Beiträge von Impidimpi

    Hallo!

    Ich habe diese Frage mal einem Makler gestellt und das Feedback bekommen, dass es sich dabei um Kalenderjahre handelt. Also du 2022 und 2023 schadensfrei sein müsstest in diesem Fall. Dafür würde ich allerdings nicht meine Hand ins Feuer legen.

    Wenn die Frage nach den „Schäden in den letzten zwei Jahren“ gestellt wird, dann beantworte ich sie aus meiner (laienhaften!) Sicht so, dass der Schaden an einem Datum stattgefunden hat und dieses zählt. Also würde ich es so interpretieren, dass dein Schaden schon über zwei Jahre her ist. Ich denke nicht, dass die Auszahlung dabei eine Rolle spielt.

    Was mir aber nicht klar ist: Kann man das Chip TAN Gerät, ein ReinerSCT, gemeinsam nutzen?

    Ja! Der Schlüssel ist die jeweilige Girocard.

    Das ist ein häufiges Missverständnis, hab ich den Eindruck. „Man braucht MEIN Chip TAN Gerät um in mein Onlinebanking zu kommen!!“. Das ist aber Unsinn. Wenn Jemand dir deine Girocard klaut (und dein Passwort hat), kann er in dein Onlinebanking und Aktionen durchführen mit irgendeinem anderen Chip TAN Gerät. So gesehen ist ein Smartphone mit biometrischem Schlüssel aus meiner Sicht das eigentlich (!) sicherere Verfahren, zumindest in einigen Szenarien. Aber es bleibt eben das Problem, dass es eine App auf einem Gerät ist und sich diese App häufig dann sogar durch einen vier- oder fünfstelligen PIN öffnen lässt, ohne (recht sichere) biometrische Daten. Viele sehen einen echten zweiten Faktor nachvollziehbarerweise nur in einem physischen zweiten Faktor, wie eben einer Karte. Dieser zweite physische Faktor nutzt dir dann aber auch nur etwas, wenn du deine Karte nicht direkt mit geklaut bekommst. Und da Onlinebanking nicht an ein Gerät gekoppelt ist, braucht es nicht mal dein Smartphone, um mit Chip TAN reinzukommen. So gesehen stellt das jeweilige Smartphone eben doch einen echten physischen Faktor dar, da man es zur Anmeldung und zur Ausführung von Aktionen braucht neben den biometrischen Daten. Mein persönlich größtes Sicherheitsproblem in Sachen App-Banking ist nicht die Sache mit der physischen Karte anstelle des physischen Smartphones, sondern eher, dass man bei einem Smartphone die biometrischen Daten durch meistens eine einfache PIN umgehen kann, wie gesagt. Hier sollte es andere Fallbackverfahren geben. Und die Option für User einen zusätzlichen Faktor einrichten zu können. Ich verstehe manchmal nicht was so schwierig daran sein soll Usern die Möglichkeit zu geben einen dritten Faktor, sei es eine notwendige PIN oder eben eine Karte, einzurichten. Dann kann Jeder selbst entscheiden welche Sicherheitsstufe er/sie braucht.

    Aber nochmal zu deiner Frage: ja, es spricht aus meiner Sicht nichts dagegen ein Chip-TAN-Gerät für zwei Personen zu nutzen, solange es aus praktischen (räumlichen) Erwägungen passt.

    Und ja ich stimme dir vollkommen zu, dass einige der aktuellen Verfahren bei der DKB … schwierig sind. Ich bleibe erstmal trotzdem dort. Mein Alltagskonto ist sowieso bei einer anderen Bank.

    Da ich im FTSE All World schon ein bisschen was investiert habe, ist es vermutlich hier sinnvoller, den MSCI EM wegzumachen oder?

    Wenn du nicht vor hast ganz bewusst den EM-Anteil zu erhöhen, dann vermutlich ja. Du könntest auch je nach Summe um die es geht den EM stehen lassen und einfach nur noch den FTSE AW besparen in Zukunft.

    Aber hier kommt es wie gesagt auf die Summe an über die wir reden, die bereits investiert ist bzw den darauf angefallenen Gewinn. Der Einfachheit halber würde ich persönlich vermutlich wirklich die beiden „engeren“ ETFs verkaufen und einmalig in den FTSE AW umschichten.

    PS: Gern lasse ich mir von Dir erklären, wofür 4k auf dem Winzbildschirm eines Smartphones nützlich sind.

    Auch wenn ich nicht angesprochen war, meine Gedanken:

    1. 4K/UHD ist sicherlich nicht notwendig auf Smartphones, da gebe ich dir recht.

    2. häufig geht mit der reinen Auflösung auch ein durchaus schnell sichtbarer Qualitätsunterschied einher, der eher auf unterstützten Farbraum und vor allem die Bitrate und das Komprimierungsverfahren zurückzuführen ist.

    3. ich persönlich kann auf einem Smartphone Inhalte, bei denen mir die Qualität wichtig wäre, nicht genießen. Das mag eventuell bei der mir noch nachfolgenden Generation etwas anders sein. Was ich aber aus eigener Erfahrung sagen kann ist, dass sich ein schneller „mobiler Datenanschluss“ sehr gut für Tethering nutzen lässt. Also beispielsweise für die Mitnutzung des Internets auf einem

    Tablet oder dem Notebook. Oder einem Smart TV im Urlaub oder auf Dienstreisen. Ich schaue hier zwar in der Regel auch aus Prinzip keine Kinofilme, aber auf dieser Bildschirmgröße lässt sich der angesprochene Qualitätsunterschied durchaus bemerken.

    4. bei Nutzung von Tethering könnte es auch für andere Zwecke als (UHD-) Videos zu schauen durchaus sinnvoll sein mehr Geschwindigkeit zu haben.

    5. es ist wie so vieles individuell. Der eine wird einen Unterschied merken, der andere nicht. Der Durchschnittsamartphonenutzer wird mit 25 Mbit/s zurechtkommen und vermutlich auch nichts vermissen. Ist übrigens ähnlich beim Datenvolumen. Einmal unbegrenzt bei entsprechenden Nutzungsszenarien dürfte es für manch einen schwer sein wieder auf einen begrenzten Tarif zurück zu wechseln. Aus meiner Sicht ist ein unbegrenztes Datenvolumen eine Art von Freiheit. Egal ob es sich „rechnet“: man muss einfach nicht mehr darauf achten was man an Daten verbraucht. Ich persönlich empfinde das als sehr positiv. Aber es ist eine Freiheit, die man eben sich leisten können muss und will. Vor allem wenn man gleichzeitig im „besten Netz“ sein will.

    Danke für deine Antwort. Wie würdest du konkret zusätzlich für meinen Sohn sparen? Ein Depot auf seinen Namen eröffnen und mit einem Sparplan ein ETF besparen?

    Das ist eine Möglichkeit. Mit der nutzt du alle Freibeträge aus wie schon gesagt, dafür gehört das Geld aber auch direkt deinem Sohn und du hast keine legale Möglichkeit mehr das Geld wieder zu dir bzw. in die Familienkasse zu holen. Und dein Sohn kann ab dem 18. Geburtstag damit machen was er will. Alternativ kannst du auch auf die Freibeträge verzichten und ganz normal in deinen ETF zusätzlich sparen und das „virtuell“ abgrenzen, wenn du der Typ dafür bist oder du nimmst einen zusätzlichen (All-)World-ETF.

