Ihr merkt schon, dass Ihr Euch zwar zustimmt, aber dabei widersprecht?
Angeblich kein Geld am Ende des Monats, aber lieber die Stunden reduzieren und drei Tage Wochenende, weil die Steuerlast zu hoch sei und Arbeit sich nicht lohne.
Dieses verquaste Jammern auf hohem Niveau ist irgendwie ziemlich deutsch. Dabei hätten wir allen Anlass auch öfter mal etwas Positives über unser Land zu sagen.
Stattdessen immer nur Untergangsrhetorik.
Wenn eine Gesundheitsministerin sagt, die erst vor wenigen Jahren eingeführten Ausweitungen der Pflegeversicherung würden auf Dauer zu teuer und vorschlägt, diese maßvoll zurückzustutzen, wird gleich der „Anfang vom Ende der Pflegeversicherung“ heraufbeschworen.
Dabei geht es nur um einen Kompromiss zwischen dem status quo vor ein paar Jahren und der Situation heute.
Gleiches, wenn jemand vorschlägt, die abschlagsfreie Frührente wieder abzuschaffen, die es vorher auch nie gab. Oder die Steuern und Abgaben, die heute niedriger sind als unter Kohl, maßvoll zu reformieren. Oder oder oder…
Alles angeblich Vorwände, rechtsradikal zu wählen. Ernsthaft?
Dieses ständige Jammern und die Anspruchshaltung, die dahinter steht, ist ein ernstes Problem.
Das hat nichts mit Politik zu tun, eher mit Undankbarkeit dafür, in einem der besten, sichersten, freiesten und reichsten Länder der Welt zu leben.
Über alles kann man reden und unterschiedlicher Meinung sein, aber bitte ohne diese ständige Untergangsrhetorik und ohne Gejammer auf hohem Niveau, sondern bitte mit Zuversicht, Besonnenheit und dem Willen, die Ärmel hochzukrempeln.
Danke.