen wenig Arbeit. Da gibt es viele Meinungen, das ist einfach mein Weg.

    Wichtig ist, dass diese Geldanlage in der Satzung steht – am besten nicht nur diese Anlage, sondern auch ähnliche Anlagen, Festgeld, Anleihen usw.

    Und noch ein Gedanke aus der Praxis:

    Starte zu Lebzeiten.

    Du siehst, ob Dir das überhaupt Spaß macht, kannst nachsteuern und später einfach weiter aufstocken. Wenn die Stiftung mal steht, ist alles andere wirklich einfach.

    Kleiner Nebeneffekt:

    Wenn Du lokal förderst, berichtet die Presse gern, Du lernst interessante Leute kennen und bist plötzlich überall eingeladen. War bei mir auch so, war nie das Ziel, kommt aber automatisch.

    Wenn Du magst, kann ich Dir auch mal konkret zeigen, wie ich meine Satzung aufgebaut habe oder worauf man bei der Nachfolge achten sollte – das sind dann die wirklich wichtigen Punkte.

    Für den Einstieg reicht das aber erstmal völlig.

    Gruss
    McProfit

    Hallo adrianberg

    ich hab Deinen Beitrag zum Thema Stiftung gelesen – und ganz ehrlich:

    fachlich sicher alles sauber, aber beim Lesen hatte ich das Gefühl, ich sitz wieder im Unterricht…

    Das war mir ein bisschen zu geschniegelt, zu glatt, zu „Lehrbuch Seite 37 oben“. Da war wenig adrianberg drin und viel „so würde es ein Dozent formulieren“.

    Jetzt mal ganz offen und mit einem Augenzwinkern:


    Entweder hast Du da sehr fleißig irgendwo abgeschrieben – oder Du hast Dir einen digitalen Ghostwriter genommen, der noch nie ein schwäbisches Vesper gegessen hat

    Ich nutze sowas ja selber auch – zum Korrigieren, Rechnen, Recherchieren..

    Aber am Ende sollte halt noch der Mensch durchscheinen. Sonst lesen wir hier alle nur noch Bedienungsanleitungen.

    Und genau das macht ja so ein Forum spannend:

    die eigenen Erfahrungen, die kleinen Macken, die persönliche Sicht – nicht das perfekte Hochglanzpapier.

    Also: fachlich top, keine Frage.
    Aber ich freu mich beim nächsten Mal wieder auf den echten adrianberg – mit Ecken, Kanten und ein bisschen Leben drin.

    Viele Grüße
    McProfit

    Lieber Einundzwanzig

    diese Geschichte ist leider erfunden –
    aber sie ist so schön, dass auch ich sie immer wieder gern erzähle.

    Und ehrlich gesagt:

    Ein bisschen wahr ist sie vermutlich trotzdem, auch wenn es diese konkrete Untersuchung so nie gegeben hat.

    Wenn man sich nämlich den langfristigen Verlauf eines Index anschaut, merkt man schnell:
    Am erfolgreichsten ist oft genau derjenige, der sich um alles Mögliche gekümmert hat – nur nicht ständig um seine Aktien.

    Das gilt füt Tote genauso wie für Lebende.....

    Viele Grüße
    McProfit

    Liebe Forumsfreunde, vor allem Bernd und Ozark

    jetzt muss ich mich doch auch noch mal melden zum Thema „richtiger Kauf- oder Verkaufszeitpunkt“.

    Gleich eines vorweg:

    Obwohl es inzwischen zahlreiche Untersuchungen gibt, dass das sogenannte „Timing“ langfristig keinen echten Vorteil gegenüber einer einfachen Daueranlage bringt, mache ich es trotzdem auch so.

    Warum?

    Ganz einfach:
    Ich bin auch nur ein Mensch.

    In meinem Fall hatte ich durch Immobilienverkäufe oft sehr hohe Summen auf einen Schlag zur Verfügung. Und ich habe es ehrlich gesagt nie geschafft, völlig emotionslos alles mit einem Klick zu investieren – egal wie die Börse gerade steht.

