Beiträge von Alex777

    Na wenn wir hier jetzt auch abwegigen Produkten einen Startplatz bieten möchten, dann spreche ich mich mal für einen beliebigen ETF aus, der eine Trendfolgekomponente abbildet.

    Das könnten ein World Momentum (1) sein, das könnte (wohlwissend dass das mit dem ING Sparplan nix wird) ein Awumbo (ETF888) sein.

    Oder wenn du möchtest und die Idee des MSCI Islamic einfach konsequent fortschreibst, gerne auch was mit richtig schön zugespitzter allokation. Wie wärs mit dem A0LC12? Der kann dann cosplay mäßig im Superhelden Kostüm auf der Bahn umher sausen. Vielleicht sogar als Hürdenlauf. Sonst wär ja langweilig 🦸🏼‍♂️


    Oder falls ihr statt dem Superhelden doch lieber einen echten Underdog sucht. Wie wärs mit SCV? Wenn der als erster durchs Ziel kommt, hat Donald noch öfters gezwitschert.


    1) Tomarcy bevorzugt ja gern ausschüttende ETF, daher hier mal mit ESG aber dafür als Dist.

    Ich lese mir das nicht durch... aber wenn nicht auf eine Verrentungspflicht verzichtet wird, kann man die Chose auch gleich lassen.


    Wie kommst du denn zu dieser Auffassung? Der Verzicht auf eine Pflichtverrentung ist der entscheidende große Wurf am AV Depot. Da kommt das Geld dann auch wirklich wieder raus, statt auf ewig auf den heißen Stein zu tröpfeln.


    Edit: Verlesen, Kommentar angepasst

    Wer mit dem Rechtsraum USA ein grundsätzliches Problem hat, kann dem letztlich nur durch eine Reduktion des US-Anteils im Portfolio begegnen. Mit allen bekannten Nebenwirkungen.

    Ich will an der stelle mal auf die französischen PEA ETF hinweisen. Nun lebe ich nicht in Frankreich und eigentlich spielt das keine Rolle, aber: die müssen zu 75% oder mehr in Holdings aus der EU investiert sein. Typischerweise wird daher eine US Exposition per swap erreicht, sodass diese ETF die Wertentwicklung synthetisch nachbilden. Das trägerportfolio sind dann EU Aktien. Gleichzeitig sind diese ETF Teil der privaten französischen Altersvorsorge, was zumindest vermuten lässt, dass die ein bisschen Stabilität haben sollten.

    Amundi als französischer Anbieter hat einige in Frankreich domizilierte ETF die den PEA Anforderungen gerecht werden. Allerdings sind nicht alle für den Handel in Deutschland registriert.

    Wem eine gewisse Rechtssicherheit gegenüber der eigenen US Exposition wichtig ist, der hat hier die Chance eine Marktnahe Rendite mit den Vorteilen einer vorwiegend synthetischen Exposition zu verbinden.

    Da trifft sich dieser Artikel ja gut, für alle, die sich mal mit dem deutschen Konkurrenten von MSCI und FTSE befassen möchten. Es geht um solactive, bekannt von den Amundi Prime ETFs.

    MSCI: Wie ein deutscher Underdog Gratis-ETFs zum Serienmodell machen will
    Der ETF-Boom hat Börsenbarometer wie MSCI World, S&P 500 oder Dax zu begehrten Anlageobjekten gemacht. Daran verdient ein Oligopol von Indexanbietern prächtig.…
    www.manager-magazin.de

    Von den genannten Kandidaten ist sicherlich jeder einzelne eine tolle Option. Du könntest blind tippen und lägst trotzdem immer richtig. Welcher es schlussendlich werden sollte wird wohl vor allem von deinen persönlichen Präferenzen bestimmt.

    Beachte, dass die drei unteren normale All-Country ETF sind, der obere (SPDR) ein nochmals breiter angelegter IMI.

    Der vanguard hat eine gigantische fanbase und entsprechende Liquidität. Das ist ja so bisschen der Standard FTSE All-World ETF.

    Den Invesco hat es vor ein paar Monaten mal aufgrund seiner ganz guten Tracking Differenz in den Fokus der Aufmerksamkeit gespült. Ich habe nicht geschaut ob das immernoch so ist, aber auch aufgrund des praktischen anteilswertes (kleine Stückelung) vielleicht interessant.

