Beiträge von McProfit

    Hallo Tomarcy  90 Prozent Aktien  Hornie

    wie es aussieht, gibt es für das Thema Geld spenden und Geld stiften hier im Forum tatsächlich mehr Interesse, als ich gedacht habe.

    Ich war ja immer der Meinung: Hier geht’s in erster Linie ums Geld vermehren – das Ausgeben kommt dann später… meistens deutlich später

    Jetzt aber zu Deiner Frage, wie so eine Stiftung eigentlich „tickt“:

    Der Stifter – also derjenige, von dem das Geld ursprünglich kommt – ist in der Regel auch der Vorstand. Der legt bei der Gründung fest, wofür das Geld da ist und wie es grundsätzlich angelegt werden soll. Das steht dann in der SATZUNG

    Bei mir ganz einfach:

    Kultur vor Ort unterstützen. Also kein exotischer Zirkus in Südamerika, sondern das, was vor der eigenen Haustür passiert.

    Jetzt wird’s interessant:

    Langfristig braucht jede Stiftung einen sogenannten Stiftungsrat.
    Das sind meist ein paar (vernünftige) Leute (meistens mindestens vier), die sich einmal im Jahr zusammensetzen und schauen, ob noch alles sauber läuft.

    Und jetzt kommt der kleine, aber feine Unterschied:
    Nicht der Vorstand allein entscheidet dauerhaft, sondern der Stiftungsrat hat das letzte Wort bei wichtigen Dingen – aber immer im Rahmen der Satzung.

    Heißt übersetzt:
    Wenn der Stifter am Anfang reinschreibt „nur Festgeld und Sparbuch“, dann wird das auch so gemacht – egal wie verlockend die Börse gerade aussieht.

    Und wenn drinsteht Geld für Künstler, dann geht das Geld eben nicht plötzlich ans Tierheim, nur weil der Kassenwart Hunde lieber mag als Theater 😄

    Zu Deiner konkreten Frage:

    Der Stiftungsrat wird in der Regel für ein paar Jahre bestellt (oft 4 Jahre). Danach kann man verlängern – oder auch mal frischen Wind reinlassen.

    Formal wählen sich die Gremien oft selbst nach, aber ganz ehrlich:
    Solange der Stifter noch lebt, wird normalerweise keiner gegen dessen klare Empfehlung arbeiten. Alles andere wäre sportlich… und meist auch nur einmal

    Ich habe bei mir noch einen kleinen „Schwaben-Trick“ eingebaut:
    Der jeweilige Oberbürgermeister sitzt automatisch im Stiftungsrat – kraft Amt.

    Warum?
    Damit über die Jahre nicht nur Freunde, Bekannte und Cousins dritten Grades am Tisch sitzen. Ein bisschen Neutralität schadet nie.

    Jetzt sind wir schon ziemlich tief im Maschinenraum der Stiftung angekommen – ich weiß gar nicht, ob das hier im Forum alle wirklich interessiert.

    Hier geht’s ja eher um Rendite als um Nachlassregelung

    Aber gut, mit knapp 80 schaut man halt ein bisschen weiter nach vorne als nur bis zur nächsten Quartalsdividende.

    Aktuell versuche ich übrigens meinen Stiftungsrat davon zu überzeugen, das gesamte Kapital in Dividenden-ETFs zu stecken.
    Also weg vom Sparbuch, hin zu laufenden Erträgen.

    Ob mir das gelingt?

    Am 14.4. weiß ich mehr – da ist Sitzung im Rathaus, ganz offiziell im Amtszimmer.
    Ich melde mich gerne

    Grüße
    McProfit

    Liebe Goldmicha

    die Auswirkungen von politischen Entscheidungen oder einzelnen Präsidenten auf die Börse werden meiner Meinung nach regelmäßig überschätzt. Es kommt halt immer darauf an, ob man auf den nächsten Tag schaut – oder auf die nächsten 20 Jahre.

    Ich gehöre ja nun zu den „alten Hasen“, die seit über 40 Jahren ihr Geld in Aktien stecken. Entsprechend entspannt bin ich beim täglichen Börsenkino geworden.

    In diesen vier Jahrzehnten habe ich nicht nur rund 8 ordentliche Börsencrashs mit jeweils über 30 % Rückgang „überlebt“, sondern auch 8 US-Präsidenten. Und keiner von denen hat es geschafft, meine Aktien dauerhaft kleinzukriegen.

    Ohne jetzt wieder in die Details abzutauchen: Schau einfach mal über den Tag hinaus.

    Als ich 1983 meine ersten US-Aktien gekauft habe, stand der Dow Jones bei etwa 1.000 Punkten. Heute – gut 40 Jahre später – sind wir bei rund 40.000 Punkten.

    Aus 10.000 Dollar wurden also 400.000 Dollar.

    Ganz ohne politische Hellseherei – und trotz aller Präsidenten, Krisen und Schlagzeilen.

    Zur Wahrheit gehört aber auch:

    Die wenigsten Anleger haben diese Entwicklung wirklich mitgenommen. Ich auch nicht. Warum?

    Weil sie sich von genau solchen Tagesmeldungen verrückt machen lassen, von denen Du gerade schreibst. Und genau da liegt die Gefahr: Wenn man wegen jeder neuen Überschrift gleich den Verkaufsknopf drückt.

    Wenn Du noch ein paar Jahre Börse vor Dir hast (und danach sieht es ja aus), wirst Du noch einige Präsidenten kommen und gehen sehen. Und auch den einen oder anderen Rückschlag an der Börse. Aber ebenso die Erholungen danach.

