Beiträge von Sovereign

    Das finde ich jetzt auch etwas übertrieben. Die Sparkassenfinanzgruppe hat zusätzlich zur gesetzlichen Einlagensicherung eben ein eigenen Sicherungssystem, das nicht nur die Einlagen garantiert, sondern auch die Institutssicherung.

    Bisher ist auch noch keine Sparkasse zu Lasten eines Kunden Pleite gegangen. Probleme (die gab es mehr als genug) wurden idR durch Fusionen gelöst. Selbst die Pleite der größten Landesbank in Westdeutschland konnte aufgefangen werden.

    Entspricht auch meinem bescheidenen diesbezüglichen Kenntnisstand.

    Das ändert nichts an der Tatsache, dass 1,3 Mio zinslos etwa 26.000€ jedes Jahr verschenken.

    Ein solches finanztechnische Phlegma oder Laissez faire muß man sich leisten können und auch wollen.

    Natürlich nicht (ansatzweise) lege artis: Wenn dem aber so ist mit dem Können und Wollen und man dennoch einen finanziell auskömmlichen Ruhestand hat - why not ... ?

    WorriedDad im Kontext mit Deinem Beitrag Nr. 111 - Du traust Dich aber was ... :thumbup:

    Statt auf die Frage einzugehen, verlustiert man sich daran, sich über das Problem des TOs lustig zu machen, es ins Lächerliche zu ziehen, ihm strafbare Handlungen zu unterstellen, albernes Bauerntheater darüber zu schreiben, ihn in eine rechte Ecke von Schwurblern zu stellen.

    Ist mir hier - jedenfalls seitens einiger Protagonisten - auch schon mehrfach selbst begegnet (um die Formulierung "widerfahren" zu vermeiden).

    Zum einen bin ich aber diesbezüglich schon typbedingt aber auch berufsbedingt (bezahlter Sport und später Consulting im nationalen und internationalen Bereich) äußerst resilient - und zum anderen durch meine damaligen Jahre in Brüssel und Straßburg auch zusätzlich "gestählt" (war auch da ein beliebtes Procedere so mancher Protagonisten jedenfalls).

    Aus heutiger Sicht lag meine Trefferquote bei 80 oder eher 90% ... Auch wenn es mir lieber gewesen wäre, ich hätte damals mit meinen Einschätzungen daneben gelegen ...

    Auf diesbezüglich fragilere Protagonisten als Fragende dürfte ein solches Vorgehen vermutlich anders wirken ...


    War sonst noch was ... ? Ach ja ...

    Ich suche immer noch.

    In Sachen "Lösungsvorschlag" mit Dir unliebsamen und/oder auch nur von Deiner Meinung abweichenden Meinungen bist Du aber schon lange fündig geworden.

    Wie beispielsweise dieser nette Hinweis an mich bestätigt:

    der standardmäßige Forentroll

    :)

    Fassungslosigkeit dürfte eher zutreffen ...

    Ich hätte mir nicht vorstellen können, daß jemand offensichtlich über Jahrzehnte sein recht erhebliches Geld einfach auf dem Girokonto liegen läßt ...

    Dein Nutzername "BesorgterRentner" trifft Deine Geisteshaltung. "SorgloserRentner" wäre passender (wenn nicht sogar "WurstigerRentner"). Dir scheint das über Jahrzehnte egal gewesen zu sein. Das darf schon verwundern.

    "Verwundern" oder gar "fassungslos" machen kann den Einzelnen ziemlich viel oder fast alles Mögliche.

    Für meinen Teil wäre das Vorgehen (oder eher fast Nicht-Vorgehen) in Sachen "private Finanzen" von BesorgterRentner niemals (m)ein Ansatz gewesen. Meine Finanzmittel habe ich schon selbst und aktiv bewirtschaftet, als diese noch ganz bescheidene waren, mithin deutlich vor und seit über einem halben Jahrhundert.

    Es gibt aber keine Pflicht oder gar Rechtspflicht seine Mittel in risikoreiche - und entsprechend renditeträchtige - Anlageklasse zu schieben.

    Zumal bei Realitätsbezug zu konstatieren ist:

    Manche müssen auch gar nicht "investieren" (sprich Mittel in risikoreiche aber entsprechend renditeträchtige Anlageklassen wie Aktien schieben), weil das mit dem "finanziell auskömmlichen Ruhestand" auch so hinhaut (Melange aus Rente, Pension, B-AV, PRV, KLV, Sparvermögen, Wohneigentum usw.)

