Beiträge von KaffeeOderTee

    dagegen gibt es doch das Pi-Hole!

    Ich wollte nur noch einmal daruf hinweisen, dass Energieverschwendung und CO2 Emission kein Problem sind, wenn etliche Resourcen für Werbung verballert werden. Siehe youtube, fast jede Internetseite, private TV Kanäle, ... Klar, man kann argumentieren, das es sich irgendwie finanzieren muss. Aber man sieht daran auch, wo die Prioritäten liegen.

    Wie schön, wenn man als Lobbyorganisation einfach eine Zahl in den Raum werfen kann und die nichtmal im Ansatz begründen muss, weil das Medium Nachfragen für überflüssig hält.

    Aber wenn ich da im ersten Teil lese, dass man sich die energetische Sanierung sparen will, stellen sich mir die Haare auf. Omas Haus von 1970 mit >250kWh/qm kommt an der Sanierung nicht vorbei.

    Vieles sieht nach Wirtschaftsankurbelungsprogramme aus. Entweder soll man das Verbrenner-Auto abschaffen und ein E-Auto kaufen. Oder man soll erst von Öl auf Gas, dann aber noch einmal auf Wärmepumpe umsteigen. Später vielleicht doch wieder auf Wasserstoff. Oder man muss nach dem Erben eines Hauses komplett sanieren, weil irgendeswelche Energiewerte nicht passen. Oder DSL Kupferleitungen werden abgeschaft und man muss auf Glasfaser wechseln, weil dann der ganze Werbemüll aus dem Internet etwas schneller bei einem ankommt. Oder oder oder...

    Irgendwo muss man ja anfangen:

    Wieviele nehmen denn eine Erwerbsminderungsrente in Anspruch? Nach Erreichen des Regelrenteneintrittsalters bekommen diese dann doch ihre "reguläre" Altersrente, jedoch mit geringerer Rentenhöhe, weil sie weniger lange einzahlen konnten - oder?

    Und wieviel gehen mit und ohne Abschläge vorzeitig in den Ruhestand? Darunter befinden sich vermutlich sowohl a) Leute, die es sich einfach leisten können und wollen, vorzeitig in Rente zu gehen, als auch b) Leute, die z.B. aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen nicht mehr weiterarbeiten können, für die aber (abschlagsfrei) vorzeitig in Rente zu gehen, die bessere oder einzige Möglichkeit ist - weil z.B. eine Erwerbsminderungsrente geringer ist oder abgelehnt wurde(?)

    Hat jemand Zahlen für den statistischen Vergleich von gesetzlichem Renteneintritsalter und dem tatsächlichen Renteneintrittsalter - für die in Rente gehenden Leute? Ich bin mir nicht sicher, aber ich vermute, dass bei einer blossen Erfassung der Verteilung des Renteneintrittsalters pro Jahr des Renteneintritts, Informationen verlorengehen. Ich würde gerne wissen, wieviele Renter erst mit ihrem gesetzliches Renteneintrittsalter in die Rente gegangen sind und wieviele Rentner es nicht bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter geschafft haben (aus verschiedenen Gründen - u.a. auch gesundheitlichen Gründen oder weil ihr Arbeitgeber ältere Arbeitnehmer eher abbauen wollte oder weil sie mit oder ohne Abschläge vorzeitig in Rente gegangen sind).

    Daraus müsste man doch ablesen können, ob eine Erhöhungs des Renteneintrittsalters wirklich ein Mittel ist, um z.B. dem Fachkräftemangel entgegenzuwirklen. Oder ob eine Erhöhung des Renteneintrittsalters am Ende vielleicht nur eine Rentenkürzungsmaßnahme ist.

    Die Zahlen des BMAS weichen seltsamerweise von denen im Haushalt ab:

    https://www.bundeshaushalt.de/DE/Bundeshaush…lt-digital.html und dann bei der Haushaltsstelle 1102 schauen. Im Haushalt sind sogar 140 Mrd. eingeplant.