    Selbst der Zweite Weltkrieg war – aus Sicht eines Langfristanlegers – am Ende nur eine Delle im großen Aufwärtstrend. (Klingt verrückt, ist aber so.)

    Mein Motto kennst Du ja:
    Kaufen, liegen lassen – und sich entspannt über steigende Dividenden freuen.

    Die Kursgewinne dürfen dann gern die Nachkommen feiern.

    In diesem Sinne: nicht verrückt machen lassen – die Börse hat schon ganz andere Kaliber ausgehalten als einen Präsidenten.

    Schöne Ostern und viele Grüße
    McProfit

    Guten Morgen liebe Forumsfreunde

    Ostersonntag, 5.4.26

    Vermutlich habe ich mit meinem kleinen Ausflug zum Tempolimit auf Autobahnen ganz nebenbei die nächste Großbaustelle eröffnet: große Autos gegen kleine Autos…

    Dabei wollte ich eigentlich nur darauf hinaus, dass ich mir nicht ganz sicher bin, ob es bei der ganzen Diskussion mehr um Sicherheit geht – oder ums Benzinsparen.

    Man kann natürlich sagen: Ein Tempolimit kann beides.
    Stimmt ja auch irgendwie.

    Nur: Hier im Großraum Stuttgart, wo ich nun mal hauptsächlich unterwegs bin, ist das Ganze eher Theorie. Wir haben zu allen Tages- und Nachtzeiten in alle Richtungen das gleiche Problem: Im besten Fall "zähflüssig". Aber „200 km/h“ ist eher ein nostalgischer Wert aus vergangenen Zeiten.

    Immerhin – und das rechne ich mir jetzt einfach mal selbst an – ist mir eines gelungen:
    Ich habe kurzzeitig vom Thema Börsencrash abgelenkt.

    Und das ist ja auch was wert.
    Warten fühlt sich bekanntlich kürzer an, wenn man sich nebenbei beschäftigt.

    Ich höre ständig:
    „Mensch, wie schnell die Zeit vergeht…“
    oder
    „Schon wieder ein Jahr rum…“

    Und ich sage dann zu den Börsianern unter uns:
    „Und immer noch kein Crash…“

    In diesem Sinne:
    Schöne restliche Osterzeit wünscht McProfit

    Und für heute prophezeie ich zumindest an den Weltbörsen:
    Kein Crash.

    Hallo Forumsfreund Hornie,

    es freut mich, dass ich hier tatsächlich mal einen echten Praktiker gefunden habe, der eine Stiftung nicht nur aus der Theorie, sondern aus der Praxis kennt.

    Bei Deinen Kommentaren hat mir besonders gefallen, dass Du das Thema „Umgang mit dem Stiftungsrat“ kennst.

    Zur Vereinfachung – falls hier auch ein paar Neulinge mitlesen:

    Wenn man sein Vermögen (oder einen Teil davon) in eine Stiftung einbringt
    (z. B. eine „HORNIE-Stiftung“ mit dem Zweck, Normalbürgern die Angst vor Aktien zu nehmen),

    dann ist dieses Kapital tatsächlich weg.

    Egal ob mit oder ohne Steuervorteile – am Ende hat man persönlich weniger Geld als vor der Überweisung auf das Konto der Stiftung. Das Geld gehört dann der Stiftung.

    Da eine Stiftung über den Tod hinaus im Idealfall „ewig“ bestehen soll, braucht es eine Anlageform, die das möglichst gut sicherstellt. Meiner Ansicht nach gibt es dafür kaum etwas Besseres als Aktien großer Weltkonzerne, die seit Jahrzehnten (teilweise über 100 Jahre) zuverlässig Dividenden zahlen.

    Seit es ETFs gibt, muss man sich nicht einmal mehr um die Auswahl einzelner Firmen kümmern. Ein Dividenden-ETF investiert automatisch breit gestreut in entsprechende Unternehmen.

    Auch wegen der Inflation mache ich mir dabei weniger Sorgen – die wird langfristig über steigende Aktienkurse ausgeglichen. Natürlich nicht jedes Jahr, aber im Schnitt. Und bei einer Stiftung interessiert ohnehin nicht das Ergebnis eines einzelnen Jahres, sondern die langfristige Entwicklung.

    Selbst bei Deinem Argument „Immobilie“ hast Du völlig recht:
    Eine Immobilie macht Arbeit – Renovierungen, Mieterwechsel, Verwaltung. Das lohnt sich eigentlich nur für große Stiftungen mit eigener Struktur und Personal.

    Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, zu Lebzeiten die eigene Firma in eine Stiftung einzubringen. Als Stifter kann man dann weiterhin ein Einkommen beziehen – aber die Firma gehört der Stiftung.

    Was ich schade finde: Viele Stiftungsräte hängen gedanklich noch stark an „Festgeld und Anleihen sind das einzig Sichere“.

    Ich bin gespannt, ob es mir gelingt, meinen Stiftungsrat ein Stück weit zum Umdenken zu bewegen.

    In meiner Satzung stehen die Anlagekriterien bereits drin. Wenn sie dort nicht geregelt sind, greift das Gesetz – und das ist tendenziell noch konservativer. Deshalb gehört die Anlagestrategie aus meiner Sicht unbedingt in die Satzung, wenn man Gestaltungsspielraum haben will.

    Es bleibt spannend – ich berichte Dir gerne weiter.
    Am 14.04.26 ist meine nächste Sitzung mit dem Stiftungsrat.

    Viele Grüße aus Stuttgart
    McProfit

    Hallo @Finanzinvestor

    also ich habe mich da wohl etwas schwäbisch umständlich ausgedrückt 😄

    Wenn man es genau nimmt, wohnen die „echten“ Schwaben ja im Schwabenland – das ist grob gesagt das alte Württemberg.

