Beiträge von fotoman

    sollte bitte einfach nochmals präzisieren, was genau er meint und eine Quelle angeben

    Google liefert mit auch ohne KI folgedes:

    Entwurf eines Gesetzes zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge - Bundesfinanzministerium - Service
    Mit dem Gesetzentwurf soll die steuerlich geförderte private Altersvorsorge grundlegend reformiert werden. Ziel ist es, ein kostengünstiges, einfaches,…
    www.bundesfinanzministerium.de

    Dort dürfte der Regierungsentwurf relevant sein. Da der Bundesrat anscheinend noch nicht zugestimmt hat, muss man sich die Sachen (derzeit gültiger Gesetzestext und der noch nicht gültige neue) selber zusammen würfeln.

    Altersvorsorge-Depot beschlossen, Verbesserung bei Frühstartrente
    Das Bundeskabinett hat den Gesetzesentwurf zur Reform der privaten Altersvorsorge beschlossen – und ein Eckpunktepapier zur Frühstartrente. Bei beiden Themen…
    www.finanztip.de

    Interessant für die Auszahkungsphase in 20-20000 Jahren scheint insb. Artikel 7 ab Seite 21 ff des Regierungsentwurfes sein.

    Da steht, soweit ich das überblickt, bei nahezu allen Auszahloptionen, dass der zum Beginn der Auszahlungsphase verfügbare Betrag auch für die Auszahlung zur Verfügung stehen muss (ggf. auch "nur" für 10-20 Jahre). Das kann/muss man durchaus als Garantieprodukt in der Auszahlungsphase werten, dernn warum sollte jemand mein Risiko tragen, dass der Markt morgen um 50% fällt und dort 10 Jahre bleibt?

    Neben der lebenslangen Leibrente soll es auch noch eine bis 85 begrenzte geben, ggf. auch nur mit 80% des zu Beginn verfügbaren Depotwertes. Und der Auszahlungsbeginn kann von 65 bis 70 gewählt werden. Da muss der weltweite Aktienmakrt also mal wieder >5 Jahre im Minus sein, damit das wirklich relevant ist. Mehr wird man erst wissen, wenn es konkrete Produkte für die "unabhängig vom Geschlecht berechnete Altersversorgung" (bekannte Benachteiligungen werden selbstverständlich beibehalten) gibt.

    Da ich selbst bei einem erträumten steuerfreien Altersvorsorgedepot, bei dem ich meine geförderten Beitträge am Ende sofort auf den Kopf hauen dürfte, 9-14 Jahre vor potentieller Auszahlung sowieso nicht mehr anfangen würde, interesseiren mich weitere Details eines noch nicht gültigen Gesetzes nicht so sehr. Finanztip wird es vermutlich zerpflücken, wenn es mal gültig ist.

    Wie machen es denn andere Leute?

    So, wie sie es für sich persönlich finanzierbar halten. Ich habe nur eine selber bewohnte ETW und ein relativ neues Auto (das ich nicht zwingned benötige und wo mir im Schadensfall die Volkasko den Wiederbeschaffugnswert liefert).

    Daher gehe ich bewusst in mein persönliches Risiko und meine Tagewsgeld deckt nicht alles ab, was potentiel passieren könnte und was ich dann kurzfristig finanzieren müsste.

    Ich denke jedenfalls bisher nicht darüber nach, die im kommenden Jahr vermutlich anstehende Sonderumlage gesodert anzusparen. Reicht meine Rücklage im Tagesgeld nicht aus, wird der Rest aus dem ETF entnommen. Ist der mehr wie 10% im Minus (zu welchem Vergleichsstand auch immer) und ich brauche nur ein paar Tausender zusätzlich, wird u.U. das Girokonto überzogen. Das ist spätestens mit dem "überschüssigen" Einkommen der kommenden 6 Monate wieder ausgeglichen und kostet mich damit (bei 10,8% p.A.) keine 6% p.A. Zinsen (real erheblich weniger).

    Zu welchen Konditionen ich einen kurz laufenden Kredit bekommen würde, weiss ich nicht. Das wäre aber nur eine Option für mich, wenn der ETF um 50-99% im Minus steht.

    Es hat ja sicherlich nicht jeder 50000-60000€ auf dem Tagesgeldkonto, falls das Dach irgendwann kaputt geht

    Ja, irgendwann. Ich kenne das wieder mal nur von selber genutzten Immobilien. Da war sowas grob absehbar (Hagelschäden ohne Versicherung waren nicht eingeplant) oder grob planbar.

    Also könnte ich dafür entweder eine gute Marktlage der ETFs abwarten und dann ggf. 1-2 Jahre vor Renovierung umschichten (bis ich einen Dachdecker finde, der mir das Dach neu macht). Oder ich spekuliere, wie lange es noch dauern könnte (u.U. inkl. eigener Notreparatur, aber wieder: miene Freunde/Verwandten hatten Mieter und damit kann man sich selber ggf. mehr zumuten wie zahlenden Mietern) und berechne mir dann, wieviel Renditeverlust ich gegenüber den Geldmarkt haben können.

    Ist der Gewinn vermutlich höher wie der von mir erwartete Markteinburch während der gesamten Zeit zwischen Schaden und Repartur), bleibt das Geld im ETF.

    Wenn ich Anfang 2025 zwar 20% Depoteinbruch gegenüber den ATH hatte, mit dem Einbruch aber immer noch Netto (also nach Steuern) mind. auf der Depothöhe bin, die ich im Anlagezeitraum (bei mir nur 4 Jahre) im Geldmarkt gehabt hätte, dann ist der Einbruch des ETFs "irrelevant", da ich gesamthaft immer noch eine höhere Rendite gehabt hätte.