    Die Zahlen aus https://www.bmas.de/DE/Soziales/Re…ssion-2026.html waren alle von 2023. Die Seite, auf die Du verwiesen hast, arbeitet mit Zahlen von 2026. Allerdings habe ich darin die von Dir genannten 140 Milliarden Zuschuss für die GRV auch nicht finden können(?)

    Ein Anstieg des Bundeszuschusses von 84 Milliarden € im Jahre 2023 auf 140 Milliarden € für das Jahr 2026 wäre ganz schön heftig.

    Dem gegenüber steht ein Bundeszuschuss von 127 Mrd. Euro. Die versicherungsfremden Leistungen sind also auf jeden Fall abgedeckt, egal, welche Definition man anwendet.

    Nein. In dem PDF auf Seite https://www.bmas.de/DE/Soziales/Re…ssion-2026.html steht

    Zitat

    Im Jahr 2023 beliefen sie sich in einer „engen Abgrenzung“ auf rund 68 Milliarden Euro, in einer „erweiterten Abgrenzung“ auf rund 124 Milliarden Euro. Dabei handelt es sich nicht um eine konzeptionelle, sondern um eine historisch bedingte Abgrenzung. Die sogenannten Bundeszuschüsse betrugen im selben Jahr rund 84 Milliarden Euro.

    D.h. bei der "engen Abgrenzung" würde der Bundeszuschuss die versicherungsfremden Leistungen sogar um 16 Milliarden € überscbreiten. Aber bei der "erweiterten Abgrenzung" unterschreitet der Bundeszuschuss die versicherungsfremden Leistungen um 40 Milliarden € (entsprechend den Zahlen für 2023).

    Je nachdem, wen man fragt, erhält man doch sehr unterschiedliche Zahlen.

    https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/20…ss-gedeckt.html

    https://www.adg-ev.de/publikationen/…en-2026?start=1

    Aber so wenn es nur Bagatellbeträge wären, dann würde es vermutlich nicht zu solchen Aussagen kommen

    https://www.bundestag.de/resource/blob/…-077-20-pdf.pdf

    Zitat

    Die in § 77 SGB IV und der Verordnung über das Haushaltswesen in der Sozialversicherung
    (SVHV) enthaltenen Regelungen über den Rechnungsabschluss und die Jahresrechnung enthalten keine Vorgaben über die Ausweisung versicherungsfremder und nicht beitragsgedeckter Leistungen, für die es bisher in Rechtsprechung und Literatur auch keine klaren Abgrenzungskriterien gibt.
    Es besteht daher für die Sozialversicherungsträger keine Verpflichtung zur Bezifferung der Aufwendungen für versicherungsfremde und nicht beitragsgedeckte Leistungen.
    Vertreter der Selbstverwaltungsorgane haben sich mitunter im Vorfeld gesetzlicher Neuregelungen wiederholt gegen eine Ausweitung der versicherungsfremden und nicht beitragsgedeckten Leistungen ausgesprochen und sich für einen Ausgleich über Bundesmittel ausgesprochen, ohne dass hierzu aus der Interessenvertretung für Versicherte und Arbeitgeber im Sinne der sozialen Selbstverwaltung eine Verpflichtung besteht.

    Dss klingt doch so, als ob man das gar nicht wissen will.

    Warum wohl?

    Die Kosten für die Gesetzliche Rentenversicherung belaufen sich auf knapp 10 Mrd. pro Jahr. Quelle 

    Schließlich leben diese "Frührentner" nicht von Luft und Liebe ;)

    Die Kosten für die versicherungsfremden Leistungen wurden von der Rentenkommission auf bis zu 40 Milliarden € jährlich beziffert. Allerdings gibt es da eine enge Abgrenzung und eine erweiterte Abgrenzung, für die Abschätzung, was überhaupt als "versicherungsfremd" anzusehen ist.

