Egal wie Du es drehst und wendest, das war - sorry - einfach ein Scheissdeal für den Threadstarter. Er wäre mit einem ganz normalen Annuitätendarlehen mit 1,x% Zinsen über 25 oder 30 Jahre soviel besser gefahren, hätte sich damit noch niedrigere Zinsen gesichert und müsste jetzt keine schlaflosen Nächte haben.
Die Aussage ist richtig, die Finanzierung war insgesamt Mist. Das A-Darlehen in der Niedrigzinsphase nur für 10 Jahre und einen teuren Bausparvertrag über eine derart hohe Summe (generell lohnen sich BSV nur in Sonderfällen und dann nur in kleinen Summen) ist offensichtlich das Ergebnis einer miserablen "Beratung".
Nur, was hilft das dem Fragensteller heute?
Eine Anschlussfinanzierung für unter 100k ist oft nicht günstig zu bekommen. Das ist so eine magische Grenze, bei der es teurer wird, wenn man drunter bleibt.
Das kann ich bestätigen. Die örtliche Sparkasse hier nimmt für diese "Kleinkredite" einen Zinsaufschlag von 1%! Ein Bankwechsel ist dann oft nicht möglich.
Wir versuchen die Sondertilgung der jährlichen 9.300 EUR die uns zustehen auszureizen
Warum eigentlich, hier dürfte der Zinssatz doch sehr gering sein. Da würde ich vermutlich nicht mehr tilgen, als zwingend notwendig und erst 2031 Teiltilgen (dann in beliebiger Höhe)!
ich dachte, dass es mit der Erhöhung der monatlichen Beträge getan wäre - Am Ende ist ja trotzdem der Betrag nach 15 Jahren eingegangen, wie es vereinbart war. Start ein Jahr später, aber die Summe ist am Ende dieselbe.
Das ist der große Denkfehler. Die Bewertungszahl hängt von der Zinssumme ab und später eingezahlte Gelder haben natürlich deutlich weniger Zinsen produziert, als früher eingezahlte Gelder! Du erreichst also die Mindesteinzahlung, aber nicht die notwendige Bewertungszahl. Lese Dir mal die ABB durch.
Übrigens ist bei der BHW die Zielbewertungszahl relativ konstant. Selbst beim starken Zinsanstieg nach dem Ukraine-Überfall haben sich die Zuteilungen kaum verschoben.
Du kennst also Dein Problem, Du hast zu spät eingezahlt. Bis 2036 ist aber noch viel Zeit, du kannst das korrigieren, indem Du einige folgende Zahlungen zu früh einzahlst. Also jetzt eine hohe Einmaleinzahlung und danach geringere Raten. Dann liegt Dein Geld im Schnitt wieder länger bei der BHW (fast zinslos) rum. In der Summe natürlich nicht mehr einzahlen, als zwingend notwendig.
Du müsstest Deinen Vertrag optimieren, d.h. wenige Monate vor benötigter Zuteilung muss möglichst gleichzeitig das Mindestguthaben und die Zielbewertungszahl erreicht werden. Ich würde dazu den Vertrag (die ABB) in ein Excel-Sheet umsetzen. Wenn Du das schaffst, hast Du auch eine Chance, das komplexe Produkt einigermaßen zu verstehen.
Eine Mail an die BHW hatte ergeben, dass ich doch 2000,00 EUR einzahlen soll, damit die Zuteilung Mitte 2036 von statten gehen kann. Auf die Sonderzahlung haben wir erstmal verzichtet, weil wir alle möglichen finanziellen Mittel für jährliches Sondertilgungen des A-Darlehens sparen.
Das erscheint mir als lächerliche Summe im Vergleich zu Deinen Sondertilgungen. Aber ich würde mich auch nicht auf so ein E-Mail verlassen, sondern selber rechnen. Die richtige Lösung wird eine höhere Sonderzahlung und anschließend geringere Monatszahlungen sein.