    Diese drei Optionen lassen sich auch miteinander kombinieren. Ich persönlich würde wahrscheinlich ein kleines Juniordepot für meine Kinder anlegen, in das aber bis zum 18. zwar ein bisschen etwas, aber nicht mehrere zehntausend rein fließen. Damit sollen meine Kinder machen können was sie wollen, vollkommen eigenverantwortlich. Den größeren Teil würde ich aber auf meinen eigenen Namen anlegen, um flexibel zu bleiben für die ganze Familie. Vermutlich einfach in einen einzigen ETF, da ich mich dazu imstande sehe das virtuell hinreichend gut abzutrennen. Aber auch die Option mit dem zusätzlichen ETF ist gut. Macht es einfacher in manchen Situationen. Gerade wenn du deine, Sohn irgendwann dann den gesamten ETF übertragen möchtest, musst du nicht nochmal ausrechnen wie viele Anteile nun eigentlich deinem Sohn vermacht werden sollen.

    Es ist sehr individuell. Du kannst beispielsweise hier mal lesen:

    Geldanlage für Kinder: Mit ETFs sparen im Kinderdepot

    Viel Erfolg!

    Danke für die Erklärungen gfusdt5 .

    Ja, der Fonds wird aktiv verwaltet und versucht den 1M EUR-Euribor abzubilden.

    Ok dann deckt sich das mit dem was ich gelesen und verstanden hatte. Ich glaub mir persönlich ist ein Index lieber und ein möglichst passiver ETF. Hab irgendwie nicht so das Vertrauen in aktive Manager.

    Das sind die minimalen Schwankungen in Krisenzeiten, da es eben physische Papiere sind. Zu Corona gab es das auch. Die -0,2% halte ich aber für vertretbar. Dafür gibt es kein Kontrahentenrisiko.

    Ok verstehe. Das hält sich tatsächlich in Grenzen. Ich hatte bei Finanzen.net geschaut und da sah der Verlauf in dem Bereich deutlich zackiger aus.

    Siehe: https://www.finanzen.net/fonds/preischa…nd-lu0225880524

    Vielleicht auch ein Fehler, oder mehrere Ausschüttungen hintereinander?

    Naja, um das Thema geht es hier ja eigentlich nicht. Sorry für den kleinen Exkurs. In was genau TR anlegt wissen wir tatsächlich nicht bisher und das ist etwas komisch. Es wird in meinem Namen angelegt (angeblich) und dann steht da lediglich „BlackRock“.

    Mit dem DWS ESG Euro Money Market Fund (LU0225880524) erhältst du eine etwas höhere Rendite als mit einem Overnight Swapper. Und das Risiko ist nur minimal höher (kleinste Schwankungen in turbulenten Zeiten).

    Mmh. Von dem hab ich jetzt schon mehrmals gelesen. Das ist ein aktiv verwalteter ETF oder? Also ja, er ist sehr günstig, aber er bildet ja nicht direkt einen Index ab oder? Mir ist auch nicht ganz klar was ESG Kriterien in einem Geldmarkt-ETF sollen und ich verstehe beispielsweise nicht so ganz was in der FInanzkrise damit vorgefallen ist, dass es zu diesem zackigen Verlauf gekommen ist. Was ist denn der Grund, weswegen der zum Beispiel von Finanztip nicht empfohlen wird? Für einen Tagesgeld-Ersatz wäre ich da etwas skeptisch. Und: Nur in das investieren, was man auch versteht. Das tue ich offensichtlich auch nicht ganz. Lasse es mir aber gerne mal erklären… das Lesen des Factsheets etc. half mir nur bedingt.

    Der Geldmarktfonds bei TR ist wohl von Black Rock. Zumindest wir das in der App angezeigt. Aber mehr als "Black Rock" steht dort leider nicht.


    Nichtsdestotrotz würde ich auch lieber eigenständig in einen Geldmarktfonds meiner Wahl anlegen, als dieses intransparente Spiel von TR mitzumachen.

    Ja da sind wir wie gesagt der gleichen Meinung!