    Jetzt wollte ich es besonders genau machen und habe noch dazugeschrieben, dass ich im Großraum Stuttgart lebe… also weder auf der Alb, noch im Remstal, nicht in Heilbronn, Tübingen oder am Bodensee.

    Mit anderen Worten: Ich habe versucht, meine Adresse zu erklären, ohne gleich die Hausnummer dazuzuschreiben

    Im Nachhinein betrachtet hätte „Großraum Stuttgart“ völlig gereicht – zumal es ja eigentlich nur um die Autobahnsituation hier bei uns ging… und die kennt ohnehin jeder, der schon mal im Stau am Albaufstieg stand

    Schöne Ostern und entspannte Fahrt – egal ob mit oder ohne Tempolimit!

    Grüße
    McProfit

    Hallo Forumsfreund Anwender,

    Du schreibst, dass Dich interessiert,

    in welche ETF-Fonds ich mein Vermögen aus dem Aktienverkauf umgeschichtet habe.

    In der Tat ist es mir nicht leicht gefallen, nach über 40 Jahren mit Einzelaktien eine so radikale Umschichtung vorzunehmen.

    In meinem Fall sind 7-stellige Spekulationssteuern angefallen, also die Versteuerung langjähriger Kursgewinne. Manche Aktien haben sich bei mir verzehnfacht – McDonald’s z. B. von 20 auf 200 Dollar. Da freut sich natürlich der Finanzminister.

    Es würde zu weit führen, hier ins Detail zu gehen. Ich glaube auch nicht, dass sich die Forumsfreunde im Einzelnen für die persönlichen Motive des McProfit interessieren, nach welchen Kriterien ich umgeschichtet habe.

    Bei mir kommt ja noch hinzu, dass ich (durch den Verkauf zahlreicher gewerblicher Immobilien in Stuttgart) ein für Forumsverhältnisse vermutlich recht hohes Vermögen habe wo noch ein paar andere Überlegungen mitspielen.

    Bei mir gibt es folgende Überlegungen

    Statt Verkauf aller Aktien teilweise Übertrag an Kinder oder nahe Angehörige im Wege der Schenkung oder Verkauf mit Nießbrauch. Das spart Steuern.

    Es gibt auch viele Altbestände von vor 2009, bei denen beim Verkauf keine Abgeltungssteuer anfällt.

    Ein weiterer Punkt: Wenn ich verschiedene ETFs aus unterschiedlichen Branchen habe, kann ich im Bedarfsfall gezielt den ETF verkaufen, der den geringsten Gewinn aufweist – und zahle entsprechend weniger Steuern.

    Wenn dagegen alles in einem Welt-ETF steckt, gilt beim Teilverkauf „First in, first out“ – also oft höhere Steuerbelastung.

    Ein Punkt habe ich noch vergessen:

    Bei allen ETFs habe ich die ausschüttende Variante gewählt. Das hat keinen direkten finanziellen Vorteil, aber einen psychologischen. Egal wie die Kurse stehen – die Dividenden fließen regelmäßig.

    Für meine Stiftung sind jedoch reine Dividenendfonds vorgesehen und zwar zu 100%!!

    Wichti dabei ist, dass ich dem Regierungspräsidium klar machen kann, dass Kursgewinne oder Kursverluste in einem einzelnen Jahr in der Stiftung bleiben und nicht ausgeglichen werden müssen.

    Kursverluste müssen sich im Lauf der Jahre selbst ausgleichen. Damit ist sichergestellt, dass die gesamte Dividende jedes Jahr ausgeschüttet werden kann, egal wie die Kurse notieren.

    Auf Wunsch gerne noch mehr Details. Aber dran denken:

    Auch der McProfit merkt: Je älter er wird, umso demütiger wird er wenn es um Kursprognosen geht.

    Viele Grüße McProfit

    Hallo Goldmicha,

    Du schreibst: Dein Ziel ist es dass Dein Vermögen so groß ist, damit es Dir reicht, dass "du es Dir gut gehen lassen kannst...." !

    ABER: Was machst Du, wenn das Vermögen größer ist als das, was man zum „gut gehen lassen“ überhaupt braucht?

    Dann bist Du genau an dem Punkt, an dem viele in meinem Lebensabschnitt ankommen.
    Man fängt an nachzudenken.

    Nicht mehr über die nächste Rendite, sondern darüber:
    Was passiert eigentlich mit dem Geld, wenn ich mal nicht mehr da bin?

    Und genau da kommt die Stiftung ins Spiel.

    Es gibt ganz unterschiedliche Modelle:
    – klassische gemeinnützige Stiftung
    – kleinere Lösungen wie Unterstiftungen oder Stiftungsfonds
    – oft schon im sechsstelligen Bereich möglich
    – auf Wunsch sogar mit eigenem Namen

    Der große Unterschied zum Verschenken:
    Das Geld bleibt „für die Ewigkeit“ erhalten – ausgegeben werden nur die Erträge, jedes Jahr für den Zweck, den Du festlegst.

    Ob das Kultur ist, Soziales, Tiere oder was auch immer Dir am Herzen liegt.

    Das ist kein Thema für junge Jahre.
    Das kommt irgendwann automatisch, wenn man merkt:
    Ich habe eigentlich genug – jetzt geht es um Sinn.

    Und plötzlich denkt man ganz anders über Geld.

    Ein endloses Thema – aber ein spannendes.

    Gute Entscheidung wünscht
    McProfit

    Hallo Forumsfreund LebenimSueden

    Dein Hinweis, dass ein Tempolimit von 120 längst überfällig ist, ist ja schön und gut. Dazu braucht man keine Abstimmung. Wer dafür ist, kann seine Geschwindigkeit auch jetzt schon selbst reduzieren.

