Lieber Forumsfreund tb38 und
@Achim Weiss
zunächst bin ich immer noch hoch beeindruckt mit welchem Engagement Ihr Euch meinem Thema mit der Wärmepumpe angenommen habt und wieviel ich hierbei gelernt habe.
Das hat mir weder ein Energieberater, noch noch der Architekt und Mitarbeiter der Stadtwerke und auch nicht die Heizungsfirma so gut erklärt
Dass ich in einem anderen Forumsteil gelandet bin war ein reiner Zufall weil dort genau die Frage gestellt wurde nach dem Freibetrag der Energiepreisbremse die bei mir auch ein großes Thema ist.
An dieser Stelle noch einmal die Probleme die es bei Menschen wie uns gibt die ein älteres Haus kaufen, danach umbauen und dabei auch eine moderne Wärmepumpe einbauen
Baugenehmigung und Energieberater und KfW Darlehen
Wenn man bei der Baugenehmigung und bei den Vorschriften für Energieberatung den kleinsten Fehler macht riskiert man den gesamten Zuschuss. Bei uns ging es immerhin um rund 60.000 Euro ZUSCHUSS.
Die Umbaukosten für das alte Haus waren 350.000 Euro, davon 150.000 Euro für Wärmemaßnahmen. Dies wurde akribisch kontrolliert. Allein schon an den erforderlichen Bestätigungen wird mancher Bauherr verzweifeln. Es würde zu weit führen wenn ich das hie erklären würde.
Energieverbrauch und Kosten NACH Einbau
Das Haus steht in einer Stadt in Baden Württemberg in einer der wärmsten Klimazonen.
Weil die Stadt jedoch Weltkulturerbe ist und wegen der historischen Innenstadt sind strenge Auflagen beim Umbau, z.B. keine Photovoltaik, spezieller offenporiger Außenputz usw.
Auf Grund Eurer Hinweise war die Fachfirma noch einmal vor ORT.
Allerdings ist nicht jede Fachfirma mit dem Einbau einer Wärmepumpe im Altbau ausreichend vertraut weil dort jeder Fall anders ist.
Auf jeden Fall war der Chef der Firma mit einem Mitarbeiter diesen Monat da.
Es wurden die Einstellungen geändert, jedoch nichts umgebaut.
Wir sind jetzt immerhin nach rund 2 Jahren soweit, dass die Wärmepumpe bis zu einer Außentemperatur von Minus 3 Grad OHNE Heizstab und Allgemeinstrom auskommt.
Weder der Energieberater noch die Heizungsfirma noch die Stadtwerke haben uns gesagt, dass wir für den separaten Stromzähler der Wärmepumpe einen extra Vertrag mit den Stadtwerker machen müssen und der Sondertarif Wärmepumpe erst dann gilt, wenn dieser Vertrag gemacht wurde.
Daher wurde bei uns im 1. Jahr nach Inbetriebnahme der Sonderzähler für die Wärmepumpe mit demselben Allgemeinstromtarif abgerechnet von37 bis 47 Cent/kw.
Das hatte zur Folge ,dass die Kosten für Stromverbrauch der Wärmepumpe von 13.000 KW im ersten Jahr 5.100 Euro betrugen davon haben wir einen Nachlass für die Preisbremse bekommen von 92 Euro.
Wenn man noch bedenkt dass wir in diesem 1. Jahr nach Fertigstellung das Haus nur als Zweitwohnung genutzt haben und im bisherigen Haus noch gewohnt sind - und daher wenig Warmwasserverbrauch hatten - kann man sich vorstellen wie der Verbrauch weiter hochgeht bei ständigem Wohnen.
Der Allgemeinstrom für Küche, Waschen, Kühlschränke, sowie gelegentlicher Einsatz der Klimageräte werden über den extra Zähler ZUSÄTZLICH abgerechnet.
Das Haus hat insgesamt rund 200 m2 Wfl,.
Da es eine offene Architektur bis unter das Dach hat mit hohen Räumen im OG muss man als Vergleichswert eher 250 m2 nehmen.
Der Energieberater hat uns jedoch deutlich darauf hingewiesen, dass eine Wärmpumpe die Heizkosten eines Hauses im Vergleich zu Gas oder Öl nicht reduziert sondern beim Altbau eher höher ist und nur langfristig möglichweise sich auszahlt.
Soviel zum aktuellen Stand.
Jetzt lassen wir mal alles so laufen und hoffen auf wenig FROSTTAGE nicht unter 3% Minus .
Viele Grüße von McProfit