Ich kann deine Gedanken voll und ganz verstehen. Erst vor einigen Tagen habe ich mir ebenfalls den Kopf zerbrochen, was ich mit meinem Riester machen soll.
Stand Jetzt betrachtet ist in unserem Alter wohl die Kündigung und die Beiträge zusätzlich in den ETF stecken, wohl das vernünftigste.
Aber was ist, wenn sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bis in 30 Jahren stark verändern.
Was z.B. wenn es kurz vor der Rente wirklich einen riesigen Crash gibt und die Börsen diesmal 20 Jahre brauchen, um sich zu erholen. Dann liegt man bestenfalls noch mit einigermaßen erträglichen Schmerzen zu Hause auf dem Sofa und hofft, dass man das nächste Weihnachten noch erleben darf. Alle Hochrechnung mit 5-7 Prozent am Aktienmarkt wären dann zu nichte.
Oder die Grünen sind im Jahr 2057 an der Macht und wollen neben Wohneigentumsenteignung jegliche Aktiengewinne zu 80 Prozent versteuern.
Ich habe für mich entschieden (du hast das ja auch schon so angedeutet) die Riester-Rente solange es die Kinderförderung noch gibt, weiter zu besparen.
Vielleicht kommt ja doch noch der politische Durchbruch zur Begünstigung aller bestehenden Riester-Verträge.