    Solche Fälle habe ich in meinem Umfeld zu genüge - und diese Protagonisten haben dennoch einen finanziell auskömmlichen oder sogar finanziell kommoden Ruhestand.

    Auch BesorgterRentner macht mir bei summarischer Prüfung nicht den Eindruck, direkt Gefahr zu laufen dem Sozialstaat und damit den Beitrags- und Steuerzahlern zur Last zu fallen ...

    Wie ich erst jetzt entdeckt habe (Nr. 39), hat er inzwischen einen groben (millionenschweren) Vermögensstatus nachgeliefert. Dazu kommen die regelmäßigen monatlichen Eingänge bzw. Zuflüsse (Erträge).

    Unter finanziellen Aspekten gesehen einem

    "WurstigerRentner").

    oder "SorgloserRentner" oder perspektivischem Armutsrentner drängen sich mir (ganz) andere Fälle ins Gedächtnis oder habe ich auch (ganz) andere Fälle konkret in Erinnerung.

    Man sollte nie von sich auf andere schließen - sprich nicht jeder will oder kann sich mit dem Thema "private Finanzen" intensiv beschäftigen. Oder macht es sogar zu einer Art Hobby. Wieder andere folgen auch schlicht dem Motto "If you have won the game, stop playing".

    Nichtsdestotrotz ist es natürlich nicht zu spät ("besser spät als nie") da in Sachen "private Finanzen" das Ganze mal auf den "Prüfstand" zu fahren und ggf. eine gewisse Neuausrichtung oder zumindest ein Feintuning durchzuführen.

    Dazu verweise ich auch auf meinen Beitrag Nr. 19 (Bestandsaufnahme Gesamtvermögen, Einlesen und Aneignen (Inhalieren) der Basics usw.).

    Ach, Sorgen - ich bin so souverän die Wörter im allgemeinen Wortsinne zu nutzen statt sie auf die Goldwaage zu legen ;)

    Wenn Du zwischen "Sorgen" und sich "Gedanken" machen keinen Unterschied ausmachst, ist das Deine Sache. Legitim ist das selbstverständlich auch, da Dein gutes Recht. Die Frage bleibt, ob es präzise ist.

    Ob das annähernd etwas mit Souveränität zu tun hat, wäre eine eigenständige Frage.

    Für meinen Teil fängt alles - auch die Erfassung eines Sachverhalt - mit möglichst präziser Sprache an - und für mich besteht ein Unterschied zwischen den beiden Begrifflichkeiten.

    Fast könnte man da eine Verbindung zum gewählten "Unwort des Jahres 2025" herstellen (dem im Politiksprech zu den Usancen gehörenden "Sondervermögen" statt Sonderschulden, um die es sich de facto und in praxi handelt ...). ;)

    Beneidenswert wenn man sich nie um Geld Sorgen machen musste.

    Könnte oder dürfte auch eine Haltungsfrage sein.

    Für meinen Teil gilt,

    Obwohl ich schon als Schüler nebenher arbeiten und sparsam haushalten und wirtschaften mußte (kam als Kind mit finanziell prekären Verhältnissen in Berührung) ...

    daß ich mir schon damals "Gedanken" gemacht hatte, wie ich schon in sehr jungen Jahren Geld verdienen kann und auch mit Geld umgehen kann - aber eben keine "Sorgen".

    Als hilfreich - in der Retrospektive - hatte sich auch die damals beginnende Beschäftigung mit der Geld-, Währungs- und Finanzgeschichte inkl. der Historie von Währungsunionen herausgestellt - und "Gedanken" auch zu diesem Themenbereich.

    Immerhin hat der Fragesteller zwischenzeitlich einen Schlussstrich gezogen.

    Das sollten wir dann auch tun.

    Wenn doch nur die real existierende EU diesem Rat - bei diesem und anderen Themen - gefolgt wäre und einen "Schlußstrich" gezogen hätte ...