    Wir legen aktuell nicht zusätzlich etwas für unseren Sohn zurück. Meinst du wegen dem Freistellungsauftrag um Abgeltungssteuer zu sparen? Oder gibt es sonst Vorteile zusätzlich also separat für meinen Sohn zu sparen?

    Grundfreibetrag und Sparerpauschbetrag von Kindern zu nutzen ist vielleicht ein Bonus, klar. Aber letztlich gehört dieses Geld ja schließlich dem Kind. Unterhaltspflichtig bleibst du trotzdem. Ich meinte sowohl, dass Kinder hinten raus nicht unbedingt billiger werden und man dafür etwas zusätzlich sparen könnte (Studium…) und zum anderen wollen viele dem Kind ein bisschen den Grundstein für den Vermögensaufbau legen. Vielleicht auch als Basis, um das Kind finanziell bilden zu können, indem es früh lernt mit schon einem größeren Betrag verantwortungsvoll umzugehen. Viele wollen das wiederum nicht bzw. Fürchten, dass ihre Kinder das Kind mit 18 direkt verkonsumieren. Ich denke, dass das vor allem eine Sache der (finanziellen) Erziehung ist. Selbstverständlich hat hier Vorrang, dass ihr als Familie erstmal zurechtkommt.

    Meine Frau wird vermutlich erst wieder ab Herbst arbeiten gehen. Zurzeit ist sie noch mit unserem Sohn zuhause und wird bald die Eingewöhnung in der KiTa begleiten und sich anschließend ein paar Wochen Ruhe gönnen.


    Über eine höhere Sparrate werde ich mir Gedanken machen und in Zukunft anpassen. Ich habe die 200€ monatlich gewählt, weil wir ungefähr so viel in die Riester-Renten und Rentenversicherungen eingezahlt hatten und wir ganz gut mit unserem Geld klar kamen. Aber ja, eine höhere Einzahlung ist auf Dauer das Ziel :)

    Das klingt doch gut! Anfangen ist das Wichtigste. Das zweitwichtigste ist: dabeibleiben. Und vielleicht sehr ihr ja, dass es Steigerungspotenzial gibt. :)

    Es ist nicht bekannt in welchen Geldmarktfonds das Geld von TR anlegt wird. Das kann genausogut ein klassischer Fonds mit physischen Papieren sein.

    Das stimmt.

    Halte es aber für unwahrscheinlich, dass sie eine Alternative auswählen, die in sichere kurzlaufende Deutsche Staatsanleihen investiert, was ja meist als Alternative zum Swapper genannt wird. Die Differenz muss TR als Zins schließlich immer drauflegen/ausgleichen, da rein deutsche Staatsanleihen etwas unter dem Tagesgeldzinssatz bleiben. Also müssten sie einen physisch-replizierenden ETF mit riskanteren Anleihen nehmen, um die aktuell 3,75% ungefähr zu erreichen, was ja auch nicht wirklich gewollt sein kann. Der Tagesgeldzins lässt sich soweit ich weiß bei vergleichbarem Risiko nur als Swap abbilden. Das wäre zumindest mein Verständnis.

    Ihr geht auf "meinen Plan", "meine neue Anlagestrategie" oder "meine Gewichtung" ein. Ehrlich gesagt, habe ich mein Portfolio einfach aus einer im Internet empfohlenen Portfolio-Auswahl (hieß glaub "Welt-Portfolio mit Small Caps") übernommen. So seien wohl 99% des Weltmarktes abgedeckt, was für mich nach einem guten, recht risikoarmen und einfachem Portfolio aussah.

    Im Internet steht viel. Das ist sicherlich nicht die schlechteste Empfehlung. Ob es die beste ist? Für wen? Man sollte immer genau wissen was man macht, spricht hier warum man genau solch eine Aufteilung wählt. Wenn man das nicht weiß oder (wie ich) der Meinung ist, dass ich es eben nicht wissen KANN welche Aufteilung besser ist, der fährt vermutlich am besten es sich so einfach wie möglich zu machen und einen ETF zu nehmen - meiner Meinung nach.

