Beiträge von Sovereign

    Ariel mit meiner folgenden Philosophie schon seit Jugendtagen

    Mein Motto ging stets in Richtung:

    "Hope for the best - prepare for the worst"

    bin ich über die Jahrzehnte hinweg gut gefahren und ebenso gut zurechtgekommen.

    Mein Ansatz ist eher, meinen Teil dazu beizutragen, dass dieses Land lebenswert bleibt, als mich auf dessen Niedergang vorzubereiten.

    Dein Ansatz ehrt Dich - und ist auch stets der meinige gewesen.

    In Anlehnung an den legendären JFK (könnte sogar aus seiner Antrittsrede als Präsident im Jahr 1961 stammen):

    "Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt"


    Es ist nach meinen langjährigen Erfahrungen - im In- und Ausland - aber eine Illusion (um die Formulierung Hybris zu vermeiden), daß der selbst engagierte Einzelne gewisse Geschehensabläufe (oder Megatrends) in seinem Land aufhalten oder komplett verhindern könnte.

    Ist mir als sehr fleißiger, braver und absolut rechtstreuer Bürger und übrigens auch äußerst ergiebiger Steuerzahler (aus Sicht des Fiskus) seit Jahrzehnten auch nicht gelungen.

    Womit man wieder bei meinem obigen Motto landet ...

    Nichtsdestotrotz gilt aus meiner Sicht:

    "Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren"

    Wie Du nach meinem Dafürhalten treffend geschrieben hast:

    Aber diese Schwerpunkte sind individuell zu setzen

    Das erste meiner 10 Finanz-Gebote

    "Paragraph Eins - jeder macht Seins"

    oder auch das eine Tun und das andere nicht lassen...).

    Siehe mein oben genanntes Motto "Hope for the best ...

    Nach dem Erreichen der finanziellen Unabhängigkeit (nicht mehr für Geld arbeiten zu müssen, es aber gerne noch sehr lange weiter zu tun) verschob sich meinerseits der Fokus darauf, diesen Zustand zu bewahren und eine möglichst solide, robuste und resiliente finanzielle Aufstellung hinzubekommen.

    So hatte ich meine Asset-Allocation Ende der 90er (Einführung der Einheitswährung) signifikant neu gewichtet. Weitere "Kautelen" (im Sinne von Vorsichtsmaßnahmen bzw. Vorbehalten) kamen ab 2010 ff (Eurokrise und Umgang damit) und 2015 ff (Flüchtlings- und Migrationskrise und Umgang damit) hinzu. Die (Wirtschafts)Politik - samt der so generierten Ergebnisse - der vergangenen Jahre hat meine Skepsis eher noch weiter befördert.

    Dazu kommt noch (erschwerend)

    "Junger Freund, die Zukunft ist per se nicht beschränkt auf Daten der Vergangenheit"

    (kluge Anmerkung eines erfolgreichen Investors, diesen Hinweis hatte ich Ende der 70er aufgeschnappt und mir gemerkt.


    Absolute "Sicherheiten" sind eine Rarität. Im Leben ist nur der Tod absolut sicher - und bei den privaten Finanzen gehören - nach meinem Dafürhalten - nur die Inflation, die Steuern und die bei jedem Investment (mehr oder weniger hohen) anfallenden Kosten (sprich Gebühren) zu den absoluten "Sicherheiten".

    Nichtsdestotrotz schien es mir schon vor geraumer Zeit (siehe oben) angezeigt - mit weiter zunehmender Tendenz - sich vorbereitend Optionen geschaffen zu haben und/oder für probate "Versicherungen" (im weiteren Sinne) gesorgt zu haben.


    Hatte vor einigen Monaten einen Schweizer zu Besuch (alter Freund aus Studienzeiten), mit dem war ich hier einige Tage "vor Ort" und in der Region unterwegs (u. a. auch in meiner Geburtsstadt, die er von damals kannte) und auch in der dortigen seit Jahren eingeführten Waffenverbotszone der Innenstadt ... Sein letzter Besuch in Deutschland (damals in München) war im Jahr 2001. Einer seiner Kommentare:

    "Diese einstmals schöne und gepflegte Stadt könnte bereits rettungslos verloren sein. Vielleicht ebenso, wie euer einstmals schönes Land. Das wollen wir für unsere Schweiz gerne und unbedingt vermeiden"


    In diesem Sinne ...


    Dir weiterhin gute Gedanken und ebensolche Entscheidungen ... !

    Nur am Rande aber in dem Kontext

    Auch keine Überraschung.

    Mit Diskussionen wird es generell schwierig bis unmöglich, wenn mit schwammigen oder völlig unbestimmten Begrifflichkeiten hantiert wird - und zudem jede Erklärung und/oder Konkretisierung verweigert wird.

    Unabhängig von der schlichten Tatsache, daß Deutschland als Investitionsstandort schon seit Jahren signifikant an Attraktivität eingebüßt hat (Stichwort u. a. Erosion der Internationalen Wettbewerbsfähigkeit). Der Investitionsstreik private Investitionen betreffend ist hierzulande nämlich nicht "vom Himmel gefallen".

    Siehe hier

    Solange es überreichen Personen in Deutschland aber legal möglich ist ...

    überreiche Menschen viel stärker in die finanzielle Verantwortung zu nehmen ...

    ... überreiche Menschen ...

    „Überreichens Angst“

    (nachträglich gefettet von mir)

    Usw. usw.

    Trotz wiederholter Nachfrage war von Dir nie zu erfahren, ab wann jemand "überreich" ist und wie das definiert und berechnet wird. :rolleyes:

    Siehe beispielsweise hier, um nur eine der Nachfragen zu nennen.

    Ab welchem Vermögen ist jemand "abartig" reich oder "überreich" ... ?