    Ich fühle mich – wie viele andere auch – einerseits wohler, wenn ich noch „Pulver trocken“ habe, um bei Kursrückgängen nachkaufen zu können.

    Andererseits ist genauso logisch:
    Wenn die Kurse eben nicht fallen, sondern steigen, dann stehe ich da und habe das nächste Problem.
    Dann überlegt man: hinterherlaufen oder warten?
    Und meistens macht man dann genau das, was im Nachhinein falsch war

    Jetzt kommt noch die eigentliche Absurdität:

    Da ich ja schon teilweise investiert bin, freue ich mich über steigende Kurse.
    Gleichzeitig hoffe ich aber insgeheim auf fallende Kurse, damit ich endlich den Rest investieren kann.

    Man freut sich also über das, was man eigentlich gar nicht will.
    Das muss man sich mal vorstellen.

    Wenn man dieses Spiel über viele Jahre und Jahrzehnte immer wieder erlebt hat – mal so, mal so – dann wird man irgendwann deutlich entspannter.

    Lieber Bernd, lieber Ozark, einen Fehler solltet Ihr nicht machen:

    Wenn bei Euch ein bestimmter Einstiegs- oder Ausstiegszeitpunkt einmal gut funktioniert hat, dann heißt das nicht, dass diese Strategie grundsätzlich besser ist.

    Das war einfach ein Treffer – mehr nicht.

    Beim nächsten oder übernächsten Mal kann es genau anders laufen.
    Und wenn man das über viele Jahre ehrlich betrachtet (und sich nicht nur an die schönen Treffer erinnert), merkt man irgendwann:

    Das Ganze ist zum großen Teil Illusion.

    Oder freundlich gesagt: ein kleines bisschen Selbstbetrug gehört auch dazu

    Am Ende gilt für mich ganz simpel:

    Nicht WANN investieren ist entscheidend,
    sondern DASS man investiert ist – und vor allem dabeibleibt.

    Viele Grüße McProfit

    Lieber Goldmicha,

    das an der Börse verdiente Geld kann man auch als „Schmerzensgeld“ bezeichnen:

    „Erst kommt der Schmerz – und dann das Geld.“

    Das erlebst Du gerade in der Praxis, nicht nur in der Theorie.

    Das Zitat stammt übrigens vom Börsenaltmeister André Kostolany, den ich in den 1980er-Jahren noch persönlich bei seinen Vorträgen erleben durfte.

    Gruss
    McProfit

    Hallo Goldmicha,

    5.4.2026

    jeder hier versteht Deine Argumentation – und die ist auch absolut nachvollziehbar.

    Man will sein Pulver ja erst mal trocken halten und nicht gleich alles verschießen.

    Aber: So wie es Dpt und ichbins schon beschrieben haben, kann sich im Nachhinein genauso gut herausstellen, dass genau diese Strategie die falsche war – und man besser sofort alles investiert hätte… oder im Extremfall eben gar nichts.

    Rein rechnerisch bringt der stufenweise Einstieg langfristig keinen echten Vorteil. Ich mache es trotzdem auch so – einfach, weil es sich psychologisch besser anfühlt, wenn man bei fallenden Kursen noch etwas „Munition“ in der Hinterhand hat.

    Am Ende gilt: Egal wie Du es machst – langfristig funktioniert beides. Entscheidend ist nicht der perfekte Einstiegszeitpunkt, sondern dass man überhaupt investiert bleibt und durchhält.

    Grüße
    McProfit

    Hallo Hornie

    irgendwie will mir Deine Argumentation noch nicht so ganz einleuchten –

    vielleicht steh ich auch einfach auf der Leitung, kommt ja im fortgeschrittenen Alter vor

    Eine Stiftung gründet man ja gerade deshalb, weil das Vermögen dauerhaft erhalten bleiben soll und die Erträge über viele, viele Jahre – oft über Generationen hinweg – einem guten Zweck dienen.

