Beiträge von LebenimSueden

    Natürlich ist die Zukunft ungewiss. Aber du hast jetzt zwei Varianten:

    1. Nvidia weiterhin behalten. Einzelaktien sind sehr ungewiss und dank Mean Reversion ist die Chance auf weiterhin überdurchschnittliche Gewinne recht gering. Falls es nicht klappt, kannst du dich damit trösten, dass du insgesamt immer noch 1000% gemacht hast

    2. Verkaufen, Abgeltungssteuer schlucken und in einem breiten ETF die Durchschnittsrendite abgreifen. Nochmal 3000% sind natürlich auf das Geld nicht drin


    Ich wüßte, welche Variante ich hier wähle.

    Bei Beibehaltung der Rate wären in 5 Jahren der BSV Zuteilungsreif. Der Darlehenszinssatz mit 2,25% ist im Vergleich zu heute angebotenen Zinssätze nicht so übel.

    Normalerweise würde ich sagen, weg damit. Aber da du schon recht nahe an der Zuteilungsreife bist, würde ich vorher prüfen, ob du den auch zeitnah verwenden kannst. Hast du konkret absehbaren Investitionsbedarf beim Haus? Wenn ich den ersten Post verstehe, dann eher nicht.

    Dazu gibt es auch Studien mit gemeinsame Frühstück in der Schule. Das führt zu einer deutlich verbesserten Lernathmosphäre.

    Ich weiß ja nicht, wie weit du von der Schule weg wohnst. Bei mir war es im Gymnasium etwa eine Dreiviertelstunde. Noch ein paar Minuten zu Hause im Bad und wir reden von einer Stunde Aufstehen bis Frühstück. Total toll. Deine Idee mag in der Stadt funktionieren, wo alle Schüler in 5-10 Minuten Fußweg leben. Aber auf dem Land ist das ziemlicher Käse.

    Mal abgesehen von der Frage, was es dann konkret zu essen gibt. Nicht jeder frühstückt gleich. Und wenn du sowas in die Schule ziehst, hast du ganz schnell den totalen Wahnsinn an bescheuerten Sonderwünschen...vegetarisch, vegan, glutenfrei, ohne Zucker, nur bio...am besten nur Demeter, denn alles andere ist ja Gift...

    Ich habe bis vor einigen Monaten auch nicht besonders viel von KI gehalten, da die Leistungen eher durchwachsen waren. Allerdings muss man da differenzieren. Was man als free-to-use-KI bekommt, ist nicht vergleichbar mit kostenpflichtigen Angeboten. Ich habe z.B. gestern einen Test mit Copilot, basierend auf GPT-5, durchgeführt. Das Ergebnis war beeindruckend. Ich habe mehrere, über 40 Jahre alte komplexe Programme, kaum dokumentiert, zur Analyse hochgeladen und die KI gefragt, was der Zweck der Programme sei. Obwohl es aus dem Quellcode nicht direkt hervorging, antwortete die KI innerhalb von Sekunden, dass es sich um eine Analyse der Spiralstruktur von Galaxien handele. Was zu 100% zutrifft.

    Mein Praktikant Claude unterstützt mich auch fleißig bei der Arbeit und findet innerhalb weniger Stunden Bugs in Legacy Software, für die man als Entwickler Tage bräuchte.

    Aber du betrachtest das aus der falschen Sicht. Die Frage ist nicht, ob KI nützlich ist. Das Internet ist auch nützlich, vermutlich nützlicher als man sich das in den späten 90ern vorstellen konnte, und trotzdem war Dotcom eine Blase. Die richtige Frage muss lauten, womit sich Geld verdienen lässt. Und da sieht es halt dürftig aus. Gigantischen Investitionen stehen immer noch recht überschaubare Einnahmen gegenüber. Die größte Gefahr für OpenAI ist auch nicht Anthropic oder umgekehrt, sondern offene KI Modelle, die gut genug sind. Um ein bisschen Buzzword-Bingo fürs Marketing zu schreiben, braucht es kein Hochleistungsmodell. Und selbst bei ernsthafter Arbeit...für ein Skript, das Testdaten generiert, braucht es auch kein teures Modell. Auch chinesische Modelle für kleines Geld sind eine Gefahr. Und selbst wenn wir davon ausgehen, dass es gelingt, teure KI irgendwie zu monetarisieren...aktuell hat es sehr viel mehr Spieler im Markt als dieser verträgt

    Es ist sicherlich richtig, dass man manche Dinger zielgenauer lösen kann. Auf der anderen Seite wird ja viel gemacht. Wir haben ein Schulsystem in dem kostenlose staatliche Schulen sind in der Regel nicht vor Privatschulen verstecken müssen. Gleiches gilt für Universitäten, auch die kostenfrei. Im tollsten Land der Welt dagegen sieht das anders aus, da wird der Wohnort auch nach dem Schulbezirk entschieden und bei den Unis...

