Beiträge von Komnenos

    Macht eigentlich nur Sinn, wenn man wirklich alle einzahlen lässt. Also auch die vielfach verachtete Beamtenschaff, Richter, Soldaten, usw. Ansonsten entstünden nämlich mit den Zahlungen auch Ansprüche, was natürlich keinen Sinn ergibt. Es gibt beispielsweise Länderpolizeien, die zahlen in überhaupt keine KV ein, weder GKV noch PKV. Dito Soldaten. Schleierhaft, wie die SPD das als zweckgebundene Abgabe (aka nicht als allgemeine Steuer) verfassungskonform ohne vorherige Reform des Gesundheitssystems umsetzen will.

    Aber wir sehen hier das bestehende grundsätzliche Problem derzeitigen Politik: Anstatt an der Ausgabenseite zu arbeiten, muss jedes Problem einfach nur durch mehr Geld, also Einnahmen, bekämpft werden. Aber in einem Land, in dem die Mehrheit der Wähler Rentner sind, ist das natürlich auch nur die folgerichtige demoskopische Entscheidung. Wir arbeitendesVolk können uns darüber aufregen oder auch nicht, den Boomern und Rentnern in ihren schicken Einfamilienvillen ist es so ganz recht.

    Gibt es schon gute Gründe für.

    Es ist eine Schwäche der aktuellen Medienlandschaft, die Risiken der ETF Anlage ausschließlich auf materielle Gesichtspunkte (Klumpenrisiko USA, Volatilität, Sequence of Return Risk usw) zu beschränken.

    Es gibt auch, ich nenne sie, formelle Risiken, z.B. die Übernahme eines Anbieters und anschließende (in den meisten Ländern steuerschädliche) Konsolidierung von Fonds oder politische Risiken wie den Sitz und die Eigentümerstruktur der Verwahrstelle (Luxemburg vs. Afghanistan? Hsbc in London vs Zweigstelle von SPDR etc.).

    Diese Tabu-Frage wird leider viel zu selten gestellt. Du wirst da aber auch keine ehrliche Antwort bekommen. Soll hier aber ja auch nicht Thema sein auch wenn ich den Sinn dieses Threads generell (noch) nicht verstanden habe

    Die Frage ist m.E. zulässig .

    Auf reiner Sachebene hat Irving sehr oft Recht, vertritt rationale und gut durchdachte Standpunkte, die ich auch regelmäßig teile.

    Allerdings spielt es immer auch eine Frage, wer etwas sagt. Prof Walz kriegt zB so viel Gehör, weil er....Professor ist. Er hat Autoritas.

    "Irgendein Nutzer" in einem Forum steht natürlich unter einem anderen (nicht erzwingbaren) Rechtfertigungsvorbehalt.

    Jemand, der über 4Millionen (!) gemeinsames Vermögen hat,.l kann natürlich ganz anders über 100% Aktien reden als der durchschnittliche AN.

    Paranoid kann man immer sein. Letztlich bricht unser ganzes virtuelles ETF Sparen in sich zusammen, wenn Trump Microsoft anweist, sein Betriebssystem in der EU vom Netz zu nehmen.

    Oder wenn ein Super-Flare der Sonne unsere Stromnetze grillt.

    Oder Putin die Kapitulation von Polen oder Deutschland fordert, weil er sonst eine jede Hauptstadt mit Nuklearwaffen plattmacht.

    Trotzdem schadet es nicht, zu diversifizieren. Und ich setze lieber auf (zB) Xtrackers und Ftse als Ishares und Msci.

    Das ist alles zu viel Wildwuchs. Nimm einen weltweit streuenden ETF. Am besten von einem europäischen Fondsanbieter. Es bietet sich der von Amundi in der thesaurierenden (IE0003XJA0J9) oder ausschüttenden (IE0009HF1MK9) Variante an. Außerdem ist er sehr, sehr günstig. Dazu Tagesgeld und fertig.