    Der Stifter selbst ist – wenn überhaupt – nur für eine vergleichsweise kurze Zeit aktiv im Vorstand.

    Danach kommen Nachfolger, und danach wieder Nachfolger. Wir reden hier nicht über einen Fünfjahresplan, sondern eher über Zeiträume, bei denen man schon fast in Jahrhunderten denkt.

    Und genau da hakt es für mich:
    Es kann doch nicht ernsthaft gewollt sein, dass eine einzelne Person – also ein alleiniger Vorstand – dauerhaft über Kapitalanlage und Mittelverwendung entscheidet. Vor allem dann nicht, wenn dieser Vorstand gar nicht mehr der ursprüngliche Stifter ist, sondern schon die zweite oder dritte Generation.

    Da stellen sich für mich ganz praktische Fragen:
    Wer bestimmt denn den nächsten Vorstand?
    Wer kontrolliert ihn?
    Und wie lange bleibt der dann im Amt – lebenslänglich?

    Das passt für mich einfach nicht zusammen.

    Aus meiner Sicht braucht es zwingend ein Gremium, egal ob man es Stiftungsrat, Kuratorium oder Beirat nennt. Der Name ist zweitrangig – entscheidend ist die Funktion: Kontrolle, Auswahl, Korrektiv.

    Ohne so ein Gegengewicht läuft man Gefahr, dass sich ein Vorstand verselbständigt.

    Und spätestens dann würde sich der ursprüngliche Stifter vermutlich im Grab umdrehen, wenn er sieht, was aus seiner Idee geworden ist.

    Zumindest hier bei uns im Großraum Stuttgart habe ich noch keine funktionierende Stiftung gesehen, die langfristig ohne ein solches Gremium auskommt.

    Sorry, jetzt bin ich doch wieder ein bisschen ins Grundsätzliche abgerutscht – aber das Thema lässt mich halt nicht ganz kalt

    Viele Grüße McProfit

    Hallo Tomarcy  90 Prozent Aktien  Hornie

    wie es aussieht, gibt es für das Thema Geld spenden und Geld stiften hier im Forum tatsächlich mehr Interesse, als ich gedacht habe.

    Ich war ja immer der Meinung: Hier geht’s in erster Linie ums Geld vermehren – das Ausgeben kommt dann später… meistens deutlich später

    Jetzt aber zu Deiner Frage, wie so eine Stiftung eigentlich „tickt“:

    Der Stifter – also derjenige, von dem das Geld ursprünglich kommt – ist in der Regel auch der Vorstand. Der legt bei der Gründung fest, wofür das Geld da ist und wie es grundsätzlich angelegt werden soll. Das steht dann in der SATZUNG

    Bei mir ganz einfach:

    Kultur vor Ort unterstützen. Also kein exotischer Zirkus in Südamerika, sondern das, was vor der eigenen Haustür passiert.

    Jetzt wird’s interessant:

    Langfristig braucht jede Stiftung einen sogenannten Stiftungsrat.
    Das sind meist ein paar (vernünftige) Leute (meistens mindestens vier), die sich einmal im Jahr zusammensetzen und schauen, ob noch alles sauber läuft.

    Und jetzt kommt der kleine, aber feine Unterschied:
    Nicht der Vorstand allein entscheidet dauerhaft, sondern der Stiftungsrat hat das letzte Wort bei wichtigen Dingen – aber immer im Rahmen der Satzung.

    Heißt übersetzt:
    Wenn der Stifter am Anfang reinschreibt „nur Festgeld und Sparbuch“, dann wird das auch so gemacht – egal wie verlockend die Börse gerade aussieht.

    Und wenn drinsteht Geld für Künstler, dann geht das Geld eben nicht plötzlich ans Tierheim, nur weil der Kassenwart Hunde lieber mag als Theater 😄

    Zu Deiner konkreten Frage:

    Der Stiftungsrat wird in der Regel für ein paar Jahre bestellt (oft 4 Jahre). Danach kann man verlängern – oder auch mal frischen Wind reinlassen.