    Zum ETF150 mit dem solactive Index hat mir bisher der Zugang gefehlt. Aber auch hier lässt sich gutes sagen. Da hast du natürlich bisschen Heimvorteil aus buy from eu Sicht. Europäische Fondsgesellschaft, europäischer Index Anbieter, Joa, Long live Europe 🇪🇺.

    Sind alle gut.

    Zu der Geschichte, obs nu ein ausschüttender ETF sein darf hat Benutzername#0815 schon ein paar gute Gedanken formuliert. Der Blick ins nachbarthema offenbart, dass da auch emotionale Beweggründe eine Rolle spielen. Muss man halt wollen.

    dude , erstmal vielen Dank dass du dir die Mühe machst so ein ausführliches Fallbeispiel auszuarbeiten.

    In der Tiefe hatte ich leider noch keine Gelegenheit deine Rechnung nachzuvollziehen, doch stellt sich mir schon eine erste Rückfrage:

    Die Steuerbelastung auf VAP und Entnahme (3,5%) beträgt ohne Kirchensteuer 3143 € und 3411 € mit Kirchensteuer.

    Hier kann ich die Werte leider nicht so recht nachvollziehen. Ich komme hier auf 1.527,90€ fällige Steuer auf die VAP (ohne Kirche). Also das was an Steuer auf den VAP Anteil mindestens fällig wird.

    das war meine Rechnung dazu:
    (500.000/1,07) * 0,7 * 0,7 * 0,0253 * 0,26375 =1.527,90

    ich muss ja mit meiner Geldanlage klar kommen und nicht irgendwer im Forum.

    Was ich auch für eine total verständliche und gute Motivation halte. Wenn das dazu beiträgt, dass die ETF-Anlage schön von Anfang bis Ende durchläuft. Ganz ohne Panik und Hickhack, dann ist das auch was Wert.

    Das darf man dann aber auch sagen: Dividenden haben einen nicht unerheblichen psychologischen nutzen. Vielleicht macht es sogar ein bisschen Freude, wenn das Depot einen Geld überweist. Ist doch auch mal schön.

    Nur dann zu sagen, dass das aus Sicht der Gesamtrendite sinnvoll wäre, vielleicht sogar in Verbindung mit einer bewussten Themenwette. Das fällt mir schwer. Das brauchts doch auch nicht. Dividenden machen Freude, ok. Lohnen die sich? Nur wenn man stattdessen vielleicht nicht durchzieht. (Ich spreche jetzt hier von den 3%+ Dividendenfokus titeln).

    Bis jetzt sehe ich nur Wunschdenken bei Dir. Du befindest Dich im Märchenland!

    Als ob ich mir hier was wünschen würde :D Ich mach eh mein ding. Schön wäre allerdings, dass Leute deren Auffassung zu Ihrer ETF-Anlage noch nicht so gefestigt ist, nicht auf ein Pfad geführt werden, der auf Annahmen fußt, die eben nicht stimmen. Und da sehen wir hier ja auch wieder, dass mit dem Themenfeld "Dividendenfokus" viele Vorstellungen verbunden werden, die man doch mal genauer hinterfragen sollte.

    Zudem ist das Thema breit: Natürlich gibts völlig okayishe ausschüttende ETF auf die beliebten Indizes wie den MSCI World, ACWI und FTSE All-World. Die haben dann ihre 0,7 bis 1,7% Ausschüttungsrendite pro Jahr, und damit können alle irgendwie leben. Marktbreit, diversifiziert, prognosefrei. Ok. Vielleicht immernoch bisschen ineffizient aber an sich okay. Da trifft die argumentation mit "spart dir verkauf für VAP" auch noch am ehesten zu.

    Dann gibts aber die Fraktion "Dividendenfokus". Da hast du dann die High Dividend Titel, "Dividend Aristocrats" und wie sie alle heißen. Hier kommt dann plötzlich der tolle Qualitätsfilter ins Spiel. Gute Dividenden stehen ja für solide Finanzen, sagt man wohl. Ist das so? Themenwette Olé!

    Was die Selektion der Dividendentitel angeht bin ich ein entschiedener Gegner von extremer Dividendengewichtung. Nicht zufällig hat der beste Dividendenfonds der letzten zehn Jahre nur eine gemäßigte Dividendenrendite.

    Jaa! Endlich darf ich mich hier auch mal freuen. Hängt die Gesamtrendite vielleicht garnicht so sehr mit der Ausschüttungsrendite zusammen? Potzblitz. Aber immerhin ich kann mich hier im Thema auch mal freuen. Wie war das noch mit dem tollen Qualitätsfilter Dividendentitel? (ja betrifft jetzt nicht dich, aber sicherlich andere hier im Thema).

