Beiträge von muesli133

    Achim Weiss danke!!

    Die Kombiprodukte sind typischerweise wenig sinnvoll. Häufig reicht der BU-Schutz nicht. Wie hoch wäre denn Eure BU-Rente? (Ihr bräuchtet übrigens einen DU-, also Dienstunfähigkeits-Schutz).

    Da sollte ein Fachmann draufschauen.

    Auch hierzu habe ich einen neuen Thread aufgemacht, dachte es sei besser, das in die korrekten Foren zu untergliedern (Sorry für das Wirr-Warr!), hier: Kombinierte Dienst-/Berufsunfähigkeitsversicherung+Rente kündigen?

    Die Förderung ist bei Deiner Frau recht hoch, aber eben keine 1075 €, weil nämlich die Steuervorteile da nicht obendrauf kommen, sondern davon abgezogen werden. Aber das glaubt keiner der Riesterer. Schätze, es bleiben vielleicht 700 € Förderung pro Jahr übrig. Ok, kann man mitnehmen.

    Hast Du Dir mal die Rendite der Riesterverträge ausgerechnet? Die meisten sind in der Ansparphase mäßig, in der Auszahlphase sind praktisch alle unterirdisch.

    Steuervorteil entsteht ja nur durch Günstigerprüfung, wenn der Steuervorteil höher ist als die Zulagen. Da bei uns die Zulagen höher sind, gibt es gar keinen Steuervorteil.

    Rendite der Verträge zu Ende 2024:

    • Bei meiner Frau bisherige Beiträge 1.200€ (+ Zulagen von 5.858€) zu Gesamtwert von 6.563€, Rendite also bei über 67% p.a.
    • Bei mir bisherige Beiträge 15.383€ (+ Zulagen von 2.120€) zu Gesamtwert von 16.777,54€, Rendite also bei 0,7% p.a. -> Vertrag beitragsfrei gestellt, ich warte nochmal ab, was die angekündigte Riester-Reform bringt und kündige dann ggf.

    1600 € initial in den Schornstein geschrieben, laufend weiterer Verlust durch unterirdischen Guthabenzins.

    • Warum sind die 1.600€ aus dem vL-Sparen in den Schornstein geschrieben? Oder beziehst du dich auf den BSV? Da sind "nur" 1.000€ in den Schornstein, das war die Abschlussgebühr.

    Kann man die kündigen? Ich vermute ganz stark, das sind teure und wenig flexible Produkte. Wir besparen für unser Kind einen ETF (allerdings bisher auf unseren Namen, das ist Geschmackssache). Daraus kann man mit 18 auch monatlich Geld entnehmen. Oder erst später. Oder alles auf einmal. Und als Kosten fällt nur die TER des ETF an. Wer weiß, was ein Kind mit 18 Jahren macht? Flexibilität ist da am wichtigsten.

    Ist kündbar, ja. Für das dritte Kind besparen wir auch einen ETF. Für die ersten beiden haben wir diese Produkte. Das sind Produkte bei denen wir jährlich zwischen festem Zins (zwischen 1,2% und 2%) und Indexpartizipation wählen (ist auf 0,0% nach unten gedeckelt). Jährliche Kosten etwa 75€, Erträge bislang 35€... Bei Rückkauf verlieren wir je Vertrag etwa 400€.

    Hallo,

    im Studium wurde sowohl meiner Frau als auch mir jeweils ein Kombiprodukt Dienstunfähigkeit (meine Frau) bzw. Berufsunfähigkeit (ich) jeweils inkl. Rentenversicherung angedreht. Diese sind alles andere als lukrativ. Ich stelle sie kurz vor:

    Berufsunfähigkeit (Alte Leipziger)

    • Klassische Basisrente mit Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung
    • Beitrag 140€ monatlich, davon etwa 68€ für die RV
    • garantierte Rente: 130€ (bei Kapital von 46.400€, kann aber nicht statt Rente abgerufen werden)
    • Leistung bei BU: 1.760€ (+3% Rentensteigerung p.a.), müsste von mir eigentlich angepasst werden. Habe aktuell ein Netto-Einkommen von 4.000€
    • jährliche Kosten etwa 120€
    • ich werde dieses Jahr verbeamtet und muss noch prüfen, ob diese BU auch als DU weitergeführt werden könnte