    Und dafür bei anderen wirklich bedeutsamen Themen endlich in die Gänge gekommen wäre - wie etwa der Einhaltung die eigenen (!) EU-Verträge die Einheitswährung Euro betreffend, beim Thema "Wettbewerbsfähigkeit der EU" (im Vergleich zu den USA beispielsweise geht das bereits seit 2009 wie eine Schere auseinander), beim Thema autarke "Verteidigungsfähigkeit" der EU (da hat man die Position von "Kasper", "Hansel" oder "Luftgitarrespieler" inne) - um nur drei der wichtigsten Beispiele zu nennen ...

    Im Kontext mit dem obigen Absatz 2 paßt dann (leider) auch diese altbekannte Phrase perfekt

    ... einer ganz großen Sache auf der Spur .....

    Spätestens seit der Äußerung mit dem "Generalverdacht" glaube ich, dass das Problem tiefer sitzt.

    Das sehe ich ganz ähnlich.

    Das "tiefer sitzende" Problem ist nicht der normale Bankkunde - sondern die Haltung der real existierenden EU gegenüber dem Bürger.

    Neben dem Verständnis zum Verhältnis "Bürger vs Staat" (wobei es sich bei der real existierenden EU ja nicht mal um einen Staat handelt ...) kommt da noch die Frage der Verhältnismäßigkeit und der Zielgenauigkeit einer solchen Regulatorik samt immer größeren Be- und Einschränkungen das Bargeld betreffend ins Spiel.

    Insbesondere vor dem Hintergrund:

    Da reichen beispielsweise 72 Stunden oder drei Tage (das müssen nicht mal offizielle Bank-Arbeitstage sein ..) aus, damit ein darauf spezialisiertes White-Collar-Team (Anwälte, Notare, Banker, Finanzdienstleister) ein Geflecht aus Unternehmen, Stiftung, Trust usw. inkl. Schein- und Briefkastenfirmen über mehrere Länder (inkl. Schweiz, Liechtenstein, Kanalinseln und ein, zwei oder zwei Off-Shore-Destinationen in der Karibik) implementieren sprich aufs Gleis setzen. Und dann kann der Zug abfahren, Fahrt aufnehmen und ungestört seine Ziele ansteuern ...

    Von anderen Instrumenten (Hawala Banking, Schattenbanksystem) gar nicht zu reden.

    Binnen 48 max. 72 Stunden kann heutzutage und hierzulande und auch innerhalb der EU ein winziges aber diesbezüglich kompetentes und mit notariellen Vollmachten ausgestattetes Team ein Geflecht von Firmen (im In- und Ausland) gründen und ein komplettes Räderwerk zwecks Geldwäsche implementieren inkl. Trusts, Vermögensverwaltungsgesellschaften, Treuhand-, Schein- und Briefkastenfirmen (u. a. auch solche mit Sitz an Off-Shore-Finanzplätzen).

    Daneben gab es lange (und gibt es immer noch ?) diverse andere Besonderheiten innerhalb der real existierenden EU - "Citizenship by Investment" (sprich Pass gegen Kohle) etwa zu Schleuderpreisen und damit Freizügigkeit in der gesamten EU für Nicht-EU-Bürger mit nur etwas Geld - um nur ein Beispiel aus diversen zu nennen.

    Das Alles scheint aber für die Obrigkeit samt EU-Institutionen kein Problem zu sein - der völlig unbescholtene Bürger dagegen aber schon so, wie dieser mit Verdachtsmomenten, Ein- und Beschränkungen, Obergrenzen, Barzahlungsverboten, Herkunftsnachweisen, Identifikationspflichten mit immer weiter abgesenkten Grenzen etc. pp. überzogen wird ...

    Das sind wichtige Punkte, die ich vergessen habe zu erwähnen.

    Daher hatte ich mir erlaubt, da nachzufragen.

    Wenn man davon ausgeht, dass durchschnittlich 25 Monate im Pflegeheim verbracht werden (Durchschnitt ist immer Mist...) und der Eigenanteil bereits jetzt bei über 3000€ liegt - gehen wir mal von 4000+ in der Zukunft aus, sind das schonmal etwa 200.000 für mich und meine Frau, bzw. 8000 monatlich. Auf dieses Geld muss man gegebenenfalls möglichst kurzfristig zugreifen können.

    Jedenfalls hast Du das Thema auf dem Schirm.

