Beiträge von Komnenos

    Wenn man das Gemeinwesen als Gegenspieler sieht (Anführungszeichen hin oder her), dann ist Abgabenrecht das geringste Problem. :rolleyes:

    Interessanterweise ist das keine Gruppe, die in den Medien verächtlich gemacht wird, obwohl sie es eher verdient hätte als die üblichen Verdächtigten.

    Man kann seinen polemischen Ton gerne kritisieren, aber er hat m.E. Recht mit der Einschätzung.

    Der Staat wird noch viel mehr als bisher an Kapitalerträge rangehen. Einfach weil das Renten- und Gesundheitssystem nicht reformierbar ist. Aufgrund unserer Demografie ist keine Mehrheit für einen Umbau erkennbar. Der politische Wille fehlt völlig.

    Der normale 40h AN wird in die Knechtschaft für die ältere Generationen und ein Gesundheitssystem für leistungsabstinente Gruppen gezogen. Alles andere ist illusorisch.

    Denkt an meine Worte.

    Davon würde ich nicht ausgehen, wenn es einen Rücksetzer oder gar Crash gibt, sieht man das bereits am 1. festgesetzten Börsenkurs (DAX) um 9:00:01 Uhr

    Das ist natürlich Quark.😉 Man sieht es in dem Moment, wo der Markt eine neue Information verarbeiten kann.

    Es wird in Japan also schon in der Nacht rappeln (oder auch nicht); und dann wird es wieder rappeln (oder auch nicht), sobald es eine neue, unverarbeitete Information gibt (z.B. die Iraner versenken durch einen Glückstreffer die U.S.S Gerald Ford usw).

    Beamter einer Landesbehörde, mit allen Zuschlägen nicht ganz 3400 Euro netto.

    Die offizielle Wochenarbeitszeit beträgt 41h, die tatsächliche ist teilweise erheblich höher (aufs Jahr gemittelt eher 44-45h). So schiebe ich derzeit mehrere hundert Überstunden vor mir her und sehe keine realistische Möglichkeit, sie irgendwie abzubauen.

    Dienstfrei ist nur sehr sporadisch möglich (wird aber bei Wunsch immer gewährt), da die Arbeit einfach liegen bleibt und beständig neue dazu kommt.

    Die Arbeitsbelastung ist vom quantitativen Umfang her moderat, aber mit teilweise erheblichen Spitzen, die zu mehreren 10-12h-Tagen hintereinander führen können; dazu kommen gelegentliche, teilweise geplante, teilweise nicht geplante Überstunden am Wochenende.


    Inhaltlich ist die Arbeit sehr verantwortungsvoll und intellektuell eher fordernd.

    Stressresistenz und Leistungsbereitschaft über das "vorgeschriebene Maß" werden inoffiziell vom Dienstherren erwartet und offen im Team untereinander auch gegenüber Neuzugängen kommuniziert. Wer nicht "taugt", hält es nicht lange aus. Entsprechend schwierig ist es, freiwillig Nachersatz zu finden.

    Gemessen an der (auch inhaltlichen) Arbeitsbelastung erscheint mir mein Einkommen unamgemessen niedrig. Entweder müsste ich für die Tätigkeit mehr verdienen, oder aber eine einfacherere Tätigkeit ausüben; dann wären ein niedrigeres Gehalt wohl auch angemessen.

    Aber so, wie es derzeit ist, stimmt es für mich nicht wirklich.

    Positiv hingegen betone ich die Führungskultur der Vorgesetzen, die Angebote an Homeoffice bei Bedarf (Kinder, Monteure im Haus etc), die Arbeitsatmosphäre bzw. den Umgang der "Leidensgenossen" untereinander, das erkennbare Bemühen des Dienstherren, auch "Schwächeren" (Schwangeren, Alleinerziehenden, Transpersonen, Behinderten etc) zu helfen und sie zu unterstützen und natürlich die üblichen Beamten"goodies"; für letztere bin ich trotz der Jammerei sehr dankbar und bin mir am Ende des Tages der Vorzüge auch sehr genau bewusst.

    Alles im Allen bin ich daher (knapp) zufrieden.

    Perspektivisch dürften die Zinsen für Staatsanleihen eher steigen als sinken. Das heißt, der Kurs von Staatsanleihen ETFs mit mehr als nur sehr kurzen Laufzeiten wird tendenziell sinken.

    Wer Sicherheit will, sollte entweder Tagesgeld oder dt. Staatsanleihen <1y nehmen, eventuell noch solide Geldmarktfonds wie DBX0AN oder den DWS ESG euro money market Fonds.

