Beiträge von csh

    Kritisch ist jedoch die Redundanz: MSCI World enthält Europa bereits, zusätzliches MSCI Europe führt zu einer unbegründeten Übergewichtung Europas. Zudem entsteht unnötige Komplexität ohne klaren Mehrwert.

    Moment mal....warst du nicht derjenige, der den USA Anteil deutlich reduziert hat (unter 40%)? Wie macht man das denn, wenn man auf der anderen Seite nicht den Europa Anteil erhöht?

    Und du hattest doch neulich auch ein "wissenschaftlich fundiertes" Welt Portfolio mit fünf Regionen ETFs vorgestellt, oder?

    Ich finde diese Ansätze weiterhin sympathisch und legitim.

    Ich bin 70 und habe mir einreden lassen, dass ich auf Sicherheit setzen muss. Alles Mist. Ich bin Kursschwankungen gewohnt und kann damit umgehen, darum verkaufe ich die Geldmarkt Produkte und gehe wieder in Etfs.

    Richtig starkes Mindset für eine 70-jährige (ich nehme an du bist weiblich wegen deines Namens)! Davon können sich viele etwas abschneiden. 👏👌

    Meine Mutter macht nur das "bombensichere" Festgeld bei der Sparkasse. Und meine Schwiegermutter hat noch nicht mal ihr eigenes Girokonto, nur ein Gemeinschaftskonto mit ihrem Mann, der sich um alles kümmert. Beide sind auch um die 70.

    Ich bin auch überrascht, wie hoch die Aktienquote ist. Liegt es daran dass der letzte große Crash für viele schon zu lange zurück liegt? Oder setzt sich zumindest hier im Forum das Wissen durch, dass man langfristige Rendite nicht ohne Aktien hinbekommt.

    Eher letzteres? Vielleicht auch die Alternativlosigkeit? Ich wüsste aktuell nicht, was ich mit (viel) Cash sollte, außer als Investitionsreserve, aber da bin ich eher der Meinung, dass sie nicht viel bringt (warten auf den Crash). Also auch bei mir rund 95% Aktienquote. Miet-Immobilien erscheinen mir zu aufwändig, vielleicht werde ich mich mal da einarbeiten. Von Krypto habe ich auch zu wenig Ahnung.

    Gerade wurde mir in der DKB App angezeigt:

    LU1681043599 ist der zweitbeliebteste ETF in der Sparplan Ausführung.

    Amundi MSCI World Swap UCITS ETF EUR Acc

    Jetzt mal Hosen runter, wer von euch investiert in diesen ETF und warum? Also ich meine...: Er ist von Amundi 😩 (schlechter Ruf), er kostet 0,38% TER 💸, er ist synthetisch 🫩 und in Luxemburg aufgelegt 🇱🇺 (was zwar egal ist bei Swap, aber man weiß ja nie, ob Amundi den nicht trotzdem noch nach Irland umziehen möchte)

    Meins wäre der irgendwie nicht 🤷‍♂️

    Gibt bessere Dividenden-ETF.

    Das denke ich auch. Der Stoxx Dividend wurde schon öfters zerrissen.

    Mein Gedanke dazu: wenn man mit 60 in Dividenden ETF investiert mit der Absicht von den Ausschüttungen zu leben, impliziert das doch, dass man die Anteile nicht verkaufen möchte.

    Das wiederum bedeutet, dass man ihn vererben wird, vielleicht an seine Kinder in den 40ern. Die bräuchten dann aber wieder eine andere Anlage, zumindest laut Artikel. Also würde ich lieber einen 3% Entnahmeplan implementieren auf einen ACWI oder einen ausschüttenden normalen World ETF nehmen, der besser vererbungsfähig ist, oder? Gibt ja auch Nießbrauchdepot. Bin noch keine 60, vielleicht denke ich dann auch anders drüber.

    MSCI World Screened UCITS ETF (Acc) – ISIN IE00BFNM3J75

    Der erscheint mir für deine Zwecke ganz gut auf den ersten Blick.

    Oder empfehlt ihr einen anderen ETF?

    Ich hatte noch den L&G Global Equity UCITS ETF im Sinn, dessen Solactive Index Kontroverse Waffen ausschließt (neben Kohle).

    In der Theorie jedenfalls.