    Kenne leider genug Fälle, die sich nicht an den "Durchschnitt" gehalten haben sprich 3, 4, 5 Jahre oder länger im Pflegeheim waren. Einerseits. Andererseits sinkt mit zunehmender Dauer des Pflegeheimaufenthalts zumindest der sog. Eigenanteil an den Pflegekosten durch steigende prozentuale Zuschüsse der Pflegekasse (meine 15% im ersten, 30% im 2. bis hin zu 75% ab dem 4. Jahr). Die Gesamtkosten (Unterkunft, Verpflegung, Instandhaltung) können bzw. dürften aber nichtsdestotrotz weiter steigen.

    Und die derzeitigen Ausgaben belaufen sich monatlich auf 3900€. Allerding verringern sich diese Ausgaben in den nächsten Jahren, wenn der Nachwuchs aus dem Studium ist um rund 1000€.
    Die PKV verschlingt ebenfalls etwas über 1000€. Die restlichen Ausgaben sind fix.

    Das klingt nicht schlecht, da die Einnahmen die Ausgaben aktuell dann wohl mehr als decken.


    Aus meiner Sicht wirst Du um eine gründliche Bestandsaufnahme Deines Gesamtvermögens (dazu gehören beispielsweise auch die ungefähren Marktwerte der Immobilien) nicht herumkommen - ebenso wenig um das Anlesen der zumindest unverzichtbaren Basics in Sachen "private Finanzen" samt Geldanlagen (das Büchlein von Prof. Walz hatte ich mal gelesen und kann das daher empfehlen). Danach solltest Du klarer sehen und es Dir auch leichter fallen, den für Dich passenden Weg zu finden.

    Da Du ggf. dann direkt mit etwas größeren Beträgen hantierst (um diese ggf. in Aktien bzw. Aktien-ETFs zu schieben) und insbesondere auch vor dem Hintergrund

    Ich habe mein Leben lang noch nie in Fonds/Aktien/ETFs investiert und bin absoluter Neuling in diesem Bereich

    ist es von (großem) Vorteil, wenn Du genau verstehst, warum Du Dich finanziell (ggf. neu) aufstellst, wie Du Dich aufstellst. Das ist erfahrungsgemäß der Compliance Deinen eigenen Finanzplan betreffend (sehr) dienlich.

    Vor dem o. g. Hintergrund würde ich besonderes Augenmerk auf die subjektive Risikobereitschaft sprich Risikotoleranz legen.


    Gutes Einlesen und danach ebensolche Entscheidungen wünsche ich !

    Nur am Rande aber in dem Kontet

    Kurz gesagt: Du warst Sicherheitsanleger Dein bisheriges Leben lang.

    Zum einen: Wie kann jemand denn "Sicherheitsanleger" sein, wenn es in dem Bereich private Finanzen nur drei Dinge gibt, die "sicher" sind: Nämlich die Steuern, die Inflation und die mit jedem Investment verbundenen (mehr oder weniger hohen) Kosten (Gebühren) ... ?

    Zum anderen: Du als Finanzexperte subsumierst vermietete Immobilien (siehe hier in Nr. 1)

    vermiete zwei weitere Immobilien

    unter die Risikoklasse 1 ... ?

    Sprich nach Deiner Terminologie unter die "sicheren" Anlagen - nach meiner Terminologie unter die "risikoärmsten" Anlagen.

    Für meinen Teil als Finanz-Laie (wenn auch einem an solchen Themen Interessierten) gehören vermietete Immobilien jedenfalls in eine (ggf. deutlich) höhere Risikoklasse als die niedrigste (abhängig davon, ob nun von 3, 5, 7 oder 9 Risikoklassen ausgegangen wird).

    Wie kann vor diesem Hintergrund gelten "Du warst Sicherheitsanleger Dein bisheriges Leben lang", wenn jemand zwei Immobilien vermietet ... ?

    Zumal die Vermietung in der Regel unternehmerische Aspekte beinhaltet.

    Selbst das teuerste Pflegeheim macht es nicht besser.

    Aber ggf. erträglicher.


    Wobei in dem Bereich das "Teuerste" nicht per se das "Beste" bedeutet. Aber billig oder auch nur günstig ist eine gute Pflege in aller Regel nicht zu haben.


    Verfügst Du über Erfahrungen in der Praxis mit Pflegefällen, Pflegeheimen, dem Erhalt einer (Rest)Lebensqualität auch im Pflegefall usw. ... ?

    Eine (abbezahlte?) Immobilie.

    Zwei weitere vermietet.

    5500 Bezüge pro Monat als Rentner.

    1,3 Mio Ersparnisse.