    Formal wählen sich die Gremien oft selbst nach, aber ganz ehrlich:
    Solange der Stifter noch lebt, wird normalerweise keiner gegen dessen klare Empfehlung arbeiten. Alles andere wäre sportlich… und meist auch nur einmal

    Ich habe bei mir noch einen kleinen „Schwaben-Trick“ eingebaut:
    Der jeweilige Oberbürgermeister sitzt automatisch im Stiftungsrat – kraft Amt.

    Warum?
    Damit über die Jahre nicht nur Freunde, Bekannte und Cousins dritten Grades am Tisch sitzen. Ein bisschen Neutralität schadet nie.

    Jetzt sind wir schon ziemlich tief im Maschinenraum der Stiftung angekommen – ich weiß gar nicht, ob das hier im Forum alle wirklich interessiert.

    Hier geht’s ja eher um Rendite als um Nachlassregelung

    Aber gut, mit knapp 80 schaut man halt ein bisschen weiter nach vorne als nur bis zur nächsten Quartalsdividende.

    Aktuell versuche ich übrigens meinen Stiftungsrat davon zu überzeugen, das gesamte Kapital in Dividenden-ETFs zu stecken.
    Also weg vom Sparbuch, hin zu laufenden Erträgen.

    Ob mir das gelingt?

    Am 14.4. weiß ich mehr – da ist Sitzung im Rathaus, ganz offiziell im Amtszimmer.
    Ich melde mich gerne

    Grüße
    McProfit

    Liebe Goldmicha

    die Auswirkungen von politischen Entscheidungen oder einzelnen Präsidenten auf die Börse werden meiner Meinung nach regelmäßig überschätzt. Es kommt halt immer darauf an, ob man auf den nächsten Tag schaut – oder auf die nächsten 20 Jahre.

    Ich gehöre ja nun zu den „alten Hasen“, die seit über 40 Jahren ihr Geld in Aktien stecken. Entsprechend entspannt bin ich beim täglichen Börsenkino geworden.

    In diesen vier Jahrzehnten habe ich nicht nur rund 8 ordentliche Börsencrashs mit jeweils über 30 % Rückgang „überlebt“, sondern auch 8 US-Präsidenten. Und keiner von denen hat es geschafft, meine Aktien dauerhaft kleinzukriegen.

    Ohne jetzt wieder in die Details abzutauchen: Schau einfach mal über den Tag hinaus.

    Als ich 1983 meine ersten US-Aktien gekauft habe, stand der Dow Jones bei etwa 1.000 Punkten. Heute – gut 40 Jahre später – sind wir bei rund 40.000 Punkten.

    Aus 10.000 Dollar wurden also 400.000 Dollar.

    Ganz ohne politische Hellseherei – und trotz aller Präsidenten, Krisen und Schlagzeilen.

    Zur Wahrheit gehört aber auch:

    Die wenigsten Anleger haben diese Entwicklung wirklich mitgenommen. Ich auch nicht. Warum?

    Weil sie sich von genau solchen Tagesmeldungen verrückt machen lassen, von denen Du gerade schreibst. Und genau da liegt die Gefahr: Wenn man wegen jeder neuen Überschrift gleich den Verkaufsknopf drückt.

    Wenn Du noch ein paar Jahre Börse vor Dir hast (und danach sieht es ja aus), wirst Du noch einige Präsidenten kommen und gehen sehen. Und auch den einen oder anderen Rückschlag an der Börse. Aber ebenso die Erholungen danach.

    Selbst der Zweite Weltkrieg war – aus Sicht eines Langfristanlegers – am Ende nur eine Delle im großen Aufwärtstrend. (Klingt verrückt, ist aber so.)

    Mein Motto kennst Du ja:
    Kaufen, liegen lassen – und sich entspannt über steigende Dividenden freuen.

    Die Kursgewinne dürfen dann gern die Nachkommen feiern.

    In diesem Sinne: nicht verrückt machen lassen – die Börse hat schon ganz andere Kaliber ausgehalten als einen Präsidenten.