    In meinen drei Studiengängen (VWL, BWL, Jura) sind mir sehr viele Begrifflichkeiten und Fachtermini begegnet - "überreich" und/oder "absurd reich" aber niemals ... Was ist das und wo beginnt das ... ?

    Daher würde ich Dir hierzu - ausnahmsweise - einmal zustimmen

    ... ist aber jegliche Debatte sinnlos.

    :) Jedenfalls mit Dir.


    In diesem Sinne ...

    Du kannst Dich natürlich gerne auf Dein Liquiditätspolster berufen ...

    Das ist - zum wiederholten Male - nie mein Ansatz gewesen (siehe schon Nr. 32). Das ist halt ein möglicher Ansatz von mehreren, um dem Thema "SoRR" zu begegnen.

    Das Thema "SoRR" spielt bei mir (ganz persönlich) keine Rolle, weil ich schon seit Jahrzehnten ganz prioritär auf den Cashflow schaue (Erträge aus Dividenden und Mieteingängen).

    In dem Kontext

    ... und zu Zeiten hoher Inflation dann schlicht auf dem trockenen landen.

    Das glaube ich eher nicht.

    Um mit offenen Karten zu spielen: Für mich persönlich habe ich das Thema nicht weiter und näher verfolgt, da meine monatlichen Lebenshaltungskosten schon lange nur wenigen Prozentpunkten der monatlichen Zuflüsse (Cashflow aus insbesondere Mieten und Dividenden) entsprechen.

    Aktuell betragen meine monatlichen Lebenshaltungslosten < 4% bezogen auf den Cashflow allein aus Dividenden und Mieten.

    Auch bei noch höheren Inflationsraten als aktuell schon - die offizielle Inflation (4%) dürfte inzwischen schon wieder beim Doppelten dessen liegen, was sich die EZB als "offizielle Geldentwertungsrate" selbst als Ziel definiert und gesetzt hatte ... - dürfte ich also schwerlich "auf dem Trockenen landen".


    Last but not least:

    "Paragraph Eins - jeder macht Seins"

    Jeder kann "seine Basisausgaben" völlig frei selbst definieren.

    Das (theoretische) "freie Definieren" dürfte das eine sein - die (praktische) Umsetzung bei den "Basisausgaben" im Ruhestand aber das andere (wie Miete, Nebenkosten/Warmmiete, Krankenversicherung, Lebensmittel, Kleidung, Auto, Physiotherapie, Medikamente usw.).

    Wer nicht auskommt ohne die Kirsche, muss anderswo Abstriche machen.

    Wo ? Bei den "Basisausgaben" ?

    Kann aus meiner Sicht aber alles dahinstehen. "Abstriche" machen zu müssen und/oder in gewisse Abhängigkeiten von den üblichen Marktschwankungen zu kommen (via "dynamische Entnahmen" beispielsweise) - ausgerechnet im Ruhestand mit dann mehr Freizeit und nach Jahrzehnten des Vermögensaufbaus sowie intensiver Nutzung des Humankapitals - gehörte jedenfalls bei mir nicht zu meinem damaligen Finanz-Zielen beim Start mit den privaten Finanzen.

    Mir ist klar und bewußt, daß dies ("Abstriche") im Ruhestand aber (leider) so manche praktizieren müssen. Ein Finanz-Ziel - beispielsweise zum Beginn eines Anlegerlebens - kann dies aber schwerlich sein. Ebenso wenig ein sehr bis extrem frugaler Lebensstil, um den avisierten Vermögensaufbau überhaupt zu erreichen. Oder auch: "Man lebt nur einmal" - und nicht jede(r) erreicht das Rentenalter und/oder ist dann noch ein gesunder, längerer Lebensabschnitt für bestimmte Aktivitäten beschieden.

    Dein vorgeschlagener Weg über einen hohen Risikopuffer (6,5 Jahre) ...

    Mich interessiert oder beschäftigt das Thema "SoRR" überhaupt nicht (siehe schon Nr. 32).

    Und es handelt sich auch nicht um "meinen vorgeschlagenen Weg" - sondern lediglich um die Erwähnung einer "internen Untersuchung und Umfrage" noch dazu "nicht repräsentativ im statistisch-wissenschaftlichen Sinne" (siehe ebenfalls schon Nr. 32).

    Um dem Thema "SoRR" zu begegnen, gibt es wohl unterschiedliche Ansätze.

    Ein probates Mittel kann daher in der Entnahmephase ein (risikoarm) vorgehaltener Liquiditätspuffer sein,

    Flexible bzw. dynamische Entnahmen können ein anderes (sprich weiteres) Mittel sein.

    Nur am Rande aber in dem Kontext

    und dient Vermögensverwaltern als gutes Verkaufsargument.

    Ob sich ausgerechnet sehr risikoarm vorgehaltene Liquiditätspuffer für Vermögensverwalter lohnen (rechnen), scheint mir eher fraglich. Verdient wird da eher bis überwiegend (Management Fee) an aktiv gemanagten Finanzvehikeln, die an den Finanzmärkten spielen. Risikoarme Liquiditätspuffer in Tages- und Festgeldern vorgehalten, können die meisten Anleger selbst einrichten und (vor)halten.

    Ich persönlich halte mich lieber an wissenschaftlich fundierte Vorgehensweisen und da muss ich sicherstellen, dass die Basisausgaben auch in schlechten Phasen abgedeckt werden.

    Kann man so sehen und so machen.

    Mir persönlich sind aber auch diverse Protagonisten bekannt, denen diese lediglich "Abdeckung der Basisausgaben auch in schlechten Phasen" eher nicht reicht - da sie gerade im Ruhestand auf die "Kirsche auf der Torte" (auch temporär) nicht verzichten wollen (sprich die nicht zu den "Basisausgaben" gehörenden Extras wie Restaurantbesuche, Theater, Reisen, Cabrio usw.) und auch diese Extras auf Dauer möglichst sicher abgedeckt wissen möchten.