    => Da würde ich vor lauter Sorgen ganz schlecht schlafen.

    Sich "Sorgen" zum Thema Geld machen scheint mir generell kein guter Ansatz. Sich "Gedanken" zum Thema Geld machen und/oder diese zu entwickeln dagegen oftmals durchaus angesagt.

    Dazu kommt noch: Nur wer was hat, kann auch was verlieren (und sei es auch "nur" die Kaufkraft seines Vermögens).

    Ohne den genauen monatlichen Bedarf zu kennen (samt weiterer Pläne oder Ziele; Stichwort: Schenkung/Erbe für Kind(er) - um ein Beispiel zu nennen; finanzielle Vorsorge für den eventuellen Pflegefall - um ein anderes Beispiel zu nennen) dürfte es mit konkreten Hinweisen (für eine ggf. neue Asset-Allocation) nicht ganz einfach werden.


    Auch wenn das tendenziell und auf den ersten Blick eher so klingt, daß die aktuellen Einnahmen sämtliche Ausgaben decken könnten (Konjunktiv):

    Kredite habe ich keine mehr zu tilgen - eventuell Reparaturen an den Immobilien oder die Anschaffung eines Autos (etwas mit 4 Rädern das fährt genügt mir vollkommen) sind die einzigen möglicherweise aufkommenden Ausgaben.

    Im Umfeld sagt man mir

    Was das "Umfeld" sagt oder was "man" sagt sprich Dritte sagen - ist diesbezüglich, meines Erachtens jedenfalls, ohne Belang oder zumindest sekundär.

    Entscheidend ist Deine persönliche Asset-Allocation (Gewichtung "risikoarme" vs "risikreiche" Anteile) aufgrund Deines (hoffentlich vorhandenen) persönlichen Finanzplans (Altersvorsorge, Ruhestandsplanung, Rentenlücke) erstellt auf Basis Deiner persönlichen objektiven Risikotragfähigkeit und Deiner persönlichen subjektiven Risikobereitschaft sprich Risikotoleranz.

    Eine allgemeingültige Faustformel ist mir diesbezüglich unbekannt. Zudem wüßte ich auch nicht, wie eine solche Faustformel die Besonderheiten und Unterschiede jedes Einzelfalls abbilden sollte.

    Der Stoizismus ist eine antike Philosophie, die lehrt, wie man durch innere Ruhe, Selbstbeherrschung und Tugend ein glückliches und erfülltes Leben führt, indem man sich auf das konzentriert, was man kontrollieren kann (Gedanken, Handlungen), und akzeptiert, was außerhalb der eigenen Macht liegt (Äußere Umstände, Schicksal). Das Ziel ist die Seelenruhe (Ataraxie), die durch die Entwicklung von Weisheit, Gerechtigkeit, Mut und Mäßigung erreicht wird, selbst in widrigen Situationen.

    Nur am Rande aber in dem Kontext:

    Ataraxie (Seelenruhe) sollte nicht mit Apathie, Selbstaufgabe, Unterwürfigkeit oder Friedhofsruhe erkauft, verwechselt oder gleichgesetzt werden.

    Für meinen Teil fühlte ich mich schon immer - selbst als ich diese Formel also noch gar nicht kannte - dem sogenannten Gelassenheitsgebet (Serenity Prayer, wird meines Wissens dem US-Theologen Reinhold Niebuhr zugeschrieben, soll vor oder während des 2. Weltkriegs entstanden sein) - deutlich näher.

    Der Unterschied zum stoischen Denken besteht in seiner starken Ermunterung zur Änderung der änderbaren Dinge oder wenigstens dem intensiven Versuch dazu:

    "Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu verändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden"


    Änderbar ist, wie die Weltgeschichte zeigt, ziemlich bis sehr vieles. Und so lange sich die Dinge nicht ändern lassen, gilt für mich - als ultima ratio - stets das Gebot der Evolution sprich Anpassungsfähigkeit. In dem Fall im Sinne einer wenigsten bestmöglichen individuellen Resilienz und robusten Aufstellung gegenüber dem Status Quo.

    So habe ich am Ende dieses Threads dann tatsächlich doch noch was gelernt ...

    Geht mir hier tendenziell zumindest ähnlich und öfter mal so - wenn auch nicht meine Finanzen betreffend. Aber bezüglich der Frage, wie es in so manchen Bereichen so (weit) kommen konnte, wie es gekommen ist.