    Schöne Ostern und viele Grüße
    McProfit

    Guten Morgen liebe Forumsfreunde

    Ostersonntag, 5.4.26

    Vermutlich habe ich mit meinem kleinen Ausflug zum Tempolimit auf Autobahnen ganz nebenbei die nächste Großbaustelle eröffnet: große Autos gegen kleine Autos…

    Dabei wollte ich eigentlich nur darauf hinaus, dass ich mir nicht ganz sicher bin, ob es bei der ganzen Diskussion mehr um Sicherheit geht – oder ums Benzinsparen.

    Man kann natürlich sagen: Ein Tempolimit kann beides.
    Stimmt ja auch irgendwie.

    Nur: Hier im Großraum Stuttgart, wo ich nun mal hauptsächlich unterwegs bin, ist das Ganze eher Theorie. Wir haben zu allen Tages- und Nachtzeiten in alle Richtungen das gleiche Problem: Im besten Fall "zähflüssig". Aber „200 km/h“ ist eher ein nostalgischer Wert aus vergangenen Zeiten.

    Immerhin – und das rechne ich mir jetzt einfach mal selbst an – ist mir eines gelungen:
    Ich habe kurzzeitig vom Thema Börsencrash abgelenkt.

    Und das ist ja auch was wert.
    Warten fühlt sich bekanntlich kürzer an, wenn man sich nebenbei beschäftigt.

    Ich höre ständig:
    „Mensch, wie schnell die Zeit vergeht…“
    oder
    „Schon wieder ein Jahr rum…“

    Und ich sage dann zu den Börsianern unter uns:
    „Und immer noch kein Crash…“

    In diesem Sinne:
    Schöne restliche Osterzeit wünscht McProfit

    Und für heute prophezeie ich zumindest an den Weltbörsen:
    Kein Crash.

    Hallo Forumsfreund Hornie,

    es freut mich, dass ich hier tatsächlich mal einen echten Praktiker gefunden habe, der eine Stiftung nicht nur aus der Theorie, sondern aus der Praxis kennt.

    Bei Deinen Kommentaren hat mir besonders gefallen, dass Du das Thema „Umgang mit dem Stiftungsrat“ kennst.

    Zur Vereinfachung – falls hier auch ein paar Neulinge mitlesen:

    Wenn man sein Vermögen (oder einen Teil davon) in eine Stiftung einbringt
    (z. B. eine „HORNIE-Stiftung“ mit dem Zweck, Normalbürgern die Angst vor Aktien zu nehmen),

    dann ist dieses Kapital tatsächlich weg.

    Egal ob mit oder ohne Steuervorteile – am Ende hat man persönlich weniger Geld als vor der Überweisung auf das Konto der Stiftung. Das Geld gehört dann der Stiftung.

    Da eine Stiftung über den Tod hinaus im Idealfall „ewig“ bestehen soll, braucht es eine Anlageform, die das möglichst gut sicherstellt. Meiner Ansicht nach gibt es dafür kaum etwas Besseres als Aktien großer Weltkonzerne, die seit Jahrzehnten (teilweise über 100 Jahre) zuverlässig Dividenden zahlen.

    Seit es ETFs gibt, muss man sich nicht einmal mehr um die Auswahl einzelner Firmen kümmern. Ein Dividenden-ETF investiert automatisch breit gestreut in entsprechende Unternehmen.

    Auch wegen der Inflation mache ich mir dabei weniger Sorgen – die wird langfristig über steigende Aktienkurse ausgeglichen. Natürlich nicht jedes Jahr, aber im Schnitt. Und bei einer Stiftung interessiert ohnehin nicht das Ergebnis eines einzelnen Jahres, sondern die langfristige Entwicklung.

    Selbst bei Deinem Argument „Immobilie“ hast Du völlig recht:
    Eine Immobilie macht Arbeit – Renovierungen, Mieterwechsel, Verwaltung. Das lohnt sich eigentlich nur für große Stiftungen mit eigener Struktur und Personal.

    Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, zu Lebzeiten die eigene Firma in eine Stiftung einzubringen. Als Stifter kann man dann weiterhin ein Einkommen beziehen – aber die Firma gehört der Stiftung.

    Was ich schade finde: Viele Stiftungsräte hängen gedanklich noch stark an „Festgeld und Anleihen sind das einzig Sichere“.

    Ich bin gespannt, ob es mir gelingt, meinen Stiftungsrat ein Stück weit zum Umdenken zu bewegen.

    In meiner Satzung stehen die Anlagekriterien bereits drin. Wenn sie dort nicht geregelt sind, greift das Gesetz – und das ist tendenziell noch konservativer. Deshalb gehört die Anlagestrategie aus meiner Sicht unbedingt in die Satzung, wenn man Gestaltungsspielraum haben will.

    Es bleibt spannend – ich berichte Dir gerne weiter.
    Am 14.04.26 ist meine nächste Sitzung mit dem Stiftungsrat.

    Viele Grüße aus Stuttgart
    McProfit

    Hallo Finanzinvestor

    also ich habe mich da wohl etwas schwäbisch umständlich ausgedrückt 😄

    Wenn man es genau nimmt, wohnen die „echten“ Schwaben ja im Schwabenland – das ist grob gesagt das alte Württemberg.

    Jetzt wollte ich es besonders genau machen und habe noch dazugeschrieben, dass ich im Großraum Stuttgart lebe… also weder auf der Alb, noch im Remstal, nicht in Heilbronn, Tübingen oder am Bodensee.

    Mit anderen Worten: Ich habe versucht, meine Adresse zu erklären, ohne gleich die Hausnummer dazuzuschreiben

    Im Nachhinein betrachtet hätte „Großraum Stuttgart“ völlig gereicht – zumal es ja eigentlich nur um die Autobahnsituation hier bei uns ging… und die kennt ohnehin jeder, der schon mal im Stau am Albaufstieg stand

    Schöne Ostern und entspannte Fahrt – egal ob mit oder ohne Tempolimit!

    Grüße
    McProfit

    Hallo Forumsfreund Anwender,

    Du schreibst, dass Dich interessiert,

    in welche ETF-Fonds ich mein Vermögen aus dem Aktienverkauf umgeschichtet habe.

    In der Tat ist es mir nicht leicht gefallen, nach über 40 Jahren mit Einzelaktien eine so radikale Umschichtung vorzunehmen.

    In meinem Fall sind 7-stellige Spekulationssteuern angefallen, also die Versteuerung langjähriger Kursgewinne. Manche Aktien haben sich bei mir verzehnfacht – McDonald’s z. B. von 20 auf 200 Dollar. Da freut sich natürlich der Finanzminister.

    Es würde zu weit führen, hier ins Detail zu gehen. Ich glaube auch nicht, dass sich die Forumsfreunde im Einzelnen für die persönlichen Motive des McProfit interessieren, nach welchen Kriterien ich umgeschichtet habe.

    Bei mir kommt ja noch hinzu, dass ich (durch den Verkauf zahlreicher gewerblicher Immobilien in Stuttgart) ein für Forumsverhältnisse vermutlich recht hohes Vermögen habe wo noch ein paar andere Überlegungen mitspielen.

    Bei mir gibt es folgende Überlegungen

    Statt Verkauf aller Aktien teilweise Übertrag an Kinder oder nahe Angehörige im Wege der Schenkung oder Verkauf mit Nießbrauch. Das spart Steuern.

    Es gibt auch viele Altbestände von vor 2009, bei denen beim Verkauf keine Abgeltungssteuer anfällt.

    Ein weiterer Punkt: Wenn ich verschiedene ETFs aus unterschiedlichen Branchen habe, kann ich im Bedarfsfall gezielt den ETF verkaufen, der den geringsten Gewinn aufweist – und zahle entsprechend weniger Steuern.

