Beiträge von Wanderslust

    Ihr merkt schon, dass Ihr Euch zwar zustimmt, aber dabei widersprecht?

    Angeblich kein Geld am Ende des Monats, aber lieber die Stunden reduzieren und drei Tage Wochenende, weil die Steuerlast zu hoch sei und Arbeit sich nicht lohne.

    Dieses verquaste Jammern auf hohem Niveau ist irgendwie ziemlich deutsch. Dabei hätten wir allen Anlass auch öfter mal etwas Positives über unser Land zu sagen.

    Stattdessen immer nur Untergangsrhetorik.

    Wenn eine Gesundheitsministerin sagt, die erst vor wenigen Jahren eingeführten Ausweitungen der Pflegeversicherung würden auf Dauer zu teuer und vorschlägt, diese maßvoll zurückzustutzen, wird gleich der „Anfang vom Ende der Pflegeversicherung“ heraufbeschworen.

    Dabei geht es nur um einen Kompromiss zwischen dem status quo vor ein paar Jahren und der Situation heute.

    Gleiches, wenn jemand vorschlägt, die abschlagsfreie Frührente wieder abzuschaffen, die es vorher auch nie gab. Oder die Steuern und Abgaben, die heute niedriger sind als unter Kohl, maßvoll zu reformieren. Oder oder oder…

    Alles angeblich Vorwände, rechtsradikal zu wählen. Ernsthaft?

    Dieses ständige Jammern und die Anspruchshaltung, die dahinter steht, ist ein ernstes Problem.

    Das hat nichts mit Politik zu tun, eher mit Undankbarkeit dafür, in einem der besten, sichersten, freiesten und reichsten Länder der Welt zu leben.

    Über alles kann man reden und unterschiedlicher Meinung sein, aber bitte ohne diese ständige Untergangsrhetorik und ohne Gejammer auf hohem Niveau, sondern bitte mit Zuversicht, Besonnenheit und dem Willen, die Ärmel hochzukrempeln.

    Danke.

    Das kann man so und so sehen.

    Meine Strategie gegen Klumpen besteht in möglichst breiter Streuung:

    - keine Immobilien (meist die größten Klumpen). Allenfalls REITS oder Immobilienaktien.

    - Aktien-ETFs breit über alle bedeutenden Weltregionen gestreut (d.h. keine besondere US-Konzentration)

    - daneben Anleihen in verschiedenen Währungen (kurze und mittlere Laufzeiten, EUR, USD, AUD, CAN, EM) sowie Gold (ETC und physisch)

    Arbeitseinkommen betrachte ich nicht als „Asset“, da der künftige Erwerb und die Höhe unsicher sind. Allenfalls würde ich da den Wert einer versicherten BU-Rente oder des ALG ansetzen (max 2 Jahre…).

    Auch Rentenansprüche und bAV berücksichtige ich nicht als Kapital - falls doch, würde ich aber nur den wirklich heute schon unverfallbar erworbenen Anteil berücksichtigen, abzüglich der maximalen Abschläge im Falle der freiwilligen oder unfreiwilligen Frühverrentung.

    Meine Grundannahme ist, dass keine Rendite garantiert ist und die Risiken sich nur durch Streuung beherrschen lassen.

    Ausschüttungen und Dividenden nutze ich konsequent zum Rebalancing.

    Ich vermeide steuermotivierte Anlageentscheidungen, da meistens auf Dauer nicht zielführend. Steuergesetze ändern sich ständig. Das vermeidet auch Probleme bei beruflichen Umzügen in andere Länder.

    Ich habe kein Problem, Gewinne und Verluste zu realisieren, unabhängig von den Steuern.

    Solche Auto vs. Öffis-Rechnungen sind doch albern. Bequemlichkeit und Lebensqualität kostet. Und das ist okay so.

    Ich habe selbst ein Auto (demnächst sogar zwei), bin kein Autogegner (aber durchaus Zugfan). Leider gibt es in dem Land, in dem ich lebe, fast keine Züge.