    Jeder weitere Puffer ist ein unnötiger Renditefresser.

    Das zentrale Problem der Ruhestandsplanung (via Depot oder zumindest unter Einbezug eines solchen) ist die Balance. Eine Binse: Zu viel Risiko gefährdet das Depot in Schwächephasen und zu wenig Risiko führt über die Jahre zum sukzessiven Kaufkraftverlust durch Inflation. Die Lösung liegt in der Entkopplung der laufenden Konsumausgaben von den täglichen Kursschwankungen der Märkte. Erst wenn die Lebenshaltung finanziell isoliert ist, kann das Produktivkapital ungestört seine Wertschöpfung entfalten. Was unter finanziell abgedeckter Lebenshaltung zu verstehen ist ("Basisausgaben" vs "Extras" beispielsweise) kann sich aber im Einzelfall unterscheiden (siehe oben).

    Für meinen Teil gehörte es nie in meine finanzielle Gedankenwelt (damals gab es die Begrifflichkeit bzw. den Terminus Technicus "SoRR" noch gar nicht - oder sie war zumindest mir unbekannt), dann ausgerechnet im Ruhestand - und nach jahrzehntelangem Vermögensaufbau - meinen Lebensstandard von der Entwicklung meines Depots (zumindest teilweise und/oder temporär) abhängig zu machen. Denn "dynamische Entnahme" deute ich als SoRR-Laie so, daß die Höhe der jährlichen Auszahlungen flexibel an die tatsächliche Wertentwicklung des Depots (ggf. auch an die Inflation oder Restlaufzeit/Restlebenserwartung) angepasst werden muß ... ?

    Gerade diesen Zusammenhang (oder Abhängigkeit) zu eliminieren (via Cashflow aus einer Mischung von Dividenden und Mieten) war schon damals mein Grundgedanke.

    Wer sich die Dynamik nicht leisten kann sondern eine stets fixe Entnahme "braucht" wegen hoher fixer Kosten, hat zu wenig angespart.

    Fast wäre ich bei pointierter Sichtweise geneigt zu sagen, wer überhaupt solche Überlegungen samt Abwägungen anstellen muß, hat zu wenig akkumuliert (sei es an Renten und/oder an freien Finanzmitteln sprich Vermögen), um einen finanziell gesehen völlig entspannten - und von der Entwicklung der Märkte unabhängigen - Ruhestand zu genießen.


    Last but not least:

    "Paragraph Eins - jeder macht Seins"

    In dem Kontext

    Meine persönliche Meinung ist, dass in der "Gold-Bubble" eine Grundpanik vor Szenarien herrscht ...

    Diese ganze "Der Staat kann dir dein Gold nehmen" - Hetze ...

    Beim Blick auf die Goldbestände und erheblichen Gold-Zukäufe der staatlichen Notenbanken weltweit (aktuell 36.660 Tonnen physisches Gold) würden demnach ausgerechnet die staatlichen Institutionen, die für die Stabilität unseres Geldsystems und die Stabilität des Geldwerts offiziell zuständig und verantwortlich sind, ebenfalls in einer "Gold-Bubble" leben, in der eine "Grundpanik vor Szenarien herrscht" neben der ganzen "Der Staat kann dir dein Gold nehmen-Hetze" ... ?!

    Die staatlichen Notenbanken rund um den Globus bräuchten doch nur ihrem eigenen Produkt - Papiergeld - vollumfänglich vertrauen, dann wäre der ganze Aufwand mit den > 36.000 Tonnen an physischem Gold (Transport, Lagerung, Bewachung usw.) doch komplett überflüssig ... ?

    Nicht jeder ist durch den Blick ins Depot "gefährdet".

    Dem ist so. Eine schlichte Tatsache.

    Eine Tatsche ist aber (leider) auch, daß die Thematik der "subjektiven Risikotragfähigkeit" (persönlich-emotionale Risikotoleranz) eine sehr bedeutsame ist - bezogen auf den langfristigen Anlageerfolg - und zudem die Ermittlung derselben eine anspruchsvolle Angelegenheit sein kann (nicht immer sein muß). Mir sind aber genug Fälle in Erinnerung (insbesondere aus der Ära 2000 ff und der Ära 2008 ff), bei denen selbst das vorab (theoretische) und "lege artis" durchgeführte Durchspielen von Szenarien erfolgt ist - die so vorab in der Theorie ermittelte persönliche Risikotoleranz dann aber den Test in der Praxis (Realität) nicht bestanden hatte. Mit teilweise schwerwiegenden bis fatalen Folgen. Dazu kommt noch, daß in manchen Fällen die objektive Risikotragfähigkeit und die subjektive Risikobereitschaft nicht kongruent sind (und teilweise erheblich voneinander abweichen können).

    Ich habe zu Zeiten des Ansparvorgangs praktisch monatlich ins Depot geschaut, wenn ich gekauft habe. Ab Beginn der Entnahmephase habe ich teils jahrelang nicht reingeschaut.

    Eventuell auch das Resultat bzw. Ergebnis langjähriger Erfahrungen und/oder der Gewöhnung (an das Auf und Ab der Märkte). Könnte vielleicht auch als eine Art der "Abhärtung" gesehen werden ...

    Rein von der Sache her (Gefährdungspotential für das Depot) dürfte es sich eher genau umgekehrt verhalten. Womit man beim SoRR (Sequence of Return Risk bzw. Rendite-Reihenfolge-Risiko) landet. Während in den Jahrzehnten des Vermögensaufbaus ("Ansparvorgang" - siehe oben) Kurseinbrüche für den "arbeiten", der dann mit seiner regelmäßigen Sparrate zu günstigen Preisen (Kursen) einkaufen kann, dreht sich das in der späteren Entnahmephase um. Im Ruhestand werden aus Anlegern sozusagen Verkäufer - mitunter zu einem sehr ungünstigen oder sogar zum ungünstigen Zeitpunkt.

