Beiträge von Mittvierziger

    Ich hab nochmal nach ihm recherchiert und hab tatsächlich vielversprechende Anhaltspunkte gefunden. Mal sehen, wie das weiter geht.

    Privatinsolvenzvervahrens

    Zumindest im Insolvenzregister hab ich nichts gefunden.

    Mein persönliches Fazit: Vermietung von Immobilien ist kein einfaches Geschäft und ich werde für die Zukunft die Finger davon lassen

    Hab ich auch lange gesagt. Und ich wäre heute deutlich vorsichtiger. Und einige Dinge würde ich sicher anders machen (die Mieter genauer prüfen). Eine ganze DHH würde ich heute auch nicht mehr als Mietobjekt nehmen, eher kleine Wohnungen (zumal die hier in der Stadt händeringend gesucht werden).

    Aber aktuell steht das sowieso nicht zur Debatte.

    Mir ist beim Aufräumen ein altes Versäumnisurteil (zu meinen Gunsten) in die Finger gefallen.

    Kurz zu dem damaligen Sachverhalt:

    Meine damalige Frau und ich hatten 2014/2015 eine Doppelhaushälfte vermietet. Der Mieter hat nie bezahlt und war nicht mehr aufzufinden. Nach einem anstrengenden Jahr konnten wir ein Versäumnisurteil und die Zwangsräumung erwirken. Da alles öffentlich zugestellt wurde, hat sich das damals sehr lange hingezogen.

    Der Mieter wurde verurteilt, in Summe etwas mehr als 5000 EUR + 6% über dem Basiszinssatz zu zahlen. Davon haben wir nie einen Cent gesehen. Zusätzlich sind Kosten (Gericht, Anwalt, Zwangsräumung) aufgelaufen in Höhe von ca. 10.000 EUR. Auch diese Kosten müsste er tragen. Damals hat die Rechtschutzversicherung diese Kosten übernommen.

    Da damals der Mieter schon nicht aufzufinden war, wurde nicht mehr versucht, irgendwas zwangszuvollstrecken. Zumal mir damals durch Briefe, die er in der Wohnung hatte liegen lassen, bekannt war, dass er auch Schulden bei Vodafone, Energieversorger, usw. hatte. Außerdem lief wohl schon irgendwo eine Gehaltspfändung. Daher hatten wir damals keine Ambitionen, dem schlechten Geld noch gutes Geld hinterher zu werfen und waren einfach nur froh, dass die Wohnung leer war.

    Zwei Randbemerkung noch: er hatte sich auch nie an der Adresse beim Einwohnermeldeamt angemeldet (glaube ich) und er ist niederländischer Staatsbürger.

    Zeitsprung in die Gegenwart:

    Mir ist das Versäumnisurteil wieder in die Finger gefallen beim Aufräumen. Jetzt überlege ich, ob es nochmal einen Versuch wert ist, an das Geld zu kommen. Es sind fast 10 Jahre vergangen, vielleicht hat sich seine finanzielle Situation verbessert.

    Allerdings bin ich nicht mehr mit der Frau verheiratet, mit der ich damals zusammen das Urteil erstritten hatte (die DHH gehörte uns 50/50). Das heißt aber wohl trotzdem, wenn ich Geld daraus erzielen könnte, würde ich wohl die Hälfte an meine Ex abgeben müssen (wobei ich damit jetzt auch kein Problem hätte).

    Nun frage ich mich, lohnt es sich überhaupt, da (mentale und finanzielle) Kraft rein zu stecken?

    • Ich weiß immer noch nicht, wo er wohnt
    • Ich hab keine Ahnung, wie ich seinen Wohnort ermitteln sollte
    • Ich weiß nicht, was mich der Versuch einer Zwangsvollstreckung kosten würde
    • Ich weiß nicht, wie seine finanzielle Situation ist
    • Ich weiß nicht, inwiefern die damals Rechtsschutzversicherung vielleicht als erstes ihre Kosten zurück haben will

    Gibt es sowas wie eine Gläubigerberatung, wo man seinen Fall mal mit einem Fachmann neutral (und kostengünstig) diskutieren kann, der mir ohne eigenes finanzielles Interesse sagen kann (bzw. eine Einschätzung geben kann), ob es Aussicht auf Erfolg geben könnte?

    Oder steck ich das Urteil lieber wieder zurück in seinen Ordner und lass es weiter einstauben?

    Tipps und Hinweise?