    Mir ging es nur darum, die Kosten transparent zu machen.

    Denn man hört in Deutschland immer wieder, die Bahn sei zu teuer, die 1. Klasse könnten sich nur „Reiche“ leisten. Taxis sowieso nicht.

    Dabei kann man vor allem in deutschen Städten sehr gut ohne Auto leben. Man spart sogar noch den Parkplatz (oft dreistellig pro Monat oder 5-stellig bei Kauf).

    Was wäre den ein 40k€ Auto nach 10 Jahren noch Wert wenn es wieder verkauft wird? Nur damit deine Rechnung nicht nur nach Milchmädchen aussieht.....

    Ich würde sagen, nach zehn Jahren ist das Auto abgeschrieben.

    Aber selbst wenn es noch 8.000 oder 9.000 Euro wert sein sollte, gleicht das allenfalls den Zinsverlust der letzten zehn Jahre aus.

    Von den Wartungskosten nach zehn Jahren aufwärts ganz zu schweigen…

    In der Tat. Wenn man die 40k Euro einspart, kann man zehn Jahre lang

    - zwei Deutschlandtickets (126 Euro pro Monat) finanzieren

    - zwei Bahncard 25 1. Klasse (250 Euro p.a.)

    - sowie zusätzlich monatlich rund 180 Euro für Uber und Taxifahrten ausgeben.

    Die eingesparten Versicherungen, Steuern, Wartung und Reparaturen sowie Strom- oder Benzinkosten sind dabei noch nicht berücksichtigt.

    Damit kann man dann noch die allfälligen ICE-Fahrkarten, Flüge oder weitere Taxi-Fahrten bezahlen.

    Mir lässt dieser Beitrag einfach keine Ruhe. Was wäre denn ein Schreckensszenarium, das meinem DBX0AN in Gefahr bringen könnte????

    zB ein Börsen-Crash begleitet von Bankenpleiten.

    Der ETF ist Swap-basiert, d.h. er kann beliebige Wertpapiere enthalten (zB Nvidia-Aktien).

    Um am Ende auf den Tagesgeld-Zinssatz zu kommen, werden Tauschgeschäfte mit Banken („swaps“) abgeschlossen, die eine Wertentwicklung in Höhe des Tagesgeldzinses garantieren sollen.

    Anleger tragen also das Emittentenrisiko der Swap-Bank(en) sowie ggf. die Risiken der übrigen Papiere, die der ETF hält.

    So mein Verständnis dieser Diskussion.

    Wenn Du die sauberste und fairste Regelung schaffen dürftest, wie würde sie denn ganz konkret aussehen?

    Vielleicht sinkt Dein Puls dann wieder etwas. Ich finde die Regelung nämlich tatsächlich sehr vernünftig.

    PFOF ist für mich dagegen ein eher korruptes System, genauso wie Drückerkolonnen und verdeckte Provisionszahlungen anderswo.

    Ich achte schon darauf, schon aus Eigeninteresse.

    Denn wie eine Bank oder Versicherung ihre Mitarbeiter behandelt, wird im Zweifel von den gleichen Prinzipien geleitet wie der Umgang mit den Kunden.

    Klar, jede Bank möchte Profit machen. Aber es gibt ehrenwerte Kaufleute und solche, die wie der Orangefarbene auftreten.

    Bei einer Bank, von der ich noch nie gehört habe, würde ich zB nicht anlegen. Auch eine, von der ich schlechtes höre, würde ich meiden.

    Auf die Gebühren achte ich auch, aber ich bin keine "kostenlos"-Fanatiker ("there is no free lunch"). Service und Anständigkeit sind mir sehr wichtig.

    Danke, danke.

