Beiträge von langerhans

    Mehr als doppelter Grundfreibetrag, Werbungskostenpauschbetrag, Sonderausgabenpauschale und Vorsorgepauschale wird nicht berücksichtigt. Der Rest ergibt sich dadurch, dass in Steuerklasse 3 ein größerer prozentualer Anteil gar nicht und der Rest mit geringerem Steuersatz berechnet wird. Das einem Laien in einem "Leitfaden" begrifflich zu machen, ist vergebene Liebesmüh.

    Aber vermutlich werde ich wieder verwirrt reactions kriegen. :thumbup::)

    Nach ca 10 Kommentaren hier im thread, die meisten davon ohne Inhalt, tust du jetzt plötzlich so, als ob du die Lösung des Problem hättest, ohne es wirklich zu erklären, da es „vergebene Liebesmüh“ sei.
    Leute gibt’s ..


    PS: deine „Erklärung“ ergibt leider keinen Sinn, da es nicht erklärt, warum dieser Effekt bei ca 85k nicht eintritt, darüber aber schon.

    Ein Ratgeber muss ja auch nicht auf die Hintergründe eingehen (die man nicht beeinflussen kann). Es ist wie es ist.

    Alle Ratgeber gehen - natürlich - schon auf die Hintergründe ein, und nennen das auch von dir erwähnte „Grundfreibetrag und effektive Auswirkung der Vorsorgepauschale“ als Grund für die geänderte steuerliche Betrachtung. Dies ist offensichtlich falsch, oder doch zumindest nur ein Teil der Geschichte. Es ist schon komisch, dass alle Ratgeber online so daneben liegen - inklusive Finanztip.

    Naja, verstehe den Unmut. Aber das Schlichtungsverfahren ist niederschwellig angelegt.

    "Gleichwohl ist es nicht auszuschließen, dass Meinungsverschiedenheiten im Rahmen der Vertragsbeziehung auftreten. Sollten diese nicht unmittelbar zwischen der Bausparkasse und ihren Kunden geklärt werden können, steht den Kunden der privaten Bausparkassen seit mittlerweile 20 Jahren das Schlichtungsverfahren zur Verfügung. Dieses Verfahren ermöglicht es, Meinungsverschiedenheiten außergerichtlich und weitgehend kostenlos beizulegen."

    https://www.bausparkassen.de/service/streitschlichtung/


    Das soll keine parallele Rechtsprechung sein, sondern zielt eher auf außergerichtliche Einigung in sonst klaren Fragen ab...

    Meine persönliche Meinung ist - wäre es ein klarer Fall, dann brauche ich auch keine Schlichtungsstelle. Wenn sich diese also nur um klare Fälle kuemmert, so ist sie nutzlos. Aber du scheinst ja eine positive Erfahrung gesammelt zu haben, daher gilt wohl wie so häufig - ymmv.

    Scheinbar ist ein Schlichtungsverfahren nicht möglich, da ein entsprechendes Urteil nicht vorliegt. Bin jetzt nicht so im Thema drin, weiß daher nicht, ob die grundsätzlichen Fragen mittlerweile doch geklärt sind.

    - würde bedeuten, der Schlichter kann doch entscheiden

    Das sollte man meinen. Der Verweis auf eine fehlende Grundsatzentscheidung und ein BGH Urteil impliziert, dass die Schlichter so lange nicht aktiv werden, bis es kein BGH Urteil gibt, oder wenigstens ein Urteil zu genau diesem speziellen Fall (dh BHW). Ein Armutszeugnis.

    Gibts vlt Alternative Rechner, um das mal gegenchecken zu können?

    Ja, habe es direkt beim bmf versucht (https://www.bmf-steuerrechner.de/bl/bl2025/eingabeformbl2025.xhtml) - gleiches Ergebnis!


    Zitat

    Ich bleibe - ohne mich weiter ins Coding gelesen zu haben - bei der Vermutung, dass der Unterschied der Summen der Lohnsteuer (III/V zu IV/IV) daraus resultiert, dass eben nicht einfach wie zu erwarten der Grundfreibetrag von Person A nach B geschoben wird, sondern das dort das komplette zvE halbiert wird und damit auch deutlich weniger Einkommen im 42% Bereich versteuert wird.