    Update hierzu. Bei der Sparkasse Bodensee (und damit vermutlich bei allen Sparkassen?) werden Immobilienkredite aktuell nicht an die Schufa weitergegeben

    Mein Immobilienkredit bei einer Sparkasse vom anderen Ende der Republik ist auch nicht im Schufa-Score enthalten. Man kann es ja nachmelden (man soll den Kreditvertrag hochladen).

    Jetzt frage ich mich, hätte das irgendwelche Vorteile, wenn ich es nachmelde? Mein Score ist hervorragend (781 Punkte) und ich habe nicht vor, in nächster Zeit irgendwas auf Pump zu kaufen. Aber wer weiß, welche Katastrophen das Leben für mich bereit hält und es passiert etwas, was mein Notgroschen (widererwarten) nicht auffangen kann, bei dem mich ein schneller problemloser Kredit retten würde?

    Auf der anderen Seite frage ich mich: hätte es irgendwelche Nachteile, wenn ich es nachmelde?

    Ich bin grade hin und her gerissen.

    Trackt ihr euer Vermögen in einer Excel Tabelle oder verwendet ihr Programme wie Portfolio Performance.

    Ich nutze Google Sheets, weil ich dann auch mal vom Handy aus rein schauen kann (wenn auch etwas fummelig). Darin sind Wertanlagen, meine Sinking-Funds (bin ich großer Fan davon) und meine regelmäßigen Ausgaben für mich übersichtlich dargestellt. Ich möchte nicht mehr ohne.

    und nicht mein gesamtes Vermögen (bspw. inkl. Auto)

    Ein Auto ist kein Vermögenswert, sondern ein Konsumgut, genauso wie das Toastbrot aus dem Supermarkt. Der einzige Unterschied ist der Preis. (sofern das Auto kein seltener Oldtimer ist, der gut konserviert und bei gleichbleibender Luftfeuchte in einer trockenen Garage eingelagert ist).

    Als so Richtung Ostern/Pfingsten wird es werden

    Und noch ein Projektupdate. In den letzten 2 Tagen ist die Splitklima mit 3 Innengeräten installiert worden. War jetzt doch schon deutlich früher, als ich ursprünglich dachte. Das Gerät läuft nun, ich muss damit noch etwas Erfahrungen sammeln. Meine Zählerstände habe ich mir gestern aufgeschrieben, so dass ich im März 2027 sagen kann, wie sich mein Stromverbrauch für ein Jahr verändert hat. Ich bin gespannt. Termin im Kalender für März 2027 ist eingetragen.

    Darf dieser mir dann für den Stromzähler oder für die Abrechnung irgendetwas in Rechnung stellen?

    Es geht ja nicht nur um den Zähler, auch um den Verwaltungsaufwand für die Vergütung. Daher vermute(!) ich, dass da bestimmt zusätzliche Kosten anfallen. Und da du nur 8ct /kwh bekommst, wird das kaum wirtschaftlich sein. Da kannst Du eher über einen Speicher nachdenken, um deinen Eigenverbrauch zu erhöhen und die Einspeisung zu verringern.

    Und mal bei den Hausgeräten schauen, was die an Möglichkeiten haben. Meine Spülmaschine z.B. hat die Funktion, dass man die Startzeit vorgeben kann. Zwischen 11 und 15 kommt aktuell der meiste Strom vom Dach, also stell ich die Maschine morgens so ein, dass sie z.B. um 12 Uhr startet. Und um 11 Uhr lass ich die Waschmaschine starten (die läuft nur ne Stunde).

    Nicht gut finde ich, dass kein Immokredit weniger Punkte bedeutet. Punkte erhält man, wenn ein Kredit regelmäßig bedient wird.

    Klingt ja stark nach dem FICO-Score, wie es in den USA üblich ist. Da redet man den Leuten ein, sie müssten Kreditkarten und andere Kredite haben und benutzen, um einen positiven Score zu erarbeiten (indem man die Kredite regelmäßig bedient). Ohne guten FICO-Score, kein Immokredit. Also nehmen die Leute Kredite (in Form von Kreditkarten) auf, um einen Kredit (Immokredit) aufnehmen zu können. Und das verkauft man den Leuten dann auch noch als positive Einrichtung. In meinen Augen ist das nur ein weitere Werkzeug zur Konsumentenverarsche und ein Mittel, möglichst viele dazu zu bringen, ihr Leben auf Pump zu führen.

    70-30 Aufteilung auf zwei ETFs, die viele Leute wählen.

