Ich sehe das gegenteilig. Die allgemein beschriebene Größenordnung "3 Monatsgehälter" scheint mir eine sinnvolle Größenordnung zu sein. Ein Auto ist für die meisten Leute eine erhebliche Konsumausgabe, dafür darf man schon ans Eingemachte gehen.
Daß es in der aktuellen Zinssituation für unsere Sicherheitsliebhaber ein gangbarer Weg ist, die "Sicherheitsbausteine" leicht zugreifbar auf einem Tagesgeldkonto zu halten, steht auf einem anderen Blatt.
Aber das darf natürlich jeder mit seinem eigenen Geld so halten, wie er möchte.
Was meinst mit Eingemachte? Es gibt kein zusätzliches Vermögen.
Damit wir nicht aneinander vorbei reden. Die Schritte sind klar: zuerst Notgroschen aufbauen, dann investieren.
Ich denke, es ist klar, dass wenn ich irgendwo schon Geld rumliegen habe, mit dem ich meine größte Ausgabe (in meinem Beispiel Auto) bestreiten kann, dann brauchen wir hier nicht über 3 oder 4 Monatsgehälter zusätzlich als sogenannter Notgroschen zu diskutieren.
Ich bin vom Fall ausgegangen: Ich habe keine Konsumkredite. Und habe auch kein weiteres Vermögen. Nun stehe ich da und will nun meinen Notgroschen aufbauen. Wie viel Geld brauche ich? Natürlich mindestens für ein Auto, weil, wenn das Auto heute kaputt geht, muss ich ein Konsumkredit aufnehmen. Und das sollte natürlich vermieden werden.
Erst wenn ich das Geld habe, kann ich mir weiter überlegen, ob ich nun mit ETFs starte oder fürs Eigenheim spare.