    Ich finde es absolut mysteriös, dass nicht eine einzige der vielen Online Ratgeber zum Thema Steuerklassen dazu was sagt (inkl Finanztip)...

    Dem dürfte oftmals auch eine schlichte aber individuelle "Güter- bzw. Risikoabwägung" zugrunde liegen auf Basis der Ratio "mit gut gefülltem Konto" sterben" (schade über unglücklich bis doof) versus "am Ende des Geldes (Depots/Portfolios) noch reichlich Leben übrig" (bitter über sehr bitter bis tragisch).

    Kann auch (und/oder besonders) relevant werden bei (längerer) Pflegebedürftigkeit - mit zunehmendem und erst recht im höheren Alter (beim Blick auf die Statistik) jedenfalls keine Seltenheit oder der Ausnahmefall.

    Absolut! Die meisten Leute verschätzen sich aber bodenlos bei dieser Risikoabwägung und sind viel zu stark auf der "sicheren" Seite und sterben reich.

    Dem Fragesteller wird seine Sterblichkeit bekannt sein, daher halte ich düstere Sparstrumpfüberlegungen für unangebracht.

    Den meisten Leuten mag ihre Sterblichkeit grundsätzlich bewusst sein; den meisten ist aber nicht klar, wie kurz sie aller Voraussicht nach noch leben werden; das wird schon dann klar, wenn man mit 68 noch weiterarbeiten will(!) (nicht muss).

    Was fast niemand schafft, ist das vorhandene Vermögen in Richtung des Todes zu reduzieren. Die meisten Leute (in der Kohorte derer, die sich fuer Finanzen interessieren, also die Nutzer dieses Forums) sterben mit einem gut gefüllten Konto, weil sie (1) sich nicht trauen zu entnehmen und (2) weil sie unterschätzen, wie wenig sie im Alter Geld überhaupt noch sinnvoll ausgeben können, einfach weil der Körper es nicht mehr mitmacht.

    Ob nun 10 oder 15 Jahre. Du gehst stumpf nur Durchschnitt aus. Das ist der Fehler in Deiner Annahme.
    Die Alterskohorte meines Vaters hatte eine durchschnittliche Lebenserwartung von 59 Jahren! 8|
    Mein Vater ist aber 90 geworden. Mein Urgroßmutter sogar 101.

    Meine Annahme ist 100% korrekt. Deine Annahmen, anscheinend basierend auf anecdotal evidence, sind inkorrekt.

    Zitat

    Seinerzeit war halt die Kindersterblichkeit noch wesentlich größer usw. Der Durchschnitt sagt nicht viel über die individuelle Lebenserwartung aus. Und wer jetzt schon 68 ist, hat einfach noch eine tendenziell höhere Lebenserwartung als der Durchschnitt der Alterskohorte. :rolleyes:

    Das habe ich natürlich berücksichtigt. Ein heute 68 jähriger hat genau die von mir genannte 15 Jahre Lebenserwartung.

    Zitat

    Daher sollte man Geld, dass man absehbar benötigt auch nicht an der Börse anlegen.:rolleyes:

    Ich habe nichts anderes behauptet. Es ist nur so, dass man eher seinen Bedarf überdenken sollte als die Anlagestrategie, wenn Vermögen und Bedarf so weit auseinanderliegen ;)

    Wenn es ich tot bin brauche ich kein Geld.
    Deswegen ist einen Börsencrash zu meinem Ableben auch nicht schlimm. Das Langlebigkeitsrisiko und im hohen Alter zu verarmen weil sein Kapital von der Inflation aufgefressen wurde ist ein Risiko. Dies lässt sich durch entsprechende Wahl der Anlageformen und Anlageklassen jedoch schon ein wenig beeinflussen.

    Die schleichende Geldentwertung wird von Menschen oft nicht als Risiko erkannt.

    Blöd ist wenn der Börsencrash nicht zum Ablebezeitpunkt stattfindet, sondern morgen; und dann 15 Jahre braucht um zu recovern. Und dann ist man leider tot.

    Keine Ahnung wovon du redest - ich habe meinen Fehler mit 10 Jahren doch bereits korrigiert ;)

    Wer 5 mio hat und 2k Bedarf sollte seinen Bedarf überdenken und nicht die Anlagestrategie. Der Sarg hat kein Regal.