    Ich denke, das ist nur eine gefühlte Wahrheit. Wer irgendwelche Videos oder Blogartikel (oder auch Forenartikel) schreibt, muss ja "Futter" haben, über das man berichtet. Da kann man mit mehrere ETF vortrefflich über Aufteilungen, Schwellenländer, Small Cap, Ex-USA, Dividend Leaders und was noch alles schwafeln.

    Die Leute, die einen ETF besparen und einfach laufen lassen, sind in der Internetwelt einfach nicht so sichtbar, weil es langweilig ist. Somit denkt man vielleicht, dass mehr Leute ein 70/30 (oder irgendeine andere schlaue Strategie) fahren. Dürfte aber in dem Maße nicht der Wahrheit entsprechen.

    Ich besprare einen ETF. Sonst nichts.

    Wenn der TE es mag, kann er sich das Geld sparen und darf hoffen, dass er nie in Haftung genommen wird.

    Ich finde, dass die PHV zum Schutz der Geschädigten eine Pflichtversicherung sein sollte, so wie es bei der KFZ Haftpflich und (teilweise) Tierhalterhaftpflicht ist. Denn die stehen im Zweifel ziemlich dumm da, wenn der Schädiger nicht zahlen kann und keine PHV hat. Da kann das Leben des Geschädigten unverschuldet ruiniert sein. Und dass das durchaus passieren kann, sieht man am TE.

    Die Warnung bekomme ich sogar, wenn ich mit der Funktion "an eigenes Konto überweisen" in der ING App nutze, um Geld vom Giro aufs Tagesgeld zu schieben. Die App ersetzt beim Empfängernamen immer automatisch das Ö in meinem Nachnamen durch OE und merkt dann an, dass der Name abweicht (weil der Kontoinhaber, also ich, nunmal mit Ö und nicht OE geschrieben wird). 🙄

    Erstes Zwischenfazit:

    Wenn ich als ökologisch korrekte:r Fußgänger:in unterwegs bin (und manchmal den ÖPNV) nutze, bleiben mir viele größere Schäden, die durch eine PHV abgedeckt werden, erspart.

    Die PHV deckt doch die schwarzen Schwäne des Alltags ab. Genau die Fälle, an die man niemals im Leben denkt, dass einem ein sooo dämliches und gleichzeitig teures Missgeschick jemals passiert. Im besten Fall passiert dir niemals so ein Missgeschick. Falls es aber doch passiert, bist du nicht ruiniert.

    Die PHV ist eine der wenigen Versicherungen, die ich wirklich gerne bezahle. Sie ist günstig und deckt riesige Schäden ab. Und wenn ich auf meinem Sterbett Fazit ziehe und feststelle, dass ich die PHV mein ganzes Leben umsonst bezahlt habe, weil nie in Anspruch genommen, werde ich trotzdem zufrieden sein.

    Bei deinem Waschmaschinenbeispiel hab ich das Gefühl, dass ihr die PHV mit einer Hausratversicherung verwechselt (und auch da sollte man gründlich die Bedingungen studieren). Oder du müsstest mal die ganze Geschichte erzählen, was genau passiert ist.

    Die theoretisch richtige Antwort wäre vermutlich, zuerst mit Hochdruck den Notgroschen auffüllen, erst dann investieren.

    Ich sage, lege den Fokus zwar erst auf den Notgroschen, aber fange trotzdem mit einem kleineren Betrag an zu investieren. Du scheinst Lust drauf zu haben, nutze das aus. Außerdem gewöhnt man sich mit kleineren Beträgen schmerzfreier daran, die Schwankungen im Aktienmarkt auszuhalten.

    Im Moment dreht sich alles wieder um einsame Entscheidungen von Trump zu den Zöllen.

    Interessant finde ich, dass sich die Börse (ich gucke auf den MSCI World, Stand 9:20) nicht wirklich für die neuen Zoll-Eskapaden von Trump zu interessieren scheinen. Vielleicht haben sich die Märkte einfach an Trump gewöhnt und nehmen seine sprunghaften Entscheidungen gar nicht mehr ernst?

    Bitte erzähl dann, was beim Umbau herausgekommen ist!

    Der Wunsch war da, dass ich weiter vom Projekt erzähle. Nun ist Achim hier nicht mehr aktiv, aber vielleicht interessiert es jemand anderen.

    Eine große Hürde hat das Projekt genommen. Ich habe die Zustimmung der WEG bekommen. Gleichzeitig hat man mir erlaubt, ein Balkonkraftwerk auf das Flachdach des Gebäudes zu stellen. Ich wohne ganz oben, das Dach hat niemals Schatten, da drängt sich das geradezu auf.

    Es geht also weiter. :thumbup: