Ändert nichts daran, dass dann Rebalancing notwendig ist.
Warum?
Ändert nichts daran, dass dann Rebalancing notwendig ist.
Warum?
Ist offensichtlich wahr
Bei Deiner hohen Sparrate sind mehrere ETF's vollkommen ok.
Dein Portfolio-Vorschlag ist mit drei Aktien ETFs immerhin deutlich schlanker als die Idee des TE im Eingangspost. Das ist besser da einfacher als das Sammelsurium aus zehn ETFs, aber trotzdem sind es noch zwei mehr als ein einziger Welt ETF. Ich verstehe allerdings deine Argumentation nicht. Würde mich freuen wenn du erklären kannst warum ein solches Portfolio bei einer hohen Sparrate sinnvoller ist als bei einer niedrigen. Mir erschließt sich nicht, was sich mit der Höhe der Beträge (Sparplanraten bzw. Größe des Portfolios) an den Nachteilen eines komplexen Portfolios gegenüber einem einfachen ändert.
Meine Gründe sind folgende:
- Individuelle Gewichtung -> Dominanzen reduzieren
- Beimischung von Rohstoffen, wie z.B. Gold => ist in den normalen Welt-ETFs nicht enthalten
- Der steuerliche Vorteil: Das "FIFO-Prinzip" austricksen => ETF's die schlechter liefen im Alter zuerst entnehmen/verkaufen
- Es geht um Risikominimierung, bei so hohen Sparraten möchten viele nicht in USA investiert sein
Konkret habe ich mich an der ungefähren Verteilung von SamusAran gehalten.
Eine Anzahl von 4 empfinde ich nicht als komplex, aber ist denke mal individuell.
Meine Gründe sind folgende:
- Individuelle Gewichtung -> Dominanzen reduzieren
- Beimischung von Rohstoffen, wie z.B. Gold => ist in den normalen Welt-ETFs nicht enthalten
- Der steuerliche Vorteil: Das "FIFO-Prinzip" austricksen => ETF's die schlechter liefen im Alter zuerst entnehmen/verkaufen
- Es geht um Risikominimierung, bei so hohen Sparraten möchten viele nicht in USA investiert seinKonkret habe ich mich an der ungefähren Verteilung von SamusAran gehalten.
Eine Anzahl von 4 empfinde ich nicht als komplex, aber ist denke mal individuell.
Da ist jetzt aber kein schlüssiges Argument dabei, was dies mit der Höhe der Sparraten oder der Größe des Portfolios zu tun hat. Und das Portfolio von SamusAran aus 10-11 ETF ist doch noch viel individueller, dann müsste er nach deiner Logik ja besser bei diesem bleiben ![]()
Dominanzen reduzieren
Du weißt heute wie die in 30 Jahren aussehen?
Das "FIFO-Prinzip" austricksen
Kannst du auch mit einem 2. Depot
möchten viele nicht in USA investiert sein
Das könnte sich langfristig als großer Fehler herausstellen
Da sind wieder einige auf der Jagd nach dem Titel „Bastl-Wastl“.
Da könnten wir jede Woche einen vergeben und dann Monatspreise.
Mit welcher Inbrunst da „gebastelt“ wird…
Ich gehe davon aus, dass es in 25 Jahren im Rückblick nicht so extrem entscheidend gewesen sein wird, ob der US-Anteil bei 58,9 oder 37 % war, sondern dass man regelmäßig überhaupt in den Welt-Aktienmarkt investiert hatte.
Da sind wieder einige auf der Jagd nach dem Titel „Bastl-Wastl“.
Da könnten wir jede Woche einen vergeben und dann Monatspreise.
Mit welcher Inbrunst da „gebastelt“ wird…
Ich kanns ein wenig nachvollziehen. Wer ist schon gerne Durchschnitt? Wir sind alle darauf getrimmt, es besser zu machen als die anderen. In der Schule, im Job, im Sport, wo auch immer. Oder zumindest ein wenig anders als die anderen, also individuell. Kleidung bspw., würdest du gerne in einer Uniform wie alle anderen durchs Leben laufen? Wohl kaum.
Aber der Kapitalmarkt liefert nunmal nur eine bestimmte Rendite, die aus der Wertschöpfung der Unternehmen resultiert, das Marktbeta. Dieses kannst du ernten. Alles darüber hinaus ist für alle Anleger zusammen ein Nullsummenspiel. Was der eine gewinnt muss der andere verlieren. Und nach Abzug der damit verbundenen Kosten ist es somit sogar ein Negativsummenspiel, welches man auf Dauer einfach nicht gewinnen kann. Es macht daher schlichtweg keinen Sinn, dieses Spiel mitzuspielen. Das gilt insbesondere für Stock Picking mit Einzelaktien und für Market Timing. Mit Abschwächung gilt es aber auch für ETF Portfolio-Gebastel. Es ist sozusagen die letzte Bastion des einigermaßen rationalen Investors. Aber letztlich ist auch das nur der Versuch, besser zu sein als der Durchschnitt.
Sei daher demütig und gib dich einfach mit dem verdammten Durchschnitt zufrieden und konzentriere dich einzig und allein auf die Aktienquote im Portfolio. Und der einfachste und kostengünstige Weg, diesen Durchschnitt zu ernten, ist eine 1-ETF Lösung nach Marktkapitalisierung. John Bogle lässt schön Grüßen.
Wenn ich nun Betreiber oder Herausgeber einer Börsenzeitschrift, eines Finanzblogs, eines YouTube Kanals oder eines Podcasts wäre, dann könnte ich mit dieser Botschaft genau eine Ausgabe füllen ![]()
Wenn ich nun Betreiber oder Herausgeber einer Börsenzeitschrift, eines Finanzblogs, eines YouTube Kanals oder eines Podcasts wäre, dann könnte ich mit dieser Botschaft genau eine Ausgabe füllen
So ist es. Und deshalb sieht man sieh im Zeitschriftenhandel herumstehen:
- „Aktien für die Ewigkeit“
- „Jetzt die Giganten kaufen“
- „Turbo mit KI-Zünden“
- „Endlich ein richtiges ETF-Portfolio“
usw.
Alles anzeigenSo ist es. Und deshalb sieht man sieh im Zeitschriftenhandel herumstehen:
- „Aktien für die Ewigkeit“
- „Jetzt die Giganten kaufen“
- „Turbo mit KI-Zünden“
- „Endlich ein richtiges ETF-Portfolio“
usw.
Du hast die Dividenden vergessen ![]()
„Jeden Monat Dividende - drei ETFs für ewigen Cash Flow“
"Ewiges Leben mit Kryonik-ETF"
Das wären doch mal Schlagzeilen um den Zeitschriftenverkauf anzukurbeln.
Diese Langeweile auszuhalten muss man lernen.
Das Gras wächst nicht schneller wenn daran gezogen wird.
Einfachheit, Zeit und hohe Aktienquote beim Vermögensaufbau sind die Stellschrauben.
hohe Aktienquote
Moin Horst,
vielen Dank für den klaren und wertvollen Post.
Welche Aktienquote empfiehlst du. Gibt es Kontextfaktoren, warum diese höher oder tiefer sein sollte?
Ich gehe davon aus, die Quote bezieht sich auf den Gesamtvermögenswert in %?
Moin Horst,
vielen Dank für den klaren und wertvollen Post.
Welche Aktienquote empfiehlst du. Gibt es Kontextfaktoren, warum diese höher oder tiefer sein sollte?
Ich gehe davon aus, die Quote bezieht sich auf den Gesamtvermögenswert in %?
Es gab in 2023 bzw. 2025 die vielbeachtete "Cederburg-Studie" (Originaltitel: Beyond the Status Quo: A Critical Assessment of Lifecycle Investment Advice).
Diese kam zu der zentralen Erkenntnis, dass eine lebenslange Aktienquote von annähernd 100% den Strategien mit hohem Anleihenanteil wie bspw. dem klassische 60/40-Portfolio langfristig überlegen ist. Daraus abgeleitet empfiehlt sich einem rationalen Investor also immer eine maximal hohe Aktienquote in Kombination mit einer überschaubaren Cash-Reserve in sicheren und hochliquiden Anleihen oder Tagesgeld.
Die Aktienquote (auch Asset Allocation genannt) ist eine der, wenn nicht die zentrale Stellschrauben wie Horst Talski richtig angemerkt hat.
Aber es macht offensichtlich einfach mehr Spaß ETF-Portfolios zu basteln ![]()
Hier übrigens ein sehr gutes und aktuelles Video zu der Thematik Anleihen - Sicherheit oder Renditefresser?
Zur Anleihen- bzw. Aktienhöhe siehe ab Minute 20:24
Bei Deiner hohen Sparrate sind mehrere ETF's vollkommen ok.
Frage für einen Freund.
Sollte man das nicht viel weniger vom Vermögenswert und weniger von der Sparrate abhängig machen?
So eine Sparrate kann sich im Leben mehrfach ändern. Und wenn Sie mal einige Jahre kleiner wird (z.B. Kinder, Hausbau, usw.) müssten dann ja bei geringerer Sparrate wieder ETF abgebaut werden? ![]()
Meine Gründe sind folgende:
- Individuelle Gewichtung -> Dominanzen reduzieren
- Beimischung von Rohstoffen, wie z.B. Gold => ist in den normalen Welt-ETFs nicht enthalten
- Der steuerliche Vorteil: Das "FIFO-Prinzip" austricksen => ETF's die schlechter liefen im Alter zuerst entnehmen/verkaufen
- Es geht um Risikominimierung, bei so hohen Sparraten möchten viele nicht in USA investiert sein
Sind die Gründe auch rein rational belegbar?