    Wie Du siehst, ich rechne nicht damit, dass morgen der Markt um 50% einbricht und dort dann die kommenden Jahre stehen bleibt. Bei einem Einbruch wie mehrmals in den 20x0ern war sowas nicht der Fall und der Markt hat sich immer mal wieder ansatzweise erholt ("nur" 10-15% Einbruch vom ATH). Ich trage aber auch nur Verantwortlung für mich und nicht für Mieter.

    Geldmarkt-Fonds: was willst Du da mit Ausschüttenden? Nur, damit Du sofort die Stuern abführen kannst und damit für Dich ggf. der Nettowert besser planbar ist? Ich sehe darin keinen Sinn, also würden es Acc-Geldmarkt-Fonds.

    Ich habe einen fünf-monatigen Notgroschen in Form meines Nettogehaltes auf einem Tagesgeldkonto

    Wenn das für Dich passt, ist es die richtige Höhe.

    Geht es nur um den Notgroschen, dann rechne ich dafür nie mit dem Nettogehalt, sondern mit den (zwingend nötigen) Nettoausgaben. Werde ich arbeitslos, sind zunächst nur 40% vom Nettoeinkommen minus Sparrate zu finanzierern, und selbst danach muss ich nicht auf eigene Kosten weiter sparen.

    Aber ich rechne auch allgemein mit einem "sicheren"/risikoarmen Teil in der Höhe, mit der ich mich sicher fühle und nicht mit einem prozentualen Anteil.

    Der Rest des Vermögens ist entweder in Verträgen gebunden oder landet im weltweiten Aktien ETF, der gedanklich für mich bis zur Rente/dem Vorruhestand unantastbar ist.

    Allvest - Tendenziell macht das Geld, das dort angelegt ist, vermutlich etwas mehr Rendite als auf einem Tagesgeldkonto.

    Vermutlich? Du hast die Anlage seit 4 Jahren, damit lässt sich schon grob etwas zu sagen, wenn Du die konkreren Werte kennst.

    Der Plan ist nun statt Allvest einen ETF Sparplan zu starten

    Wenn Dein Sicherheitsbaustein hohc genug ist (also die 5 Nettogehälter auf dem TG) macht es keinen Sinn, den Allvest dazu zu rechnen. In der Zeit in der Du auf einen Gewinn der dort angelegten Summe wartest, verlierst Du potentiell Rendite des ETFs.

    Dein TG-Anteil scheint Dir derzeit hoch genug zu sein. Damit ist es als Altersvorsorge nur relevant, ob Du mit dem Allvest ab heute z.B. 2,5% p.A. erwartest und mit dem ETF 5%. Jeweils nach Steuer und zu Deinem Zieltermin, also vermutlich dem Rentenbeginn in XX Jahren.

    Die BAV werde ich vielleicht stilllegen, zumindest aber mal im Beitrag reduzieren.

    Das muss man sich durchrechnen (lassen), wozu es aber u.A. (aber nicht nur, Dir ward das hier niemand durchrechnen) die Kenntnis des Vertrages und vom AG-Zuschuss bedarf.

    Oft kann die Beitragsfreistellung UND das Einzahlen des Nettobetrages in den ETF bis zur Rente die renditestärkere Lösung sein, aber nicht immer. Du musst dann aber so konsequent sein, dies auch durchzuziehen und dann, wennn die BAV als lebenslange Rente und nicht als Einmalzahlung gedacht war, Dir auch einen Plan überlegen, wie Du Dir von dem Geld im ETF lebenslang eine Zusatzrente mind. in der Höhe der BAV selber zahlst.

    Ich würde den ETF so lange priorisieren, bis der ETF 80% im Umfang beträgt im Vergleich zu Tagesgeld + Allvest + BAV.

    Die BAV ist einzig eine Absicherung fürs Alter. In der Regel kommst Du vorher nicht an das Geld und damit ist sie nur bedingt ein Teil der risikoarmen Rücklage in der Erwerbsphase. Meine private LV kann ich zur Not kündigen, die BAV nicht.

    Von daher würde ich zweistufig rechnen. Vermögensallokation bis zur Rente und in der Rente.

    Wenn die BAV stillgelegt würde wären dann letztendlich die zwei einzigen Sparpositionen Tagesgeld und ETF zu je 20, bzw. 80%. Macht das Sinn? Ich hoffe, ihr steigt da durch.

    Und das Geld in der BAV zählt dann garnicht mehr? Warum hast Du es zuvor noch eingrechnet.

    Was das Tagesgeld betrifft:

    Schau Dir mal die verzinsten Verrechnungskonten bei gewissen (Neo)Brokern an. Oder, wenn Du nur seltener größere Beträge aus dem TG benötigst, Geldmarkt-Fonds.

    UND man hat sein Geld jederzeit zur frien Verfügung.

    Was für einige Leute auch den Todesstoß bedeuten kann. Da wird das Geld, das ehemals für eine Zusatzrente eingeplant war, doch für eine Immobilie oder gar den Konsum ausgegeben.

    Das könnte anfangs z. B. die simple Idee sein die kosten fürs Hobby abzudecken, danach vielleicht die Kosten für Strom und Handy/Internet, dann ggf. für Essen&Trinken und im nächsten Schritt die Nebenkosten fürs Wohnen.

    Das scheint ein recht kostengünstiges Hobby zu sein.

    Je nachdem, die Du rechnest, dürftest Du bereits den Stromverbrauch durch die Dividenden abgedeckt haben, die eine ausschüttende Variante eines World-ETFs auszahlt (ca. 1,5% Brutto).

    Die Frage bei sowas ist für mich eher: wie verrechnet man sowas (virtuell oder real). Bei realer Verrechnung schmälert es den Depotwert und führt, wenn Du nicht in Ausschüttende ETFs investierst, zum zwingenden Verkauf von Anteilen.

    Daher bleibt für mich eher die Reduktion der Sparrate (warum, das Geld reichte vorher ja auch ohne mich einzuschränken). Das kann man machen, sollte es aber ab einem gewissen Zeitpunkt mit einplant (egal, ob bei der Höhe der Sparrate oder bei der rehofften Rendite). Dann könnte man aber auch die vermutete Gehaltserhöhungen über die Jahre mit einplanen.

    Ohne flankierende Maßnahmen (hoffentlich freiwillig, meist wohl Reduktion der Arbeitszeit bei Reduktion der Einnahmen) ist das für mich nicht mehr wie in lustiges Zahlenspiel. Ich habe dabei lieber den Zeitpunkt meines Vorruhestandes angepasst und die Rendite im Depot belassen.

    Wer sich also wenig bis keine Gedanken über die Sicherheit seines Arbeitsplatzes machen muss, wird das Thema Finanzen sicherlich anders angehen, als jemand, über dem das Damoklesschwert der Unternehmenspleite bzw. Kündigung schwebt.

    Das kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen, allerdings auch damals als Single. Mitten und nochmals kurz nach dem .COM Crash bin ich als recht frischer Uni-Absolvent im IT-Bereich zweimal arbeitslos geworden. Bei der Kündigung 2001 habe ich noch nicht einmal darüber nachgedacht, meine schon geplante Reise (Gegenwert, je nach Kündigungsmöglichkeiten, ca. 1-2 Netto Monatsgehälter) zu stornieren. Wozu, die Reise war genauso finanziert wie mein Optimismus, innerhalb von D wieder einen neuen Job in der Zeit von ALG zu bekommen.

    Ab Anfang 40 hatte ich immer eine zweite Möglichkeit im Hinterkopf, mit Umschulung und ggf. auch mit Umzug innerhalb von Deutschland, wieder einen Job zu finden. Der hätte zwar die Vorruhestandpläne durchkreuzt (welche ich damals noch garnicht hatte), hätte aber immerhin mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit zu einem Job geführt, der mir bedeutend mehr wie H4/BG eingebracht hätte.

    Vor allem muss man lernen SEIN Ding zu machen und sich nicht von Gesellschaft und Umfeld treiben zu lassen.

    Das ist das Wichtigste. Wobei das direkte Umfeld (die eigene Familie) durchaus dazu passen sollte. Sowohl zur Sparrate wie auch zum Vorruhestand.

    Ich könnte mir bei einer intakten Partnerschaft nicht vorstellen, mit 56 in die Vollfreistellung vor Rente zu gehen, wenn dies die Partnerin nicht ebenfalls zeitnah machen würde.

    Wenn mit 92 Jahren mein Depot aufgebraucht ist, dann hab ich alles richtig gemacht :) Für wen soll ich denn sparen?

    Wer weiss, wie u.A. die Medizin und Robotik in 20-30 Jahren aussieht.

    Deine Rechnung bzgl. Inflation ist meiner Meinung nach falsch. Du gehst von einem Finanzbedarf von 3000 Euro aus. Du weißt aber die Inflation nicht. Kann sein, dass du 3000 Euro benötigst, kann aber auch weniger sein.

    Setzen wir die Infaltion doch einfach so an wie 2009? Man soll ja optimistisch bleiben.

    Ich rechne lieber mit 3% Inflaiton (für meinen persönlichen Bedarf, die offizielle Inflation ist mir ziemlich egal) und merke irgendwann zwischendrin, dass ich meine Sparrate verringern kann wie umgedreht. Die Ausgangslage scheint mir nicht so zu sein, dass spopovic frugal lebt und auf alles bis auf die Sparrate verzichtet um sein Ziel der Rente mit 60 zu erreichen.

    Man kann immer vom Worst Case ausgehen, aber auch das hat nichts mit Finanz- oder Vermögensplanung zu tun.

    Bei meiner Interpretation des Ausgangspostings würde ich eher pessimistisch rechnen und "zur Not" noch 1-2 Jahre früher mit der Erwerbsarbeit ganz (oder auch nur teilweise) aufhören. Mir ist sowas lieber wie am Ende 1-2 Jahre länger arbeiten zu müssen, weil ich zu optimistisch geplant habe.

    Nun steht also die Frage im Raum wie man das alles weiter angehen kann. Das Rentendepot welches ich vorbereitet habe + die ETW + Riester scheint nicht verkehrt zu sein fürs Rentenleben.

    Es blebit Deine persönliche Einstellung.

    Ich habe schon immer einfach das, was ich übrig hatte, gespart. So bin ich zur ETW gekommen, und demnächt mit 56 zum Vorruhestand.

    Hätte ich mit 32 eine einzige Entscheidung anders getroffen, wäre ich mit etwas Glück mit 50 in den Vorruhestand gegangen. Und wäre mir irgendwann doch noch die richitge Partnerin über den Weg gelaufen, sähe es wieder ganz anders aus und ich hätte vermutlich weder das Geld noch die Motivation dazu, in die Vollfreistellung zu gehen.

    Ist das soweit erstmal korrekt oder habe ich Denkfehler/falsche Annahmen?

    Ich würde mich eher an Rechnern wie auf zinsen-berechnen orientieren. Dann muss ich auch nicht LibreOffice selber rechnen lassen.

    Sparrechner - Zinsen online berechnen

    Heute Steuern oder sonstige Abgaben auf 0,3% (602k€ zu 604k€) abschätzen zu wollen, ist sinnlos. Wenn Du die 500€/Monat aufbringen kannst ohne Dich damit krumm zu legen, dann ist das eine sehr gute Grundlage.

    Genauso wichtig ist aber dass Du Dir jetzt schon im Klaren ist, in Deiner ansparphase mehrere große Markteinbrüche zu erleben. Nur, wenn Du diese ausstehst ohne in Panik das Depot aufzulösen, sollte es mit Deiner Planung etwas werden.

    Und dann kannst Du alle paar Jahre nachjustieren, ggf. auch früher, wenn es Deine Lebensumstände erfordern.

    Aber vor allem gilt:

    Ich bin davon ausgegangen dass ich mit 65 Jahren noch ca. 300 Monate lebe...

    Entnahmeplan würde so aussehen dass ich mir jeden Monat ca. 2500 Euro auszahle & den Rest investiert lasse.

    Welche Kaufkraft heutige 2500€ in 35 bis 60 Jahren noch haben werden, lässt sich etwa so gut erraten wie den Gegenwert einer evtl. dann anstehenden Rente.

    Da ich lieber mit heutigen Werten rechne, ziehe ich daher beim Rechnen einfach meine erwartete Inflation vom erhofften Gewinn ab.

    Du musst aber nicht zu Rentenbeginn umschichten und alles steuerschädlich verkaufen. Wenn Dein Depot bis dahin alle Marktschwankungen überstanden hat, gibt es für mich mental keinen Grund, zu Rentenbeginn alles umzuschichten.

    Erwartet man, dass die heutigen Bedingungen auch in 35-60 Jahrne noch gelten, kann man die mögliche Entnahme inkl. Steuern auf der erwähnten Seite hochrechnen und dabei ggf. eine geringere Rendite für den Restbetrag im Depot annehmen:

    Entnahmerechner - Fonds-/ETF-Entnahmeplan online berechnen

    wie habt ihr es gelöst?

    Bisher noch garnicht. Ich bin in der (glücklichen?) Lage, nach heutiger Hochrechnung in gut 7 Jahren aus DRV+BAV soviel Rente zu erhalten, dass dies zum Lebensunterhalt genügt. Dann werden die ETFs und sonstige, zu Rentenbeginn ausstehenden Zahlungen, irgendwie verbraucht. Die Optionen schaue ich mir dann an.

    Die Gesamthöhe meines Vermögens kenne ich erst in 7-9 Jahren, da ich noch nicht einmal absehen kann, wie sich meine Sparrate bis dann entwickelt. Wird die Rente bis dahin noch massiv gekürzt, sieht die Strategie anders aus wie nach heutiger Prognose.

    Das ist alles nichts, über das ich mir vor 35 Jahren Gedanken gemacht habe. Da wurde einfach das überschüssige Geld gespart ohne zu wissen, wie ich dieses (hoffentlcih selber oder in einer festen Beziehung) einsetzen würde. Die BAV war damals genauso wenig absehbar wie die Höhe meiner Sparrate ab 40.

    Empfiehlt es sich einfach den zu einem gewissen Beitrag ab kommenden Monat zu besparen oder direkt Summe X um ein gewisses Verhältnis zu erlangen?

    Wenn Du möglichst schnell das festgelegte Verhältnis erreichen willst, musst Du zunächst den Einmalinvest tätigen und dann jeden Monat die Sparrate so anpassen, dass das Verhältnis weiterhin stimmt.

    Und zwar egal, ob Du das Verhältnis auf Basis des aktuellen Kurswertes oder auf Basis der Anteile ermitteln möchtest.

    Wozu auch immer man ein festes Verhältnis definiert. Bei mir ist gerade der FTSE All-World auf Wochenbasis mit 0,96% im Minus, der Stoxx Euro 600 aber mit 0,93% im Plus. Hätte ich heute noch umschichten sollen, weil ich jetzt wieder zuviel Europa im Portfolio habe?

    Von daher: wenn das Geld vorhanden ist, sofort kaufen. Wenn nicht, bleibt sowieso der Sparplan.

    Bei mir sollte am 09.12.2025 eine Dividende gebucht werden. Bis heute ist sie nicht da. Ich sterbe davon nicht, aber ärgerlich ist es doch.

    Bei mir wurde die Dividende (Ex-Tag: 03.12., Zahltag 10.12.) heute als "kommentarlose" Einzahlung bei SC gebucht.

    Die Auszahlung hat wohl Baader noch übernehmen müssen, auf Grund der automatischen Depotschließung bei Baader wurde das Geld dann anscheinend zu SC überwiesen.

    Bei mir fehlt bisher nur die Abrechnung. Mal sehen, ob da noch etwas kommt.

    -der ein oder andere dürfte sich die Frage stellen wofür steht man morgens überhaupt noch auf...

    Wenn das Eigenheim der einzige Antrieb dazu ist.

    Aber ich bin da sowieso dafür völlig falsch eingestellt, es war nie mein Traum, Wohneigentum zu haben auch wenn ich jetzt froh bin, dass es mir quasi zugefallen ist. Und nein, die ETW ist nicht geerbt und ETW sind für viele sowieso unzumutbar. Die mittlerweile geerbte ETW, die damals meine Eltern mit Ende 50 gekauft haben (sie wussten von ihren Eltern, dass sie niemals ein Haus haben wollten), wäre ich am liebsten schon seit Jahren los.

    ja, eine kleine Gruppe an Mietern, die eine städtische oder Genossenschafts-Wohnung geerbt oder zugelost bekommen haben, haben zumindest finanziell etwas bessere Aussichten wie gefühlt 90% der Mieter auf dem freien Markt.

    U.U. 90% der Jungmieter, die alle paar Monate umziehen.

    Mich würde auch sehr interessieren wie andere von euch das angehen wenn klar ist das nichts vererbet werden soll und man auch nicht den großen Reichtum erst in der Rente erleben will.

    Ich nutze dazu die Möglichkeiten meines AG. Das Lebensarbeitszeitkonto finanziert mir 7 Jahre Vorruhestand, inkl. GKV/PV Beiträgen, Rentenbeiträgen, und der BAV.

    Ohne weitere Zuwächse gerechnet würde das ja auch schon 23 Jahre reichen.

    Das ganze hast Du inkl. Inflationsausgleich gerechnet? Wenn Du heutige 2000€ im Monat haben willst, reichen schon in 10 Jahren keine 1000€/Monat mehr, um mit zwei Einzahlungsmonaten einen Entnahmemonat zu finanzieren. Ob Deine Gehalt konstant um mind. die Inflation erhötht wird, weisst nur Du. Was die Anlage macht, ist heute Spekulation.

    Die erwähnte Steuern, die zumindest auf Teile des Gewinns (für mich) zwingend schon vor der erst Entnahme anfallen (Umschichten von Teilen, um einen schwankungsarmen Teil zum Vorruhestand zu haben), kommen noch dazu. Alternativ spart man die letzten Jahre direkt in schwankungsarme Anlagen, muss dafür aber schon ansatzweise wissen, wann die Entnahme beginnt, um nicht zuviel Rendite zu verlieren.

    Was mir in Deiner Aufzählung gesamthaft fehlt, sind Rückstellungen fürs Eigenheim und sonstige evtl. gewünschte größere Anschaffungen. Habe ich "nur" noch 2000€ Netto im Monat und alle Rücklagen dafür verplant, wird schon die Anschaffung eines neuen PCs eine längerfristige Aktion. An die ausstehende Sonderumlage im kommenden Jahr für meine ETW oder doch mal einen größeren Urlaub mag ich da nicht denken.

    Ich bin zwar der Meinung, dass die 2000€ viel zu tief gestapelt sind

    Mir fehlt dazu einzig die Unterteilung nach der Zeit vor einer staatlichen Rente (BAV scheint es keine zu geben) und ab der Rente. Ggf, auch dort noch mind. zwei unterschiedliche Zeiträume.

    Vor Rentebeginn sind die 2000€ (alles heutiger Wert) für mich zu gering. Für GKV/PV fallen schon heute mind. knapp 300€/Monat an, Tendenz mit Sicherheit steigend.

    Und schon bleiben von den 2000€ Netto nur noch 1700€ Netto übrig. Ob das für jemanden, der freiwillig in Vorruhestand geht, erstrebenswert ist, muss jeder selber entscheiden.

    So "goodies", wie man sie bei guten Gehalt oft hat, aber nicht immer in das monatliche Budget einrechnet (Urlaubsgeld, Weihnachtgeld) fallen bei kompletter Eigenfinanzierung genauso weg wie die Beiträge zur DRV.

    In der Rente mit KVdR ist das schon etwas anderes. Nicht jeder braucht/will ein Auto oder sonstigen teuren Luxus. Und spätestens, wenn man in die Phase nach der aktiven Zeit (egal, ob das die Weltreisen, der tägliche Restaurantbesuch oder sonstig teure Ausgaben sind) und dem Pflegeheim kommt, können die Ausgaben auch sinken.

    Ab dem Pflegeheim ist es hier dann wieder irrelevant, falls die Immobilie nicht so runtergerockt ist, dass sie nichts mehr wert ist. Diese braucht man dann nicht mehr, also finanziert sie das Pflegeheim oder (Stand heute) man wird endlich auch mal zum Empfänger von Sozialleistungen.

    Anknüpfend an diesem Gedanke ist natürlich die Frage wie man weiter macht.

    Das war vor ein paar Jahren auch meine Frage. Dank meinem AG habe ich die Sicherheit (die Versicherungsgesellschaft hinter der dem Lebensarbeitszeitkonto könnte genauso pleite gehen wie mein AG) vor und in der Rente.

    Viel früher wie mit 56 wäre der Ausstieg aus dem fremdbestimmten Angestelltenleben aber nicht möglch gewesen, was an den gesetzlichen Vorgaben für das Konto liegt.

    Aber ich vertrete nicht die Meinung astronomische Summe in Richtung 1 Mio. In der Rente zu brauchen.

    Wie Du ja hier schon siehst, gibt es genügend Leute, für die 2000€ Netto eher Spielgeld sind und die sie nie vorstellen können, "nur" damit zu leben.

    Wenn Du dann, wie in den Rechnungen von Finanztip, erst 30 wärst und mit z.B. 1000€ Netto-Zusatzbedarf (heutige Kaufkraft) in 37 Jahren rechnest, sind das schonmal nominal fast 3000€ im Monat zum Rentenbeginn mit 67. 3000€ * 12 * 25 sind 900k€ Depotwert. Dann musst Du auch noch auf einen guten Renditeverlauf während der Rente hoffen, um nicht mit 92 das Depot schon aufgebraucht zu haben.

    ich rechne zusätzlich nicht damit, dass ich mit Mitte 80 noch geistig so fit bin, um mich regelmäßig selber im meine Entnahme zu kümmern. Ich werde irgendwann steuerschädlich alles in einen Multi-Asset ETF umschichten (oder gar in Geldmarkt-Fonds, je nach vermuteter Restlebenszeit) und daraus die Entnahme automatisieren. Schwups, sind 18,5% der Gewinne nominal weg und ob die Anlage danach noch konstant mehr wie mein pers. Inflaiton erwirtschaftet, wird sich zeigen.

    Hast Du bei Flatex das so lange live in App mitverfolgt, bis Dein Sparplan ausgehührt wurde? Oder kann man dort im Nachhinein sekundengenau die Kurse inkl. Bid/Ask abrufen?

    Wenn ich sowas, schon nur bei einem einzigen Handelsplatz bei Scalable Capital versuche, dann fällt der angezeigte Kurs dort nahezu immer direkt nach der Ausführung (m)einer manuellen Kauforder um ein paar Cent. Wie schnell der Marketmaker dabei war, weiss ich mangels fehlendem Live-Webcast allerdings genauso wenig wie ich die sekundengenaue Ausführungszeit in der Abrechnung prüfen kann.

    Außerdem sind darin auch schlichte Wahrheiten enthalten, die so manchem/mancher hier eher nicht gefallen dürften

    Um nur ein Beispiel zu nennen:

    Heutiges Rentensystem ist ein fragiles Produkt ...

    Exakt das galt vor 30 Jahren auch für jeden, der es wahrhaben wollte. Selbst noch 10 Jahre frührer mit Blüms Plakataktion war das schon klar, warum er auch nie plakatiert hat "Sie können später von der Renten alleine leben" sondern nur "die Rente ist sicher" == es wird eine Rente zu den bekannten Konditionen gezahlt. Die kommenden Alterspyramide war auch schon absehbar.

    Da gab es dann auch so deppen, die in jungen, gesunden Jahren mit (mind.) einer Überversicherung das Berufsleben begonnen haben, weil ja mal was passieren könnte.

    Warum braucht man dazu eine Formel? Ich kenne keine, die für mich sinnvoll wäre.

    Wenn Du so etwas möchtest, solltest Du Dir anhand Deiner Vermögenshöhe ausrechnen, wie sehr Dich der so "beliebte" Markteinbruch um 50% beunruhigt oder Dein Leben beeinflussen würde.

    Das Geld in meinen Aktien-ETF ist gedanklich für mich bis zum Rentenbeginn genauso unantastbar wie es meine LV ist. Selbst im Vorruhestand plane ich nur, die Ausschüttungen der ETFs in unplanbarer Höhe zu nuzten anstatt diese wieder zu investieren.

    Etwas plakativ: habe ich als junger Familienvater mit 30 "nur" 20.000€ Rücklagen, dann müsste ich schon einen bombensicheren und sehr gut bezahlten Job haben um davon 110-30 = 80% in Aktien anzulegen. Selbst als Single mit 30 wären mir längerfristig 4000€ Rücklage auf dem Tagesgeld zu wenig gewesen.

    Habe ich aber 200.000€ Rücklagen mit 60 und einen relativ sicheren Job (Kündigungsfrist + ALG1 reichen nahezu bis zum möglichen Rentenbeginn, wenn ich bei einer Kündigung nichts Neues finde), dann sind für mich persönlich nur 110-60 = 50% Aktienquote viel zu niedrig und eine vertane Chance für meine Rente.

    In dem Alter, auch schon mit 50 ohne versorgungspflichtige Kinder, und dem Betrag bin ich persönlich ganz schnell bei mind. 80% Aktienanteil, da mir 40k€ risikoarme Rücklage mehr wie ausreichen würden (selbst mit ETW und den potentiellen Instandhaltungskoste). Womit sich bei höherem Vermögen (invest der zukünftigen Sparrate in Aktien-ETFs) automatisch die Aktienquote erhöhen würde.

    Ich kenne nur die Höhe meiner privaten Anlagen, meine Einnahmen und meinen (nur bedingt von der Marklage abhängigen) Finanzbedarf aus beiden. Warum sollte ich bis zu Start meiner Entnahmephase nicht den gesamten Rest in Aktien-ETFs stecken, wenn die risikoarme Rücklage vorhanden ist? Eine Aufteilung nach 110-Alter würde die risikoarme Rücklage erhöhen, ohne dass ich einen Mehrwert davon habe.

    Möchte ich die Entnahmephase selber organisieren aber einfach gestalten, dann würde ich alles in einen einzigen Multi-Asset ETF umgeschichtet und diesen automatisch entsparen. Dieser hat aber ab Kaufzeitpunkt eine feste Aufteilung von Aktien/Anleihen, was nicht zu einer festen Formel der Asset-Aufteilung passt.

    Wenn ich mir "Größte israelische Unternehmen nach Marktkapitalisierung"

    Größte israelische Unternehmen nach Marktkapitalisierung
    Liste der größten Unternehmen in Israel nach Marktkapitalisierung, alle Rankings werden täglich aktualisiert.
    companiesmarketcap.com


    und dazu "Israelische Aktien"

    Alle Aktien aus Israel auf einer Seite — TradingView
    Verschaffen Sie sich einen Überblick über jede Aktie — Israelischer Aktienmarkt. Verfolgen Sie ihre Performance, Bewertung und andere Statistiken, um bessere…
    de.tradingview.com

    ansehe, gibt es dort eindeutig (und zu erwartende) Unterschiede.

    Jetzt muss man "nur" noch annehmen, dass beide Listen korrekt sind und sieht in der TradingView Liste, dass Cyber-Arc und Check-Point Software keine Israelischen Aktien sind (was laut Wikipedia auch korrekt ist).

    Wie FTSE und MSCI ihre Indizes aufbauen, wird dort beschreiben sein. Meine Vermutung ist (ich bin zu faul, das erneut nachzulesen und habe es seit meiner letzen Antwort schon wieder vergessen), dass FTSE nach Haupt-Handesplattform der Aktien gehen könnte, MSCI nach dem Land des Firmen-Hauptsitzes.

    Es ist ein Rechner, der die verschiedenen Möglichkeiten ausweist, auch das, was manchen nicht geläufig ist, z.B. dass das Kapital trotz regelmäßiger Entnahme unangetastet bleiben könnte.

    Meinst Du den von dir verlinkten Rechner von Finanzfluss?

    Der ist extrem einfach gehalten, dort kann man noch nicht einmal eine jährliche Erhöhung der Zahlung angeben. Aber wer braucht schon einen Infaltionsausgleich in der Entnahmephase.

    An so "unsinnige" Themen wie die Steuer auf Gewinne der Anlage, mit der man die Entnahme beginnt, muss man dann noch garnicht denken. Die sind hier im Kontext aber bisher irrelevant, da alles als TG/FG vorhanden ist.

    Wenn man sich schon mit der eigenen Entnahme beschäftigen möchte und nicht alles in eine Sofortreante einzahlt, würde ich mind. den Rechner von zinsen-berechnen nutzen:

    Entnahmerechner - Fonds-/ETF-Entnahmeplan online berechnen

    Achim hat nur den Beitrag von Finanztip zitiert. Der ist zwar umfangreich, ob er aber jemandem hilft, der hier im Forum fragt, was er 5 Jahre vor der möglchen Rente und mit "Bedenken wegen der Schwankungen" bei Aktien-ETFs machen soll?

    Ich will nur im Notfall nicht da stehen und zu den Rentnern gehören, die "Flaschen sammeln" müssen, um über die Runden zu kommen.

    Mal abgesehen davon, dass es noch bedeutend mehr Möglichkeiten geben kann (ist aber, wie alles, individuell) um sein Alterseinkommen durch Versilberung von Hobbies o.Ä. zu steigern, hilft dazu nur das Aufstellen einer eigenen Finanzplanung fürs Alter. Steuern, Sozialabgaben und die Infation nicht vergessen.

    Also, was ich mir mit ETFs erhoffe: die Rentenlücke etwas kleiner zu machen. Ich habe ja noch mindestens 5 Jahre bis zur Rente.

    Und wenn Du nicht 90% Deiner Rücklagen in ETF steckst, dann haben diese noch bedeutend länger Zeit, um dort etwas mehr Rendite zu erwirtschaften wie auf den Tagesgeld.

    wohin geht die Reise im nächsten Jahr oder Jahren ???

    Wohin die bei mir geht, weiss ich.

    Steigende Insolvenzen, eine Wirtschaft die nicht mehr das ist was sie mal war und von den Lebenshaltungskosten wollen wir erst garnicht reden...

    Wer etwas älter ist, hat sowas schon mehrmals in D mitgemacht und ist entsptrechend auch nicht überrascht, dass es immer wieder (eher dauerhaft) so kommt. Die eigenen Konsequenzen daraus muss jeder für sich ziehen.

    Was ist eure Meinung lohnt sich arbeiten noch (in meinem Fall wäre das als Aushilfe) die Motivation ist da nur sehe ich manche Dinge sehr skeptisch vllt. sogar schwarz

    Ohne die Gesamtsituation zu kennen, wird Dir das keiner beantworten können. M.m.n. lohnt sich der Tausch von Zeit gegen Geld (Wenn am Ende Geld bei einem ankommt nennt man das oft Arbeit) so lange, wie man dieses Einkommen für die eigenen Wünsche und Ziele benötigt. Es muss auch nicht zwingend eine abhängige Beschäftigung sein.

    Ohne Arbeiten wär’s langweilig und wie sollte ich dann mein Ziel erreichen?

    Die eigenen Ziele sind individuell und ändern sich ggf. recht schnell.

    Ich möchte ja auch noch ein bisschen Ertrag haben, auch wenn die Verwaltung natürlich nicht kostenlos sein kann...

    Ganz kostenlos geht es nicht, man kann es aber auf die Grundkosten der Anlage (bei den erhofften 4-5% gilt es keine kostenlose Festgeldanlage) von 0,05 bis ca. 0,25% p.A. beschränken.

    Wenn Du aber zwingend eine Vor-Ort Beratung möchtest, dann wird diese auch etwas kosten. Je nach Wohnort mag es einen Honorarberater in der Nähe geben. Der dürfte auch keine 7000€ (also 2% der Summer) als Honorar fordern.

    Wenn es eigenverantwortlich sein soll/darf, fehlen mind. die Angaben, die Referat Janders genannt hat.