    D.h. Steuern+Soli + K-Steuern über 10k

    Einstieg 2010: € 45.000 - Stand 31.12.2017: € 62.000 = 17.000 * 27,99% =4.758

    bis heute € 92.000 = 5.880 (70% von 30.000 *27,99%)

    Schon bitter das nach 15 Jahren mit einer 100%igen Kurssteigerung nach Kosten und Steuern nur ca. 4% übrig bleiben. Die Bank hat in der Zeit rund 25k verdient.

    Wie kommst Du auf 4%?

    Einstieg: 45.000
    Ausstieg nach Abzug der Steuern: ca. 81.362

    Das sind 80,8% Gewinn nach Steuern oder 36.362 EUR.

    Im Grunde verstehe ich deine Position, finde aber, dass man dies nicht so isoliert betrachten darf.

    Du hast u.a. versteckte, intransparente Kosten, die Vermeidung von Interessenskonflikten und Transparenz in Verträgen angesprochen. Kannst du mir dann die Frage beantworten, warum PFOF verboten worden ist, die Strukkis (Strukturvertriebe) dieser Welt aber weiterhin ungeniert ihre Produkte auf Provisionsbasis vertreiben dürfen, die ebenfalls haargenau diese Punkte erfüllen, nur in einem noch viel extremeren Ausmaß?

    Das passt für mich nicht zusammen.

    Ich hatte mich nur daran gestört, dass Du eine an sich vernünftige Regelung als "Sauerei" beschimpfst. Ich habe nicht behauptet, dass überall sonst auch so gute und saubere Regeln bestehen.

    Monstermania hat es ganz gut erklärt. Idealerweise sollte das mE für alle Verträge gelten.

    Man kann unterschiedlicher Meinung sein, aber eine grundsätzlich am Gemeinwohl und Fairness in den Geschäftsbeziehungen orientierte Regelung als "Sauerei" zu beschimpfen, sollte nicht unwidersprochen bleiben. Der Ton macht die Musik, gerade auch heutzutage und in der Politik.

    Das Verbot empfinde ich als Sauerei, da hat wohl die Finanzlobby wieder ganze Arbeit geleistet. Aber sich jetzt aufzuregen, bringt auch nix mehr.

    Kann ich nicht nachvollziehen.

    Eine Sauerei ist es doch eher, hinter meinem Rücken von Dritten Kickbackzahlungen (= PFOF) anzunehmen, die am Ende mir intransparent mit schlechteren Kursen in Rechnung gestellt werden.

    Die Herstellung von Transparenz in den Vertragsbeziehungen, die Vermeidung von Interessenkonflikten und „Parteiverrat“ bzw. korrupten Zahlungen zu Lasten Dritter, sollte doch eigentlich im allgemeinen Interesse und auch v.a. in meinem ganz persönlichen Interesse sein.

    Wie kann man sich darüber echauffieren? Das ergibt für mich keinen Sinn.

    Gerd Kommer meint, der US-Dollar wäre in realen Zahlen 1957 mehr wert gewesen als 1932 und man hätte zusätzlich noch die Dividenden kassiert?

    Interessante Perspektive.

    Tatsächlich muss man aber in nominalen Zahlen rechnen, denn die Kredite und Schulden liefen in den 30er Jahren ja auch nominal weiter.

    Allenfalls die Löhne sind gefallen oder sogar ganz weggefallen, was die Sache zusätzlich verschlimmerte (Notverkäufe).

    Was denkt ihr darüber?

    Ich denke, in 20 Jahren werden nicht mehr viele sich an Bitcoin erinnern. Es wird den Weg von Secondlife oder studiVZ gehen.

    Die Karawane zieht weiter.

    Zentralbanken haben verschiedene Arten von Reserven, um ihren Aufgaben nachzukommen (Geldpolitik, Kurspflege, Außenwirtschaftsverkehr und ggf. Bewältigung von Kriegs- und Krisenszenarien).

    Dafür halten sie auch Devisenreserven (meist Schuldpapiere unterschiedlicher Laufzeiten aus wichtigen Partnerländern) und Goldreserven. Sie haben aber in der Regel kein Interesse an Spekulation oder gar am Zocken.