    Denn wenn man mal schaut wo z.B. Lockheed Martin überall drin ist, dann stellt man fest, dass sie in o.g. ETF enthalten ist, genauso auch Honeywell (beteiligt an Atomwaffen).

    Beide sind in deinem Screened Index nicht drin (in keinem Screened).

    Du kannst das schön über justetf prüfen: Auf eine Aktie klicken und dann runterscrollen, dort siehst du die Liste an ETF, wo sie enthalten ist.

    Du kannst auch mal die Amundi ETFs näher anschauen. Amundi ist bekannt dafür, dass sie kontroverse Waffenhersteller ausschließt, und zwar auch in ihren breiten non-ESG ETF. Lockheed Martin gibt es bei Amundi ETFs z.B. nicht.

    Deren Politik ist hier beschrieben.

    Dort steht, dass "Anti-personnel mines and cluster bombs" sowie "Chemical and biological weapons" auch in den passiven non-ESG ETFs ausgeschlossen werden. Honeywell ist trotzdem enthalten, aber vielleicht bin ich hier auch nur schlecht informiert.

    Die DKB scheint wohl ihre "Öffnungszeiten" denen lokaler Sparkassenfilialen angleichen zu wollen. Wie kann es sein, dass an einem Mittwoch nachmittags das Online-Banking weder per Webseite noch per App erreichbar ist?

    Es wurden da Wartungsarbeiten vorher angekündigt. Aber ich meine es hieß Mittwoch Nacht 0-6 Uhr.

    Sollte es zukünftig (wie aktuell diskutiert) zusätzlich zu Sozialabgaben auf Kapitalerträge kommen, werden Thesaurierer deutlich mehr Abgaben zur Folge haben. Ok zugegeben, das sind ungelegte Eier.

    Dieses Argument habe ich schon vor ca. zwei Jahren gehört, lange bevor Habeck das angeregt hatte. Allerdings mehr vor dem Hintergrund, dass die KeSt durch den persönlichen Steuersatz ersetzt werden könnte.

    Aber warum werden Thesaurierer dann benachteiligt? Das Argument damals war, dass man bis dahin die "günstige" KeSt mitgenommen hat und erst auf die zukünftigen Ausschüttungen mehr Abgaben zahlen würde.

    Andererseits habe ich erst vor wenigen Tagen als Reaktion auf die Diskussion rund um Rentenbeiträge auf Kapitalerträge gehört, dass Thesaurierer dann ja viel besser wären, weil man dann (erstmal) keine Einkünfte erzielt. Beides erscheint mir einleuchtend.

    Sicher nicht. Auch sechs oder siebenstellige Beträge in einem ETF sind kein Problem.

    Zu diesem Thema "wieviel Geld in einem ETF" wollte ich auch schon immer mal gefragt haben, nun also hier.

    Denn der hier sehr geschätzte Prof. Dr. Walz schreibt auf seinem Blog, in den Kommentaren von Juni 2025:

    Zitat von Hartmut Walz

    Bei größeren Anlagesummen, also z.B. über 100.000 Euro, kippt das Verhältnis von Einfachheit zu Vorsicht (selbst vor Schwarzen Schwänen) und ich würde mich wohler fühlen, dann lieber mehr Zeilen im Depot zu haben und indexgleiche oder indexähnliche Produkte als „Doubletten“ zu führen und das Kapital aufzuteilen.

    [...]

    Falls Sie über 100.000 Euro in einem Welt-ETF haben, sollten Sie keineswegs steuerschädlich eine Korrektur vornehmen. Bei Neuanlagen würde ich jedoch auf alle Fälle weitere ETFs auf den gleichen oder ähnlichen Index wählen.

    Was meint ihr dazu?

    Wenn wir normale Zeiten annehmen, nämlich solche, in denen die Börse Gewinne macht (kleine oder große) und die Ausschüttungen in der Größenordnung des Basiszinses * 70% liegen (Das ist aktuell der Fall), dann drehen sich die Verhältnisse um.

    Es ist wirklich hervorragend wie du das alles immer erklärst, danke!

    Kann man generell also sagen, sobald die Ausschüttung höher ist als 70% des Basiszinssatzes, ist es steuerlich schlecht? Ich kann mich in so Steuerberechnungen, nur schwer eindenken.

