Beiträge von ThomasPfister

    Natürlich ist die Zukunft ungewiss. Aber du hast jetzt zwei Varianten:

    1. Nvidia weiterhin behalten. Einzelaktien sind sehr ungewiss und dank Mean Reversion ist die Chance auf weiterhin überdurchschnittliche Gewinne recht gering. Falls es nicht klappt, kannst du dich damit trösten, dass du insgesamt immer noch 1000% gemacht hast

    2. Verkaufen, Abgeltungssteuer schlucken und in einem breiten ETF die Durchschnittsrendite abgreifen. Nochmal 3000% sind natürlich auf das Geld nicht drin


    Ich wüßte, welche Variante ich hier wähle.

    Ich auch. Eindeutig 1. Eben Geschmackssache.

    Aber ist das die richtige Frage? Dein Ziel ist ja nicht mit 8% relativ zu anno dazumal rauszukommen. Sondern 8% ab heute

    Das ist klar. Nur ist die Zukunft ungewiss, also greift man nach der Vergangenheit und die Werte der Vergangenheit. Und wenn ich sage, ich habe zuletzt ca. 500% pro Jahr mit dieser Aktie gemacht, dann kann die Aktie schon ziemlich einbrechen damit ich morgen quasi nur bei 8% lande. Klar wenn diese eine Aktie nachgibt, muß quasi eine andere das ausgleichen. Daher spricht man ja auch von einem breit aufgestellten Portfolio.

    Meine Erlebnisse mit Nvidia: Ich habe im Jahr 2000 ca. 1.000 Euro in dieses Unternehmen investiert. Heute sind daraus ca. 36.000,- Euro geworden. Das entspricht einen Rendite von ca. 3.000 %, grob gerechnet entspricht das einer Jahresrendite vom ca. 500 %. Also könnte die Aktie bei mir über 90% fallen, und es wäre etwas ein Nullsummenspiel. Meine Zielrendite liegt so bei ca. 8% netto im Jahr. Jetzt kann gerne jemand mal ausrechnen, wie lange könnte ich diese Aktie halten, ohne weitere Kurssteigerung, damit ich nur bei meiner gewünschten Zielrendite liege. Ich will damit sagen, ich bin zufrieden mit dieser Aktie. Natürlich macht Nvidia nur einen kleinen Teil meines Depots aus - eigentlich schade. Natürlich ist alles möglich, und Nvidia kann morgen ein weiteres Wirecard werden.

    Mal etwas zum Nachdenken:

    Sind eigentlich Alle, die gegen die Attest-Pflicht ab dem ersten Krankentag sind, auch gegen die Bezahlung ab dem ersten Arbeitstag?

    Und wissen eigentlich die Ärzte, die sich über die zusätzlichen Patienten in ihren Praxen beschweren, daß Patienten auch zahlende Kunden sind, die ihr Eigenheim mitfinanzieren?

    Für mich klingt das nach "früher war alles besser". Grundsätzlich fand ich Veränderungen immer spannend. Sie bedeuteten auch für mich, mal wieder über seine eigene Arbeit nachzudenken, raus aus den ausgetretenen Pfaden, Neuland erkunden. Klar, mal war es gut, mal weniger gut. Was ist den die Alternative, immer das gleiche, wie im Tiefschlaf. Das dabei Fehler oder zumindest keine Innovationen entstehen ist klar. Und jetzt bin ich ganz böse, das ist genau der klassische Vorwurf gegen Behörden.

    Ich gehe auf die 60 zu und habe schon so manche Reform erlebt. Mein Erfahrungen mit Änderungen: 1 / 3 befrifft mich nicht, 1 / 3 ist für mich positiv und ein weiteres 1 / 3 ist für mich negativ. Also mall die Füßchen still halten.