    Obwohl auch wohl bei einem Portfolio mit "nur" drei ETFS jährlich ein Rebalancing (das Vorgehen hierzu habe ich noch nicht richtig verstanden/durchdrungen) ansteht.

    Zum Thema Rebalancing gibt es ganze Kapitel und Artikel. Grob gesagt kannst du beispielsweise einmal im Jahr einen Stichtag festlegen, an dem du die von dir gewählte Gewichtung wiederherstellst. Also bei deinem ursprünglichen Plan 60/30/10. Möglichst unabhängig davon wie der Markt sich entwickelt hat. Vermutlich ist deine Aufteilung dann nämlich beispielsweise 70/25/5, was nicht mehr deiner Strategie entspricht. Um das „gewünschte“ Verhältnis wieder hinzubekommen, kannst du nun entweder per Einzeltransaktionen entsprechend ausgleichen, oder deine Sparpläne temporär anpassen, bis das gewünschte Verhältnis wieder erreicht ist. Eine Schwierigkeit daraus hab ich schon angedeutet: machst du das wirklich Jahr für Jahr, wenn du etwa merkst, dass die Industrieländer immer besser laufen als die EM, wie in den letzten 10-15 Jahren? Oder als die Small Caps? Nimmst du dann wirklich aus dem „gut laufenden Pferd“ Feuer raus und packst es in das lähmende? Rational wäre das. Aber machst du das? Und zusätzlich vor dem Hintergrund, dass du dir nicht mal sicher bist, ob das wirklich eine Mehrrendite im Vergleich zur Marktkapitalisierung bringen wird oder eine bessere Risikoverteilung?

    Das klingt aus meiner Sicht vernünftig! Auf den MSCI ACWI IMI gibt es tatsächlich momentan nur den einen soweit ich weiß. Und der bildet tatsächlich die auch von dir genannten 99% der Welt-Marktkapitalisierung ab. Es fehlen quasi noch die Frontier-Markets, also die, die noch kleiner als die EM sind. Also ja, der deckt alles ab von dem was du nennst!

    Als Alternative gilt der FTSE All-World, der 90-95% der Marktkapitalisierung abdeckt. Offiziell hat der keine Small Caps drin, aber FTSE setzt die Grenze für Mid Caps etwas niedriger als MSCI, sodass mehr „Small Caps“ im FTSE AW drin sind. Du musst dir allerdings immer überlegen was das bedeutet. Der MSCI World ist in ca. 1600 Unternehmen diversifiziert. Der ACWI meine ich um die 3000, der FTSE AW um die 4000 und der ACWI IMI um die 9000. Das klingt nach einem gewaltigen Sprung. Aber diese kleinen Unternehmen, die mehr dazukommen, machen eben nur noch recht wenig aus. Alle diese Indizes werden meistens ziemlich ähnlich laufen. Der Vorteil ist, dass du wenn ein bestimmtes Unternehmen plötzlich aufsteigt, du direkt dabei bist. Genauso wenn es sich um eine bestimmte Region handelt.

    Folgendes soll dich jetzt nicht verwirren, aber beispielhaft zeigen, warum man nicht sagen kann, dass der eine oder der andere Index oder ETF besser ist: Zu dem ganzen oben beschriebenen kommt, dass der genannte SPDR ACWI IMI physisch in deutlich weniger Aktien drin ist als den 9.000. Was das angeht ist der FTSE AW meines Wissens nach mit knapp 4.000 besser aufgestellt. Man nennt das „Sampling“. Ein physisch-optimierter ETF investiert nicht in alle Aktien des Index, weil das deutlich teurer wäre, sondern wählt repräsentativ aus. Der SPDR ACWI IMI ist noch nicht so riesig und hat den breitesten Index, den er abbilden will, also wählt er hier noch etwas gröber aus. Wird in Zukunft vermutlich auch physisch breiter. Muss dich das kratzen? Nein aus meiner Sicht.

