Beiträge von KaffeeOderTee

    Genau so ist es, nennt sich Strukturwandel. Den Hufschmied brauchen nur noch ein paar Pferdeliebhaber, das Fräulein vom Amt gibt es nicht mehr. Dafür gibt es ITler, Handyverkäufer oder in meinem Bereich neuerdings Prompt-Directoren, jedenfalls habe ich so eine Position in einer Stellenanzeige gesehen.

    Dennoch stirbt natürlich auch weitestgehend das Wissen des z.B. Hufschmiedes, denn es wird einfach nicht mehr in der Form in breiter Masse gebraucht. Dafür kommen neue Berufe, vielkeicht bessere, gesündere, besser bezahlte. Wie du sagst.

    Was macht denn ein Prompt-Director, als Vollzeit-Funktion? Bzw. was sind die Anforderungen?

    Hallo Ihr Lieben, den Hinweis zu Unternehmensanleihen habe ich in Richtung Redaktion befördert.

    Mal so am Rande: Vor ca. 15 Jahren gab es die Diskussion übrigens schon mal, in wie weit Unternehmensanleihen ggf. die sicherere Alternative zu Staatsanleihen sein könnten. Eine einzelne Unternehmensanleihe würde ich trotzdem nicht kaufen.

    Auch den Verweis auf "Rating-Werte" als Orientierungshilfe finde ich nicht sinnvoll - für Privatanleger schon gar nicht.

    Das wäre eine gute Frage an die ft-Redaktion.

    Zumal es auch diesen ft-Artikel hier gibt:

    https://www.finanztip.de/anleihen/unternehmensanleihen/

    Zitat

    Manche Anlegende nutzen Anleihen als Sicherheitsbaustein für ihre Geldanlage. Unternehmensanleihen sind dafür jedoch nicht geeignet. Denn sie sind eben nicht besonders sicher. Auf der Suche nach Sicherheit bist Du mit Staatsanleihen guter Schuldner besser aufgestellt. Wir raten als Sicherheitsbaustein jedoch weder zu Anleihen noch zu Anleihen-ETFs, sondern zu Festgeld. Das ist deutlich einfacher zu verstehen und bietet oft ähnlich gute Renditen wie Anleihen von Staaten mit guter Bonität. Gute Festgeldangebote findest Du in unserem Festgeldvergleich. Als Alternative zu Festgeld kommen jedoch Geldmarktfonds in Betracht.

    Was Du bei Unternehmensanleihen beachten musst

    Anders als Aktien haben Anleihen ein konkretes Enddatum. Das hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, dass Du schon zum Kaufzeitpunkt recht genau sagen kannst, was Deine Rendite ist, wenn Du bis zum Fälligkeitstermin abwartest. Der Nachteil ist, dass Du Dich dann darum kümmern musst, was Du als nächstes mit dem Geld machst. Ein weiterer Risikofaktor ist die Möglichkeit, dass Anleihen ausfallen. Diese Wahrscheinlichkeit wächst mit einem schlechten Rating des Unternehmens.

    Kaufst du wiederum Unternehmensanleihen-ETFs, hast Du weniger Planungssicherheit, was die Rendite angeht, weil ein Fonds seine Anleihen normalerweise nicht bis zur Fälligkeit hält. Die Kursentwicklung eines Anleihen-ETF ist schwieriger vorhersehbar; wenn auch in der Regel weniger schwankungsanfällig als bei Aktien-ETFs. Klarer Vorteil eines ETF beziehungsweise Fonds: Du streust Dein Risiko. Sollten Anleihen ausfallen, die im Fonds enthalten sind, kann das dank der übrigen Anleihen besser aufgefangen werden.

    Du solltest sie aber eher als kleinere Beimischung wählen. Anteile an einem Unternehmensanleihen-ETF kannst Du schon mit wenig Geld kaufen. Einzelne Anleihen empfehlen sich wegen der typischen Stückelung in 1.000-Euro-Schritten und dem damit verbundenen Klumpenrisiko eher bei einem Depot mit höherem fünfstelligem Wert.

    Im aktuellen Newsletter ein Beitrag zu Anleihen.

    Wir finden: Ein guter Sicherheitsbaustein sollte möglichst keinen Schwankungen unterliegen. Setz dafür auf Tagesgeld, Festgeld oder auch einen Geldmarkt-ETF. Speziell mit Festgeld bekommst Du im Regelfall sowieso höhere Zinsen als bei Anleihen drin sind:........