    Wer schneller fahren will und dafür den etwas höheren Spritverbrauch in Kauf nimmt, zahlt den Mehrpreis aus eigener Tasche und unterstützt mit der höheren MwSt sogar noch die Staatskasse.

    Wenn Du jedoch zur Reduzierung von Unfällen auf Autobahnen für ein Tempolimit bist, dann sollte man das auch klar sagen und nicht den Benzinpreis als Hauptargument nehmen.

    Noch ein persönlicher Hinweis: Wie Du weißt, lebe ich als echter Schwabe im Großraum Stuttgart.

    Hier gibt es vier Autobahnen:

    Nach Osten Richtung München: Dauerstau am Albaufstieg bis Ulm

    Nach Süden Richtung Bodensee: Dauerstau im Bereich Stuttgart–Sindelfingen–Böblingen

    Nach Norden Richtung Heilbronn/Mannheim: langfristige Sperre des Autobahntunnels Stuttgart–Leonberg wegen Brandsanierung

    Nach Westen Richtung Pforzheim/Karlsruhe/Baden-Baden: Dauerbaustelle westlich von Stuttgart, voraussichtlich noch Jahre

    Ich kenne keinen Autobahnabschnitt im Großraum Stuttgart, wo man noch wirklich schnell fahren kann. Meist steht man im Stau und verbraucht dabei mehr Benzin, als man jemals durchs „Rasen“ verbrauchen könnte.

    Viele Grüße – und Glückwunsch, wenn Du an einer Autobahn wohnst, auf der freie Fahrt nicht nur erlaubt, sondern auch tatsächlich möglich ist.

    McProfit

    Hallo Forumsfreund Hornie, 90 Prozent Aktien

    solange hier keiner widerspricht, plaudern wir halt ein bisschen aus der Praxis über Stiftungen – auch wenn @Irving eigentlich ein anderes Thema aufgemacht hat.

    Lieber Hornie, Du hast ein heikles Thema angesprochen.

    Der Grundgedanke einer Stiftung ist ganz einfach:
    Das Kapital bleibt für immer stehen. Punkt.
    Die Stiftung lebt nur von den Erträgen, also Zinsen, Dividenden oder Mieten. Und genau diese werden jedes Jahr für den Stiftungszweck ausgegeben.
    Bei mir ist das die Kulturförderung.

    Jetzt zur Geldanlage – ganz praktisch gesprochen:

    Die einfachste Lösung aus meiner Sicht sind Dividenden-Aktien, am besten gebündelt in einem Fonds oder ETF.
    Warum?
    Weil die Stiftung jedes Jahr Geld braucht. Und zwar verlässlich.

    Große Stiftungen wie z. B. die Robert Bosch Stiftung mit Milliardenvermögen, eigenen Firmenbeteiligungen und Immobilien lasse ich bewusst außen vor. Das ist eine andere Liga.

    Ich rede von „normalen“ Stiftungen:
    ein paar Hunderttausend bis ein paar Millionen.

    Für die gilt:
    Mit einem soliden Dividenden-ETF sind 3–4 % Ausschüttung pro Jahr realistisch.
    Das kommt regelmäßig rein, bei Stiftungen steuerlich begünstigt, und die Kurse gleichen langfristig die Inflation aus.

    Jetzt kommt aber das eigentliche Problem – und das hast Du richtig erkannt:

    Der Stiftungsrat. So eine Art Aufsichtsrat.
    Und für viele dort sind Aktien immer noch Teufelszeug.

    Ich bin gerade dabei, meine Satzung zu ändern.
    Mein Ziel:
    100 % in einen ausschüttenden Dividenden-ETF.
    Keine Pflicht mehr, Kursschwankungen jedes Jahr auszugleichen.

    Denn mal ehrlich:
    Wenn ich ein Mehrfamilienhaus habe, interessiert mich doch auch nicht jeden Tag der Marktwert.
    Ich schaue, was an Miete reinkommt.

    Genau so sehe ich das bei der Stiftung:
    Erträge zählen – nicht die täglichen Kurse.

    Wenn das so durchgeht, hat die Stiftung auf Jahrzehnte planbare Ausschüttungen.
    Und der Wert entwickelt sich langfristig sowieso mit – mal rauf, mal runter, aber das ist egal, weil nichts verkauft wird.

    Ich bin gespannt, ob das Regierungspräsidium Stuttgart das so akzeptiert.

    Am Ende denkt sogar der Staat in diese Richtung – Stichwort kapitalgedeckte Rente. Das ist im Kern nichts anderes.

    Und noch ein Punkt zum Schluss:
    Nicht zu viel Lob für große Beträge.
    Mancher Kleinspender gibt gemessen an seinem Vermögen deutlich mehr als wir „Großen“.
    Ein bisschen Demut schadet da nie.

    Viele Grüße McProfit

    Hallo Forumsfreunde

    das hier ist der 4.340 Kommentar zum Thema CRASH an der Börse.

    Für mich eine Gelegenheit gerde die Neulinge hier im Forum daran zu erinnern, dass man auch mit CRASHs an der Börse gut leben kann und mit meiner Strategie manchen Crash gar nicht mitbekommt

    Ich habe erstmal 1983 Aktien gekauft, das ist vor über 40 Jahren. Wild durcheinander. Von Langfristanlage und Dividende hatte ich nie etwas gehört. Aktien waren damals Spekulation.

    In diesen über 40 Jahren habe ich so gut wie keinen Fehler ausgelassen aber auch alle sogenannten CRASHs überlebt.