    Kurz: der ACWI IMI ist gut, der FTSE AW ist praktisch genauso gut, ACWI würde auch ausreichen. Welchen du davon nimmst ist nicht so wichtig. Und welchen konkreten ETF du darauf nimmst ist dann noch unwichtiger. Der von dir ausgewählte gilt als gut! Entscheiden musst du es selbst.

    Herzlich willkommen auch von mir!

    Ich kann mich auch meinen Vorrednern anschließen: klingt alles soweit solide/vernünftig. Vor allem super, dass du es nun selbst in die Hand nimmst und vom Finanzprodukteverkäufer wegkommen willst.

    ICH würde es mir noch einfacher machen und einen einzigen All-World-ETF nehmen, weil ich nicht weiß was besser sein wird und ich so am prognosefreiesten den Markt rebalancen lasse mit der geringsten Angriffsfläche für mich für irgendwelche „unnötigen“ Optimierungen. Aber das ist natürlich wie alles deine Entscheidung.

    Aktuelles Nettoeinkommen: ca. 2350€ monatlich
    Familienstand: verheiratet, ein 3-jähriger Sohn

    Ist die geplante monatliche Sparrate von 200€ angemessen?

    Hierzu noch eine Ergänzung:

    Die Faustformel besagt hier in der Regel „mindestens 10%, besser 15% wenn du (was der Fall ist) um die 30 bist. Gut wären 20%, hervorragend Richtung 30%.“ Wie gesagt: Faustregeln, die beispielsweise von Finanztip und Finanzfluss so vertreten werden. Das bedeutet nicht, dass du dich nun an eine solche Zahl genau halten musst. Viele hier sehen Faustregeln/-formeln nachvollziehbarerweise kritisch, weil sie eben nicht individuell sind. Ich halte sie für sinnvoll als Einstieg, um überhaupt mal eine Orientierung zu kriegen. Die durchschnittliche Sparrate der Deutschen beträgt meine ich um die 11% … Zahl aus dem Kopf - Quelle gerade keine Lust zu suchen, aber so etwas in die Richtung wird es sein. Du bist also unterdurchschnittlich unterwegs. Vielleicht hilft dir das als Orientierung. Andererseits fängst du natürlich auch nicht bei null an, hast bereits einen Teil geschafft, der für dein Alter und den Anfang ganz ok ist würde ich sagen.

    Du hast ein Kind, für das du sorgen musst. Sowohl jetzt als auch in Zukunft. Ein Kind ist auch eine Investition in die Zukunft. Wenn ihr euch auch später gut versteht vor allem. Legst du für dein Kind noch zusätzlich etwas zurück? Was ist mit deiner Frau? Hier kannst du ruhig gesamtheitlich denken.

    Rein gefühlt ist deine Sparquote für deinen eigenen Solo-Vermögensaufbau etwas zu knapp - für deine ganze Familie deutlich zu knapp. Ohne deine/eure Gesamtverhältnisse zu kennen, ist das aber nur schwer zu sagen. Vielleicht hilft es dir aber zu einer eigenen Einschätzung :)

    Viel Erfolg!

    Einen Freistellungsauftrag stellst du immer entweder ohne Befristung oder bis zum Ende des aktuellen Jahres. Es gilt immer das Kalenderjahr als Steuerjahr. Das Finanzamt interessiert nicht ob du von Juli bis Dezember oder Januar bis Juni dein Geld angelegt hast. Wenn Gewinn anfällt, also Zinsen ausgezahlt werden, Steuer auf die Vorabpauschale anfällt, Wertpapiere mit Gewinn verkauft werden, dann zahlst du Steuern - oder eben der Freibetrag wird „aufgebraucht“.