    Auf der Homepage:

    https://www.finanztip.de/anleihen/

    Mich wundert ein bisschen, dass von einzelnen Unternehmensanleihen für Privatanleger nicht abgeraten wird.

    Das war in der jüngsten Vergangenheit anders.

    Ach so.

    Selbstverständlich, ja.

    https://www.justetf.com/de/news/etf/an…re-indizes.html

    Jenseits der Frage, ob Du ernsthaft so lange hier in diesem Finanzforum unterwegs bist, ohne die Frage Dir selbst beantworten zu können, stellt sich mir aber die Frage: Ist Dein Google kaputt? ;)

    Meine Frage hierzu war eher rhetorisch gemeint. Es geht hier in dem Strang um den Hype und die Akzeptanz von Anleihen-ETF und Misch-ETF. Und wenn diese (zum großen Teil) nicht passiv sind, dann sagt das etwas über die Akzeptanz aus.

    Ich bin nur neugierig, was Du daraus ableitest. Das wir massiv in Bildung investieren sollten, da haben wir doch einen Konsens.

    Mehr Investitionen in Bildung wären auch meiner Meinung nach sinvoll angelegtes Geld. Aber ich denke "nur mehr Geld" wird nicht ausreichen. Was ich so von Lehrern im Bekanntenkreis mitbekommen habe, ist, dass sie sehr viel Zeit für Verwaltung, Bürokratie, Berichtswesen aufwenden müssen. Meiner persönlichen Meinung nach ist die Inklusion - so wie sie praktiziert wird - ein Aspekt, der die Aufwände hierfür in die Höhe treibt. Weitere zusätzliche Anforderung an Lehrer sind dadurch medizinische und psychologische Kenntnisse, die über das hinaus gehen, was sie früher in diesen Bereichen leisten mussten. Man könnte auch die Abschaffung der Hauptschule unter "Inklusion" subsumieren.

    Ich bin nicht gegen "Inklusion". Aber ich persönlich hätte sie nicht so radikal, sondern sanfter und partieller durchgeführt.

    Ich halte auch die Digitalisierung im Schulwesen für zu "extrem". Tablets oder Notebooks ersetzen keinen Füller, Block, Kreide und Tafel. Die vereinfachte Schreibschrift und eine Tastatur sind mir zu abgehackt und nicht "mit den Gedanken gemeinsam fliessend", wie die Schreibschrift.

    Ist eine Abfindung, die eine Firma zahlt, um den Mitarbeiter möglichst schnell loszuwerden, anstatt ihn weiter auf der Lohnliste zu haben und Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen, auch eine Aktion "auf Kosten der Gemeinschaft"?

    Danke dir, das läuft natürlich alles parallel und ein Quereinstieg ist auch geplant, da ich aus der Automobilindustrie komme.
    Aber ich wollte den Fokus nicht so sehr auf den Job lenken, sondern mehr ein paar Argumente für oder gegen eine der „Anlageformen“, die ich vielleicht noch nicht auf dem Radar habe.

    Viele Grüße

    Den Abschlag von 14,4% hättest Du dann schon mal aus dem Kopf ;)

    Ist es eine Alternative, dass du dir bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter eine Arbeitsstelle suchst?

    Und vielleicht eine Arbeitsstelle in einem ganz anderen Themenbereich, der Dich interessiert. Dabei geht's ja in Deinem Fall nicht unbedingt darum, massig weiter Rentenpunkte zu sammeln. Du könntest - übertrieben formuliert - jährlich das Arbeitsfeld wechseln und Deinen Horizont erweitern.

    Du musst ja nicht, sondern Du kannst.

    Auch interessant war Beck's Hinweis, dass ein Atomkraftwerk nahe München - vor seiner Abschaltung - jährlich 100 Millionen Einnahmen für die Stadt München eingebracht hat (über 25 % Anteil der Stadtwerke am Atomkraftwerk). Die sind jetzt weg.
    Beck (sinngemäß): Mit 100 Millionen konnte man schon mal einiges an Stadtentwicklung leisten.

    Ich muss kein Fan von Atomkraftwerken sein. Aber dieser hektische/radikale Umbruch hat wohl die Verletzbarkeit der Deutschen Wirtschaft erhöht. Und wenn dann noch ein paar externe Faktoren dazukommen, die man nicht unter eigener Kontrolle hat, dann hat man vielleicht zu hoch gepokert, mit seiner Hoffnung.