    Siehe https://www.bmas.de/DE/Soziales/Re…ssion-2026.html

    Ich glaube(!), mehrere voneinander unabhängige Stellen haben ein Volumen von ca 12 bis 14 Milliarden € jährlich genannt.

    Was heißt denn „verlustieren“ ?

    In der Yogagruppe haben wir Oscar, der bei der Agentur für Arbeit tätig ist.

    Er hat mir erzählt, dass eine Firma für Kanalreinigung schon lange Hilfskräfte sucht und keinerlei Leute bekommt.

    Stundenlohn 16 Euro. Er trifft seine eigene „Kundschaft“ öfters tiefenentspannt in der Stadt. Ist das „verlustieren“ ?

    Ja, das trifft es in etwa. Wieso soll jemand länger als 45 Jahre arbeiten, wenn wir 3 Millionen Arbeitslose haben?

    P.S. Kanalreinigung" und "tiefenentspannt" - Wortspiel beabsichtigt? ^^

    Ja und die gesunden überdurchschnittlich verdienenden Männer haben weiterhin die Möglichkeit früher zu gehen. Die können es sich leisten im Gegensatz zu den eher prekär Beschäftigten, bzw. durchschnittlich Verdienenden. Wird nur schwerer für körperlich Arbeitende, da die letztendlich weniger Einkommen haben bei schlechterer Gesundheit. Top alles wie immer aber gespart. Wem man das wohl verkaufen will🤨

    Willst Du denen, die 45 Jahre gearbeitet haben und trotzdem gesund geblieben sind und vielleicht überdurchschnittlich verdient haben, dafür verantwortlich machen, dass andere prekär beschäftigt sind? Da werden wieder schön Arbeiter gegen Arbeiter ausgespielt, anstatt sich um die wirklichen Gründe für bestimmte Mißstände zu kümmern.

    https://www.focus.de/politik/deutsc…233caa5934.html

    Folgendes Argument aus dem Artikel finde ich hiemlich armselig:

    Zitat

    Appell an Kritiker: Gesamtpaket sehen - Zweifel hinten anstellen

    Frei, bis vor kurzem noch Kanzleramtschef, will das Rentenpaket an dem kritisierten Punkt nicht aufschnüren. „Ich sehe überhaupt nicht, warum wir, egal ob das jetzt Bundestagsabgeordnete oder Ministerpräsidenten sind, jetzt zu klügeren Entscheidungen kommen sollten, die am Ende genauso abgewogen sind, als es die Alterssicherungskommission getan hat“, sagte er Welt TV.

    MIt Verweis auf ein "Gesamtpaket, das man nicht mehr aufschnüren will" wird hier berechtigte Kritik an Einzelmaßnahmen pauschal abgeschmettert. In demselben Gesamtpaket wurde auch auf das größte Einsparpotential für die GRV hingewiesen, wenn der Staat endlich die versicherungsfremden Leistungen auf "steuerfinanziert" umstellen würde.

    Da war "Rosinenpickerei nach Kassenlage" kein Problem bei der "Filterung des Gesamtpakets".

    https://www.agora-energiewende.de/daten-tools/ag….07.2026/hourly

    Weiss jenand, ob der hier ausgewiesene Strompreis ein europäischer Strompreis ist oder ein deutscher Strompreis? Wenn wir Überkapazitäten haben, dann kann ich verstehen, dass unser deutscher Strompreis Richtung 0 € geht. Aber wenn dann bei uns überschüssiger Strom zur Mittagszeit z.B. nach Frankreich exportiert wird, und da für Kühlung (private Klimaanlagen) gebraucht wird, dann wird der Strompreis wegen des Bedarfs in Frankreich vermutlich nicht nahe bei 0 € sein. Demzufolge müsste das in der Grafik der deutsche Strompreis sein, kein europäischer Strompreis(?)