    Du kannst deinen Freistellungsauftrag aufteilen wie du willst. Aber er gilt erstmal eben für das gesamte Jahr. Zumindest solange du ihn dann nicht tatsächlich auch „aufbrauchst“, also kein Gewinn anfällt oder weniger Gewinn als Freistellungsauftrag eingestellt ist, kannst du den Freistellungsauftrag auch nachträglich noch verringern.

    Zu Weltsparen selbst kann ich nichts sagen - aber die Regel für die Kapitalertragssteuer und Freistellungsaufträge/Sparerpauschbetrag gelten eigentlich für alle gleich.

    Wie kommst du auf 400-450? Also warum genau dieser Anteil?

    Also vielleicht noch ergänzend dazu warum ich hierauf rum reite erstmal: man sollte immer seine gesamte Vermögenssituation betrachten. Zu der gehören übrigens auch Rentenansprüche beispielsweise. Und dann solltest du dir eben überlegen, wieviel du du an Liquidität kurzfristig und mittelfristig brauchst und wieviel Sicherheit du langfristig brauchst bei deinen Langfristanlagen. Dementsprechend wählst du dann deine Aufteilung. Hier gibts verschiedene Ansätze. Eventuell hast du das schon alles so gemacht und da ist dann diese Zahl raus gekommen. Dann ist alles gut. Nur als Hinweis, dass man sich über sowas Gedanken machen sollte.

    Und vielleicht noch der zusätzliche Hinweis, dass nicht alles für die „Altersvorsorge“ sein muss. Ich bin inzwischen davon überzeugt worden, unter anderem von den geschätzten Kollegen hier im Forum, dass der Begriff „Vermögensaufbau“ sinnvoller ist und die Ziele individuell sein können. Vielleicht willst du dir ja schon mit Ende 50 etwas gönnen. Oder früher in Rente gehen. Oder eine große Reise irgendwann machen. Oder, oder…

    Hallo und herzlich willkommen unter den „Aktiven“ :)

    Sehr gute Entscheidung, dass du dein Portfolio bzw. Deine Strategie etwas (deutlich?) vereinfachen möchtest!

    Aus diesem Bestand sollen nun 400 bis 450k als Altersvorsorge (Alter 46) emotionslos, möglichst breit gestreut, ohne Aufwand in der Zukunft (Stichwort kompiziertes Rebalancing) weltweit in Form von ETFs angelegt werden.

    Wie kommst du auf 400-450? Also warum genau dieser Anteil?

    Ist damit nur der Rendite-/Risikoteil gemeint, oder soll da auch ein Sicherheitsbaustein mit rein? Oder ist der Rest dein Sicherheitsbaustein?

    „Notgroschen“ vorhanden? Ob nun Teil des Sicherheitsbaustein oder nicht - da gibt es unterschiedliche Meinungen. In jedem Fall braucht man ja irgendeine Liquiditätsreserve. Wie groß die ist, ist individuell.

    Dabei sollen die Einzelaktien verkauft, die beiden ETFs ggf. nochmal verkauft, das Festgeld aufgelöst werden. Krypto will ich lassen.

    Einzelaktien verkaufen und Festgeld auflösen ist gut.

    Warum Krypto lassen? Ist eine klare Wette, die du dir aus meiner Sicht sparen könntest. Gerade wenn du damit schon ordentlich Gewinn gemacht hast. Das ist schließlich schon ein recht großer Teil innerhalb deines Portfolios.

    Die Kernfrage für mich aktuell: einfach alles in einen ETF (ACWI oder ACWI IMI oder FSTE AllWorld) oder aufgrund der Betragsgröße auch ein wenig anpassen? Man liest ja oft, ab 100k sollten/könnten es mehrere ETFs sein. Da kommen für mich eigentlich nur die beiden Themen EM und SmallCaps in Frage.

    Man liest es eher aus dem Grund, dass es für Anfänger wichtiger ist überhaupt anzufangen und sich nicht in eigentlich unnötigen Optimierungen zu verfangen.