    Wenn dagegen alles in einem Welt-ETF steckt, gilt beim Teilverkauf „First in, first out“ – also oft höhere Steuerbelastung.

    Ein Punkt habe ich noch vergessen:

    Bei allen ETFs habe ich die ausschüttende Variante gewählt. Das hat keinen direkten finanziellen Vorteil, aber einen psychologischen. Egal wie die Kurse stehen – die Dividenden fließen regelmäßig.

    Für meine Stiftung sind jedoch reine Dividenendfonds vorgesehen und zwar zu 100%!!

    Wichti dabei ist, dass ich dem Regierungspräsidium klar machen kann, dass Kursgewinne oder Kursverluste in einem einzelnen Jahr in der Stiftung bleiben und nicht ausgeglichen werden müssen.

    Kursverluste müssen sich im Lauf der Jahre selbst ausgleichen. Damit ist sichergestellt, dass die gesamte Dividende jedes Jahr ausgeschüttet werden kann, egal wie die Kurse notieren.

    Auf Wunsch gerne noch mehr Details. Aber dran denken:

    Auch der McProfit merkt: Je älter er wird, umso demütiger wird er wenn es um Kursprognosen geht.

    Viele Grüße McProfit

    Hallo Goldmicha,

    Du schreibst: Dein Ziel ist es dass Dein Vermögen so groß ist, damit es Dir reicht, dass "du es Dir gut gehen lassen kannst...." !

    ABER: Was machst Du, wenn das Vermögen größer ist als das, was man zum „gut gehen lassen“ überhaupt braucht?

    Dann bist Du genau an dem Punkt, an dem viele in meinem Lebensabschnitt ankommen.
    Man fängt an nachzudenken.

    Nicht mehr über die nächste Rendite, sondern darüber:
    Was passiert eigentlich mit dem Geld, wenn ich mal nicht mehr da bin?

    Und genau da kommt die Stiftung ins Spiel.

    Es gibt ganz unterschiedliche Modelle:
    – klassische gemeinnützige Stiftung
    – kleinere Lösungen wie Unterstiftungen oder Stiftungsfonds
    – oft schon im sechsstelligen Bereich möglich
    – auf Wunsch sogar mit eigenem Namen

    Der große Unterschied zum Verschenken:
    Das Geld bleibt „für die Ewigkeit“ erhalten – ausgegeben werden nur die Erträge, jedes Jahr für den Zweck, den Du festlegst.

    Ob das Kultur ist, Soziales, Tiere oder was auch immer Dir am Herzen liegt.

    Das ist kein Thema für junge Jahre.
    Das kommt irgendwann automatisch, wenn man merkt:
    Ich habe eigentlich genug – jetzt geht es um Sinn.

    Und plötzlich denkt man ganz anders über Geld.

    Ein endloses Thema – aber ein spannendes.

    Gute Entscheidung wünscht
    McProfit

    Hallo Forumsfreund LebenimSueden

    Dein Hinweis, dass ein Tempolimit von 120 längst überfällig ist, ist ja schön und gut. Dazu braucht man keine Abstimmung. Wer dafür ist, kann seine Geschwindigkeit auch jetzt schon selbst reduzieren.

    Wer schneller fahren will und dafür den etwas höheren Spritverbrauch in Kauf nimmt, zahlt den Mehrpreis aus eigener Tasche und unterstützt mit der höheren MwSt sogar noch die Staatskasse.

    Wenn Du jedoch zur Reduzierung von Unfällen auf Autobahnen für ein Tempolimit bist, dann sollte man das auch klar sagen und nicht den Benzinpreis als Hauptargument nehmen.

    Noch ein persönlicher Hinweis: Wie Du weißt, lebe ich als echter Schwabe im Großraum Stuttgart.

