Beiträge von Saarlaender

    Mir schwirrt der Kopf ^^ Nix für mich, weder die Anleihe, noch die Aktie. Aber eine grundsätzliche Frage zu solchen Produkten: Käme es nicht aufs gleiche raus, einen Teil der Anlagesumme in eine fünfjährige Bundesanleihe und den Rest in die Rheinmetall-Aktie zu investieren? :/

    Aufgrund der derzeitigen makroökonomischen Lage (möglicher Zinsanstieg)und der enormen Rallye der letzten Monate mit t entsprechenden KGVs

    Dein größter Feind ist langfristig nicht dies, sondern die Inflation. Nur mit risikoarmen Anlagen wie Festgeld, sicheren Staatsanleihen, o.ä. kannst du diesen Feind nicht schlagen. Sofern du das Geld nicht kurz- bis mittelfristig für einen ganz bestimmten Zweck zwingend benötigst, musst du also höhere Risiken eingehen, sprich zu einem gewissen Teil in den Aktienmarkt investieren. Welche Höhe dabei angemessen ist, hängt im Wesentlichen von deiner Risikotragfähigkeit und der Anlagedauer ab. Gib dazu gerne mehr Infos, dann kannst du konkrete Vorschläge erwarten.

    Meinst du? Ich hätte jetzt gedacht, dass das eher eine Auswahl aus ein paar Fonds ist, die man nach verschiedenen Risikoprofilen anlegen kann, und dass das Umschichten eher einen Wechsel von 70/30 zu 50/50 bzw. 30/70 bedeutet.

    "Machen, was man will" ist doch eher die freie Variante, denke ich.

    Ja, absolut. Habe mich missverständlich ausgedrückt. Im Standardardprodukt sind diese Dinge alle vorgegeben. Aber wenn man das nicht nimmt, hat man die freie Wahl. So meinte ich das. Und man kann insbesondere zwischen den ETFs ohne steuerschädliches Event umschichten. Also könnte monstermania bspw. bis X Jahre vor Renteneintritt bzw. vor Entnahmephase nach eigenem Ermessen die Aktienquote reduzieren.

    Und ich gehe jetzt einfach mal davon aus daß man "disquotal" entnehmen kann. Also angenommen da liegen 80.000 EUR Aktien-ETF und 20.000 EUR Geldmarkt-ETF drin. Und die Aktienmärkte fallen um 30%, muss man nicht trotzdem Aktien im Crash verkaufen, sondern kann auch das frei bestimmen.

    Steht das mit dem Ablaufmanagement noch im Gesetz?
    Zitat "Die Nr. 5 bestimmt ein Ablaufmanagement, wonach der Risikobestandteil in Richtung Auszahlungsphase auf 50 beziehungsweise später 30 Prozent zu reduzieren ist. Standarddepot-Verträge sind sowohl mit Auszahlungsplänen als auch mit Leibrente kombinierbar."

    Das gilt nach meinem Verständnis nur für das sogenannte Standardprodukt, also die Default-Lösung die Anbieter per Gesetz anbieten müssen. Du kannst da machen was du willst bis Risikoklasse 5 und nach Belieben umschichten.

    Evtl. habe ich da einfach nur ein Brett vor dem Kopf.:/
    Ich sehe den Nachteil in der für mich begrenzen Anspardauer und dem fixen spätesten Entnahmestart.
    Ansparen kann ich maximal noch 12 Jahre (eher nur 8, da ich die Rente mit 63 und Abschlägen anstrebe).
    Spätestens ab 70 muss die Entnahme starten (in 15 Jahren).

    Wenn auf dem Weg dahin etwas schiefgeht (großer Crash) muss ich ab 70 aus dem AV-Depot entnehmen. Bei meinem eigenen Depot kann mich niemand dazu zwingen zu entnehmen. Ich kann einen großen Crash ggf. einfach ausssitzen.

    Irgendwas ist halt immer :S Aber um 540 EUR p.a. an Zulagen abzugreifen wäre es mir das wert. Ausserdem kannst du ja jederzeit innerhalb des Depots steuerunschädlich umschichten. Könntest also bspw. den Teil des AVDs vollständig risikofrei anlegen (bzw. sukzessive vor Rentenbeginn umschichten) und das sonstige Depot stattdessen etwas Aktienlastiger.

    Im Newsletter geht es darum, wenn man einen Riester hat und wie man damit verfahren sollte.
    Ich habe aber keinen Riester. ;)
    Mir geht es einzig um die Überlegung jetzt noch einige Jahre in das AV-Depot einzuzahlen und die Förderung mitzunehmen. Quasi als (kleine) Ergänzung zum eigenen ETF-Depot.
    Und da weiß ich nicht, ob es sich überhaupt lohnt. :/

    Ich sehe da eigentlich keine Nachteile, die aus der kurzen Anspardauer resultieren. Sofern der Vertrag sehr kostengünstig ist, ist der einzige kleine Haken, dass du die Auszahlung auf mind. 20 Jahre verteilt erhalten wirst. Aber das kannst du ja in dein gesamtes Altersvorsorgekonzept einbinden.

    Allerdings hast du noch satte 1,5 Jahre Zeit. Wenn es primär um das Abgreifen der Förderung geht, kannst du das auch noch im Dezember 2027 noch machen.

    Moin Horst,

    vielen Dank für den klaren und wertvollen Post.

    Welche Aktienquote empfiehlst du. Gibt es Kontextfaktoren, warum diese höher oder tiefer sein sollte?

    Ich gehe davon aus, die Quote bezieht sich auf den Gesamtvermögenswert in %?

    Es gab in 2023 bzw. 2025 die vielbeachtete "Cederburg-Studie" (Originaltitel: Beyond the Status Quo: A Critical Assessment of Lifecycle Investment Advice).

    Diese kam zu der zentralen Erkenntnis, dass eine lebenslange Aktienquote von annähernd 100% den Strategien mit hohem Anleihenanteil wie bspw. dem klassische 60/40-Portfolio langfristig überlegen ist. Daraus abgeleitet empfiehlt sich einem rationalen Investor also immer eine maximal hohe Aktienquote in Kombination mit einer überschaubaren Cash-Reserve in sicheren und hochliquiden Anleihen oder Tagesgeld.

    Die Aktienquote (auch Asset Allocation genannt) ist eine der, wenn nicht die zentrale Stellschrauben wie Horst Talski richtig angemerkt hat.
    Aber es macht offensichtlich einfach mehr Spaß ETF-Portfolios zu basteln ^^

    Hier übrigens ein sehr gutes und aktuelles Video zu der Thematik Anleihen - Sicherheit oder Renditefresser?

    Zur Anleihen- bzw. Aktienhöhe siehe ab Minute 20:24

    Da sind wieder einige auf der Jagd nach dem Titel „Bastl-Wastl“.

    Da könnten wir jede Woche einen vergeben und dann Monatspreise.

    Mit welcher Inbrunst da „gebastelt“ wird…

    Ich kanns ein wenig nachvollziehen. Wer ist schon gerne Durchschnitt? Wir sind alle darauf getrimmt, es besser zu machen als die anderen. In der Schule, im Job, im Sport, wo auch immer. Oder zumindest ein wenig anders als die anderen, also individuell. Kleidung bspw., würdest du gerne in einer Uniform wie alle anderen durchs Leben laufen? Wohl kaum.

    Aber der Kapitalmarkt liefert nunmal nur eine bestimmte Rendite, die aus der Wertschöpfung der Unternehmen resultiert, das Marktbeta. Dieses kannst du ernten. Alles darüber hinaus ist für alle Anleger zusammen ein Nullsummenspiel. Was der eine gewinnt muss der andere verlieren. Und nach Abzug der damit verbundenen Kosten ist es somit sogar ein Negativsummenspiel, welches man auf Dauer einfach nicht gewinnen kann. Es macht daher schlichtweg keinen Sinn, dieses Spiel mitzuspielen. Das gilt insbesondere für Stock Picking mit Einzelaktien und für Market Timing. Mit Abschwächung gilt es aber auch für ETF Portfolio-Gebastel. Es ist sozusagen die letzte Bastion des einigermaßen rationalen Investors. Aber letztlich ist auch das nur der Versuch, besser zu sein als der Durchschnitt.

    Sei daher demütig und gib dich einfach mit dem verdammten Durchschnitt zufrieden und konzentriere dich einzig und allein auf die Aktienquote im Portfolio. Und der einfachste und kostengünstige Weg, diesen Durchschnitt zu ernten, ist eine 1-ETF Lösung nach Marktkapitalisierung. John Bogle lässt schön Grüßen.

    Wenn ich nun Betreiber oder Herausgeber einer Börsenzeitschrift, eines Finanzblogs, eines YouTube Kanals oder eines Podcasts wäre, dann könnte ich mit dieser Botschaft genau eine Ausgabe füllen :S

    Es gilt Investitionskosten, monatliche Einsparungen, monatliche Ausgaben, Wertsteigerung einzelfallbedingt im Blick zu behalten. Zusätzlich vielleicht auch das gute Gefühl "Etwas für die Umwelt" getan zu haben, oder man hat Spaß am Optimieren des Energieeinsatzes. Oder, oder.... Eben das ganze Bild im Blick behalten.

    Völlig richtig. Meiner Erfahrung nach werden diese Faktoren jedoch häufig eben gerade nicht im Blick behalten. Sondern Investitionsentscheidungen dieser Art aus dem Bauch heraus getroffen, die sich aber einfach nicht rechnen. Und sich anschliessend darüber gefreut, dass man das E-Auto "kostenlos laden kann" da ja so toll die Sonne scheint. Kann man natürlich alles trotzdem machen. Ökologie und Spaß sind schließlich immer gut. Haben dann aber wenig mit dem Threadtitel "Wie hebt Ihr den Wert Eures Vermögens?" zu tun.

    Ich versuche mal, den Thread wieder in eine positive Richtung zu lenken:

    Ich spare aktuell in 3 ETFs (Weltweit, Schwellenländer und StartUps).

    Ich nehmen an das mit den "Startups" war einfach ein Tippfehler o.ä. In dem Screenshot oben sehe ich jedenfalls Small Caps.

    Eine solche Aufteilung kann man machen. ich sehe jedoch keinen Vorteil gegenüber einem 1-ETF Portfolio mit einem All-Markets/All-Caps ETF wie dem SPDR MSCI ACWI IMI.

    Ich sehe diesen neuen Einstieg als Chance jetzt etwas anzupassen.
    1. Sollte ich bei diesen drei ETFs bleiben? Ich habe nachgedacht einen Ausschütten ETF noch hinzuzufügen, allerdings denke ich, dass das erst bei größeren Summe Sinn macht.

    Ich halte es für ein häufig anzutreffendes Missverständnis, dass es einen Zusammenhang zwischen der Größe des Portfolios bzw. der Höhe der Sparraten und der Komplexität des Portfolios (also Anzahl und Auswahl der ETFs) gibt. Ich würde eher sogar weniger als mehr ETFs nehmen. Die Frage zu dem Ausschütter ist mir nicht klar, vielleicht erläuterst du die Intention nochmals?

    2. Wieviel sparen Sie? Und lohnt es sich tatsächlich 800€ anstatt z.b. 600€ zu sparen?

    Die Frage verstehe ich nicht so recht. Natürlich bringt eine höhere Sparrate einen höheren Endwert des Portfolios mit sich. Ob du dir diese Sparrate leisten kannst und sollst, kann ich nicht beurteilen.

    ThomasPfister Ich denke in jungen Jahren mit einem sehr langen Anlagehorizont ist ein gehebeltes Aktienportfolio durchaus denkbar. Aber Hebel auch dann nur sehr moderat. Wenn man bereits eine Aktienquote von 100% hat und will mehr, halte ich es jedenfalls für rationaler, das allgemeine Aktienmarktrisiko zu hebeln, als es über andere Risiken wie Wetten in Einzelaktien oder Themen- und Sektorwetten zu versuchen.