Kannst Du Studien über ein Anlegerleben von 50-60 Jahren liefern, die belegen, dass individuelle Gewichtungen der Länder/Branchenaufteilung im Aktienteil langfristig zu einer besseren Rendite oder weniger Risiko geführt haben?
Und beim Steuerthema empfehle ich einfach 100% Dirk Müller Premium Fonds. Da muss man dann garantiert gar keine Steuern zahlen, weil der Fonds nach allen Kosten keine Rendite gemacht hat. ![]()
Wenn ich Risiko von Aktien reduzieren will, muss ich eben in etwas anderes als Aktien investieren (z.B. Cash, Anleihen, Gold). Ich habe keine 100%ige Aktienquote in meinem liquiden Vermögen. Sollte ich jetzt zur weiteren Risikominimierung kein Geld mehr in US-Unternehmen investieren?
Oder wäre es nicht genau so sinnvoll einfach nur meine Aktienquote weiter zu senken, wenn ich das Risiko minimieren möchte?![]()
PS: Auch mit nur einem ETF/Fonds kann man inzwischen in unterschiedliche Assets investieren (z.B. ARERO oder die neues xtrackers Multi-Asset-ETF).
Vorteil: Ich spare mit die Rebalancing-Kosten.
Nachteil: Ich muss die Allokation so nehmen wie Sie ist.
Viele Vorredner haben sehr viel wichtiges bereits erwähnt. Neben den ETFs ist vielleicht ein Investment in deine Finanzbildung auch sehr renditestark. Für Einsteiger kann ich das Buch von Finanztip, Finanzfluss oder z.B. Gerd Kommer ("Souverän investieren für Einsteiger: Wie Sie mit ETFs ein Vermögen bilden") empfehlen. Einen Überblick über die gesamte Materie, sowie grundlegende Begriffe zu bekommen.
Die Vorredner haben schon viele gesagt und ich ergänze nur folgendes. Stelle dir die Fragen und überlege dir deine Antworten dazu:
- Warum möchte ich Regionen selbst zueinander gewichten?
- Welchen Vorteil sehe ich in der eigenen Gewichtung und aufgrund welcher Datenlage wähle ich die Gewichtung?
- Bei höheren Kosten (die ETFs sind teurer als ein einfacher Welt-ETF), muss ich mehr Rendite erwirtschaften, allerdings beinhalten deine ETFs das gleiche wie der kostengünstige Welt-ETF. Warum also den Aufwand?
- Wie gestalte ich das Rebalancing? Bei welchen Grenzwerten? Warum? Negativeinfluss des Rebalancing durch Steuerereignisse, schmälern den Zinses-Zins und somit auch deine Rendite. Das muss gegenüber dem Welt-ETF berücksichtigt werden.
- Was erhoffe ich mir mit den Sektorwetten, und warum erreichen genau diese Sektoren eine Outperformance gegenüber dem Markt? Was ist mein Investmentcase? Gewichtung der Sektorwetten im Depot? (Laut deiner Übersicht = 30% in Sektorwetten)
Weiterhin - wenn die Sektoren eine stärkere Performance als andere hinlegen, werden sie im marktkapitalisierten Welt-ETF automatisch höher gewichtet.- 4% Gold? Eher homöopathische Wirkung. Ich gehe davon aus, dass du das Gold als Zertifikat erwerben willst, also als strategisches Investment. Was erwartest du bei dieser Gewichtung vom Gold-Asset? Bei Physischem Gold sehe ich andere Gründe noch als valide, wodurch eine "geringere" Gewichtung im Gesamtvermögen auch sinnvoll ist.
Abschließend würde ich sagen, dass du im Bereich des Overengineering bist. Du setzt rein auf marktkapitalisierte ETFs, welche Regionen bzw. Sektoren abdeckt, d.h. aus meiner Sicht wirst du mit einem normalen Welt-ETF (z.B. inkl. Schwellenländer und ggfs. inkl. SmallCaps) nach Kosten, nach Steuern deutlich besser abschneiden. Dein größtes Problem sehe ich im Rebalancing und ständiger Gewichtung der Regionen zueinander.
