Beiträge von Mittvierziger

    erkaufst Du die Wohnung [...], ist die Aufteilung ganz einfach.

    Auch wenn das emotional vielleicht schwierig ist. Nach 10 Jahren ist ein "guter" Zeitpunkt zum verkaufen. Dann laufen die Kredite entweder aus und ihr könnt die "einfach so" zurückzahlen. Oder ihr könnt den Kredit nach §489 BGB kündigen.

    Wenn ihr zu einem anderen Zeitpunkt verkaufen wolltet und da liefen noch Kredite, wären ggf. empfindliche Vorfälligkeitsentschädigungen fällig.

    Ich lege dem OP ans Herz, den Verkauf der Wohnung zumindest in Erwägung zu ziehen.

    Die Welteruntergangspropheten und Prepper werden sicher sagen, behalten. Als Zahlungsmittel für den Katastropfenfall (leg einen Seitenschneider dazu, damit zu eine Ecke abknippsen kannst und damit den Sack Kartoffeln bezahlen kannst).

    Ich persönlich würde ihn mir hinter einen Bilderrahmen kleben und es einfach cool finden, einen Goldbarren zu besitzen. Würde ich allerdings auch nicht als Investment ansehen. Vielleicht hat er ja sogar einen sentimentalen Wert durch die Person, die ihn dir geschenkt hat. Das wäre sowieso nicht mit Geld aufzuwiegen.

    Die genauen Zahlen sind ja eigentlich gar nicht so wichtig. Du willst/brauchst einen Kredit, um eine Wohnung (bzw. die Hälfte davon) zu kaufen. Die Banken lehnen das ab. Frage: was kann man tun?

    Meine Laienhaften Ideen:

    • Sparsames Leben der Bank gegenüber belegen mit konkreten Zahlen (ich hab damals Kontoauszüge von 3 Monaten meines Girokontos vorgelegt. Außerdem eine Excelliste, auf der alle meine Verträge, Versicherungen, etc. auf den Cent genau und auf den Monat herunter gebrochen aufgelistet waren. Diese Liste führe ich heute noch weiter. Ich liebe sie.)
    • Kannst Du irgendwo her noch Eigenkapital zusammenkratzen, was die Banken umstimmen könnte?
    • Beim Arbeitgeber nach einem Arbeitgeberkredit fragen? Beim Beamten vermutlich unwahrscheinlich.
    • Die Wohnung verkaufen und vom Erlös eine kleinere/günstigere andere Wohnung kaufen, für die Du weniger Kredit bräuchtest.
    • Weitere Sicherheiten ins Spiel bringen? Vielleicht gibt es noch eine bezahlte Immobilie im Verwandtenkreis, die als Sicherung dienen kann? Ich persönlich würde meine Immobilie niemals für sowas zur Verfügung stellen, aber wer weiß, vielleicht ist das bei dir ja anders und du hast jemanden, der das macht.
    • Jemand anderes (vielleicht aus dem Verwandtenkreis) kauft die Hälfte und Du zahlst ihm Miete. Hab grade im Freundeskreis einen ähnlichen Fall gesehen. Der Sohn hat das Wohnhaus vom insolventen Vater gekauft (bzw. vom Insolvenzverwalter) und hat mit dem Vater eine Miete vereinbart. Naja, es kam zu Streit, Vater und Sohn waren vor Gericht. Großer Ärger. Würde ich niemals machen, solche Spielchen.

    Insbesondere meine beiden letzten Ideen sind sehr gefährlich und davon würde ich dringend abraten.

    Ich möchte meinem Finanzberater vorrechnen, dass seine Empfehlung (Fondsgebundene Altersvorsorge) falsch war auch inkl. der ganzen Steuerthematik und Co.

    Spar dir die Energie. Dem kannst Du vorrechnen, was Du willst. Er wird dir immer Argumente bringen, warum seine Beratung und sein Produkt sinnvoll ist.

    Was nicht passieren wird, ist, dass er sagt: "jou, da haste Rechte, ich hab Dir Scheiß verkauft. Sorry, kommt nicht mehr vor.".

    Ist eine Übernahme der ETW wirklich so aussichtslos?

    Ich hab damals meiner Frau ihren Anteil vom EFH abgekauft. Ich habe die bestehenden Kredite übernommen, die Sparkasse hat mir den Rest finanziert. Ich denke, da kommt es aber auf den individuellen Fall an. Ob die Banken dir einen Kredit in der gewünschter Höhe anbieten, hängt ja von vielen Faktoren ab. Bei mir war z.B. das Zinsniveau noch deutlich niedriger, ist ja schon ein paar Jahre her.

    Ist dein Einkommen mit 4.000 EUR netto oder brutto?

    Der Verkauf ihrer Hälfte an mich ist Teil der Scheidungsfolgenvereinbarung, die wir geschlossen haben (würde ich übrigens jedem trennungswilligen Paar empfehlen, sofern man noch einigermaßen gesittet miteinander sprechen kann).

    Vielleicht stellst Du mal Deine Lebenshaltungskosten auf den Prüfstand. Ich hab durch die Scheidung erst gelernt, sparsam zu leben (aus der Not heraus, es war eine Phase im Leben, wo es für mich wirklich knapp war). In der Rückschau war das das Beste, was mir passieren konnte.

    Deinen Auszahlungsbetrag kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Ihr "gehören" ja auch die Hälfte der Schulden.

    400.000 Wert
    - 110.000 Darlehen 1
    - 35.000 KfW
    ------------------------
    255.000 Wert inkl. Belastungen
    /2
    = 127.500 EUR würde ich Deiner Frau als Auszahlungsbetrag anbieten (sofern euch alles 50:50 gehört, selbstverständlich)

    Bei der ING zahlst du für eine Order:

    4,90 Eur (immer)

    + 0,25% vom Kurswert.

    Rechenbeispiel: Du willst 10.000 EUR anlegen:

    4,90 Eur + (10.000 Eur * 0,25%) = 29,90 Eur Gebühren.

    Sollte bei dieser Rechnung ein Wert > 69,90 Eur raus kommen, zahlst du nur 69,90 Eur.

    Diese Rechnung gilt für den Direkthandel. Solltest du einen anderen Handelsplatz wählen, kommen noch zusätzliche Gebühren dazu. Ich empfehle dir, einfach Direkthandel zu wählen, am besten Mitten am Tag. Nicht früh morgens oder spät abends.

    Wenn du das auf 2 ETFs aufteilt, musst du diese Rechnung 2x machen (sind ja dann 2 Order).

    Wenn du 1x Ordergebühr sparen willst, kannst du auch alles auf einen ETF einzahlen. Dann pausierst du den einen Sparplan und erhöhst den anderen Sparplan, bis deine gewünschte 80/20% Verteilung wieder her gestellt ist. Damit sparst du dann einmal 4,90Eur.

    Kurze Zwischenfrage, ich will eure muntere Diskussion nicht stören.

    Wann kommt denn jetzt der Crash defintiv? Ich stehe seit 2018 mit meinen Geldbündeln vor der Sparkasse warte auf den perfekten Einstieg. Langsam wird mir aber kalt und meine mitgebrachte Stulle hab ich auch schon 2022 gegessen.

    Inwieweit ist es bei einem Dauerauftrag wichtig, daß er als Echtzeitüberweisung ausgeführt wird?

    Vermutlich eher unwichtig.

    Ich als Softwareentwickler finde es aber bemerkenswert, dass man in der App neue Daueraufträge als Echtzeitüberweisung anlegen kann. Bestehende Daueraufträge aber nicht nachträglich so editieren kann, dass sie als Echtzeitüberweisung ausgeführt werden. Sieht für mich so aus, als hätte der Entwicklerkollege seinen Job nur zur Hälfte gemacht (oder er hatte nicht genug Zeit, um das Editieren der Aufträge bis zum geplanten Release fertig zu stellen).

    Bin gespannt, ob die Funktion nachgereicht wird.

    Für die DKB-Kunden:

    Wer möchte, dass seine alten Daueraufträge ebenfalls in "Echtzeit" ausgeführt werden, muss diese löschen und komplett neu anlegen. Eine Anpassung im Bearbeitungsmodus ist nicht vorgesehen.

    Scheint bei ING auch so zu sein. Beim Bearbeiten finde ich keine Option "Echtzeitüberweisung" einzuschalten. Bei der Neuanlage habe ich einen entsprechenden Schalter.

    Würde die Rate für ein selbstgenutztes Eigenheim zur Investition in die Rente zählen?

    Da kann man vortrefflich drüber streiten. Die einen sagen so, die anderen sagen so.

    Oder macht es zum Beispiel mehr Sinn statt für ein neue Auto in ca 5 bis 7 Jahren in ein ETF zu investieren und das Auto dann per Kredit oder zum Teil aus dem Notgroschen zu zahlen?

    5 bis 7 Jahre ist für ein Invest in ETFs zu kurz gedacht. In ETFs sollte Geld gehen, auf das Du mindestens 15 Jahre verzichten kannst. Also eher für die Rente und ähnliche sehr langfristige Sparziele.

    Der Notgroschen sollte das sein, was der Name sagt. Ein Groschen für den (nicht planbaren) Notfall. Der Notgroschen sollte nicht verplant sein, denn dann ist es kein Notgroschen mehr.

    Für das Auto würde ich auf ein Tagesgeldkonto oder ein ähnliches Finanzprodukt sparen, wenn hier der zeitliche Horizont 5 bis 7 Jahre ist.

    Ich stimme LebenimSueden absolut zu.

    Bei den gemeinsamen Anschaffungen würde ich auch ein gemeinsames Konto machen und auch noch etwas weiter gehen. Ich würde klar machen, dass die Anschaffung erst gemacht werden kann, wenn der Anteil von jedem auf diesem Konto vorhanden ist. Ich würde dem Partner nicht regelmäßig Kredit geben (was Du ja machst).

    Vielleicht wäre es an der Zeit, dass ihr euch mal zusammen setzt und du versuchst ihm zu erklären, dass Dir das Thema wirklich wichtig ist und ihr gemeinsam einen Weg finden müsst, mit dem ihr beide gut leben könnt, bevor die Beziehung darunter zu sehr leidet. Das hat jetzt nichts direkt mit Finanzen zu tun, aber dabei darf man sich auch gerne neutrale Hilfe von außen holen (z.B. ein Paar-Mediator). Ist gut angelegtes Geld.

    Du bist erst 34. Das wertvollste, was man für Geld kaufen kann, ist Zeit.

    Irgendwann hast Du vielleicht keine Lust mehr auf den Job (die Midlifecrises kommen irgendwann). Wenn Du dann ein gutes Polster hast, hast Du Freiheit, deinen Job zu reduzieren oder gar etwas ganz anderes - vielleicht schlechter bezahltes - anzufangen. Oder einige Jahre früher in Rente zu gehen (= gekaufte Zeit)

    Wenn Dir Sparen keine Mühe macht und Dir Ausgaben (im Sinne von "Gönnen") schwer fallen (weil Du es nicht gewohnt bist), ist es überhaupt kein Fehler, einfach weiter zu sparen. Vielleicht bist du in 10, 15, 20 Jahren froh drum, mehr als die rechnerische Rentenlücke in der Hinterhand zu haben.

    Und auf den Job bezogen: es gibt ein unwahrscheinlich gutes Gefühl zu wissen: "wenn ich wollte, könnte jederzeit den Sack hauen und gehen". Nur dieses "ich könnte, wenn ich wollte" reicht für das gute Gefühl schon aus.

    Wenn man also ein schmales Budget hat, dann sehe ich das definitiv nicht als unvernünftige Entscheidung ein Leasingangebot für eine Monatsrate von 129 Euro abzuschließen.

    Meine harte Meinung: Wenn eine 129 EUR Leasingrate für die Bank ein zu hohes Risiko darstellt, dass sie es ablehnt (und man bedenke, Banken leben von solchen Geschäften, machen sie also eigentlich gerne), dann muss man zu dem Schluss kommen, dass man sich grade kein Auto leisten kann.

    Mit den 129 EUR ist es ja nicht getan. Da muss Benzin rein, das Auto muss einmal im Jahr zur Wartung, ab und zu braucht man mal neue Bremsbeläge und einen Satz Reifen. Und ab und zu mal ne Waschanlage besuchen ist auch kein Fehler. Beim Leasing sollte (oder muss, keine Ahnung) auch ne Vollkaskoversicherung vorhanden sein (und wir alle wissen, die Versicherungsbeiträge sind in den letzten paar Jahren verrückt stark gestiegen). Und bei Rückgabe vom Leasingfahrzeug geht da ein Anzugträger mit der Lupe ums Auto und kreidet dir jeden winzigen Kratzer an.

    Welche Alternativen habe ich da? Zum kaufen fehlen mir derzeit die finanziellen Mittel.

    Wie wäre es mit einem Fahrrad und ne Monatskarte für den ÖPNV? Da mag jetzt despektierlich klingen, ich meine das aber ernst.

    Hol dir mal einen Schufa-Auszug und guck, ob die Angaben stimmen. Wenn dem so ist, wirst Du dort vermutlich Gründe finden, weshalb die Bank die den Antrag abgelehnt hat. Dann arbeite daran, diese Gründe abzubauen, anstatt nach Wegen zu suchen, noch weitere Gründe für eine Ablehnung hinzu zu fügen. (Kredite abzahlen, usw.)

    Das ist nicht einfach. Oft vergleicht man sich mit anderen. Alle Freunde haben ein Auto. Da möchte man natürlich auch eines haben. Alle Freunde haben ein neues Telefon. Möchte man auch. Verständlich.

    Wenn Du es aber schaffst, diesen Druck auszuhalten und vielleicht einige Zeit ohne eigenes Auto auszukommen, sparsamer zu leben, dass Du Kredite abbauen kannst, wirst Du es auch schaffen, Deine Finanzen auf die richtige Spur zu bringen.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die richtigen Entscheidungen triffst.

    sondern darum das Konsumenten irgendwoher Einkommen generieren müssten (da AI in nicht Handwerk und Später AI-Robotik im Handwerk diese ersetzt), und Unternehmen für ihre Produkte Zahlungskräftige Kunden finden müssen.

    In England haben die Arbeiter damals Fabriken abgebrannt, weil sie aufgrund der Entwicklung von Dampfmaschinen, automatischen Webstühlen und Nähmaschinen Angst hatten, keine Arbeit mehr zu bekommen.

    In der Vergangenheit hat der technische Fortschritt (im großen Rahmen gesehen) nie für Vernichtung von Arbeitsplätzen geführt, sondern zur Steigerung der Produktivität.

    Natürlich sind Arbeitsplätze in einigen Branchen weg gefallen (oder ganze Branchen wurden obsolet), dafür sind an anderer Stelle neue Arbeitsplätze entstanden.

    Daher hab ich keine Angst, dass die Entwicklung in der KI uns alle arbeitslos macht.

    Vielleicht benötigt man bald keinen Arzt mehr, sondern die KI steckt einen den Finger hinten rein.

    Es werden doch schon Röntgenbilder, etc. per KI ausgewertet. Teilweise mit besseren Ergebnissen, als wenn der Herr Doktor das Bild betrachten würden (z.B. in Bezug auf das Erkennen von Veränderungen, Tumoren, etc.).

    Wir leben in spannenden Zeiten, ich bin gespannt, was da noch kommen mag. Einen kompletten Crash erwarte ich nicht. Rücksetzer sind normal und werden von mir erwartet.