    Ich fände es nach wie vor hilfreich, wenn dabeistünde, warum Du das Video teilst, was die Quintessenz ist und was Du selbst daraus folgersz.

    Vielleicht möchtest Du darauf hinaus, dass der 2011 im großen Konsens beschlossene Atomausstieg (im Kern die Rücknahme der Laufzeitverlängerung) und der 2020 von der Großen Koalition beschlossene Kohleausstieg ein Fehler waren. Beim Atomausstieg war es alerdings eine Risikoabwägung, die sich nicht abschließend auflösen lässt: Ob ein Unfall wie in Fukushima bei uns hätte passieren können, bleibt hypothetisch. Und beim Kohleausstieg gilt umgekehrt: Jetzt hat es ein paar Tage geregnet, und schon ist dieser Sommer fast wieder vergessen — aber genau diese kurze Erinnerung ist ein Argument für den Austieg, nicht dagegen.

    Ich war seinerzeit auch gegen den Atomausstieg. Aber das ist eine Rückschau, die niemanden einen Millimeter weiterbringt.

    Daher die Frage: Was ziehst Du aus der Info? Was ist Deine Empfehlung für die Zukunft?

    Ich hatte auf derselben Erwartung im Kontext zu einem anderen Thema schon einmal gesagt, dass ich auch einmal unbewertet einen - wie ich finde - interessanten Beitrag poste - ohne ihn mit meiner Meinung einzufärben. Weil dann nämlich der Fokus ganz schnell auf irgendwelche Einzelaspekte gelenkt wird und die Diskussionen dann hier enger gefaßt werden als es ein fremder, zitierter Beitrag es verdient.
    Aber Du hast natürlich auf der anderen Seite recht: Warum postet jemand eine Quelle, ohne zu sagen, warum er sie zur Diskussion stellt. Irgendeine Absicht muss ja dahinter stecken.

    Erst einmal: Bezug zum Strang:
    "Flexible Stromtarife" sind eine Reaktion auf eine knapper und teurer werdenden Resource. Bzw. sie werden als Lösungsansatz angeboten, mit der knappen/teuren Resource durch Verhaltensanpassung besser umgehen zu können. Der Atomausstieg und der Kohleausstieg haben einen Einfluss auf den Strompreis. Ich hoffe, damit ist die Verbindung dem Strang-Thema hergestellt.

    Inhaltlich:

    Was den Atomausstieg betrifft, finde ich den von Dr. Jochen Andritzky genannten Hinweis der damalig hinzugezogenen Ethikkomission interessant, dass sich die Risiken für den Betrieb der deutschen Atomkraftwerke nicht geändert haben, "wohl aber die Risikowahrnehmung in der Bevölkerung". Er und Dr. Andreas Beck sprechen dann von einer Art Abkehr von wissenschaftlichen Daten hin zur einer demgegenüber höher bewerteten "Risiko-Wahrnehmung" und deren Konsequenzen (nebenbei: das erinnert frappierend an die "gefühlte Inflation"). Damit hat aber keiner von beiden (Beck, Andritzky) das Risiko selbst quantitativ bewertet. Vielleicht lag die "kollektive Wahrnehmung des Risikos in der Bevölkerung" vorher ja auch unterhalb des tatsächlichen Risikos und wurde durch Fukushima nur auf ein realistischeres Niveau gebracht. Wer weiß. D.h. rein "wissenschaftlich" betrachtet finde ich diese Aussage von Beck/Andritzky "nicht greifbar". Genauso sieht es übrigens mit den Kosten für Atomstrom aus. Vielleicht wurden hier die tatsächlichen Kosten auch nur in die Zukunft geschoben.
    (Ich bin kein kompromissloser Fan dieses Videos und all seiner Inhalte.)

    Interessant finde ich auch den Hinweis, das Politiker sich ggf. schwer damit tun (oder es einfach schwer haben), einen Fehler einzuräumen und den Kurs zu ändern. Und dann u.U. lieber
    bei der Auswahl ihrer Berater so verfahren, dass ihr alter Kurs bestätigt wird.