    Dienstunfähigkeit (DBV)

    • Flexible Rentenversicherung mit Garantiezins
    • Beitrag 100€ monatlich, unklar wieviel davon für die RV draufgehen
    • Todesfallleistung 2.500€ einmalig
    • Leistung bei DU: 480€, müsste eigentlich angepasst werden. Meine Frau hat ein Netto-Einkommen von 2.700€.
    • garantierte Rente: 57€, unverbindliche Gesamtrente 90€ (garantierte Kapitalleistung von 16.435€, kann wahlweise abgerufen werden; unverbindliche Gesamtleistung 28.750€)

    Wie bewertet ihr die Verträge? Man rät ja von Kombiverträgen immer ab.

    Eine Kündigung ist kritisch, da ja dann auch die BU/DU gekündigt wird. Die Verträge laufen seit 13 Jahren. Ist es ggf. sinnvoll, sich per anonyme Voranfragen nochmal neue BU/DU-Verträge ohne RV anbieten zu lassen?

    Du bekommst mit 50.000 EUR Eigenkapital und 400 EUR Rate kein Haus finanziert.

    Meinte auch nicht 400€ Rate, sondern 400€ plus aktuelle Miete. Die Rechnung sollte als Beispielrechnung unabhängig vom Originalthread sein. Das Beispiel funktioniert auch mit einer aktuellen Miete von 2.500€.

    In meiner Rechnung „vergessen“, ist aber auch noch, dass man neben der Rendite in Form von „nicht mehr Miete bezahlen“ doch noch den Wert der Immobilie hat, die man jederzeit verkaufen kann.

    Danke an euch alle! Eure Gedanken - v.a. auch zum nicht finanziellen Aspekt - haben mir sehr weitergeholfen. Die Idee ist wirklich Quatsch bzw. anders gesagt: es macht Sinn, das erst in 15 Jahren zu entscheiden.

    Um sich generell die "lohnt sich Hauskauf"-Frage zu beantworten, habe ich folgende Rechnung aufgestellt. Passt das aus eurer Sicht?

    Option A: Kein Hauskauf (50.000€ aktuelles Kapital ohne Notgroschen, 400€ monatliche Sparsumme, 6% Rendite pro Jahr): nach 15 Jahren 240.000€ Kapital, nach 30 Jahren 700.000€ Kapital, Entnahmen aber kapitalertragssteuerpflichtig

    Option B: Hauskauf (angenommen nach 30 Jahren abbezahlt und bis dahin mit den aus Option A gesetzten Parametern finanziert, 50.000€ + 400€ (+ aktuelle Miete) monatlich): nach 30 Jahren monatliche steuerfreie Rendite i.H. der dann anzusetzenden Kaltmiete (ich rechen mit Inflation mit einer in 30 Jahren anstehenden Miete von 2.300€) = 27.600€ jährliche Rendite = etwa 25 Jahre, um auf die 700.000€ von Option A zu kommen.

    Faktisch lohnt sich das schon früher als 25 Jahre wg. Steuerpflicht.

    Ist das eine richtige Rechnung? (Passt natürlich nur dann, wenn wir nicht doppelt Miete zahlen und die Finanzierung tatsächlich mit den aus A genannten Parametern abgeschlossen bekommen)

    ... unbekannt (bzw. nicht bekanntgegeben. Vermutlich ist das Datum zu privat).

    1.500€ aktuelle Kaltmiete, kommt später im Text. Wollte es zuerst obenhin schreiben, sorry für die Irritation.

    Einfamilienhäuser sind ziemlich schlechte Geldanlagen. Sie bescheren dem Eigentümer ein heftiges Klumpenrisiko, binden Dich erheblich und haben eine geringe Rendite. Warum sollte man das sehenden Auges eingehen?

    Warum haben die eine so schlechte Rendite? Die Logik ist doch (von unserem konkreten Beispiel mit doppelter Miete/Kredittilgung), dass mit Abbezahlung des Eigenheims die Miete nicht in den Vermieter investiert wird, sondern quasi als Regelentnahme gilt. Das kann doch ziemlich lukrativ sein, oder?

    Es gibt jede Menge Rechner online mit denen du es dir ausrechnen kannst, welche Summe, wie lange getilgt werden muss.