    Hier gibt es vier Autobahnen:

    Nach Osten Richtung München: Dauerstau am Albaufstieg bis Ulm

    Nach Süden Richtung Bodensee: Dauerstau im Bereich Stuttgart–Sindelfingen–Böblingen

    Nach Norden Richtung Heilbronn/Mannheim: langfristige Sperre des Autobahntunnels Stuttgart–Leonberg wegen Brandsanierung

    Nach Westen Richtung Pforzheim/Karlsruhe/Baden-Baden: Dauerbaustelle westlich von Stuttgart, voraussichtlich noch Jahre

    Ich kenne keinen Autobahnabschnitt im Großraum Stuttgart, wo man noch wirklich schnell fahren kann. Meist steht man im Stau und verbraucht dabei mehr Benzin, als man jemals durchs „Rasen“ verbrauchen könnte.

    Viele Grüße – und Glückwunsch, wenn Du an einer Autobahn wohnst, auf der freie Fahrt nicht nur erlaubt, sondern auch tatsächlich möglich ist.

    McProfit

    Hallo Forumsfreund Hornie, 90 Prozent Aktien

    solange hier keiner widerspricht, plaudern wir halt ein bisschen aus der Praxis über Stiftungen – auch wenn Irving eigentlich ein anderes Thema aufgemacht hat.

    Lieber Hornie, Du hast ein heikles Thema angesprochen.

    Der Grundgedanke einer Stiftung ist ganz einfach:
    Das Kapital bleibt für immer stehen. Punkt.
    Die Stiftung lebt nur von den Erträgen, also Zinsen, Dividenden oder Mieten. Und genau diese werden jedes Jahr für den Stiftungszweck ausgegeben.
    Bei mir ist das die Kulturförderung.

    Jetzt zur Geldanlage – ganz praktisch gesprochen:

    Die einfachste Lösung aus meiner Sicht sind Dividenden-Aktien, am besten gebündelt in einem Fonds oder ETF.
    Warum?
    Weil die Stiftung jedes Jahr Geld braucht. Und zwar verlässlich.

    Große Stiftungen wie z. B. die Robert Bosch Stiftung mit Milliardenvermögen, eigenen Firmenbeteiligungen und Immobilien lasse ich bewusst außen vor. Das ist eine andere Liga.

    Ich rede von „normalen“ Stiftungen:
    ein paar Hunderttausend bis ein paar Millionen.

    Für die gilt:
    Mit einem soliden Dividenden-ETF sind 3–4 % Ausschüttung pro Jahr realistisch.
    Das kommt regelmäßig rein, bei Stiftungen steuerlich begünstigt, und die Kurse gleichen langfristig die Inflation aus.

    Jetzt kommt aber das eigentliche Problem – und das hast Du richtig erkannt:

    Der Stiftungsrat. So eine Art Aufsichtsrat.
    Und für viele dort sind Aktien immer noch Teufelszeug.

    Ich bin gerade dabei, meine Satzung zu ändern.
    Mein Ziel:
    100 % in einen ausschüttenden Dividenden-ETF.
    Keine Pflicht mehr, Kursschwankungen jedes Jahr auszugleichen.

    Denn mal ehrlich:
    Wenn ich ein Mehrfamilienhaus habe, interessiert mich doch auch nicht jeden Tag der Marktwert.
    Ich schaue, was an Miete reinkommt.

    Genau so sehe ich das bei der Stiftung:
    Erträge zählen – nicht die täglichen Kurse.

    Wenn das so durchgeht, hat die Stiftung auf Jahrzehnte planbare Ausschüttungen.
    Und der Wert entwickelt sich langfristig sowieso mit – mal rauf, mal runter, aber das ist egal, weil nichts verkauft wird.

    Ich bin gespannt, ob das Regierungspräsidium Stuttgart das so akzeptiert.

    Am Ende denkt sogar der Staat in diese Richtung – Stichwort kapitalgedeckte Rente. Das ist im Kern nichts anderes.

    Und noch ein Punkt zum Schluss:
    Nicht zu viel Lob für große Beträge.
    Mancher Kleinspender gibt gemessen an seinem Vermögen deutlich mehr als wir „Großen“.
    Ein bisschen Demut schadet da nie.

    Viele Grüße McProfit