    Ob Du das Geld 5 Jahre bis zum Kauf einer Immobilie anlegen möchtest (dann gibt es höchstens einen Infaltionsausgleich, also derzeit eher 2% oder wenig mehr) oder für die Rente (wann auch immer die sein wird) weiss hier außer Dir keiner.

    Der klassische Fall hier im Forum wäre (alles eigenverantwortlich):

    • ein Geldmarkt-ETF für kurz- und mittelfriestige Anlalge, je nach Höhe des Anteils auch ein Tagesgeldkonto
    • Weltweite Aktien-ETFs für langfristige Anlagen >= 15 Jahre.

    Das mag für Dich aber eine völlig falsche Strategie sein.

    Und es bleibt die unverrückbare mathematische Tatsache, dass die Rente relativ zum Einkommen bei Akademikern aufgrund deutlich weniger Beitragsjahre auch entsprechend niedriger ausfällt. Die absolute Höhe ist davon unbenommen.

    Das magst Du ja gerrne so sehen, ich definitiv nicht. Mich interessiert aber nicht die Rentenhöhe im Vergleich zum letzten Gehalt (die wird bei mir in der DRV, mit heutigen Abgaben, Netto weit über 48% liegen), sondern der Betrag, den ich dann zum Leben benötige/haben möchte. Der liegt nach heutiger Hochrechnung nahe den 100% meines letzten Nettos, was aber meilenweit vom möglichen 100% Netto entfernt ist.

    Also vergleiche ich auch das, was für mich relevant ist: was hätte ich (oder besser meine Freunde, die das so gemacht haben) an realen RP am Ende ihrer Einzahlungsphase, wenn sie immer brav in die DRV eingezahlt hätten. Ähnlich, wie ich mich vor Jahrzehnten gegen eine Beamtenlaufbahn entschieden habe, wobei damals noch mein Lebeneinkommen und der Zeitpunkt, wann ich große Teile davon erhalte, neben der reinen Jobbeschreibung relevant waren.

    Unter meine Freunden sind einige, die Ende der 1980er mit Realschulabschluss eine Lehre gemacht haben und dann nicht auf dem erlernten Beruf "sitzen" geblieben sind (genauso wie ich nach meinem Studium oder auch meine Schwester mit BWL.

    Wenn ich mir die bei uns im Betrieb üblichen/möglichen Karrieren von der Ausbildung mit 15/16 bis hin zum Facharbeiter (oder weiter) so ansehe, dann wird es schon mathematisch schwierig. Jedenfalls bei den üblichen Zeiten, in denen man auf seinem Gehaltslevel und damit auch den erworbenen RP verbleibt. Ob man da in den erste 10 Beitragsjahren bedeutend mehr RP erwirbt wie mit einem akademischen Abschluss und 10 Jahre späterem Berufseinstieg?

    Denn wenn Du schon auf die Baby-Bommer gehst, sollte man nicht vergessen, dass es damals während der Lehre kaum eine Entlohnung gab. Auch heute bekommen die Azubis in den ca. 3 Lehrjahren von ihren 800-1400€/Monat Brutto nicht wirklich viele RP. Da kann man sich auch überlegen, wie viele Studenten das Studium komplett finanziert bekommen oder sozialversicherungsrelevante Jobs ausüben.

    Weiter ETF besparen für gute Rendite und bei einsetzender Unzurechnungsfähigkeit (sagt mir hoffentlich jemand) dann in eine "echte" Rente umschichten (ab 65).

    Wenn Du ansatzweise unzurechnungsfähig wirst, brauchtst Du auch für nahezu alles andere einen Bevollmächtigten.

    Ob Du Dir schon vorher die Verantwortung abnehmen lässt, kann Du hoffentlich heute schon abschätzen.

    Klar - man muss an die gesetzliche Rente glauben, aber einmal erworbene Ansprüche verfallen nicht.

    Man sieht gerade an den tagesaktuellen Diskussionen, wohin das führen könnte. Was nützen einem die Ansprüche, wenn die Auszahlung in 20 Jahren ggf. erst ab 70 möglich ist, hier aber schon mit 65 als Beginn der Rentenphase spekuliert wird.

    2025 ist jeder Rentenpunkt 40,79€ Brutto wert. Was das für einen selber als Netto ergibt, ist genauso individuell wie die realen Kosten für einen RP (mit oder ohne steuerlicher Absetzbarkeit der Zahlungen).

    Da kannst du dich dumm und dämlich suchen und wirst keine einzige private Rentenversicherung finden, die einen solchen Faktor bezahlt.

    Selbst das müsste man mit realen Versicherungen gegenrechnen, wenn einem die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos den Aufpreis wert ist.

    Mir wird jedesmal schlecht, wenn ich den Vergleich meiner RV-Einzahlugen (hier muss man AG+AN rechnen) mit der prognostizierten Rente gegen eine Anlage mit angenommenen 3% Rendite p.A. und dem Rentenfaktor meiner unterirdisch schlechten BAV vergleiche.

    Wie ich seit 1999 auf nur 3% Nettorendite mit eniem weltweiten Aktien-ETF hätte kommen sollen, weiss u.U. meine private RV (die wolte mit meinem Geld aber auch noch seler Gewinn erwirtschaften), aber keine hist. Betrachtung der Börsenkurse.

    Leider kommt man als AN nicht aus der DRV raus. Als Freiberufler würde ich da nur einzahlen, wenn ich die Change einer Pleite meiner Selbstständigkeit sehr hoch einstufe.