    Wer hat's erfunden? ;)

    Die Schweiz hat das "Problem", daß ihre Währung als tendenziell "sicherer Hafen" gilt und der CHF zudem ein (sehr) kleiner Währungsraum ist. Da brauchte es schon immer "Abwehrreaktionen".

    Der Vorteil dabei ist aber immerhin, daß dadurch auch die Inflation in der Schweiz niedriger bleibt (im Dezember 2025 bei 0,1% meines Wissens ...) als in so manchen anderen Ländern (Stichwort: Importierte Inflation über einen schwachen Wechselkurs) und daß Schweizer (Beispiel: Reisen) mit ihrer Währung im Ausland gut aufgestellt sind.

    Du kannst ja man aktuell "Esperantogeld" (Euro) gegen CHF tauschen ...

    Erinnere mich noch an Kurse um 1,67 gegen den EUR - aktuell nur noch um die 0,93 ... ?


    Nach meiner Erinnerung hatte die Schweizer Nationalbank (SNB) Mitte Januar 2015 die Verteidigung ihres Mindestkurses zum Euro (1,20 CHF) aufgegeben.

    Um einen Mitarbeiter der SNB im persönlichen Gespräch zu zitieren:

    "So viel Geld, wie die EZB im Rahmen der Griechenlandkrise und Eurokrise druckt, kann das nur den Euro noch weiter schwächen. Da mit immer noch höheren Devisenkäufen gegenzuhalten, um den Euro zu stützen, ergibt irgendwann keinen Sinn mehr. Der Zeitpunkt ist jetzt gekommen"

    Meine Challenge ist, dass ich für Aktien zu kurzes Zeitfenster von 7Jahren habe.

    Aber Du wirst doch vermutlich in 7 Jahren nicht auf den Betrag als Ganzes und auf einen Schlag Zugriff nehmen müssen .... ?

    Schon gar nicht vor dem Hintergrund (jedenfalls, wenn Du das seriös gerechnet hast):

    Versorgungslücke wird es nicht geben, vor allem nicht wegen meiner Firmenpensionsansprüche).

    Auch wenn ich nicht HansiF bin ...

    Auf das schlichte Niveau, dass alles mal besser war, kann ich mich mit dir nicht begeben.

    Aber offensichtlich problemlos auf das schlichte Niveau, die gezielte Kritik einen Bereich oder bestimmten Aspekt betreffend umzudeuten in die dem Kritiker unterstellte pauschale Haltung, daß "früher alles mal besser war". ^^

    Mir ist persönlich niemand bekannt, der so simpel denkt sprich "daß alles mal besser war". Da eine gute Freundin Medizinhistorikerin ist ein Beispiel aus Unzähligen: Wenn ich etwa an die Zahnmedizin und Zahnbehandlung beispielsweise noch im 18. Jahrhundert denke ... :rolleyes:Erstaunlich viele Menschen (für eine entwickelte Industrienation jedenfalls) äußerten und äußern aber in meinem Umfeld - und auch in Umfragen - ihr prioritärer Wunsch ist, daß in unserem Land die Dinge generell wieder funktionieren bzw. besser funktionieren ...

    Um zu dem konkreten Bereich zurückzukehren: An einen derart ausgeprägten General- und/oder Anfangsverdacht gegen den normalen Bürger als Bankkunden mit zugleich und parallel immer engmaschiger gestrickter sich verschärfender Regulatorik, vermag ich mich nicht zu erinnern. Und Bankkunde bin ich schon sehr lange.

    Nur am Rande: An eine von mir zu verwendende Währung, die ("Whatever it takes") in ihrer Existenz gerettet werden muß, kann ich mich auch nicht erinnern ... - ebenfalls nicht an nominale Negativzinsen. Und an eine Notenbank, die mir das Ende des bislang größten Geldscheins verkündet auch nicht. Gleiches gilt für eine Art der schier unbegrenzte Zwangsgläubigerschaft Deutschlands zur Rettung einer Einheitswährung.

    Damit ist nicht gemeint das alles was man anlegt sich vermehren muss

    Das sehe ich ebenso.

    Meine strategische Liquidität beispielsweise hat nicht prioritär die Aufgabe sich zu vermehren sondern dient anderen Zwecken. Das Gleiche gilt für mein Bargeld (auch in Form fremder Sorten). Wie sollte sich Bargeld auch vermehren ... ?