    1987: Minus 30% mein erster Cash, schwarzer Montag, Vomputerhandel / Panik

    1990: Minus ca. 25% Golfkrieg

    2000–2003 Minus Minus 50%, Neuer Markt Blase geplatzt

    2007–2009 Minus 50% Finanzkrise / Lehman pleite

    2011: Minus 25%, Euroschuldenkrise

    2015–2016 Minus 25% China, Ölpreis-crash

    2020: Minus 40% Corona Crash

    2022: Minus 25% Ukraine krieg

    8 Präsidenten

    Mein Depot hat in dieser Zeit nicht nur diese 8 Crahs sondern zufällig auch 8 US Präsidenten überlebt und ist langfristig völlig unbeeindruckt weiter gekletter.

    Als ich 1983 meine ersten Aktien gekauft habe notierte der DOW NONES bei 1.000 Prunkte, heute 40 Jahre später 40 mal höher bei über 40.000 Punkte.

    Leider habe ich auch erst nach vielen Erfahrungen gemerkt, dass Kaufen und Liegenlassen und nicht jeden Tag Kurse studieren, der beste Weg für einen erstaunlichen Vermögensaufbau ist.

    Daran wollte ich mal wieder erinnern wenn ich die vielen hektischen Tageskommentare hier lese.

    Viele Grüße McProfit

    Hallo Forumsfreunde,

    Tomarcy, Pepekeke  Kater.Ka  britty  90 Prozent Aktien  @Irving

    Ob hier im Forum Interesse an einem eigenen Thema besteht wie
    Vermögen verschenken – Möglichkeiten, Vor- und Nachteile“, weiß ich nicht.

    Ich gehöre hier im Forum eher zur älteren Generation.
    Da denkt man automatisch mehr über Nachlass nach als über 1–2 % mehr Rendite.

    Deshalb habe ich einfach mal das Thema „gemeinnützige Stiftung“ erklärt –
    weil viele gar nicht genau wissen, was das eigentlich ist.

    Der Unterschied zwischen schenken und stiften – ganz einfach:

    In beiden Fällen ist das Geld weg. Punkt.

    Schenken:
    Der Empfänger meldet es dem Finanzamt, zahlt ggf. Steuern
    und kann mit dem Geld machen, was er will.
    Bei gemeinnützigen Empfängern (z. B. Tierheim, Kultur, soziale Projekte) ist es oft steuerfrei.

    Stiftung:
    Hier gibst du das Geld nicht direkt weiter,
    sondern in eine eigene Stiftung (kann sogar deinen Namen tragen).

    Der entscheidende Punkt:

    Das Geld bleibt erhalten.
    Es wird angelegt – z. B. in Aktien, Fonds oder Immobilien.

    Ausgegeben wird nur das, was daraus entsteht:
    Zinsen, Dividenden oder Mieten.

    So kann eine Stiftung im Prinzip ewig laufen
    und jedes Jahr den guten Zweck unterstützen.

    Das ist der große Unterschied:
    Spende = einmalig
    Stiftung = dauerhaft

    Ich habe mich für meine eigene Stiftung entschieden.
    Man kann das Ganze auch jederzeit aufstocken (Zustiftungen).

    Bei mir läuft das seit über 25 Jahren.
    Inzwischen wurden über 1 Mio. Euro ausgeschüttet – und es wird mehr.

    Einfaches Beispiel:
    Meine erste McDonald’s-Aktie hat früher 40 Cent Dividende gebracht,
    heute sind es über 4 Euro, dieses Jahr vermutlich schon 5 Euro.

    Das sorgt automatisch für steigende Ausschüttungen.

    Mein Tipp:
    Man kann so eine Stiftung schon zu Lebzeiten mit kleinem Geld starten
    und Erfahrungen sammeln.

    Später kann man dann entscheiden,
    ob ein Teil des Vermögens in die Stiftung geht
    statt komplett an die Erben.

    Zum Schluss noch schwäbisch gesagt:
    „Auf dem Friedhof hast du an 100 Euro lang.“

    Heißt: Irgendwann braucht man selbst immer weniger Geld.

    Viele Grüße McProfit

    Hallo @Irving

    der größte Nachteil bei ETFs ist für mich ganz simpel:
    die Namen sind eine Katastrophe

    So kompliziert und dann noch unterschiedlich abgekürzt – je nach Depotbank.
    Selbst ich muss nach ein paar Jahren immer wieder überlegen, was da eigentlich drinsteckt.

    Ich habe es mir deshalb ganz einfach gemacht:
    wie bei Aktien – eine Mischung.

    Bei mir sind das z. B.:
    Versicherungen,

    Banken,

    Technologie,

    Pharma/Medizin,

    Rüstung,

    Energie

    und dazu ganz klassisch ein Welt-ETF.

    Dann habe ich noch eine Besonderheit:
    einen Welt-ETF, bei dem alle Firmen gleich gewichtet sind.
    Also Apple genauso groß wie Nestlé oder Exxon.
    Bei den normalen Welt-ETFs ist das ja völlig schief – die großen Tech-Werte dominieren alles.

    Und noch ein Spielzeug von mir: ein Trendfolge-ETF.
    Der kauft immer das, was gerade läuft – heute vielleicht Rüstung oder Energie, morgen etwas anderes.
    Ob das langfristig wirklich besser ist?
    Sehe ich ganz nüchtern dann am besten selbst im eigenen Depot.

    Bei mir kommt noch ein persönlicher Punkt dazu:
    Ich habe ein größeres Depot.
    Wenn ich mal Geld brauche, verkaufe ich einfach den ETF mit dem kleinsten Gewinn –
    dann zahle ich weniger Steuern.