    Beispiel: Aktueller Basiszinssatz: 2,53%. Ausschüttungsrendite beim MSCI World laut heutigem Finanztip Newsletter: 1,62%.

    70% vom Basiszins sind 1,77%. Also hier alles gut.

    Mein Emerging Markets ETF schüttet aber auch aus und hat typischerweise eher ca. 2,5% Ausschüttungsrendite. Also wäre hier ein Thesaurierer besser? Aber hier wäre das Problem der doppelten Besteuerung (VAP + Gewinne auf Verkäufe) in der Entsparphase ja auch.

    Das Konzept performt seit 3 Monaten besser als der FTSE All-World.

    Du weißt doch selber, dass das kein Argument ist. Das Konzept finde ich trotzdem gut.

    Florian 290 Warum fühlst du dich nicht gut? Nur ein Emittent? Hohes USA Gewicht? Zu wenig Europa? Weil es auch günstiger geht? Kontrollverlust? Doch lieber FTSE? Marktkapitalisierungsgewichtet hat Konzentrationsrisiken, lieber Equal Weight? Dividendenstrategie oder doch lieber Entnahmeplan? Noch bisschen Momentumstrategie beimischen? Zu wenig Small Caps?

    Ich habe jedenfalls ständig solche Gedanken, mein Portfolio anders aufzubauen, z.B. mit Regionen ETFs nach BIP. Da brauche ich mir nur ein Interview mit Kommer oder Walz anschauen (die beiden eher Richtung BIP gewichten) und möchte am liebsten alles umschmeißen.

    Man liest hier oft, dass der Gestaltungsdrang irgendwann nachlassen würde, aber ich frage mich auch wann das denn mal soweit ist.

    Hallo SirTobi1980 ,

    Privatfonds ESG (+ 1,6% Rendite über die Laufzeit)

    Den hatte meine Frau auch. Der ist ein teurer, eher defensiver Mischfonds mit schwacher Performance. Sie hat ihn im Mai verkauft (ca. 10% im Plus) und in einen reinen Aktien-ETF umgeschichtet. Hat sich Stand heute schon gelohnt, wenn man mal die Steuern des Verkaufs außer Acht lässt. Ich würde deine auch verkaufen, schau dir die Zahlen an, und in was sie investieren.

    Den letzten mit dem dicken Minus, das widerstrebt mir, aber leider war das Ding über die gesamte Laufzeit nie wirklich im Plus, ne absolute Krücke

    Ankereffekt.

    Ich habe auch schon ETF im Minus verkauft und neugekauft, aber eher aus steuerlichen Gründen, um den Verlusttopf zu füllen. Ich weiß aber nicht, ob das mit deinem Fonds und Broker übergreifend geht.

    Der Uni Deutschland XS ist halt 100% SDAX für 1,9% TER. Den gäb es auch günstiger als ETF. Ein paar Small Caps schaden sicherlich nicht, aber im SDAX würde ich nicht mehr als 5% meines Aktienvermögens halten wollen. Wenn es dir besser geht, ihn im Plus zu verkaufen, dann halte ihn noch und warte bis er sich dreht. -3% sind aber auch nicht so viel.

    Wenn du größere Mengen dort drin hast, verkaufe Teile lieber. Small Caps sind ohnehin riskanter, und dann nur aus einem Land ist noch riskanter als ein breiterer Fonds.

    Hallo,

    ich halte das für sinnvoll. Manch anderer offenbar nicht.

    Das Thema wurde hier im April nach dem Kurseinbruch auch schon diskutiert.

    Als z.B. mein Amundi ETF (im Plus) zwangsverkauft wurde, habe ich danach einen anderen ETF im Minus verkauft und Steuern, die ich für den Amundi Verkauf bezahlt hatte, zurückbekommen, weil die Verluste gegen die Gewinne gerechnet wurden.

    Verkauf von ETFs im Minus kann man auch gut nutzen um steuerfrei auf einen besseren ETF umzustellen.

    Stichwort auch: Tax Loss Harvesting.

    Nachtrag: sollte mit Tagesgeld und ETF auch funktionieren, da beide den gleichen allgemeinen Verlustverrechnungstopf nutzen. Mit Einzelaktien geht das z.B. nicht, da unterschiedliche Verlustverrechnungstöpfe.