    Die Diskussion erinnert mich an diesen Beitrag, den ich - immer noch - recht informativ finde:

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    Ich meine das jetzt nicht ironisch:

    Da der Staat die Steuern erhebt, durch die versicherungsfremden Leistungen Steuern mit anderen Abgaben verquickt und bei all dem "nach Kassenlage" handelt, hängt offensichtlich "alles mit allem" zusammen. Daher wundere ich mich nicht über das Potpourri hier.

    Das wird immer besser

    https://www.manager-magazin.de/politik/deutsc…29-d07e27707c97

    Zitat

    Insgesamt beläuft sich die Summe der bestätigten Investments der Recherche der drei Medien zufolge auf mindestens 170 Millionen Euro, wobei die tatsächliche Summe noch höher liegen könnte. Viele der Krankenkassen und KVen verweigern dem Bericht zufolge eine konkrete Aussage zu ihren Investments und den verlorenen Geldern.

    Es geht um Beitragsgelder zur gesetzlichen Krankenversicherung und die verweigern die Aussage?

    Noch ein Artikel:

    https://www.tagesschau.de/inland/regiona…roffen-100.html

    Zitat

    Insgesamt beläuft sich die Summe der bestätigten Investments der Recherche der drei Medien zufolge auf mindestens 170 Millionen Euro, wobei die tatsächliche Summe noch höher liegen könnte. Viele der Krankenkassen und KVen verweigern dem Bericht zufolge eine konkrete Aussage zu ihren Investments und den verlorenen Geldern – so auch die AOK Bremen und die KV Bremen. Dies seien Betriebs- und Geschäftsgeheimnis, sagten sie gegenüber buten un binnen.

    Nur um sicher zu gehen: Du meinst hier "Nachfragesektor" - oder?

    Gepaart mit Deflationsdruck und Jugendarbeitslosigkeit? Ziehen die in China jetzt in zeitlich extrem geraffter Form das durch, was wir - über einen längeren Zeitraum - auch mitgemacht haben?

    Kannst Du bitte auf Lese-Material verweisen, das die Gründe in China beschreibt? Woher kommen die deflationären Entwicklungen dort? Und warum finden Jugendliche da keine Arbeit mehr?

    "Die KI sagt" (und daher wäre eine Aussage von jemanden, der sich da auskennt und private Kontakte hat, hilfreich), dass es zum Teil das Ergebnis eines Einbruchs am Immobilienmarkt ist, der vorher wegen des Booms überhitzt war. Ausserdem habe ich mal gehört, dass Chinesen gerne spielen/zocken. Daher vermute ich mal, dass der private Sektor da vielleicht stärker in Immobilieninvestitionen involviert war, als es beispielsweise bei uns der Fall wäre, und dass daher der Nachfrageeinbruch kommt - und in Folge die deflationären Effekte(?)

    Aber es soll immer noch 5% Wachstum geben. Also produziert China jetzt für's Ausland und der "normale Bürger" profitiert nicht davon? (Kommt mir bekannt vor)

    Bekannte Beispiele sind das faktische Stoppen des Ant-Group-Börsengangs, die massiven Eingriffe gegen Internetkonzerne wie Alibaba oder Tencent und die nahezu vollständige Zerstörung des privaten Nachhilfesektors innerhalb weniger Monate.

    Deflationsdruck und hoher Jugendarbeitslosigkeit wird real im Ausland nicht verstanden.

    Nur um sicher zu gehen: Du meinst hier "Nachfragesektor" - oder?

    Gepaart mit Deflationsdruck und Jugendarbeitslosigkeit? Ziehen die in China jetzt in zeitlich extrem geraffter Form das durch, was wir - über einen längeren Zeitraum - auch mitgemacht haben?

    Kannst Du bitte auf Lese-Material verweisen, das die Gründe in China beschreibt? Woher kommen die deflationären Entwicklungen dort? Und warum finden Jugendliche da keine Arbeit mehr?