Hallo sina
Deine Frage hier ist nicht ganz so einfach zu beantworten, wie du dir das vorstellst
Bei einem Anleger, der sich nur Aktien von erstklassigen Unternehmen kauft, fällt die Antwort anders aus.
Aktien von Internationalen Multis können auch mal über einen sehr langen Zeitraum im Kurs sinken. Mir fällt dazu das Beispiel General Elektric USA ein.
Da ist sozusagen die „amerikanische Siemens“
Wer im Jahr 2000 die Aktie zum ersten Mal gekauft hat, der zahlte dafür circa 400 €
Danach ging es rund 20 Jahre nur nach unten. Aufgepasst: von 400 bis bis auf 40 €.
Erst nach 20 Jahren im Jahr 2020 kam die Wende,
von 40 auf aktuell rund 200 €.
Jeder Anleger hat in seinem Depot ab und zu mal einen Wert, der im Kurs sinkt.
Solange er eine solche Aktie einfach behält, passiert gar nichts.
Vorausgesetzt er hat nicht nur eine Aktie, sondern mindestens zehn oder mehr Aktien im Depot.
Die Kursgewinne der anderen gleichen das längst aus, das sieht man auch am Index, der ja sowohl Gewinner wie Verlierer stur behält.
Am Ende überwiegen die Gewinne, und es errechnet sich die allseits bekannte Durchschnittsrendite von 5-10 % im langfristigen Vergleich.
Riskant wird es erst, wenn man mit aller Gewalt versucht, eine gesunkene Aktie immer weiter nachzukaufen.
Vor allem dann, wenn er sich um kleinere Firmen handelt, bei denen man nicht weiß, ob die langfristig bestehen werden.
Die Empfehlung in deinem Zeitungsartikel muss demnach heißen:
Ein gefallener Aktienkurs macht in einem Aktiendepot keinen Schaden, sofern die Mischung der übrigen Werte stimmt. Gefährlich wird es nur wenn man mit Gewalt versucht, eine gesunkene Aktie ständig nachzukaufen.
Es kann natürlich auch mal gut gehen, aber das Risiko ist mit dem Nachkauf höher.
Viele Grüße aus Stuttgart McProfit