Ich würde an deiner Stelle ganz ruhig an die Sache herangehen. Dass hier sofort von Langzeitarbeitslosigkeit gesprochen wird, ist typisch, aber nicht hilfreich.
Wichtig zu verstehen ist, dass die Leute von der Agentur für Arbeit (Arbeitslosengeld) dir wirklich erstmal nur helfen wollen. Für studierte Leute gibt es dort in der Regel eigene Teams, die dir auch spezifisch helfen können. Und das auch ganz materiell: Beihilfen zum Umzug, zum Pendeln oder auch Erstattungen für teurere Bewerbungen sind möglich, ggf. auch Weiterbildungen. Das aber eher selten, denn die Arbeitslosigkeit unter Leuten mit Studium ist in Deutschland immer noch sehr gering (2-3 Prozent). Das heißt, du wirst wieder einen Job finden. Vielleicht woanders als bisher, vielleicht weiter weg, vielleicht mit schlechteren Konditionen.
Ich würde an deiner Stelle auch erstmal Sparpläne stoppen und meinen Puffer aufbauen für den Fall, dass es doch länger dauert. Auch die Menschen im Jobcenter (Bürgergeld/Grundsicherung) sind viel besser als ihr Ruf, aber es wäre ärgerlich, wenn du mangels schönen Vermögens an deine ältesten ETF-Anteile ran müsstest.