    Mir geht es hier nicht um eine Baufinanzierungsrechnung, sondern eine Rechnung, ob sich der Kauf einer Immobilie als Altersvorsorge lohnt. Wenn ich mir das selbst ausrechne, bin ich mir unsicher, wie ich so Faktoren wie Inflation einfließen lassen muss.

    Ja, das könnten wir uns vorstellen.
    Mir fällt es einfach schwer, eine Gesamtrechnung zu machen, also die Frage: lohnt sich ein Hauskauf inkl. der im Alter verbundenen Einsparungen von Miete nachdem das abbezahlt ist, oder nicht? Wie kann ich hier rangehen?

    Wir sind eine 5-köpfige Familie und überlegen derzeit, ob wir für die Zeit, wenn die Kinder aus dem Haus sind ein Haus als Altersvorsorge kaufen sollen. Bis dahin soll es vermietet werden.

    Hierzu einige Rahmendaten von uns:

    - wir sind 35 bzw. 36 Jahre alt, beide verbeamtet im höheren Dienst, Nettoeinkommen summiert etwa 6.600€, aktuelle Kaltmiete

    - Das Haus sollte etwa 100 qm groß sein, wir rechnen also mit 160€ Instandhaltungsrücklage und 1100€ Nettomiete, d.h. effektiv 940€ Mieteinnahmen, die zusätzlich zu 350€, die wir aktuell in Altersvorsorge sparen bzw. die wir noch obendrauf schlagen könnten, also insgesamt 1.290€ zur Kredittilgung genutzt werden können.

    - Eigenkapital etwa 75.000€, Haus würde in dieser Region hier etwa 400T€ kosten. Gebe ich das mal in einen normalen Sparkassen-Immobilienrechner ein, komme ich auf eine notwendige Kreditrate von etwa 2.000€.

    Nun wird es aber ja so sein, dass wir ab in 15 Jahren, wenn die Kinder aus dem Haus sind, noch etwas mehr (ca. 500€) monatlich zahlen können, da unsere eigene Miete wegfällt (1.600€ kalt abzgl. 1.100€ dann wegfallende Miete). Kommt trotzdem noch nicht hin.

    Oder habe ich eine falsche Rechnung aufgestellt?

    Ich hole den Beitrag nochmal hervor. Ich habe den Vertrag (siehe Rahmendaten in #1) ruhend gestellt und frage mich nun, ob ich kündigen soll.

    - Rückkaufswert (Stand 31.12.24) abzgl. Zulagen und Steuervorteile: 13.888€

    - Durch Beitragserhaltungsgarantie werden zu Rentenbeginn 17.500€ angesetzt.

    Gegenrechnung - ist diese so richtig?

    - 13.888€ in ETF anlegen, auf 31 Jahre bei 6% geschätzter Rendite -> etwa 84.000€ Kapital, was ja deutlich höher ist als 17.500 ;)

    Steuerlich:

    - Riesterrente wird über ESt versteuert, d.h. Erhöhung des Einkommens durch Riesterrente erhöht den Steuersatz des gesamten Einkommens (Progression) -> effektiv schnell über 20% oder 30% der Riesterrentenentnahme wird versteuert

    - ETF-Entnahme wird über Kapitalertragssteuer versteuert, d.h. nach Abzug von 1.000€ Freibetrag, fallen 25% (plus Soli/Kirchensteuer) nur auf Kapitalerträge an, d.h. effektiv schnell unter 20% der ETF-Entnahme wird versteuert.

    Passt das so?

    Dann macht ja kündigen WESENTLICH mehr Sinn, oder?

    Hallo zusammen,

    wir haben in den vergangenen Jahren einiges an Produkten aufgebaut, teilweise wurde uns etwas aufgeschwätzt, teilweise waren wir zu naiv. Nun habe ich mich eingehend mit dem Thema Geldanlage auseinander gesetzt und würde mich gerne mit euch über unsere Geldanlagestrategie austauschen. Insgesamt ist mir alles etwas zu komplex, ich würde gerne aufräumen.

