das habe ich jetzt angestoßen, da mir nicht zuletzt durch Finanztip seit ein paar Jahren die Bedeutung der Kosten jeglicher Finanzanlage bewusst geworden ist. Im Falle der Commerzbank steht zudem m.E. überhaupt keine Dienstleistung mehr dahinter.
Sieht Dein Vater das auch so? Du schreibst, er ist voll geschäftsfähig - dann sollte er das doch auch selbst entscheiden!
Der obligatorische Sprachassi ist eine Frechheit und wenn die letzte Filiale in mittelgroßen Städten dicht gemacht hat, dann ist es vorbei mit der Autonomie der treuen Kunden aus der Rentnergeneration. Die Ängste vor Onlinebanking, erst recht die vor Banking-Apps ist eine große Hürde und so bleibt alles wie gehabt.
Was heißt das für einen Verkauf und Wiederanlage? Tagesgeld und Geldmarktfonds ohne Banking-App dürfte heutzutage nicht ganz einfach zu bekommen sein, erst recht mit guten Konditionen und wenn man die Kosten einer Filialbank vermeiden möchte.
Ich kann gut verstehen, dass Dich die Kosten der Anlage ärgern, aber es ist nicht Dein Geld. Gerade, wenn Du auch noch Geschwister hast, kann so ein "Anstoßen" einer Änderung der Geldanlage bei einem Elternteil für viel böses Blut sorgen.
Meine Eltern legen ihr Geld auch anders an als ich das machen würde (Immobilien, wenige Einzelaktien, ich glaube sonst im Wesentlichen Festgeld, aber weiß es auch gar nicht so genau). Ich würde das nicht so machen (bzw. mache es mit meinem eigenen Geld auch anders). Aber meine Eltern sind erwachsen, voll geschäftsfähig und damit ist es nicht meine Aufgabe, ihnen da reinzureden oder irgendwelche Änderungen oder Optimierungen anzustoßen.
Klar, wenn ein Elternteil dabei wäre, einer Betrugsmasche aufzusitzen oder nicht mehr im Vollbesitz der geistigen Kräfte wäre, da würde ich auch versuchen, mich zu kümmern. Aber "nur" wegen eines hohen Ausgabeaufschlags und einer hohen TER, bei einem Fonds der alles in allem nicht völlig katastrophal performt hat und einem Elternteil, das geistig fit ist? Da würde ich absolut die Finger davon lassen!