    Schon aus Gründen der Informationellen Selbstbestimmung (gem. BVerfG ein Datenschutz-Grundrecht übrigens) zahle ich bar, soweit das irgend (noch) möglich ist. In bestimmten Situation können weitere Gründe dazukommen (Ausfallsicherheit des Bargelds im Gegensatz zu Giralgeld, Schutz vor Negativzinsen usw.).

    Also ist die Rendite ca 8 Prozent p.a.

    Ob dem so ist, habe ich nie nachgerechnet.

    Rendite ist bei meinen Versicherungen (Gold läuft bei mir unter dieser Rubrik - eine "Versicherung" ab dem Jahr 1999 gegen das Experiment "Einheitswährung" (Euro), die gemäß meinen damaligen Recherchen mit signifikanten bis schwersten Konstruktionsmängeln behaftet ist) nicht das prioritäre oder entscheidende Kriterium - sondern eben der Assekuranzgedanke.

    Über diesen Zeitraum haben viele andere investionen , z.b. Immobilien, vergleichbare Renditewerte erzielt.

    Mit Immobilien kenne ich mich kaum aus, da habe ich nur ganz rudimentäre Kenntnisse plus ein bißchen eigene Erfahrungen.

    Wichtig scheint mir, immer im richtigen Moment zu kaufen bzw. zu verkaufen…

    Wichtig bei Gold schien mir damals eher der alternativ-klassische Ansatz zum staatlichen Papiergeld und insbesondere zu staatlichen Papiergeldexperimenten - die Historie von solchen Währungsunionen wie dem Euro in der Vergangenheit ist durchweg eine deprimierende.

    Immobilien haben zudem ein anderes Risikoprofil in Relation zur Obrigkeit angefangen vom Steuerecht über das Mietrecht bis hin zur Transparenz (Grundbuch). Diesbezüglich bot und bietet Gold - damals noch anonym erworben selbstverständlich aber durchgängig mit Kaufbelegen - auch in Sachen Mobilität (versus der Immobilität von Immobilien) und auch geographischer Diversifikation einen anderen und eigenen Charme.

    Das Gefühl kenne ich. Ich nenne es „Altern“.

    Ich habe hier schon so einiges vernommen - das kann aber fraglos, meines Erachtens, unter die absoluten Top Ten der Absurditäten, des Bizarren und des Kafkaesken subsumiert werden.

    Zum Realitätsbezug:

    Der Vorteil meines Alters ist die Möglichkeit des Vergleichs zu anderen Zeiten in diesem Land und der Vorteil meiner Vita die Möglichkeit des Vergleichs auch mit anderen Ländern.

    In dem Themenzusammenhang im Speziellen:

    Mir dagegen - als völlig unbescholtenem Bürger (habe nicht mal einen Punkt in der Flensburger Kartei der Verkehrssünder) - scheint der Staat so wenig zu vertrauen, daß schon ab 10.000 € Bareinzahlung auf mein eigenes Konto eine Art "General-Anfangsverdacht" besteht und sozusagen die "Beweislast umgedreht" wird: Der Staat muß nicht mehr mir die Geldwäsche beweisen - sondern ich als unbescholtener Bürger muß beweisen, daß es sich bei mir nicht um "Geldwäsche" handelt ...

    Und im Allgemeinen:

    Nach meiner Erfahrung besteht da nämlich eine signifikante Unwucht: Der Staat verlangt von mir als Bürger sehr großes bis unbegrenztes Vertrauen (Stichwort: Experiment einer Einheitswährung in der EU samt Einhaltung der diesbezüglichen EU-Verträge - um nur ein Beispiel von sehr vielen zu nennen) - begegnet mir aber als Bürger (als Bürge wiederum für die Euro-Rettungsschirme tauge ich dagegen prima ...) eher mit einem generellen und permanenten Mißtrauen um nicht von Generalverdacht zu sprechen (das scheinen insbesondere Finanzämter so an sich zu haben).

    Gleiches gilt für diverse andere wichtige Themen hierzulande wie die innere Sicherheit, die äußere Sicherheit (inkl. der Verteidigungsfähigkeit), der internationale Wettbewerbsfähigkeit, der Infrastruktur, der Wohnraumversorgung etc. pp.