    Die Lebenserwartung steigt zum Glück ziemlich lange mit dem erreichten Lebensalter. Gut für die Betroffenen, gut für die Aktienanlage.

    :)

    Ändert nichts daran, dass die verbleibende Lebenserwartung des TE aktuell, unter der Annahme es ist ein Mann, 15 Jahre beträgt.


    edit: Sorry, in der Zeile verrutscht. Es sind 15 Jahre, nicht 10 wie vorher geschrieben. Aber die Aussage bleibt gleich - 15 Jahre sind ein zu kurzer Horizont fuer die Börse .

    Warum es keine "negativen" Vorauszahlungen gibt? Weil es keine Gesetzesgrundlage dazu gibt. Wäre in der Praxis auch schwer zu prüfen. Im Rahmen der Lohnsteuerermäßigung und mit Anpassung der Steuerklassen gibt es diese indirekte Methode aber.

    Ps: Du musst nicht mit jeder Antwort hier einverstanden sein, aber respektvoll solltest du bleiben, sonst diskutierst du bald mit dir selbst (oder gar nicht mehr).

    Ich finde es seltsam, dass du und Tomarcy es als respektlos (bzw. gar "rüpelig"!) empfinden, wenn man völlig inhaltsleere Beiträge kritisiert, und höflich darum bittet, solche in Zukunft zu unterlassen. Berechtigte Kritik ist kein Mangel an Respekt, und wer sich sofort angegriffen fühlt, ist vermutlich der sprichwörtliche getroffene Hund .


    Zum Punkt negative Vorauszahlungen: Warum wäre das schwer zu prüfen? Genau gleicher Fall wie bei den positiven Vorauszahlungen: Wer x Jahre hintereinander immer Geld nachzahlen muss, bekommt eine positive Vorauszahlung. Der x Jahre hintereinander immer Geld rausbekommt, bekommt eine negative Vorauszahlung. Simpel.

    ich bin 68, Selbstständig, gesund und möchte noch einige Jahre arbeiten. Soll ich mein Erspartes in diesem Alter an die Börse anliegen? Die ständige Bankwechsel alle 4 - 6 Monate auf die Suche nach Tagesgeldzinsen wird immer schwieriger da ich so viele Banken schon jetzt durch habe. Als Wertschaffender habe ich das Gefühl, die Börse ist von der Wirtschaftsrealität abgekuppelt und ich erwarte (schon seit vielen, vielen Jahre:P) sein Zusammenbruch. Sicherheit und Werterhalt meines Geldes sind mir wichtig. Würde mich über Erfahrungsaustausch freuen.

    Besser nicht. Deine Lebenserwartung beträgt nur noch weitere 10 Jahre. In diesen 10 Jahren kann es an der Börse stark bergab gehen und du kannst es nicht mehr aussitzen, weil du vorher stirbst. Einen kleinen Teil kannst du in ETFs anlegen, den Rest besser in Tagesgeld oder Geldmarkt ETFs, und dann kontinuierlich entnehmen, um Lebensqualität zu erhöhen.

    Den Effekt der unterjährigen Steuerersparnis hast du aber nur für 1-2 Jahre. Bei Steuerklasse III/V musst du eine Steuererklärung machen. Dabei wird der Fehlbetrag zwischen unterjähriger Steuerzahlung und zu zahlenden Steuer berechnet. Dann darfst du quartalsweise Vorauszahlungen leisten, damit die Nachforderungen des Finanzamts nicht zu groß werden.

    Ausser, man erhält sowieso immer Rückzahlungen nach der Steuererklärung. Denn negative Vorauszahlungen macht das FA ja nicht (was ich immer schon ziemlich unfair fand - gabs dazu eigentlich mal eine Klage?)

    Ist das jetzt überhaupt ein realer Fall oder nur Spielerei?

    Beides - ist aber auch überhaupt nicht relevant, was es ist. Ich denke, 3/5 vs. 4/4 Komplett zu verstehen, ist ein grundsätzlich immer relevantes Thema.

    Nichts fuer ungut, ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum es hier einige komplett inhaltsleere Posts wie deinen gibt. Wenn man nichts beitragen kann ist es doch einfach besser, nicht zu posten.