    Ich finde auch den Hinweis hilfreich, auf die sozialen Medien und der dadurch ergebenden "Notwendigkeit schnell und kurz kommunizieren zu müssen". Und das das schwer mit detaillieren wissenschaftlichen Information in Einklang zu bringen ist. Deswegen fand ich die Aussage von Dr. Jochen Andritzky nachvollziehbar, dass das nicht die primäre Aufgabe des Sachverständigenrates ist. Andererseits: wenn man in einer Sprache spricht, die keiner versteht, dann darf man sich nicht wundern, wenn entweder a) keiner zuhört oder b) ein anderer die Übersetzung übernimmt und dann nicht unbedingt das dabei herauskommt, was man selber eigentlich sagen wollte.

    Dr. Beck spricht dann später auch von einer "Geisterfahrt der Deutschen Politik". Sinngemäß: die Kosten für die Bevölkerung stünden in keine Verhältnis zum Nutzeffekt für das globale Klima. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, ist Deutschland hier in einer Form vorgeprescht, die für Deutschland erheblichen wirtschaftlichen Schaden angerichtet hat. Insbesondere was die Beibehaltung von nationalen Klimazielen, nach Verfügbarkeit der europäischen Klimaziele angeht.

    In den Dilbert Comics wurde einmal von einem "Paradigmenwechsel ohne Kupplung" gesprochen. Das dürfte es so ziemlich treffen.

    Hier ein paar Hintergrundinformationen zum Atom- und Kohleausstieg:

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    Pro-aktiv - wegen folgendem u.ä. Hinweisen:

    Newb
    12. September 2026 um 07:44
    Zitat

    Von Newb

    Ich weiss nicht, ob das zielführend ist immer irgendwelche Nieschenkanäle als Quelle zu posten. Insbesondere YouTube.

    Der Gesprächspartner Jochen Andritzky war immerhin Generalsekretär des Sachverständigenrates (die sog "fünf Wirtschaftsweisen"):

    https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/start/aktuelle…rates-1812.html

    Das Video könnte ja auch die Motivation fördern, sich die Berichte des Sachverständigenrats selbst anzusehen.

    Du hast Recht. Ich habe da falsch zitiert. Bei dem Wert 50% ging es um die Staatsquote.

    https://www.destatis.de/DE/Presse/Pres…ing=staatsquote

    Die Steuern und Abgaben - und wenn's nicht reicht auch neue Verschuldung - werden benötigt, um die Staatsquote zu finanzieren.

    Können wir uns darauf einigen, dass eine hohe Staatsquote auch den Druck erhöht, diese über Steuern und Abgaben zu finanzieren? (Schulden sollen ja vermieden werden). Bzw. umgekehrt, dass eine geringere Staatsquote finanziellen Spielraum ermöglichen würde, um die Steuern und Abgaben gering zu halten bzw zu verringern?

    Zitat

    Zitat von Porf. Hartmut Walz

    Auch hier wären Anleger naiv, wenn sie sich selbst belügen und glauben, dass sie durch Aussitzen bis zur Endfälligkeit keinerlei Verlust oder Risiko hätten. Sie realisieren nämlich den Kursverlust aufgrund steigender Zinsen nur nicht, sondern erleiden stattdessen Opportunitätsverluste, da sie die Position bis zur Endfälligkeit halten. Bis dahin entgehen ihnen höhere Marktzinsen, während ihr Geld zu den ursprünglichen, niedrigeren Zinsen gebunden ist.

    Andererseits kann die Realverzinsung von Anleihen auch steigen, wenn die Inflation und die Marktzinsen sinken, und man sich vorher über Anleihen einen höheren Zins gesichert hat.

    Hier ein aktueller Beitrag, der auch auf Staatsverschuldung eingeht und diesbezüglich die USA, Europa und Japan miteinander vergleicht:

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    Ein sub-Thema darin ist "Wie konsolidieren?". Demzufolge könnten die USA einfacher die Einnahmen (Steuern) erhöhen, weil sie keine so hohe Steuer- und Abgabenquote wie Europa haben. In Europa liegt die Steuer- und Abgabenquote um die 50% und ist kaum zu erhöhen. Da müssen die Ausgaben runter.

    Aber ist es für den Bürger wirklich ein Unterschied, ob er mehr Steuern zahlen muss oder ob Ausgabenkürzungen des Staates (z.B. mit dem Ergebnis einer höheren Eigenbeteiligung im Gesundheitwesen, d.h. mehr Privatisierung) dazu führen, dass der Bürger mehr Geld privat ausgeben muss?