    Der Kanal "Notgroschen" hat solche Lombard-Strategien simuliert. Bspw. in Was passiert, wenn du Kredite in ETF investierst? Er hat aber auch viele neuere Analysen zu gehebelten ETFs. Vielleicht helfen dir diese.

    Ich selbst mache das jedoch nicht, wäre auch zu alt dazu. Die allermeisten hier - mich eingeschlossen - haben vermutlich nicht mal annähernd einen Hebel von 1,0, sondern irgendwas darunter. Sprich, sie haben nicht mal eine Aktienquote von 80, 90 oder gar 100%.

    Hinzu kommt, dass nach meinem Verständnis solche Lombard-Strategien bei moderaten Aktienmarkt-Bewertungen und gleichzeitig niedrigem Zinsniveau eher funktionieren. Beides ist m.E. derzeit aber nicht gegeben. Somit halte ich einen Kredithebel von 50% im Alter von 58 für hochriskant. Kann natürlich trotzdem gut gehen. Ich drücke dir die Daumen.

    PS: eine PV-Anlage hab ich übrigens auch keine. Meine Excel Tabelle hat mein Bauchgefühl und die geschönte Rechnung des Anbieters überstimmt. Es ist in meinem Fall leider billiger, einfach den Strom aus der Steckdose zu kaufen :rolleyes:

    Meine Gründe sind folgende:
    - Individuelle Gewichtung -> Dominanzen reduzieren
    - Beimischung von Rohstoffen, wie z.B. Gold => ist in den normalen Welt-ETFs nicht enthalten
    - Der steuerliche Vorteil: Das "FIFO-Prinzip" austricksen => ETF's die schlechter liefen im Alter zuerst entnehmen/verkaufen
    - Es geht um Risikominimierung, bei so hohen Sparraten möchten viele nicht in USA investiert sein

    Konkret habe ich mich an der ungefähren Verteilung von SamusAran gehalten.
    Eine Anzahl von 4 empfinde ich nicht als komplex, aber ist denke mal individuell.

    Da ist jetzt aber kein schlüssiges Argument dabei, was dies mit der Höhe der Sparraten oder der Größe des Portfolios zu tun hat. Und das Portfolio von SamusAran aus 10-11 ETF ist doch noch viel individueller, dann müsste er nach deiner Logik ja besser bei diesem bleiben ;)

    Bei Deiner hohen Sparrate sind mehrere ETF's vollkommen ok.

    Dein Portfolio-Vorschlag ist mit drei Aktien ETFs immerhin deutlich schlanker als die Idee des TE im Eingangspost. Das ist besser da einfacher als das Sammelsurium aus zehn ETFs, aber trotzdem sind es noch zwei mehr als ein einziger Welt ETF. Ich verstehe allerdings deine Argumentation nicht. Würde mich freuen wenn du erklären kannst warum ein solches Portfolio bei einer hohen Sparrate sinnvoller ist als bei einer niedrigen. Mir erschließt sich nicht, was sich mit der Höhe der Beträge (Sparplanraten bzw. Größe des Portfolios) an den Nachteilen eines komplexen Portfolios gegenüber einem einfachen ändert.

    Lotto spiele ich nicht. Aber ich war vor vielen Jahren mal im Spielcasino und hab nen 20er auf rot gesetzt und gewonnen. Da dachte ich mir, das ist meine Chance dieses perfide System bei dem immer nur die Bank gewinnt auszuhebeln: Ich hab den Gewinn eingestrichen und einfach nie wieder ein Casino betreten. Seitdem behaupte ich wahrheitsgemäß, ich habe im Spielcasino immer nur gewonnen ^^

    Aber wo ich gerade so drüber nachdenke, sollte ich vielleicht auch mal mit Lotto versuchen :/