Bei Ausschüttungen von Aktien Fonds, hast Du eine Teilfreistellung und bei Besteuerung von echten Dividenden kannst Du in der Regel die Quellensteuer anrechnen lassen,
Lustig. Den Teil zur teilfreistellung der Erträge habe ich vorhin extra noch aus dem Beitrag raus editiert, da es irrtümlich den Eindruck erwecken könnte, dass damit thesaurier bevorzugt würden. Selbstverständlich gilt das für alle Kapitalerträge aus den Aktienfonds gleichermaßen. Egal ob Kursgewinn oder Ausschüttung. Daher spielt es keine Rolle.
Dann wäre der erste Schritt, bei den Realitäten zu bleiben.
Ja, auf Märchenstunde habe ich leider auch keine Lust. Nur weil man sich etwas ganz doll wünscht, heißt das eben nicht, dass es in Realität wirklich so ist. Da hilft auch keine Kontrafaktische wünsch-dir-was-Mentalität wenn’s um die Ausschüttung geht.
Eigentlich ists ganz leicht: Kapital was mir frühzeitig aufgrund von vermeidbaren Steuern abgezogen wird, steht mir für die weitere Anlage nicht zur Verfügung. Eine unnötige, voll Steuerbelastete, Ausschüttung ist vermeidbar.
Wenn ich nun beim Wunsch des Divideninvestors einfach mal mitgehe und sage, hey, Dividendentitel sind ein toller Stabilitätsanker, Qualitätsfilter oder sonstwas überlegene Themenwette, dann komme ich dennoch drauf: die Fondsinterne wiederanlage ist auch hier überlegen. Besonders dann, wenn ich die Ausschüttung nicht in voller Höhe und termingerecht verkonsumieren möchte.
Am Ende ist der Dividendenfokus zweierlei: eine steuerlich ineffiziente Entnahmestrategie in Verbindung mit einer aktiven Themenwette auf vermeintliche Qualitätstitel.
Das hält der kritischen Betrachtung nicht stand. Auch nicht im Märchenland.
Zusatz: Was die Argumentation zur planmäßigen ETF-Entnahme ACC vs Dist angeht, i.V.m. der Vorsbpauschale: ja ich verstehe die Argumentation. Allerdings werden hier recht umfangreiche Annahmen getroffen, was die Bedingungen bei der Entnahme angeht. Sowie die Höhe der Ausschüttungen aus dem ETF in Relation zum Basisertrag. Natürlich kann nun genau dieses eine Szenario auftreten, wo sich die Wahl des Ausschüttenden Produkts vielleicht nicht als Fehlentscheidung erweist. Sobald ich von den Annahmen abweiche kann es wieder anders ausgehen. Schwierig zu argumentieren.