    Ich sehe da auch das Problem, dass der Staat mit reinen Sachleistungen zu tief in die Freiheit der Eltern eingreift. Welche Sportarten und welches Instrument sind förderwürdig und welche nicht? Sind Risikosportarten in Ordnung und wie definiert man diese? Was ist mit echten und vermeintlichen Luxussportarten? Das ist jetzt alles keine theoretische Frage...Klettern ist bei Kindern beliebt aber aus der Höhe kann man abstürzen. Und Segeln mag einen teuren Ruf haben, muss es mit einer Jolle oder einem Katamaran aber nicht sein, zumal die Jugendprogramme vieler Segelclubs gut quersubventioniert sind. Man kann da eine riesige Bürokratie aufbauen oder man überlässt halt den Eltern die Entscheidung. In jeder Sonntagsrede wird der mündige Bürger beschworen, aber wenn es konkret wird, will immer keiner was von wissen

    Ein warmes Essen ohne Aufwand ist jetzt nicht das Problem. Man kann Vorkochen und portionsweise einfrieren. Am Abend vorher die Soße zum Auftauen in den Kühlschrank. Einmal aufwärmen, Nudeln dazu machen und fertig. Wenn ich Pizza backe, mache ich gleich 6 Stück (1 Kilo Mehl) und friere die übrigen einzeln ein. Auftauen lassen, im Minibackofen aufbacken...

    Bekommt ein Schüler auch hin

    Wie wäre es denn mal mit einer jährlichen Anpassung des Steuerfreibetrags an die Inflationsrate? Der Grundfreibetrag (Existenzminimum) wird ja auch jährlich erhöht. :/

    Sinnvollerweise würde man hier eh aufräumen. Existenzminimum in der Sozialhilfe, Bafög, Wert eines Rentenpunkts, Kindergeld, Grundfreibetrag, Sparerfreibetrag, Beitragsbemessungsgrenzen, etc. werden auf einen Wert zurückgeführt und der wird jährlich erhöht.

    Eventuell würde sich auch anbieten, die Diäten von Abgeordneten an diesen Wert zu koppeln ;)

    Okay, das kann ich nachvollziehen. Aber ist die Risikotragfähigkeit nicht etwas völlig individuelles, was weder vom einen noch vom anderen eindeutig abhängt? Oder wie quantifiziert man das?

    Die Risikotragfähigkeit hängt von diversen Parametern ab. Am meisten diskutiert sind sicherlich die psychischen. Aber die rein wirtschaftliche Risikotragfähigkeit ist halt auch wichtig. Konkret bei der AV macht es einen riesigen Unterschied, ob du per GRV die Grundlagen abdeckst und das Depot vor allem für den Unruhestand wichtig ist. Oder ob du - beispielsweise als Selbstständiger - komplett selbst vorsorgen musst. Die Entnahme an den Depotstand anzupassen ist viel einfacher, wenn dabei eine Woche Skifahren wegfällt und nicht die Miete.

    Quantifizieren kann man das meiner Ansicht nach recht gut über die Cashflows. Du überlegst dir, was du monatlich zum Leben brauchst und schaust, wie viel davon von der GRV abgedeckt ist

    ich bin noch deutlich jünger als 67 und schaue in das Dokument, wie lange ein Mann meines Alters statistisch gesehen noch lebt.

    Aber das ist nicht richtig. Die Rente ist nur relevant, wenn du das Eintrittsalter erreichst. In deiner Statistik jetzt sind alle drin, die vor dem Rentenalter bei Unfällen umkommen oder mit 60 an Lungenkrebs sterben. Wer es bis 67 schafft, hat eine deutlich höheres Alter zu erwarten als jemand, der 37 ist und noch 3 Jahrzehnte lang die Chance hat, vorzeitig aus dem Leben zu scheiden.

    Und das ist durchaus signifikant. Wir reden in der Tabelle von 4 Jahren oder einem Drittel mehr Rentenzeit (sofern der 37-jährige dann auch mit 67 in Rente darf ;) )

    Der Barwert ist doch kein frei verfügbares Vermögen wie ein ETF, sondern der Wert eines nicht handelbaren, an gesetzliche Regeln gebundenen Rentenanspruchs. Außerdem hängt der tatsächliche Barwert von Annahmen wie Lebenserwartung, Rentenanpassungen und dem gewählten Diskontierungszins ab. Einen Vergleich mit einem Depot kann man zwar zur Vermögensübersicht machen. Aber bitte beachten, dass die Vermögenspositionen wirtschaftlich eben nicht gleichwertig sind.

    Deshalb halte ich es für sinnvoller, das Thema über die Cashflows aufzuziehen. Letztendlich ist Vermögen bei der Altersvorsorge nur Mittel zum Zweck. Einen Depotwert in einen Cashflow zu konvertieren ist relativ einfach, man muss nur die Entnahmerate festlegen und ob man sich für 3,5% oder 4% entscheidet, ändert das Endergebnis nicht entscheidend.

    Ich weiß jetzt nicht, wie alt du bist. Aber dein erstes Dokument sagt ja, dass ein 67-jähriger Mann noch 16,26 Jahre Lebenserwartung hat. Bedeutet, zum Eintritt sollte man auch auf die 16 Jahre abzinsen. Falls du älter bist, musst du natürlich die bereits erhaltenen Zahlungen mit einrechnen.

    In deiner zweiten Quelle finde ich jetzt keine Begründung für die 3%, nur einen Vergleich, wie sich das bei 1, 3, 5% ändern würde. Üblicherweise wird mit einer "risikofreien" Rendite abgezinst, die dürfte eher bei 2% liegen. Gibt an der Stelle natürlich kein richtig und falsch, da wir die zukünftigen Zinsen nicht kennen. 3% halte ich aber für eine relativ agressive Abzinsung bei aktuellen Bedingungen

    Ich glaube, da bist du zu pessimistisch. 3% Diskontierung sind recht hoch, dafür hast du mit 67 sicherlich eine höhere Lebenserwartung als 13 Jahre. Immerhin hast du als Mann mit 70 noch knapp 14 Jahre.

    An der Stelle ist natürlich auch zu berücksichtigen, dass Männer in der GRV deutlich schlechter gestellt sind, da die Unisex-Renten die unterschiedliche Lebenserwartung ignorieren. Insofern kann es schon sein, dass als Mann der Barwert der GRV nicht an den Einkaufswert heranreicht

    Hat sich jemand von Euch schon einmal mit Fassadenbegrünung befasst?

    Die Westwand des Hauses heizt sich doch etwas auf, dem wollte ich mit etwas Grün entgegenwirken. Vielleicht hat jemand Erfahrungen.

    Erfahrungen keine...aber erzähl gerne. Vor der Begrünung würde ich aber erst eine eventuelle Dämmung durchführen. Die sollte dank geringerer Wärmespeicherung einen Teil des Problems lösen.

    Ich hatte mal zum Thema Gründach recherchiert...da würde ich bei den trockenen und heißen Sommern mittlerweile nicht mehr unter 10cm Substrat anfangen, eher 15cm. Die Pflanzen sind zwar hart im Nehmen, aber auch nicht unbegrenzt. Wie man entsprechende Substratmengen an der Fassade schafft...vermutlich wirst du das Bewässern müssen. Auf jeden Fall würde ich hier von Bastellösungen absehen und jemand beauftragen, der das professionell macht. Begrünung heißt automatisch Wasser und damit kann man Gebäude nachhaltig schädigen. Eventuell macht es auch Sinn, durch eine hinterlüftete Vorhangfassade die eigentliche Mauer zu beschatten.

    Und das man nichts mehr absetzen kann, klingt ja im Falle von so Sachen wie homeoffice Pauschale vielleicht noch sinnvoll. Aber bei der Fahrt zur Arbeit bin ich schon skeptisch. Es erscheint mir schon fair, dass man Aufwendungen die zur Erzielung eines Einkommens aufgewendet werden steuerlindernd absetzen kann.

    Eher im Gegenteil. Die Wahl des Wohn- und Arbeitsorts sind private Entscheidungen. Jeder hat die Möglichkeit so zu wohnen und arbeiten, dass er keine langen Strecken fahren muss. Alles eine Frage der Prioritäten. Warum soll die Allgemeinheit das hier unterstützen? Unser Westernheld hat hier schon recht, da wäre es besser, das über eine Pauschale abzugelten, statt kleinteilig die Kilometer zu zählen.

    Und wenn du deiner eigenen Logik folgst, musst du natürlich auch das Arbeitszimmer zu Hause absetzbar machen. Ist schließlich auch eine Aufwendung zur Erzielung des Einkommens. Zumindest für alle, die tatsächlich vor allem im Home Office arbeiten

    Dazu kommt ein Gerechtigkeitsaspekt, weil es nicht mehr möglich ist, sich als Milliardär arm zu rechnen.

    Wie kommst du darauf? Bei Arbeitseinkommen ist es relativ einfach, sich auf einen Einkommensbegriff zu einigen. Wobei da schon ein größeres Sternchen ist...Stichworte KV-Beiträge, Kinderfreibeträge, getrennte oder gemeinsame Veranlagung.

    Viel schwieriger ist es, wenn das Einkommen vor allem aus Kapital kommt. Willst du die Buchgewinne deines ETF direkt als Einkommen besteuern? Wenn nein, was unterscheidet deinen ETF im Grundsatz davon, 50% aller börsennotierten Firma mit Milliardenwert zu besitzen? Wenn ja, bekommt man im Bärenmarkt jedes Jahr Geld vom Finanzamt zurück? Was machst du mit anderen Vermögen und den Wertgewinnen von Immobilien, etc. Wie gehst du damit um, wenn die Firma in Privatbesitz ist und ein erheblicher Gestaltungsspielraum darin besteht, ob die Firma überhaupt einen Gewinn ausweist?

    Und einen staatlich verordneten „Zwangsurlaub“ gäbe es auch nicht.

    An der Stelle mal der Hinweis, dass der gesetzliche Urlaub 25 Tage bei einer 6-Tage Woche beträgt. Die gelebte Praxis ist eher 30 Tage bei 5 Tagen Arbeit pro Woche. Oder anders gesagt: der gesetzliche Anspruch spielt keine relevante Rolle.

    Man stelle sich mal vor ein normaler Angesteller oder Arbeiter hätte keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung und müsste auch selbst privat gegen dieses Risiko versichern.

    Auch hier: was ist so grundsätzlich anders als aktuell? Für längere Ausfälle gibt es Krankentagegeld über die Krankenkasse. Prinzipiell spricht wenig dagegen, Krankentagegeld schon ab dem ersten Tag zu zahlen.

    Und was die Unfallversicherung anbelangt...ich sehe deren Sinn bei gefährlichen Berufen. Wenn der Dachdecker bei der Arbeit runterfällt, ist das eindeutig ein Arbeitsunfall. Aber an vielen Stellen schießen wir über das Ziel hinaus. Ich sage nur mal die ganzen Regelungen und Klippen im Home Office oder auch die diversen Sonderregelungen beim Arbeitsweg

    Ca. 40% der offenen Restschuld ist mit 1,75% eff. Jahreszins über die KfW finanziert. Hier sind keine Sonderzahlungen möglich.

    Ca. 60% mit 2,33% eff. Jahreszins über ein R+V Darlehen. Sondertilgungen (10% der Anfangssumme jährlich) sowie Erhöhung der monatlichen Rate sind hier möglich.

    Gibt hier viele Möglichkeiten, hier mal ein paar Gedanken:

    1) grundsätzlich wäre es drin, den KfW in 2037 komplett abzulösen. Variante Tagesgeld + jährliches Festgeld passend terminiert

    2) der R+V ist in einem Bereich, bei dem aber auch direkt jetzt per Sondertilgung Nägel mit Köpfen machen kann. Ist letztendlich auch die Frage, ob du in den nächsten 10 Jahren mit steigenden Zinsen rechnest. Die würden für Variante 1) sprechen

    3) grundsätzlich würde ich auch bei der Restschuld aufpassen. Mit Krediten unter 100k rennt man bei Banken keine offenen Türen ein. Der Aufwand ist der gleiche wie bei 400k, der Zinsertrag aber viel geringer. Insofern würde ich da ggf. etwas Pulver trocken halten und einfach im ersten Jahr der Anschlussfinanzierung eine Sondertilgung machen

    Aber egal was ihr macht...auf keinen Fall einen Bausparer. Der Zinssatz für die Anschlussfinanzierung wird euch kaum in Bedrängnis bringen können, ihr braucht die Sicherheit nicht. Mit Sondertilgung oder Ablösung reden wir über ~100k Restschuld, das lässt sich auch bei steigenden Zinsen im Zweifelsfall verkraften. Ein BSV kostet euch in der Zwischenzeit aber richtig Geld, das man in eine echte Tilgung stecken könnte statt symbolischen Guthabenzins, und die niedrigen Zinsen habt ihr nur für recht kurze Zeit.