    Da Alex selbst sagt, dass er weder monatlich, noch quartalsweise verkaufen würde, liegt eine gesunde Entnahmestrategie nahe.

    Quartalsweise Ausschüttungen sind vielleicht nicht zu 100 % termingerecht, allein mir fehlt der Glaube, dass Entnahmen durch Verkäufe in der Mehrzahl granularer erfolgen

    Vor allem geht es mir darum, dass Ausschüttungen unabhängig vom Kapitalbedarf erfolgen. Zeitpunkt und höhe sind externalisiert. Auch wenn ich garkeine Ausschüttung möchte, oder vielleicht einen besonderen Kapitalbedarf habe, kann ich hier nicht aktiv steuern. Ein unterschied zur planvollen Entnahme in Eigenregie. Möglicherweise liegt die Ausschüttungsquote sogar während der Entnahmephase zu hoch? Das könnte bei High Dividend durchaus stattfinden. Dann muss ich sogar bei der Entnahme noch reinvestieren.

    Bei Ausschüttungen von Aktien Fonds, hast Du eine Teilfreistellung und bei Besteuerung von echten Dividenden kannst Du in der Regel die Quellensteuer anrechnen lassen,

    Lustig. Den Teil zur teilfreistellung der Erträge habe ich vorhin extra noch aus dem Beitrag raus editiert, da es irrtümlich den Eindruck erwecken könnte, dass damit thesaurier bevorzugt würden. Selbstverständlich gilt das für alle Kapitalerträge aus den Aktienfonds gleichermaßen. Egal ob Kursgewinn oder Ausschüttung. Daher spielt es keine Rolle.

    Dann wäre der erste Schritt, bei den Realitäten zu bleiben.

    Ja, auf Märchenstunde habe ich leider auch keine Lust. Nur weil man sich etwas ganz doll wünscht, heißt das eben nicht, dass es in Realität wirklich so ist. Da hilft auch keine Kontrafaktische wünsch-dir-was-Mentalität wenn’s um die Ausschüttung geht.

    Eigentlich ists ganz leicht: Kapital was mir frühzeitig aufgrund von vermeidbaren Steuern abgezogen wird, steht mir für die weitere Anlage nicht zur Verfügung. Eine unnötige, voll Steuerbelastete, Ausschüttung ist vermeidbar.

    Wenn ich nun beim Wunsch des Divideninvestors einfach mal mitgehe und sage, hey, Dividendentitel sind ein toller Stabilitätsanker, Qualitätsfilter oder sonstwas überlegene Themenwette, dann komme ich dennoch drauf: die Fondsinterne wiederanlage ist auch hier überlegen. Besonders dann, wenn ich die Ausschüttung nicht in voller Höhe und termingerecht verkonsumieren möchte.

    Am Ende ist der Dividendenfokus zweierlei: eine steuerlich ineffiziente Entnahmestrategie in Verbindung mit einer aktiven Themenwette auf vermeintliche Qualitätstitel.

    Das hält der kritischen Betrachtung nicht stand. Auch nicht im Märchenland.


    Zusatz: Was die Argumentation zur planmäßigen ETF-Entnahme ACC vs Dist angeht, i.V.m. der Vorsbpauschale: ja ich verstehe die Argumentation. Allerdings werden hier recht umfangreiche Annahmen getroffen, was die Bedingungen bei der Entnahme angeht. Sowie die Höhe der Ausschüttungen aus dem ETF in Relation zum Basisertrag. Natürlich kann nun genau dieses eine Szenario auftreten, wo sich die Wahl des Ausschüttenden Produkts vielleicht nicht als Fehlentscheidung erweist. Sobald ich von den Annahmen abweiche kann es wieder anders ausgehen. Schwierig zu argumentieren.

    Natürlich könnte irgendwann mal was kommen. Typischerweise aber nicht über nacht, ist ja keine E-Auto Förderung :P Das hört sich jetzt leider arg zusammengereimt an ?(. Ich möchte an sich nichts schreiben, was den eingefleischten Dividendenfreund übermäßig unglücklich zurück lässt, aber eventuelle Dividendenmärchen möchte ich auch nicht festigen.

    Lass uns doch mal überlegen, was da vonstatten geht. Bei Verkauf fällt Kapitalertragssteuer an; ja. Nämlich auf die Erträge. Das ist der Unterschiedsbetrag zwischen Verkaufserlös und Anschaffungskosten. Gemeinhin kriege ich meine Anteile nicht geschenkt, habe also Kosten > 0 die ich gegenrechnen muss.