Mögliche Welt-ETFs auf einen der folgenden Indizes sollte deine oben genannten Aufteilungen erfüllen:
- FTSE All World
- ACWI / ACWI IMI
- Prime All Country World
Zu diesen Indizes wirst du jeweils verschiedene ETFs von verschiedenen Anbietern finden. Dann kannst du immer noch moderat deine Sektor-ETFs dazu mischen, wenn du der Meinung bist. Ich würde allerdings deren Gesamt-% auf max. 20% vom Depot & max. 5% Einzelgewicht begrenzen, denn wie gesagt: i.d.R. sind diese bereits im Welt-Index enthalten.
Ich hoffe, dass es für alle passt, wenn ich hier nochmal gesammelt ein paar Infos zu meinem Beitrag gebe. Ohne auf alle Antworten per Zitat-Funktion einzugehen.
Nochmals Danke an alle, die sich die Zeit nehmen :)!
Um etwas auszuholen:
Ich habe vor kurzem geheiratet und davor wie ein Besessener Urlaub gemacht und sowas wie Bafög zurückgezahlt. Bis dato habe ich einen Notgroschen i.H.v. 10.000€ beiseite gelegt.
Der monatliche Betrag von 1.500€ ist der maximale Betrag den ich beiseite legen kann. Bis dato habe ich sporadisch in einen MSCI World etwas Geld reingepumpt, so dass ich hier bei ca. 4.000€ liege.
Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich mir die letzten Wochen bei Finanztip, Finanzfluss, Überfluss, weiteren Youtube-Kanälen, Freunden, sowie good old ChatGPT Informationen gesammelt. Die Kurzfassung aus all dieser Recherche war: „Kein 70/30 mehr und USA weniger gewichten und auch auf Schwellenländer / Europa gehen“.
Gold hatte ich drin, um einfach eine gute stabile Ressource im Portfolio zu haben.
Japan habe ich drin, weil ich auf Japan hängen geblieben bin und ein gutes Gefühl hatte hier zu investieren. Rein emotional und weniger rational. Bitte keine Steine werfen
Darüber hinaus hat der schwache Yen mich gereizt hier Geld zu lassen.
Dann wollte ich in puncto Cybersecurity, AI und Health System etwas mehr Gewicht reinlegen mit der Annahme, dass es in Zukunft Themen sind die per se wichtiger werden müssen und auch Zuwachs erfahren sollten. Eventuell lasse ich mich hier auch zu sehr gas-lighten durch die ganzen „KI hier, KI da, KI wird alles übernehmen“-Nachrichten/Videos.
Die Gewichtung habe ich mir per ChatGPT erstellen lassen. Da habe ich als Neuling leider noch nicht das richtige Gefühl für eine sinnvolle Ergänzung. Dinge wie Rebalancing habe ich zum Beispiel noch nicht bedacht. Danke dafür schonmal ![]()
Ich habe aktuell noch nichts investiert und starte gerade mit regelmäßigen Investments. Ich will hier langfristig Geld reinlegen, um nach hinten raus abgesichert zu sein. Mein Beitrag hier im Forum dient dazu nicht Quatsch zu machen. Euer Feedback hilft mir da sehr.
Ich habe vor kurzem geheiratet und davor wie ein Besessener Urlaub gemacht
You made my day ![]()
Ich habe aktuell noch nichts investiert und starte gerade mit regelmäßigen Investments.
Dann mach das doch erstmal ein paar Jahre lang mit einem der o.g. weltweiten ETF! Und dann, wenn Dein Depot so langsam in den 6-stelleigen Bereich geht, überlegst Du nochmal, ob eine Beimischung/Andersgewichtung von irgendwelchen Regionen/Branchen wirklich notwendig ist.
Ich wette mir Dir, dass Du die Sache in 5 Jahren schon ganz anders siehst als heute. Aber ziehe es erstmal 5 Jahre überhaupt durch mit dem Sparplan.
PS: Die Zukunftsbranche wir automatisch ein höheres Gewicht in einem weltweiten ETF bekommen. Aktuell soll das wohl so etwas mit dem Namen KI sein. Und irgendwie kommen da wohl alle relevanten KI-Firmen aus den USA.![]()
Da sollte man also lieber nicht mehr investieren, weil es eine Blase ist. ![]()
Nur, bis wann ist es denn eine Zukunftstechnologie und ab wann ist es eine Blase?![]()
Die Gewichtung habe ich mir per ChatGPT erstellen lassen.
Noch ein Tipp: gib mal deine Portfolio-Idee in einen neuen Chat in die KI ein, mit der Frage „was würde John Bogle zu diesem Portfolio sagen?“
Ich hab‘s getestet ![]()
So legst Du Dein Geld einfach sicher an
So handelst Du einfach und günstig mit Aktien und ETFs
Wie viel Rendite macht Dein Aktien-ETF?
Wie sicher sind Indexfonds?
Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert
Was Finanztip ausmacht