    Wenn man zu wenige ETFs hat, fehlt oft genau so ein „schlechter“ –
    und dann muss man die guten anfassen.
    Das ist aber wirklich ein Spezialthema, betrifft die meisten hier nicht.

    Für normale Anleger reichen aus meiner Sicht völlig 4 oder 5 ETFs.
    Sonst wird’s eher unübersichtlich als besser.

    Und ganz wichtig für mich: Ausschüttung.
    Auch wenn ich das Geld nicht brauche.
    Das beruhigt einfach.
    Die Dividende kommt – egal was an der Börse oder auf der Welt passiert.

    Viele Grüße McProfit

    Lieber @Irving,

    ich will hier kein neues Thema aufmachen. Beim Begriff „Stiftung“ muss man jedoch aufpassen – das wird sehr oft verwechselt.

    Ich rede hier von einer gemeinnützigen Stiftung.

    Wer eine solche gründet, der spendet bzw. schenkt dieser Stiftung sein Vermögen oder einen Teil davon – sagen wir 1 Mio., 10 Mio. oder auch 100 Mio. das bleibt jedem selbs überlassen.

    Egal wie viel: Dieses Geld ist weg! So wie bei einer Spende. Es gehört nicht mehr dem Stifter, sondern der Stiftung.

    Die Erträge – also Zinsen, Dividenden oder Mieten – werden jedes Jahr für den jeweiligen gemeinnützigen Zweck verwendet, in meinem Fall zur Förderung von örtlichen Musikern und Künstlern. Die Entscheidungen trifft der Stiftungsrat, meist mehrere Personen, weil eine Stiftung ja auch über den Tod des Stifters hinaus bestehen soll.

    Bei einer Familienstiftung handelt es sich um etwas völlig anderes.

    Das ist im Kern eine Vermögensverwaltung. Das Vermögen bleibt dauerhaft in der Stiftung erhalten, und die Begünstigten – also Kinder, Ehepartner oder andere Angehörige – erhalten regelmäßige Zahlungen. Auf diese Weise kann man z. B. vermeiden, dass ein Unternehmen verkauft oder zerschlagen wird.

    Wichtig:

    Eine Familienstiftung hat keine steuerlichen Vorteile wie die gemeinnützige Stiftung – im Gegenteil, sie wird in der Regel eher höher besteuert.

    In meinem Fall handelt es sich um eine gemeinnützige Stiftung.

    Viele Grüße McProfit

    1. April 2026

    Hallo @Irving,

    liebe Forumsfreunde,

    ich habe mich hier zuletzt etwas rar gemacht – es gibt schließlich auch noch ein Leben außerhalb der Börse …

    Als waschechter Schwabe und überzeugter Häuslebauer sowie Immobilieninvestor habe ich ab dem 65. Lebensjahr begonnen, meine zahlreichen vermieteten Immobilien zu verkaufen. Das Ganze hat über 10 Jahre gedauert. Darunter waren einige echte „Brocken“ in bester Stuttgarter Zentrumslage, jeweils im zweistelligen Millionenbereich, teilweise gewerblich und in einer Grundstücks-AG gebündelt. Dazu kam noch eine komplette Betriebsauflösung.

    Nach diesen 10 Jahren war alles abgewickelt, und der gesamte Erlös wanderte ins Aktiendepot. Weitere 5 Jahre später bin ich den nächsten Schritt gegangen: Einzelaktien werden konsequent reduziert (teilweise auf die Kinder übertragen), und ich setze inzwischen nahezu vollständig auf ETFs – mit klarem Schwerpunkt auf Ausschüttung.

    Aktuell halte ich 9 ETFs, darunter auch je einen im Bereich Energie und Rüstung. Rückblickend war die Umstellung auf ETFs eine meiner besten Entscheidungen überhaupt. Und ich gebe offen zu: Ohne die Beiträge einiger Forumsmitglieder – allen voran @Irving – wäre ich diesen Weg vermutlich nicht so konsequent gegangen.

    Mit @Irving habe ich mich hier früher durchaus gerne und auch mal heftig gerieben. Inzwischen hat die Altersmilde Einzug gehalten – heute lese ich viele Beiträge eher mit einem Schmunzeln und als unterhaltsame Lektüre, auch wenn ich mich selbst nur noch selten einbringe.

    Was mich aktuell beschäftigt, ist ein anderes Thema:
    Ich habe vor rund 25 Jahren in meiner Heimatstadt eine gemeinnützige Stiftung gegründet. Und dort erlebe ich gerade ein schönes Praxisbeispiel dafür, wie schwer sich Theorie in Köpfen verankern lässt.

    Obwohl ich Stifter, Gründer und Vorstand bin, entscheide ich nicht allein über die Kapitalanlage. Mein Vorschlag ist simpel und aus meiner Sicht logisch: Kapital in einen ausschüttenden Dividendenfonds, Ausschüttungen für den Stiftungszweck verwenden, und die langfristige Wertentwicklung erledigt den Inflationsausgleich quasi automatisch.

    Die Realität: ein vierköpfiges Gremium, das weiterhin an klassischen festverzinslichen Anlagen festhält – ohne echten Inflationsausgleich.

    Man könnte sagen: Kapitalerhalt auf dem Papier, real schleichender Substanzverlust.

    Ihr seht – auch ohne tägliche Börse wird es nicht langweilig.

    Viele Grüße
    McProfit

    Hallo monstermania

    zu früh gefreut – ich bin noch im Ländle!
    Südfrankreich kommt erst Ende April dran, gleich nach der Invest in Stuttgart.

