Beiträge von K. Fee

    Das Eherecht im BGB sieht dies unverändert vor. Es gibt zuerst den Trennungsunterhalt (während des Trennungsjahres), den nachehelichen Unterhalt, den Altersunterhalt, den Unterhalt bei Krankheit/Erwerbslosigkeit, den Unterhalt aus Billigkeitsgründen und den Kindesunterhalt.

    Jein. Es gibt zwar noch nachehelichen Unterhalt, aber dieser ist stark an Bedingungen geknüpft und prinzipiell sieht die Rechtsprechung vor, dass nach der Scheidung jeder wieder für sich selbst verantwortlich ist und sich um Arbeit bemühen muss. Einen pauschalen nachehelichen Unterhalt gibt es nicht mehr.

    Als Beispiel: Die allgemeine Rechtsprechung sieht vor, dass es im Regelfall für den Partner, der die Kinder betreut, zumutbar ist wieder zu arbeiten sobald das jüngste Kind 3 Jahre alt ist.

    Wo ist der Unterschied zwischen der Bedarfsgemeinschaft Eheleute und den unverheirateten Eltern. Das würde ich von den Verfechtern der grundrechtlich geschützen Ehe und Kritikern der wilden Ehe angegangen. Wieso müssen Karriere-Klaus und (leidenschaftliche) Friseur-Silke vom Ehegattensplitting profitieren, wenn sie keine Kinder haben und jeder Vollzeit im Wunschberuf arbeiten? Aber Eltern ohne Trauschein werden benachteiligt?

    Ich bin bei dir, dass prinzipiell Familien unterstützt werden sollten und nicht unbedingt DINKs.

    Das mit der Benachteiligung der Unverheirateten kann ich allerdings nicht so recht nachvollziehen. Es steht doch jedem frei zu heiraten :)

    Gehört das nicht zu den eigenverantwortlichen gemeinamen Entscheidungen der Ehepartner? Oder muss man die gemeinsame Wirtschaftseinheit für alle Ehepaare mit Zwang aufbrechen, weil einige Ehepaare es nicht gemeinsam partnerschaftlich vernünftig geregelt bekommen?

    Wo wird hier jemand zu irgendwas gezwungen?? Auch ohne kostenlose Mitversicherung kann sich doch jedes Ehepaar eigenverantwortlich gemeinsam dazu entscheiden eine Alleinverdienerehe zu führen, diese wird ja nicht verboten :)

    Der Staat setzt hier nur Anreize, aus meiner Sicht aktuell nicht die besten.

    Am besten fragt man die, bei denen die Ehe gescheitert ist, ob andere, bei denen es (noch) gut läuft, weiterhin einen Vorteil von den bisherigen Regelungen haben sollen.

    Das ist eine gute Idee.

    Vermutlich werden dir dann einige ehemalige Hausfrauen sagen, dass sie auch aufgrund des Ehegattensplittings nie wieder richtig in ihren Job zurückgekehrt sind ("es hätte finanziell einfach keinen Sinn gemacht") und jetzt wo sie plötzlich wieder komplett für sich alleine sorgen müssen diese Entscheidung bitter bereuen.

    Ich hab mir spaßeshalber mal die WERO App herunterladen und installiert. Die kann ich mir zumindest sparen und kann den Mehrwert nicht erkennen:

    Es kommt eine lange Liste mit deutschen und europäischen Banken.

    Wenn ich dann die ING oder Sparkasse auswähle, wir die entsprechende Banking App geöffnet. Zwar direkt im Bereich, wo ich eine Transaktion über WERO veranlassen kann, aber sonst bringt die App zumindest bei mir und unseren verknüpften Bankinstituten keinen Mehrwert 😢.

    Bei der Postbank geht es nur über die wero App, da geht gar nichts aus der Banking App heraus.

    Das mit dem eigenen Süppchen pro Bank scheint wohl hinzukommen...

    Gibt's nicht genau dafür den Versorgungsausgleich in der GRV?

    Der Versorgungsausgleich gleicht nur die während der Ehe entstandenen Rentenansprüche aus.

    Aber was, wenn man mit 50 nach 20 Jahren Hausfrauentum je nach gelerntem Beruf auf dem Arbeitsmarkt vielleicht nicht mehr so gut vermittelbar ist? Also gar keinen Job findet oder nur einen, bei dem man weit weniger verdient als hätte man die ganze Zeit zumindest Teilzeit seinen Beruf weiter ausgeübt? Diese Nachteile, die aufgrund mangelnder Berufserfahrung, Karriere etc. auch weit über das Ende einer Ehe hinaus bestehen können werden durch den Zugewinn- und Versorgungsausgleich eben nicht adäquat aufgefangen. Deshalb gab es ja auch früher 'in den guten alten Zeiten' den nachehelichen Unterhalt nicht nur für die Kinder sondern auch für die Ehefrau.

    Ich habe jetzt mal eine ganz absurde Idee: wir schaffen Familienförderung für Nicht-Familien ab. Und investieren das Geld in echte Familien, definiert an real existierenden unterhaltspflichtigen Kindern. Aber an das Thema traut sich natürlich keiner ran...was sehr viel darüber aussagt, wie viel von dem Geld eben nicht bei Familien landet.

    Ich finde die Idee gut ;)

    Man könnte ja z.B. einfach die Kinderfreibeträge oder das Kindergeld erhöhen.

    Kernthese:

    Die beitragsfreie Familienversicherung ist kein Luxus - sie ist eine Achse des Systems.

    https://hpd.de/artikel/beitra…ialstaats-23920

    Guter Beitrag.

    Aber, wenn man das so sehen möchte, Ehe als Wirtschaftseinheit mit beliebiger Aufgabenteilung, dann müsste man fairerweise auch dafür sorgen, dass der Partner, der die unbezahlte Care Arbeit ausführt auch nach Ende der Ehe abgesichert ist.

    Das würde heißen wieder Pflicht auf Zahlung von nachehelichem Unterhalt und bessere Hinterbliebenenrente.

    b) beim Kauf/Verkauf kann der Verkäufer für die Transaktion einen QR Code generieren, der dann vom Käufer eingescannt wird und die Transaktion abbildet. Meines Erachtens wird hier weder die IBAN noch E-Mail noch Telefonnummer geteilt.

    Also im Hintergrund wird ja dann einfach eine Echtzeitüberweisung ausgeführt und in den Kontoauszügen sieht man dann sehr wohl die IBAN, oder?

    Das Ehegattensplitting ist (vermute ich) kein Selbstzweck. Daher könnte man natürlich überlegen, ob die Förderung von Familien (das scheint mir die förderungswürdige Institution zu sein) auch ohne die Effekte hinbekommen, die wir (wahrscheinlich) nicht wollen.

    Genauso sehe ich das auch.

    Die Förderung von Familien mit kleinen Kindern kann man auch ohne Ehegattensplitting oder kostenlose Mitversicherung in der KV angehen z.B. durch höhere Kinderfreibeträge oder höheres Kindergeld.

    Für Frauen ist es toll, wenn sie in ihrer Hausfrauen und Mutterrolle aufgehen - solange die Ehe besteht.

    Am Ende der Ehe (Scheidung oder Tod des Partners) ist das böse Erwachen oft groß. Ich bin schon lange für's Abschaffen.

    Soweit ich weiß sind wir eh das einzige Land in Europa mit diesem Konstrukt, selbst im doch recht konservativen Österreich gilt Einzelbesteuerung.

    Wer gern noch mehr Argumente für die Abschaffung aus Frauensicht im Detail lesen möchte, dem empfehle ich das Buch 'Ein Mann ist keine Altersvorsorge' von Helma Sick.

    Das stimmt so nicht.

    Entscheidend ist das zu versteuernde Einkommen der Ehepartner in Summe.

    Dabei spielt es keine Rolle ob einer 0 Euro und der andere 100.000 Euro oder beide 50.000 Euro verdienen.

    Das versteuernde Einkommen in Summe macht MIT Ehegattensplitting die Steuerlast in deinen beiden Fällen gleich.

    Ohne Splitting würde der mit 100.00€ deutlich mehr Steuern zahlen, unabhängig vom Einkommen des Partners.

    Deswegen lohnt es sich ja aktuell genau für paare mit großem Einkommensunterschied.