    Bei Ausschüttungen (und den meisten Dividenden) sind diese hingegen in voller Höhe als Kapitalertrag zu werten. Bei anteiligem Verkauf ist damit meine effektive Steuerlast immer geringer als bei einer Ausschüttung.

    Auch verkaufe ich im sinne von Buy and Hold ja nicht nach lust und laune immer mal wieder, vielleicht sogar Monats- oder Quartalsweise. Ich verkaufe erst wenn ich das Geld benötige, und dann in der Höhe die ich brauche. Nicht wie mir das irgendwer von außen vorgibt.

    Wer möchte, kann sich aus Spaß an der Freude auch mal eine ganze Bande dieser ausschüttenden ETF zusammen klicken. Je nach gewähltem Zeitraum ist da für jede Vorliebe und Sympathie das passende Ergebnis dabei. Nur bei den langen Zeiträumen bisschen schwerer zu lesen, da die Produkte immer auf 0% starten.

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    Ein Beispiel. Vergleicht man den Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield ETF in seiner ausschüttenden (A1T8FV) bzw. thesaurierenden Variante (A2PLTB), dann kann man den Effekt der Ausschüttung schön beobachten:

    Der Wert eines ETF-Anteils (NAV) und damit auch der Kurs des ausschüttenden ETF (orange) entwickelt sich etwas geringer als der des thesaurierenden ETF (rot), obwohl die abgebildeten Aktien völlig identisch sind. Der Unterschied ergibt sich aus den ausgeschütteten Dividendenerträgen. Während der Dist diese an die Anleger weiterreicht und damit nicht im Fondsvermögen hält, legt der Acc die wieder Fondsintern an. Damit verringert sich beim Dist der NAV; beim Acc nicht.

    Vergleicht man dann die Wertentwicklung einer hypothetischen Anlage in diese ETF und rechnet dazu die Ausschüttungen (vor Steuer!) wieder dazu, dann laufen beide Werte absolut identisch.

    Blöd nur, dass wir in Deutschland Kapitalerträge gemeinhin zu versteuern haben. Auch wenn wir sie unmittelbar nach Zufluss wieder anlegen.

    Nein, die Anzahl der Anteile bleibt gleich und nimmt weiterhin an der erhofften Wertsteigerung teil. Was bei einem Verkauf eben nicht der Fall wäre.

    Wird eine Dividende gezahlt, dann verringert sich das Eigenkapital der jeweiligen Firma. Schüttet ein ETF diese Erträge nun aus, statt sie wieder zu investieren (zu thesaurieren), dann verringert sich entsprechend auch der Kurswert des ETF. Das Geld verschwindet nicht, es landet auf deinem Verrechnungskonto. In gleichem Maße kriegst du aber auch nichts geschenkt.

    Für die Rendite spielt die Anzahl deiner gehaltenen Anteile keine Rolle. Jeden Börsentag neu nimmst du an der Wertentwicklung deines ETF oder deiner Aktie teil. Wenn ihr Kurs aufgrund der Ausschüttung gesunken ist, dann wirst du eben von diesem geringeren Punkt aus weitermachen.

    Im Umkehrschluss heißt das auch, für die Wertentwicklung (vor Steuern) spielt es erstmal keine Rolle, ob du eine Ausschüttung erhältst, oder ob du stattdessen Anteile im identischen Nennwert verkaufst. Denn im Szenario "Verkauf statt Dividende" ist der Wert des Anteils, also der Kurs, einfach proportional höher. Es nimmt sich nix. Wohlgemerkt vor Steuern.

    Nach Steuern kann das schon deutlich anders aussehen. Immerhin werden deine Ausschüttungserträge (abgesehen von eventueller Freistellung) direkt bei Zufluss mit 26,375% (bzw. 18,5% bei AktienETF nach Teilfreistellung) belastet. Dieses Geld hat dann der Staat; es steht dir zu einer Wideranlage nicht zur Verfügung.

    2024: enercity
    2025: smartificate
    2026: Quotlix per Verivox

    Bisher weitgehend unspektakulär. Fahrzeugschein hochladen, halbes Jahr warten und irgendwann kommt dann mal eine Überweisung aufs Konto.

    Bei Quotlix kannst du bei der Anmeldung die Option "Auf aktuelles Kalenderjahr begrenzen" wählen.