    Bei allem Spaß: Du hast natürlich recht.
    ETFs müssen im Gegensatz zu Einzelaktien von links unten nach rechts oben laufen – sonst hätten wir nicht nur an der Börse ein echtes Problem.
    Gerade weil da viele Aktien drin sind, wird alles etwas „glatter“.
    Das kann für einen alten Börsianer wie mich allerdings fast schon langweilig wirken.

    Aber das ist wohl das Alter.
    Mit jedem Jahrzehnt wird man ruhiger – ob man will oder nicht.
    Man kann es höchstens ein bisschen hinauszögern… aber aufhalten geht nicht.

    Wenn ich zu unserem Jahrgangstreffen gehe (alle um die 80), dann sieht man es deutlich:
    gleiche Jahrgänge – aber komplett unterschiedliche Entwicklungen.
    Optisch, körperlich… und vor allem im Kopf.

    Und bei mir ist es tatsächlich auch so:
    Das Interesse an Aktien hat wohl länger gehalten als manches andere im Leben…

    Bevor jetzt falsche Gedanken kommen:
    Ich meine natürlich die Politik

    Viele Grüße
    McProfit

    Von McProfit an die Forumsfreunde, ganz besonders @Irving, Tomarcy  Goldmicha

    Ihr erlebt hier gerade ein eher seltenes Schauspiel: die Verwandlung vom McProfit.

    Über 40 Jahre Börse liegen hinter mir. Viele Jahre davon als überzeugter Anhänger von soliden, dividendenstarken Weltkonzernen. Von den Erträgen hätte ich meinen Lebensabend locker bestreiten können.

    Und jetzt verkaufe ich das alles.

    Warum macht man so etwas – auf seine alten Tage – und zahlt dabei auch noch freiwillig richtig viel Steuern?

    Ganz einfach: Das war kein spontaner Entschluss. Das war ein langer Prozess.

    Auch dieses Forum hat seinen Teil dazu beigetragen.
    Selbst ein alter Hase lernt noch dazu. Ich denke da z. B. an Achim Weiss oder auch an Dich, @Irving. Fachlich top – auch wenn der Ton manchmal… sagen wir mal… gewöhnungsbedürftig war.

    Aber zur Sache:

    Ich war lange überzeugt, dass ich mit meinen Einzelaktien besser bin als der Markt.
    So nach dem Motto: „von link unten nach rechts oben“.

    Die Realität hat mich irgendwann eingeholt.

    Auch meine besten Firmen haben plötzlich Rückschläge hingelegt, die ich so nicht erwartet hätte – und das ohne großen Börsencrash:

    • Novo Nordisk: von ca. 140 auf 50 Euro – mehr als halbiert
    • Nestlé: rund ein Drittel weg
    • Nike: ebenfalls halbiert
    • Amazon, Netflix: zeitweise noch stärker gefallen

    Und das sind keine Pommesbuden, sondern absolute Weltkonzerne.

    Klar: Einzelaktien machen Spaß.
    Und als Dividendenanleger ist man sogar relativ entspannt, weil die Ausschüttung meist weiterläuft, auch wenn der Kurs mal runtergeht.

    Aber wenn man ehrlich ist – und das musste ich irgendwann sein – dann sieht die Langfrist-Bilanz nüchtern aus:

    Ja, ich hatte viele Volltreffer dabei. McDonald’s zum Beispiel. Ausgerechnt eine "Pommersbude"
    Aber unterm Strich war das Ergebnis nicht wirklich besser als ein einfacher ETF.

    Und dann kam das eigentliche Problem: die Steuer.

    Jeder weiß es: Die Steuer kommt sowieso irgendwann.
    Aber wenn das Depot groß ist, reden wir nicht mehr über Prozente – sondern über richtig Geld.

    Bei mir ist das inzwischen ein 7-stelliger Betrag.
    Den schickt man nicht mal eben locker nach Berlin – auch wenn es logisch ist.

    Ich habe das etwas abgefedert, indem ich Teile frühzeitig auf Kinder und Angehörige übertragen habe. Das hilft – aber ganz vermeiden lässt sich das Thema nicht.

    Jetzt ist es durch.

    Wenn ich heute meine letzten 2.600 Allianz-Aktien verkaufe, dann habe ich keine einzige Einzelaktie mehr im Depot.

    Und ja – ich verzichte damit auch auf rund 49.000 Euro Dividende, die im Mai noch gekommen wären. Die Profis hier wissen, warum ich das trotzdem mache.

    Mein gesamtes Vermögen – inklusive der Erlöse aus Immobilienverkäufen – steckt jetzt in 9 ETFs. Die meisten davon ausschüttend.
    Ich bin halt Schwabe – ich will Erträge sehen. Regelmäßig. Auf dem Konto.

    Welche ETFs das sind und warum ich genau die gewählt habe, schreibe ich gern noch mal extra.
    Aber nur, wenn es jemanden interessiert.

    Ich weiß ja selbst, wie anstrengend lange Texte hier sein können.

    Viele Grüße
    McProfit

    Lieber @Irving

    "es ist vollbracht...." .

    nach 40 Jahren aktiver Kapitalanlage in Einzelaktien mit Schwerpunkt Dividende habe ich in den letzten Jahren diese Direktbeteiligungen an den Unternehmen nach und nach in ETF umgeschichtet. In Anbetracht der teilweise hohen Wertsteigerungen von mehreren Hundert Prozent müsste ich im Finanzminister eigentlich ein persönliches Dankschreiben erhalten...

    Der Schwerpunkt meiner ETF liegt auch weiterhin auf solchen mir Ausschüttung, ganz besondes der von Dir genannte Dividenden-ETF der zur Zeit aktuell bei rund 50 Euro notiert, die Namen kann ich mir immer leider schlecht merken...

    Der riesige Nachteil diesere Strategie:

    Aktienanlage ist sowas von langweilig geworden! Du merkst es auch daran, dass ich nur noch selten ins DEPOT und damit auch hier ins Forum schaue und noch seltener hier schreibe...

    Selbst in den aktuell recht turbulenten Börsentagen sind die Kurssprünge bei diesen ETF kaum der Rede wert.

    Das war bei Einzelaktien vorher anders, wenn ich da nur an meine NOVO denke, oder an NESTLE, NIKE oder Rheinmetall. Da wusste ich, da waren jeden Tag Kurssprünge garantiert. Ich wusste nur nie: In welche Richtung!

    Warum ich jedoch jetzt gleich insgesamt 9 verschiedene ETFs habe, erkläre ich Dir gerne mal bei anderer Gelegenheit. Viele Grüße McProfit

    Hallo @Irving

    Deine Aussage "Ruhe bewahren und Tee (Bier) trinken" hätte auch von mir sein können.

    Leider gibt es keine 2 Pokale für solche Aussagen.

    Dem Hinweis von Tomarcy, dass er beim Crash lieber Rotwein trinkt, kann ich zustimmen. Auch dann wenn es kein Trollinger ist.

    Schönen Sonntag wünscht McProfit

    Hallo @Irving

    Beim Lesen des Begriffs "8-stelligen" Vermögen musste ich schmunzeln.

    Wenn ich recht bis 8 zählen konnte dann sind das 10 bis 99 Mio. Ist natürlich ein himmelweiter Unterschied.

    Jeder Mittelständler hier im Schwabenland wo ich ja nun bekanntlich meine Wurzeln habe, ist schnell im 8-stelligen Bereich ohne deshalb sehr vermögend zu sein.

    Zum Vermögen zählt nun bekanntlich eben nicht nur der Kontostand oder die Aktien oder Anleihen oder Festgeld sondern bei den meisten in meinem Umfeld die selbstbewohnten und vermieteten Immobilien und dann das Allerschlimmste das Betriebsvermögen.

    Beim der altersbedingten geplanten Übertragung meiner 30-Mitarbeiter-Firma an nahe Angehörige hat das Finanzamt lt. Tabelle bei eine bei einem Jahresgewinn von 1 Mio. Euro VOR STEUER vom 13,75-fachen angesetzt, also 13,75 Mio. Euro. Das wäre der Wert also mein Vermögen.

    Dass kein Käufer der WElt bereit ist für meine Firma den 13-fachen Jahresgewinn im voraus zu zahlen, interessiert das FA nicht. Ich muss nun amtliche Gutachten anfertigen lassen, dass der Wert also mein Vermögen vermutlich nur den 4-fachen Jahresgewinn wert ist, weil niemand bereit ist mehr zu zahlen. Der Grund ist, dass es heute keine Firma mehr gibt die mit Sicherheit sagen kann dass der Gewinn in den nächsten 13 Jahren weiterhin auf ähnlichem Niveau sein wird und daher nie solche Multitiplikatoren zahlen.

    Daher lieber @Irving bitte vorsicht bei der Schätzung von Vermögen. Das sieht auf dem Papier oft sehr schön aus.

    Beim Einkommen ist es erheblich einfacher: Da schaust Du nur auf die Steuererklärung und fertig.

    Beim Vermögen ist das komplizierter, wiel das in der Regel nicht da ist, sondern nur theoretisch von jemand berechnet wird und man dann ins Staunen kommt.

    Schönen Sonntag McProfit

    1.3.2026

    von McProfit

    wenn ich nur kurz ins Forum schaue und dann noch dieses Thema anklicke verstehe ich mal wieder nur "Bahnhof". Für Gelegenheitsleser zu denen ich inzwischen gehöre (seit meiner ETF Umsellung) ist schwierig den Kleinkrieg mancher Forumsfreunde hier zu verstehen.

    Für mich hat @Irving hervorragend argumentiert, für seine präzisen Formulierungen müsste ich lange dran sitzen... Und menschlich ist er mir inzwischen fast wieder sympathisch.

    Allerdings lieber Irving ist mir Dein Optimismus für Deinen Kommerfonds zu groß.

    Eine Bestätigung ob der berechtigt ist wird es vermutlich erst nach meinem Ableben geben (bin ich 80) und auch viele Forumsfreunde hier werden - falls sie diesen Zeitraum erleben - sich in 10 oder 20 Jahren kaum mehr an Deine Prognose vor 10 Jahren oder länger erinnern.

    Ich veweise auf den mir hochgeschätzten Kollegen und Vermögensverwalter HUBER aus Oberursel imTaunus hin.

    Er ist seit ich ihn in den 1980er Jahren persönlich kennengelernt habe ein Verfechter antizykischer Aktien. Er nennt die wohl 3 U. : Unbeliebt, unterbewertet und noch irgendwas...

    Dazu braucht man einen endlose langen Atem Turn-Arounds können oft viele Jahre auf sich warten lassen ohne dass es eine Garantie gibt dass es klappt.

    Bei der traditionellen hohen Anlage in Rohstoff, Öl und Gold hat HUBER gerade eine Besätigung und großen Erfolg so dass er seinen Fonds wegen zu viel Geld sogar schließen musste und kein Geld mehr annimmt! Auch das gibt es.

    Allerdings weiß ich, dass Huber schon vor Jahrzehnten Fan von Rohstoffaktien war. Inwieweit seie Strategie langfristig der Durchschnittsanlage überlegen ist wäre eine Prüfung durch @Irving wert.

    Mir ist es zu mühsam, ich wollte das aber lediglich erwähnen.

    Schönen Sonntag noch wünscht McProfit