    Das gilt jedenfalls für seriöse, d.h. unabhängige und der Stabilität verpflichtete Zentralbanken.

    Es muss aber doch eine Möglichkeit geben das Geld zumindest vor der Inflation zu schützen? Verrückt.

    Gibt es doch. Es sind doch mehrere Möglichkeiten beschrieben worden.

    Allerdings darf man als Betreuer mit dem Geld des Betreuten ohne Genehmigung des Gerichts keine riskanten Anlagen tätigen. Das dient dem Schutz des Betreuten und der Allgemeinheit.

    Auch kann man nicht erwarten, dass eine Service-freie und kostenlose Online-Bank motiviert ist, sich um Kunden zu kümmern, die potenziell einen ziemlich hohen Aufwand verursachen (können), wie zB Korrespondenz mit Gerichten, Behörden, Pflegeeinrichtungen und Bevollmächtigten bzw. Betreuern.

    Danke für den Hinweis.

    Das ist einer der Gründe, warum ich meinen US-Anteil inzwischen konsequent bei 25% deckele.

    Es scheint keine Standards, Aufsicht oder Selbstreinigungskräfte mehr zu geben, die solche Exzesse verhindern, aufklären oder erschweren. Viele finden das sogar toll oder smart.

    Stattdessen gibt es Ermittlungen gegen Zentralbanker, die keine Weisungen zur Zinssenkung befolgen wollen.

    Die Unterschiede zu den sog. Emerging Markets verblassen immer mehr.

    Na ja, das finde ich schöngeredet. Erst die unerwartete Kündigung, am Ende keine Zahlung. Könnte doch sein, dass man das Geld zum realen Leben benötigt.

    Für die fristlose Kündigung ist nicht das Gericht verantwortlich.

    Das Gericht hat vielmehr den Vergleich protokolliert, mit dem der freigestellte TE noch 6 Monatsgehälter sowie zusätzlich eine Abfindung erhält.

    Dieser Vergleich kann jetzt vollstreckt werden, falls der Arbeitgeber nicht freiwillig zahlen sollte.

    An welcher Stelle ist der TE mit dem Rechtsweg bisher nicht gut gefahren?

    Was schlägst Du stattdessen vor?

    Da es sich offenbar um einen gerichtlich protokollierten Vergleich handelt, würde ich mich an Deiner Stelle entspannt zurücklehnen und Deinen Anwalt bzw. die Justiz in aller Ruhe ihren Job machen lassen.

    Hat doch bisher auch prima geklappt nach Deiner Schilderung.

    Für jeden Tag des weiteren Verzugs wird Dein Ex-Arbeitgeber Dir ggf. noch Zinsen zahlen. Dein Anwalt und das Gericht werden auch diese ausrechnen und ggf. eintreiben (lassen).

    Alles, was Du selbst überlegst oder machst (“zusätzlicher Druck”), kann Dir höchstens schaden und Ärger einbringen.

    Vertraue dem Rechtsstaat. Bisher bist Du gut damit gefahren.

    Diese Videos und Links sind ohnehin meist reine Werbung (bestenfalls).

    Zusätzlich geht es meist darum, auch den Produzenten der Videos durch höhere Klickzahlen mehr Reichweite und weitere (Werbe-)Einnahmen zu verschaffen.

    Mit seriöser Geldanlage und Information hat das herzlich wenig zu tun.

    Den Wert von KI-Zusammenfassungen solcher Videolinks sehe ich auch nicht.

    Letztlich werden sehr einfache Sachverhalte (Geld von Neuanlegern wird an Altanleger ausgeschüttet) so kompliziert “wegerklärt”, dass die Menschen am Ende denken (sollen), das Bezahlen von Dividenden an Dritte sei irgendwie ein nachhaltig gutes Geschäft für sie…