    Dieser Logik nach darf man auch nicht die CoDi oder ING empfehlen, weil man da bis zu 69 Euro pro Verkauf bezahlt.

    Handelsplatz- oder Brokerspezifische Probleme sind ja nun kein Argument für einen bestimten ETF.

    Ich würde einen europäischen und dazu noch dreifach günstigeren Anbieter für ein All World Produkt bevorzugen, namentlich den Amundi Prime All Country World.Den gibt es sowohl als thesaurierende oder aussschüttende Variante mit stetig steigendem Fondsvolumen, derzeit über 4 Milliarden Euro.

    Vanguard als Produkt ist veraltet, weil viel zu teuer, amerikanisch und darüber hinaus eine Marketing Mogelpackung, weil die hohen Kosten genutzt werden, um den Amis ihre günstigen ETFs querzusubventionieren.

    Irgendwelche Sektor/Regionenwetten wie auf das UK sind schädlich für deine langfristige Geldanlage und sollten unterbleiben.

    Macht eigentlich nur Sinn, wenn man wirklich alle einzahlen lässt. Also auch die vielfach verachtete Beamtenschaff, Richter, Soldaten, usw. Ansonsten entstünden nämlich mit den Zahlungen auch Ansprüche, was natürlich keinen Sinn ergibt. Es gibt beispielsweise Länderpolizeien, die zahlen in überhaupt keine KV ein, weder GKV noch PKV. Dito Soldaten. Schleierhaft, wie die SPD das als zweckgebundene Abgabe (aka nicht als allgemeine Steuer) verfassungskonform ohne vorherige Reform des Gesundheitssystems umsetzen will.

    Aber wir sehen hier das bestehende grundsätzliche Problem derzeitigen Politik: Anstatt an der Ausgabenseite zu arbeiten, muss jedes Problem einfach nur durch mehr Geld, also Einnahmen, bekämpft werden. Aber in einem Land, in dem die Mehrheit der Wähler Rentner sind, ist das natürlich auch nur die folgerichtige demoskopische Entscheidung. Wir arbeitendesVolk können uns darüber aufregen oder auch nicht, den Boomern und Rentnern in ihren schicken Einfamilienvillen ist es so ganz recht.

    Gibt es schon gute Gründe für.

    Es ist eine Schwäche der aktuellen Medienlandschaft, die Risiken der ETF Anlage ausschließlich auf materielle Gesichtspunkte (Klumpenrisiko USA, Volatilität, Sequence of Return Risk usw) zu beschränken.

    Es gibt auch, ich nenne sie, formelle Risiken, z.B. die Übernahme eines Anbieters und anschließende (in den meisten Ländern steuerschädliche) Konsolidierung von Fonds oder politische Risiken wie den Sitz und die Eigentümerstruktur der Verwahrstelle (Luxemburg vs. Afghanistan? Hsbc in London vs Zweigstelle von SPDR etc.).

    Diese Tabu-Frage wird leider viel zu selten gestellt. Du wirst da aber auch keine ehrliche Antwort bekommen. Soll hier aber ja auch nicht Thema sein auch wenn ich den Sinn dieses Threads generell (noch) nicht verstanden habe

    Die Frage ist m.E. zulässig .

    Auf reiner Sachebene hat Irving sehr oft Recht, vertritt rationale und gut durchdachte Standpunkte, die ich auch regelmäßig teile.

    Allerdings spielt es immer auch eine Frage, wer etwas sagt. Prof Walz kriegt zB so viel Gehör, weil er....Professor ist. Er hat Autoritas.

    "Irgendein Nutzer" in einem Forum steht natürlich unter einem anderen (nicht erzwingbaren) Rechtfertigungsvorbehalt.

    Jemand, der über 4Millionen (!) gemeinsames Vermögen hat,.l kann natürlich ganz anders über 100% Aktien reden als der durchschnittliche AN.

    Paranoid kann man immer sein. Letztlich bricht unser ganzes virtuelles ETF Sparen in sich zusammen, wenn Trump Microsoft anweist, sein Betriebssystem in der EU vom Netz zu nehmen.

    Oder wenn ein Super-Flare der Sonne unsere Stromnetze grillt.

    Oder Putin die Kapitulation von Polen oder Deutschland fordert, weil er sonst eine jede Hauptstadt mit Nuklearwaffen plattmacht.

    Trotzdem schadet es nicht, zu diversifizieren. Und ich setze lieber auf (zB) Xtrackers und Ftse als Ishares und Msci.