    Das Thema "SoRR" spielt bei mir (ganz persönlich) keine Rolle, weil ich schon seit Jahrzehnten ganz prioritär auf den Cashflow schaue (Erträge aus Dividenden und Mieteingängen). Erinnere mich aber an die Berechnung eines Zahlenfreaks (Aktuar), der mir das besagte Thema mal an einem konkreten Rechenbeispiel veranschaulicht hatte. Dazu hatte er einen Anleger genommen, der im Jahr 2000 zu Beginn des Dotcom-Crashs in den Ruhestand ging und fortlaufend feste Beträge entnehmen mußte. Dadurch litt sein Depot derart (die Entnahmen in den ersten drei Verlustjahren verringerten das Depot stark sprich überproportional), daß spätere Markterholungen das Depot kaum mehr retten konnten. Der gleichen Anleger mit identischer Depothöhe und Entnahme, der 10 Jahre später mit seiner Entnahmephase startete und eine lange Hausse erlebte, profitierte nachhaltig dagegen von seiner noch intakten Substanz im Depot. Oder kurz und bündig: Wer in einer Schwächephase der Börsen Geld aus dem Depot zieht (ziehen muß) verkauft Anteile zu niedrigen Kursen. Dieses Kapital steht dann für spätere Erholungsphasen nicht mehr zur Verfügung sprich nimmt nicht mehr an den Kursanstiegen teil. In diversen Simulationen zeigten seine Beispielsrechnungen, daß (bei identischer Depothöhe und identischer Entnahmerate) zwischen einer "Pleite" (am Ende des Depots ist noch ziemlich Leben vorhanden) und einer "völlig entspannten Entnahmephase" oder gar "Verdopplung des Depots" trotz Entnahmen lediglich der um einige Jahre andere Startzeitpunkt (der Entnahmephase) liegen braucht.

    Ein probates Mittel kann daher in der Entnahmephase ein (risikoarm) vorgehaltener Liquiditätspuffer sein, um sich von kurzfristigen Börsenkrisen zu entkoppeln und dem "SoRR" zu begegnen bzw. diesem möglichst zu entgehen. Ein eher kleines aber feines Family-Office hatte dazu - zusammen mit einigen bankenunabhängigen Vermögensverwaltern - vor einiger Zeit eine interne Untersuchung gestartet. Keine repräsentative Umfrage im statistisch-wissenschaftlichen Sinne aber dennoch nicht völlig uninteressant. Der Durchschnitt (aus Empfehlungen und Praxis) für den besagten Liquiditätspuffer lag in dieser Umfrage bei 6,4 Jahren.

    Wobei es auch dabei - wie fast immer - entscheidend auf den jeweiligen Einzelfall ankommen wird (die "richtige" Höhe bzw. Einstellung des Liquiditätspuffers betreffend). Um nur einen Aspekt zu nennen: Es wird bereits einen Unterschied machen, ob aus dem Depot nur die "Kirsche auf der Torte" (Extras, Besonderheiten, Luxus) im Ruhestand finanziert werden sollen (da für die normale bzw. übliche Lebenshaltung bereits das "Sockeleinkommen" aus risikoarmen Zuflüssen sorgt (wie Rente, Pension, PRV, bAV usw.)). Oder ob aus dem Depot in relevanten Teilen (oder sogar überwiegend) auch der normale Lebensunterhalt zu bestreiten (zu finanzieren) ist.

    Es ist egal, wo du in Deutschland Gold in einem Schließfach lagerst, ob bei der Sparkasse, einer Privatbank oder einem privaten Dienstleister. Der Staat kann jederzeit Zugriff auf dieses Schließfach nehmen. Auch wenn während einer Finanzkrise die Banken geschlossen sein sollten, kommst du nicht an dein Schließfach. Gold in einem solchen Schließfach in Deutschland aufzubewahren, ist eine der schlechtesten Lösungen.

    :thumbup:

    Siehe beispielsweise hier:

    Es ist m. E. sinnfrei wegen (u. a.) Zweifel und/oder fehlendem Vertrauen in die Politik und Geldpolitik eine Währung betreffend Gold zu kaufen, wenn der private Besitz eben diesem Staat (den man bezüglich des Umgangs mit der Währung skeptisch sieht oder dem man sogar diesbezüglich mißtraut) zwangsweise mitgeteilt werden muß. Wie die Finanz- und Währungsgeschichte zeigt: Private Goldbesitzverbote inkl. Konfiskationen gab es nämlich recht viele. Auch wenn die Menschen dann alles daran gesetzt haben (trotz hohen Strafandrohungen) sich dem zu entziehen.

    In dem Kontext

    Ich würde übrigens immer zu Münzen raten, da diese deutlich kompakter aufzubewahren sind als die geblisterten Barren.

    Es ist zudem deutlich weniger lohnenswert (da viel aufwändiger die Kosten/Nutzen Ratio betreffend) zu versuchen (kleinere) Münzen (gilt insbesondere für sog. Handelsgold wie Schweizer Vrenelis, britische Sovereigns, deutsche 10 und 20 historische Goldmark; mit zudem günstigem Spread in Bezug zum Spotpreis) zu fälschen im Vergleich zu (größeren) Barren.

    Andere Regel können für strategisch gehaltenes Gold gelten (nicht selten aus generationsübergreifenden Überlegungen; Stichwort: Investmentbarren mit 400 Unzen bzw. 12,5 kg und LBMA-Zertifizierung).

    Das klingt schön griffig, ist es aber nicht. Der 18jährige hat in aller Regel kein zusätzliches Vermögen und erreicht leicht eine 100 % Aktienquote. Bei 60jährigen sieht das anders aus. Da klafft die Schere auseinander.

    Zum einen siehe schon hier in Nr. 18

    Es gibt fast niemand ab einem mittleren Alter, der nicht auch irgendwelche anderweitige ...