    Notwendig ist mehr als ein einziger ETF (bezogen auf den Rendite-Risiko-Teil!) nie. Das ändert sich weder bei 100.000 noch bei 1.000.000 aus meiner Sicht. Natürlich kann sich bei einem größeren Portfolio eine solche Änderung auch mehr auswirken, sollte wirklich der eine oder andere Teilmarkt und der entsprechende ETF darauf besser laufen als der andere.

    Aber du schreibst doch selbst:

    emotionslos, möglichst breit gestreut, ohne Aufwand in der Zukunft (Stichwort kompiziertes Rebalancing) weltweit in Form von ETFs

    Es gibt keine emotionslosere, breiter gestreutere und unkompliziertere Möglichkeit als einen (!) All-World-ETF zu nehmen. Dieser rebalanced sich selbst und du wirst gar nicht verführt irgendwas zu optimieren.

    Industrieländer 75 %

    EM 15 % und

    SmallCaps 10 %

    Warum diese Aufteilung? Warum nicht eine andere? Was machst du wenn sich der Weltmarkt ändert und die dazugehörigen Marktgewichte?

    Wenn du das wirklich willst was du schreibst, dann würde ich an deiner Stelle alles, was nicht in den Sicherheitsbaustein/Notgroschen/Liquiditätspuffer muss in einen einzigen All-World-ETF stecken. FTSE AW, ACWI, ACWI IMI. Da du Small Caps gern mit drin hättest würde sich der ACWI IMI doch anbieten.

    Wenn du es gerne sehr aufgeräumt haben willst, dann kannst überlegen ob du alles verkaufst. Ich würde an deiner Stelle einfach den MSCI World ESG den du schon hast so liegen lassen wie er ist und einen ACWI IMI oder FTSE AW mit dem ganzen Rest „bestücken“ und in Zukunft besparen. Dann kannst du irgendwann beim Entsparen deinen MSCI World ESG auch noch weiter liegen lassen und somit die Steuern möglichst lange stunden. Eventuell zwischendurch NOCHMAL einen neuen All-World-ETF besparen. Siehe die 3x10 Strategie, wie Finanztip sie genannt hat.

    Allgemein würde ich dir sagen, wenn du es einfach haben willst, was ich für sehr sinnvoll halte, dann halte es auch wirklich einfach. Klar sollte man vielleicht keine Steuer auf 45.000 ohne Not zahlen - aber beim Rest sehe ich keinen Grund es nicht zu vereinfachen und in einen Rendite- und einen Sicherheitsbaustein einzuteilen und bei dieser Aufteilung zu bleiben.

    Gegen 70/30 oder ähnlich ist übrigens nichts einzuwenden wenn Jemand meint, dass das besser wäre langfristig - niemand weiß es halt. Aber keep it simple (stupid) ist das eben nicht mehr in Reinform.

    Aber es ist deine eigene Entscheidung. Viel Erfolg dabei!

    Um die höchste Liquidität zu haben (XETRA geöffnet und US-Börse/NYSE geöffnet) wird häufig 15:30 bis 17:30 werktags empfohlen. In der Praxis dürften aber die deutschen Öffnungszeiten reichen. Da ich nicht häufig handle, reicht mir das o.g. Zeitfenster. :)

    Der Zins Bei Giro und Tagesgeld ist ab 01.08 bei C24 gleich. Daher macht ein Tagesgeldkonto bei C24 eigentlich wenig Sinn.

    Außer dass es monatlich verzinst wird im Gegensatz zu den anderen Pockets, die Quartalsweise verzinst werden.

    Allerdings hatten wir diese Situation schon mal und dann hat C24 den Zins vom Tagesgeld anschließend wieder erhöht. Die grundsätzliche Regel ist Einlagenzins minus 1,5, weshalb die Senkung auch nicht überraschend kam.