    Ich stelle mal maximal transparent unsere Situation dar:

    Persönlich

    • Ehepaar mit drei Kindern (<10 J.), Frau verbeamtet, Mann wird dieses Jahr verbeamtet. Addiertes Nettoeinkommen etwa 6.500€
    • Wohnen zur Miete (1800€ Warmmiete)

    Vorsorgeprodukte

    • Kombiprodukt Dienstunfähigkeit + Rente: 82€ pro Monat, aktueller Wert RV-Anteil 2.226€ RV-Anteil
    • Kombiprodukt Berufsunfähigkeit + Rente: 140€ pro Monat, aktueller Wert RV-Anteil 4.000€ (bei etwa 5.000€ Beiträgen für RV-Anteil!)
    • drei kinderbezogene Finanzprodukte (R+V-Invest), die mit 18 monatlich ausbezahlt werden, um Ausbildung zu finanzieren (jeweils 30€ pro Monat)
    • Riester Ehefrau (Fondssparen): 35€ pro Monat, hohe Förderungen (1.075€ pro Jahr), aktueller Wert etwa 7.500€
    • Beitragsfrei gestellter Riestervertrag Ehemann (Fondssparen): aktueller Wert 17.000€

    Sparprodukte

    • zwei VL-Fondssparen, die mit 10 bzw. 40€ pro Monat (inkl. vL) bespart werden, aktuelle Werte 1.600€ bzw. 1.100€
    • Bausparvertrag, den wir mal abgeschlossen hatten, aber nicht weiter bespannen, Bausparsumme 100.000€, aktuell angepsarter Wert etwa 4.700€, Guthabenzinssatz 0,1 %, fixierter Darlehenszinssatz 2%
    • Tagesgeld ca. 38T€ (also etwa 5-6 Nettokaltmieten)
    • ETF-Depot etwa 31T€, wird monatlich mit 200€ bespart, (60% All Countries World, 19% MSCI World, 18% MSCI World Mid-Cup Equal Weight, 4% MSCI World SRI Climate Net Zero Ambition)

    Was uns aktuell umtreibt

    1. Die Kompiprodukte DU/BU + Rente sind natürlich Quatsch im Nachgang. Diese zu kündigen, bedeutet aber auch, ggf. eine neue DU/BU abzuschließen, das wird ggf. teurer. Was meint ihr dazu?
    2. Ich frage mich, ob ich den Riester Ehemann weiter beitragsfrei lassen soll oder tatsächlich kündigen soll.
    3. Bausparvertrag: Soll der weiter behalten werden? Wir planen ggf. in den nächsten Jahren den Kauf eines Hauses für unser Alter, das ist aber noch unsicher.
    4. Sollen wir von unserem Tagesgeld noch etwas auf das ETF-Depot umschichten?

    Was meint ihr dazu?

    Das mit dem Steuervorteil habe ich gerade auch nochmal länger nachgerechnet bzw. recherchiert. Das scheint tatsächlich so zu sein, dass in den letzten Jahren nur einmal ein über den Zulagenanspruch hinausgehender Steuervorteil erreicht wurde (dann direkt etwa 600€), sonst aber immer 0,-. Das war mir ehrlich gesagt gar nicht so bewusst und unterstützt ja die Tatsache, dass ich den Vertrag nicht mehr weiterführen sollte.

    Bleibt nur die Frage: Kündigen oder ruhen lassen? Habe ich nun richtig verstanden:

    a) Kündigen: In meiner letzten Vertragsübersicht steht ein Rückkaufswert von ca. 11T€ drin. Ist das der Betrag, den ich dann noch bekommen würde? Davon werden dann noch die erhaltenen Zulagen und Steuervorteile (in meinem Fall etwa 2.500€) abgezogen, korrekt? Wir reden bei mir dann von etwa 8.500€, die ich nun anders anlegen könnte.

    b) Ruhen lassen: Ich zahle nichts mehr ein und die Beitragserhaltungsgarantie versichert, dass ich alles das, was ich an Beiträgen (und Zulagen?) bezahlt habe (etwa 18.000€) am Ende wieder rausbekomme. Es ist aber ziemlich sicher, dass es nur das sein wird, oder? Alles, was an Fondserträgen drauf käme, würde durch Kosten aufgefressen, richtig?

    Bevor ich das mache, würde ich mit dem Wissen nochmal mit dem Bankberater sprechen.