    Würde mir hierzu auch eine Einschätzung von Finanztip wünschen. Alles natürlich ehr für worst case Szenarien aber die sind ja mit den Vorstufen des Faschismus in den USA irgendwo auch schon teilweise eingetreten und viele wünschen sich das ja auch hierzulande.

    Man müsste auch noch schauen wo die Wertpapiere aufbewart werden (nicht state street sondern Euroclear oder so) und wer die Unternehmen kontrolliert. Bei Amundi ist es Credit Agricol und die wiederum wird von SAS Rue La Boétie (und damit den Regionalbanken/Kunden) kontrollliert zumindest laut AI. Ist also tatsächlich recht europäisch/französisch.

    Ich habe seinerzeit genau die gleichen Überlegungen angestellt, und mich auch aus all diesen Gründen für den Amundi entschieden.

    Er natürlich mit 30 % Kanada Home-Bias alles richtig gemacht.

    Es ging darum, dem politischen Risiko der Kapitalmarktkontrolle bzw. Enteignung ausländischer Investoren vorzubeugen.

    Beide Risiken sind für Westeuropäer seit dem 2. WK irrelevant gewesen, erscheinen auf einmal aber nicht mehr völlig illusorisch.

    Im Übrigen hat Ben Felix niemals 30% Homebias als Kanadier selber "gehalten" noch derart extrem propagiert.

    Wenn du konsequent bist, musst du den ETF von Amundi nehmen. Alles andere ist quasi halbgarer Unsinn. Bei dem All country world von Amundi hast du einen europäischen etf-anbieter, der einen ETF von einem europäischen Index Anbieter auflegt.

    Außerdem solltest du vermutlich sogar über eine Übergewichtung der Eurozone nachdenken, um politischen Kapitalmarktrisiken zu begegnen und dich näher an der Inflation deiner Heimatwährung zu bewegen.

    Ben Felix hat in einem seiner neueren Videos dazu mal ein paar Nebensätze gesagt, die zum Nachdenken anregen.

    Schau dir doch mal die Kurse an. Ein Staatsanleihen ETF mit Laufzeiten von mehr als 1 Jahren (Max 3) ist nun mal volatiler als der Estr. Natürlich ist Volatilität hier im Vergleich mit Aktien ETFs relativ zu sehen.

    Wenn ich aber bspw eine Tagesgeld-Alternative Suche, ist für mich der Dbx0an aber das Instrument der Wahl. Ein 1-3 wäre das aufgrund der Volatilität nicht.

    Suche ich nach einer Diversifikation zu Aktieninvestitionen, könnte man natürlich über den 1-3 nachdenken.

    Es kommt auf den Verwendungszweck an. Und daher sind beide Produkte m.E. nicht vergleichbar.

    Der €STR scheint geringer zu sein, als die am besten bewerteten Staatsanleihen im Euro Raum. Was gibt's denn alternativ an ETFs auf Basis von Staatsanleihen der EU Länder?

    Habe bisher gefunden:

    https://www.finanztip.de/investmentfond…s/anleihen-etf/

    iShares Euro Government Bond 1-3yr UCITS ETF (Acc) (IE00B3VTMJ91)

    Das sind doch ganz andere Produkte, aka ein Geldmarktfonds basierend auf Estr, und Staatsanleihen mit Laufzeit zwischen 1 und 3 Jahren. Was ist denn der Sinn hinter der Frage, und kennst du die unterschiedlichen Risiken?

    Man erkennt hier einfach ganz deutlich, dass die Überkomplexität des Portfolios daher rührt, dass der "Berater" seinen eigenen Job als notwendig für eine Gute Geldanlage darstellen will.

    Einfach nur einen All World und Tagesgeld zu empfehlen, würde ja auch dem letzten Heini deutlich vor Augen führen, dass es den Job des Beraters gar nicht braucht.