    Zum anderen: Um welche auch nur ansatzweise relevante Volumina (gehalten in Aktien) soll es sich denn bei dem besagten Fall

    Der 18jährige ...

    handeln ... ?

    Lotteriegewinn, Schenkung, Erbschaft usw. mal ausgenommen.

    Es hilft nichts, man muss immer den Einzelfall betrachten.

    Dem würde ich dagegen vollumfänglich zustimmen. Mit der Ergänzung "und einer ganzheitlichen Betrachtung des Gesamtvermögens" generell und auch in "Bezug auf die reale Aktienquote" im Speziellen.

    Tatsächlich dürfte kaum ein 50jähriger bei null starten. Da existieren bei den meisten nennenswerte Ansprüche and die GRV und betriebliche Altersvorsorge. Wenn dann womöglich eine (fast) abgezahlte Immobilie hinzukommt, wären 100 % des frei verfügbaren Vermögens in Wirklichkeit oft deutlich weniger als 50 %. Man kann das eigentlich nur ganzheitlich betrachten und dabei die Risikobereitschaft des Anlegers mit berücksichtigen.

    Mir sind über die langen Jahre zig Fälle in praxi bekannt, bei denen von einer Aktienquote von beispielsweise 50, 60 oder 70% geredet wurde - bei der (stets zu empfehlenden) dann "finanziellen Gesamtschau" lag die reale Aktienquote aber im einstelligen (teilweise sehr niedrigen einstelligen) Bereich ...

    Es gibt fast niemand ab einem mittleren Alter, der nicht auch irgendwelche anderweitige vorhandene (und/oder "gebundene") Vermögenswerte hat (wie Ansprüche an die GRV, Pensionsansprüche, bAV, Ansprüche an ein berufsständiges Versorgungswerk (verkammerte Berufe), Zusatzversorgungskasse (ÖD) usw. aber auch Sparvermögen (Buch- bzw. Giralgeld), Bargeld (ausfallsicheres Zentralbankgeld), Wertgegenstände, Edelmetalle, Schmuck, Uhren usw. Dazu kommt nicht selten noch eine selbst genutzte Immobilie (Wohneigentum/Eigennutzung).

    Meines Erachtens wäre es daher sinnvoller, die Aktienquote (nur) auf das "freie Vermögen" oder disponible/fungible Anlagevermögen zu beziehen.

    Last but not least: Sollen Aktien auf die lange Sicht überhaupt einen spürbaren Impact auf das Gesamtvermögen entfalten, dürften 30 bis 35% Aktienquote eher als eine Untergrenze zu verstehen sein (bei einer realistischen Gesamtbetrachtung - siehe schon oben).

    Klar ist aber auch: Wer (bereits) ein ausreichend großes Vermögen hat, welches sein(e) Finanz-Ziel(e) gewährleistet, benötigt gar keine Aktien (mehr).

    "If you have won the game - stop playing"

    Nichtsdestotrotz sind dann aber meist dennoch (auch) Aktien im Portfolio vorhanden (aus sportlichen Gründen, zum realen Vermögenserhalt, zur Absicherung des Partners, für die nächste Generation, Erbe, Schenkung, Stiftung usw.).

    Wenn das Schiff unter geht habe ich lieber das Rettungsboot als den Berechtigungsschein auf das Rettungsboot.

    :thumbup:

    Oder auch:

    Physisches Gold sowohl im Eigentum als auch im Besitz (Zugriffsmöglichkeit) ist etwas anderes (in praxi aber auch de jure) als ein Lieferanspruch bzw. Auslieferungsanspruch auf Gold.

    "If you don`t hold it, you don`t own it"

    Spätestens seit 2010 ff gehört bei dem Thema - jedenfalls für mich - auch zwingend dazu:

    Verwahrung (zumindest teilweise) nicht nur an einem möglichst sicheren Ort - sondern auch in einer möglichst rechtssicheren Region (sprich in einer Jurisdiktion außerhalb der Eurozone).

    Wohlwissend, daß in dem Bereich der "privaten Finanzen" keine absoluten Sicherheiten existieren, außer der Inflation, den Steuern und den mit jedem Investment/jeder Versicherung verbundenen Kosten/Gebühren.

    Wobei ich - ganz persönlich - physisches Gold (so wie auch physisches Silber) noch nie als "Investment" gesehen habe, sondern stets unter meine (sehr wenigen aber unverzichtbaren) "Versicherungen" subsumiert habe.


    Ansonsten halt, wie stets

    "Paragraph Eins - jeder macht Seins"

    Das ist alles zu lesen ab Seite 110 „Die richtige Aktienquote:…..“

    Unabhängig von der Tatsache, daß ich für meinen Teil noch nie an den Ansatz "One size fits all" geglaubt habe ... und ebenso wenig daran, daß generell die "richtige Aktienquote" überhaupt existiert ...

    Klingt fast nach einem Kochbuch samt der Anleitung "Man nehme" ...

    Nach meinem Dafürhalten in dem Kontext lesenswert zur Einordnung im Allgemeinen Nr. 5 von John Bogle und im Speziellen zur realen sprich tatsächlichen Aktienquote in der stets zu empfehlenden finanziellen Gesamtschau Nr. 12 von monstermania.

    Aus meiner - ganz persönlichen - Sicht sollte man sich nach dem Verstehen der unverzichtbaren Basics (besser nach deren Inhalation) ein eigenes Bild machen und daraus ein eigenes Urteil bilden. Unter zwingendem Einbezug der eigenen objektiven Gegebenheiten (objektive Risikotragfähigkeit) aber auch der eigenen subjektiven Verfasstheit (subjektive Risikobereitschaft sprich Risikotoleranz). Daneben kann ein Grundverständnis der Geld-, Währungs- und Finanzgeschichte sehr hilfreich sein (Geschichte wiederholt sich eher selten, reimt sich aber häufig). Ebenso der Blick auf unser Geldsystem (Fiat-Money) und den Umgang der Politik und der Notenbanken damit im Allgemeinen und ein ebensolcher Blick auf das Experiment einer europäischen Einheitswährung im Speziellen.

    Zusatznutzen: Wenn man weiß, warum man sich aufgestellt hat (Asset-Allocation bzw. Portfolio), wie man finanziell aufgestellt ist, erhöht dies auf jeden Fall die "Compliance" den eigenen Finanzplan betreffend. Einer der wichtigsten Faktoren für den langfristigen Erfolg überhaupt. Jedenfalls führt dies - meines Erachtens - zu einer höheren Compliance, als der Hinweise (oder Empfehlung) eines "fremden Dritten" ab Seite 110 in seinem Buch, dem man apodiktisch versucht zu folgen.


    Dir gute eigene Gedanken und danach ebensolche eigene Entscheidungen ... !

    Wenn Du fachlich darüber diskutieren möchtest ...

    Wie sollte das gehen ? Siehe schon hier

    Als nicht studierter Naturwissenschaftler kann ich zu dem speziellen Thema hier wenig bis eher fast nichts inhaltlich beitragen. Als interessierter Bürger dagegen kann ich immerhin die so generierten Ergebnisse bewerten - und diese sehen für Deutschland eher mau bis (sehr) traurig aus.

    oder Hilfe beim Verständnis brauchst, bin ich gerne dabei.

    Du bist studierter Naturwissenschaftler ?

    Wenn Du neben einem sieben Jahre alten Meinungskommentar einer konservativ-marktliberalen Zeitung ...

    Zum einen: Ein Kommentar muß nicht per se schlecht sein - nur, weil er älter ist.

    Meine ersten öffentlichen und veröffentlichten Kommentare zu einer eventuellen Euroeinführung stammen aus 1993 und zur konkreten Euroreinführung aus 1999. Die lesen sich heute noch wie ein nahezu perfektes Drehbuch zu den dann folgenden 33 bzw. 27 Jahren.

    Zum anderen: Fast könnte sich da der Eindruck aufdrängen, daß Marktmechanismen oder das Konservative etwas Schlimmes oder Schreckliches sind ... - und Du eine Melange aus Verboten in Kombination mit planwirtschaftlichen Ansätzen für die zielführende erachtest ... Vermutlich nennst Du das dann auch noch eine "progressive" Politik ... ?

    ignoriere ich Dich einfach wieder

    Bei allem gebotenen (Rest)Respekt: Ob Du mich ignorierst oder nicht, hinter irgendwelchen Balken versteckst oder nicht etc. pp. ist für mich ohne Belang.

    bis mal was Substanzielles kommt.

    Von mir kommt ständig "Substanzielles" - das sind aber offensichtlich Themen, die Dir nicht in den Kram passen.

    Zum Realitätsbezug: Für einen beispielsweise in der Wolle gefärbten Wähler der Grünen und Grüninnen mag das Thema "Klima bzw. Umweltschutz" absolut prioritär sein. Diese Partei stellt aber hierzulande weder den Kanzler, noch ist diese Mitglied der Regierung. Geschweige denn sind die Grünen die stärkste Partei oder haben gar eine absolute Mehrheit.

    Mit wem sich die Grünen gerade in Berlin einlassen, um an die Macht zu kommen - darüber hülle ich hier besser den "Mantel des Schweigens" ...

    Du wirst hinnehmen müssen, daß die Wähler anderer Parteien teilweise eine (sehr) andere Prioritätenliste haben.

    Wie schnell das Thema "Klima/Umweltschutz" in den Hintergrund rückt, wenn einer Mehrheit in der Bevölkerung andere Themen wichtig werden oder "auf den Nägeln brennen", konnte und kann nicht nur hierzulande sondern auch international immer wieder beobachtet werden.

    Wie zum Beispiel die Sorge vor steigenden Preisen (Geldentwertung/Inflation), vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, vor Wohlstandsverlust, vor Migration (insbesondere ungesteuerter bis illegaler), vor Kriminalität, vor Wohnungsmangel usw.

    In Sachen "Energiewende" wird jedenfalls ein wirtschaftliches Stagnations- oder gar Niedergangmodell der Sache schwerlich dienlich sein. Zudem wird ein solches Modell auch kaum als Vorbild taugen, dem andere Länder folgen oder nacheifern.

    Mehrfach beispielsweise von Schweizern und Amerikanern gehört (zu so einigen Themen übrigens):

    "Zustände wie in Deutschland wollen wir hier unbedingt vermeiden".

    Da taugen wir für nicht wenige nur noch als negatives und/oder abschreckendes Beispiel.


    Komplexe, schwierige und strittige Themen sind integrativ und in einer Gesamtbewertung und Gesamtabwägung seitens der Politik zu entscheiden. Wie es jüngst ein Freund im Kontext mit der Pandemie formulierte: Der Rat eines Mediziners und eines Virologen kann dem eines Wirtschaftswissenschaftler, eines Juristen und eines Psychologen widersprechen, und doch können alle auf ihre Art recht haben, weil sie unterschiedliche Ziele verfolgen. Zwischen diesen Ansätzen sachgerecht abzuwägen sprich auch zu priorisieren, ist Kernaufgabe einer klugen Politik.


    In diesem Sinne ...

    Als Forenbetreiber hätte für mich in dem Kontext die Formulierung "nur" oder "lediglich" oder "reine"

    "Betriebsablaufstörung"

    (ersatzweise "Störung im Betriebsablauf") einen gewissen Charme entfaltet (da ein kostenfreies Angebot ist der Hinweis auf den "Schienenersatzverkehr" (hier: Alternative Foren) entbehrlich).

    Vorteil dieser Terminologie: Seit der großen Bahnreform (Fusion Deutsche Bundesbahn und Deutsche Reichsbahn um 1994 zur Deutsche Bahn AG) zum einen eine etablierte Begrifflichkeit und zum anderen vom Nutzer/Kunden eine offensichtlich überwiegend auch hingenommene bis akzeptierte ...

    Da ich seit einigen Jahren die Deutsche Bahn meide, wo immer möglich, weiß ich nicht, ob die DB noch mit der Begrifflichkeit arbeitet. Klingt jedenfalls tendenziell harmlos und unter dem Sammelbegriff kann und mag sich dann jeder davon Betroffene vorstellen, was ihm beliebt.

    Jetzt sind die Grünen auch noch am Euro schuld. :rolleyes:

    Nur am Rande: Davon findet sich bei mir keine Silbe. Wo steht das ... ?

    Wobei die generelle EU-Begeisterung und EU-Euphorie der Grünen offenkundig ist (ein Bundesbanker hatte das pointierter als "EU- und Euro-Besoffenheit" der Grünen bezeichnet ...).

    Bei Realitätsbezug:

    Nö, die DM hatte ein Kanzler (Kohl) aus dem konservativen Teil der Politik (allerdings einer - nach meinem Dafürhalten - nahezu ohne ökonomischen Sachverstand; von Kenntnissen der monetäre Ökonomik und der Währungsgeschichte ganz zu schweigen) den Deutschen "abgeschwatzt" und die europäische Einheitswährung (Euro) "aufgeschwatzt".

    Sein persönlicher Vorteil: Hierzulande war das - im Gegensatz zu manchen anderen Ländern - möglich ohne das Volk via Referendum zur Aufgabe ihrer nationalen Währung zu befragen. Wie ein solches Referendum hierzulande wohl ausgegangen wäre ... ^^

    Im Übrigen ein interessantes Phänomen der deutschen Politik, seitdem ich diese verfolge:

    So wie vermutlich nur ein Kanzler der Union (Kohl) den Deutschen den Euro aufschwatzen und aufdrängen konnte - war auch nur ein Kanzler der SPD (Schröder) in der Lage endlich - längst überfällige - angebotsseitige Sozial-Reformen (Hartz 4) durchzuführen.

    Auf denen und deren Erfolgen konnte sich dann eine Frau Merkel über Jahre hinweg ausruhen ... Wäre aber wieder ein anderes (trauriges) Thema.


    "So was, kommt von so was"

    Wobei ich "Senior will Recht haben" nicht unbedingt zur Sozialwissenschaft adeln wollen würde.

    Hoffentlich ist diese Deine Zuschreibung ("Senior") - in diesen hoch gutmenschlichen Zeiten der Political Correctness, Wokeness und in der Wolle gefärbter Wokies - nicht in Richtung einer Altersdiskriminierung zu verstehen ... ? :rolleyes:

    Unabhängig von der Tatsache, daß - nach meinem bescheidenen Kenntnisstand - unter den Sammelbegriff "Sozialwissenschaften" auch so unbedeutenden Felder sprich Disziplinen wie beispielsweise die Wirtschaftswissenschaft (BWL und VWL), die Politikwissenschaft und die Rechtswissenschaft subsumiert werden könnten ... ?

    Aber da kennst Du Dich mit Deiner überragenden Allgemeinbildung und Deinem umfassenden und fundierten makro-ökonomischen Wissen und Verständnis sicherlich viel besser aus ...

    Der besagte "Senior" wollte nicht Recht haben - sondern hatte in sehr vielen Fällen schlicht Recht sprich er lag mit seinen Einschätzungen und Prognosen richtig - aus der Retrospektive betrachtet.

    Erstaunlich, daß Newb in seinem diesbezüglichen Beitrag (Nr. 657) nicht auch gleich noch der Redaktion des renommierten Wall Street Journals empfohlen hatte - neben Herrn Prof. Sinn - sich zu bestimmten Themen nicht mehr zu äußern ...^^

    Meines Wissens sind da zudem "Senioren" in der Redaktion eine Seltenheit.


    In diesem Sinne ...

    Bei Herrn Sinn reicht es, glaube ich, vollkommen aus, wenn dieser in den Sozialwissenschaften verbleibt.

    Das wage ich - selbst als nicht studierter Naturwissenschaftler - stark zu bezweifeln.

    Wohin es führt, wenn ein einziges Thema (Klimaschutz) nicht im Verbund sprich integrativ sondern isoliert durch die "grüne Brille" betrachtet und behandelt wird, kann bei der real existierenden EU, der real existierenden Eurozone und inzwischen auch seit vielen Jahren in Deutschland "bewundert" werden.

    Wenn dabei die internationale Wettbewerbsfähigkeit, der Investitionsstandort, die Produktivität, das Potentialwachstum, das Wirtschaftswachstum, die Verteidigungsfähigkeit, die strategische geopolitische Diplomatie, die Wohnraumversorgung usw. vernachlässigt werden und/oder leiden - wird dem Klimaschutz letztlich ein typischer "Bärendienst" erwiesen.

    Wenn der politische "Murks" samt der so generierten Ergebnisse der vielbeschworenen sog. politischen "Mitte" (in Berlin scheint diese "Mitte" nicht mal mehr mit der Lupe auszumachen zu sein ... oder aber diese Mitte wurde extrem nach links verschoben ...) so weitergeht, könnte man sich irgendwann mit relevanten Teilen in einer Regierung oder gar einer Mehrheit in der Regierung wiederfinden (präziser konfrontiert sehen), die den menschengemachten Klimawandel ohnehin für eine Chimäre hält. =O

    Ob dies dann dem Klimaschutz hierzulande dienlich sein wird ... ?


    "So was, kommt von so was"


    In diesem Sinne ...

    Von McProfit an Sovereign

    Von Sovereign an den geschätzten McProfit

    Deinen Einwand, dass sich immer weniger Menschen einen Neubau leisten können, kann ich gut nachvollziehen.

    (nachträglich gefettet von mir)

    Dies läßt den anderen Teil meiner Aussage (aus Nr. 1.425) aber leider weg; siehe hier

    Apropos "in Deutschland bauen" - das können und wollen aber tendenziell eher immer weniger.

    In dem Kontext:

    Allerdings fehlt nicht immer das Eigenkapital. Mancher hätte das Geld, lässt es aber bleiben, weil die Rechnung nicht aufgeht.

    So sieht es bei Realitätsbezug aus.

    Wobei im Bereich (selbst genutztes) Wohneigentum oft das unzureichende Eigenkapital zu den Gründen zählt - im (zur Vermietung) gebauten Geschosswohnungsbau dagegen die oftmals "nicht mehr aufgehende Rechnung" (um Deine Formulierung aufzugreifen).

    Ein Beispiel aus diversen von mir erwähnten:

    Der Vorstand einer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft:

    "Komme mir schon lange vor wie ein Koch, der gemäß staatlichen Vorgaben ein ziemlich hochwertiges Mehrgang-Menü inkl. Meeresfrüchten samt adäquater Getränkebegleitung auf den Tisch bringen soll - dessen Preis aber ebenfalls staatlicherseits mit max. 19,95 € vorgegeben ist. Da hätte ich besser statt den Beruf des Kochs zu erlernen, denn des Zauberers erlernen sollen"


    Kostenmiete hier "vor Ort" in guter Stadtlage und bei Einhaltung aller staatlichen Vorgaben bei 22 € pro qm (aufwärts) + Nebenkosten + TG-Platz (teilweise obligatorisch aufgrund der städtischen Stellplatzverordnung) - nähert sich bei 3ZKBB mit 98 qm Wohnfläche den 3.000 € Gesamtmiete (= Warmmiete) an. Da würde ich auch eher versuchen eine solche Wohnung zu verkaufen, anstatt diese zu vermieten. Alternative: Keine Wohnungen mehr neu bauen ... Was in weiten Teilen auch passiert sprich unterbleibt. So laufen hier ("vor Ort") Nachfrage und Angebot immer weiter auseinander.

    Diese strukturell bedingte Problematik ist hier "vor Ort" - Großstadt in einem Ballungsgebiet mit zwei Landeshauptstädten und mehreren Universitätsstädten - jedem auch nur halbwegs Kundigem bekannt. Evident ist das Auseinanderlaufen von Nachfrage und Angebot hier in der Region übrigens bereits seit fast 20 Jahren - mit seit damals steigender Tendenz und Dynamik ...

    Seitens der Politik wird darauf mit einer Intervention nach der anderen reagiert, was längst in einer typischen Interventionsspirale gemündet ist mit den daraus resultierenden klassischen Kollateralschäden (inkl. Fehlanreizen).

    Das ursächliche Problem wurde allerdings bis zum heutigen Tag von politischer Seite weder adäquat angegangen, geschweige denn (ansatzweise) gelöst.


    "So was, kommt von so was"

    Sag das mal jemand der nächstes Jahr bauen will.

    Apropos "in Deutschland bauen" - das können und wollen aber tendenziell eher immer weniger.

    Das Zinsniveau - im historischen Langfristvergleich ein eher sehr moderates bis niedriges - ist dabei (nur) ein Aspekt in einem ganzen Bündel von Ursachen.


    Um nur eine Meldung aus diversen zu erwähnen ...

    Die schwedische "Heimstaden Bostad AB" - laut Wikipedia "ein führendes europäisches Wohnimmobilienunternehmen mit über 160.000 Wohnungen in neun Ländern" (meines Wissens gut 20.000 Wohnungen davon allein in Berlin ...) - hat angekündigt, aufgrund der Rechtsunsicherheit (Stichwort: Vergesellschaftung/Enteignung) von weiteren Investitionen in den deutschen Immobilienmarkt abzusehen.

    Zu dem Thema existieren - ganz offensichtlich - (sehr) unterschiedliche Meinungen.


    Es gibt - bei Realitätsbezug - auch eine von dem hier jedenfalls Forum-Mainstream abweichende Haltung und Meinung, die angefangen von der "dümmsten Energiepolitik der Welt" (Redaktion des renommierten Wall Street Journal, bereits im Jahr 2019 so konstatiert und zusammengefasst) bis hin zur "Energiewende ins Nichts" reicht (Prof. H. J. Sinn; von 1999 bis 2016 Präsident des renommierten ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung).

    Prof. Sinn hatte erst jüngst in einem Interview nachdrücklich, eindrücklich und vehement gefordert "15 Jahren Merkel rückabwickeln", sprich (endlich) einen Turnaround einzuleiten.

    (Quellen: "Die Welt", "Merkur", "Finanznachrichten" etc. pp.)

    Wie schon mehrfach meinerseits erwähnt:

    In jener Zeit (2005-2021) kam es - auch nach meinem Dafürhalten - zu diversen schweren - teilweise historischen - Fehlentscheidungen oder Unterlassungen. Die den energiepolitischen Bereich betreffenden sind übrigens nur ein "Baustein in diesem Mosaik". Die anderen reichen von unterlassenen angebotsseitigen Reformen (ab spätestens 2005/6 ff, obwohl diese zwingend indiziert waren) über den Umgang mit der Eurokrise (ab 2010 ff sprich die Euro-"Rettung" a la Merkel) bis hin zum Umgang mit der Asyl- und Migrationskrise (ab 2015 ff a la Merkel).

    Oder - beim Blick auf die so generierten Ergebnisse von der internationalen Wettbewerbsfähigkeit über das seit Jahren reale Nullwachstum inkl. einem Potentialwachstum um Null bis hin zur politischen Fragmentierung samt Stärkung der linken und rechten politischen Ränder - prägnant zusammengefasst:

    So was, kommt von so was.


    In diesem Sinne ...