    Mal ehrlich gesagt, man alles zum Guten oder Bösen verwenden. Ein kurioses Beispiel dazu: In Fürth gibt es zum Weihnachtsmarkt auch einen Mittelaltermarkt. Dort gibt es unter anderem einen Stand, der Messer, Äxte etc. im Mittelalter-Stil verkauft. Im letzten Jahr kam man dann aus Sicherheitsgründen auf die Idee, daß man die ausgelegten Waren lieber "versteckt" auslegt. Da sieht man mal, wie schnell ein "guter" oder zumindest "neutraler" Dekorationsartikel zu etwas Bösem wird.

    Es gibt auch andere Informationsquellen und Arbeitsangebote. Welchen Beruf hast du? Wie weit entfernt ist die nächste Stadt mit mindestens 100000 Einwohnern?

    Ich war Controller in einem kleinen Unternehmen und deshalb, wie alle aus dem ca. 5-köpfigen Management-Team auch Assistent der Geschäftsleitung. Soll heißen ich bin flexibel einsetzbar, von Personal, über Vertrieb, Logistik, Einkauf etc.

    Ich wohne schon in einer größeren Stadt.

    Zum Thema Infomationsquellen: In meinem privaten Umfeld stehen alle im Alter von ca. 60 Jahren vor der gleichen Thematik: Entweder haben sie schon einen Aufhebungsvertrag bekommen oder stehen knapp davor. Für die Zeit danach plant keiner mit einer weiteren Vollzeitstelle zum annähernd gleichen Gehalt. Sie wissen alle das ihr Vollzeit-Berufsleben zu Ende ist. Natürlich rutscht da keiner in die Armut bzw. Bürgergeld.

    Auch in meinen Vorstellungsgesprächen werde ich mit Fragen konrfontiert wie "Wie lange wollen Sie noch arbeiten?" oder "Beherrschen Sie diese oder jene Software, den in Ihrem Alter gibt es dafür keine Schulungen mehr?

    Personaldienstleister nehmen mich zwar gerne in ihrem Pool auf, doch auch diese sagen, die Chancen sind gering.

    Mit 58 nochmal etwas Neues anfangen sollte nicht das Problem sein, so lange es keine gesundheitlichen Einschränkungen gibt. Finanziell scheint es nicht zwingend nötig zu sein, womit die Auswahl für Alternativen groß sein sollte.

    Aber klar, wem alles vor der Haustüre präsentiert werden muss ("Jobaussichten"), der findet die anderen Wege nicht. Es gibt genügend andere Wege, Einkommen zu generieren. Einen hast Du schon gefunden mit Deinem Ehrenamt.

    Jetzt bin ich neugierig: Welche anderen Wege meinst Du?

    Zumindest scheint unserem Gesetzgeber das Problem bekannt zu sein, schließlich wird das Arbeitslosengeld für Ältere länger gezahlt.

    Auch bei meinen persönlichen Gesprächen mit dem Jobcenter wurde mir bestätigt, daß die Jobaussichten mau sind. Empfehlung: Selbständigkeit. Umschulungen lohnen sich nicht mehr.

    Das ist grundsätzlich richtig - die monatliche Belastung für Zins und Tilgung ist zunächst aber erstmal eine dauerhafte Verbindlichkeit.
    Grundsätzlich finde ich jahrelange Abhängigkeiten (in diesem Fall von einer Bank) nicht besonders gut - wenn ich investiere, nutze ich dazu Eigenkapital.
    Bis sich das rechnet, wird eine Weile ins Land gehen.

    Eher andersherum, die monatliche Belastung für Zins und Tilgung endet irgendwann, die Einsparung bleibt hoffentlich dauerhaft, natürlich muß auch mal in Reparaturen, Erneuerungen etc. investiert werden.

    ?

    ich habe mein vermögen mit nahezu keinen krediten aufgebaut, warum sollte ich sowas auch machen?

    ich habe auch weiterhin nicht vor irgendwelche, viel zu teuren, krediten zu arbeiten, wenn ich dass was ich brauche auch einfach direkt kaufen kann.


    Ich erinnere an meinen Ursprungsbeitrag:

    "Gibt es weitere Alternativen?

    Ich freue mich über Euren Gedankenaustausch."

    Du sollst gar nichts machen. Mache mit Deinem Geld, was Du für richtig hälst. Du mußt es vor Dir, eventuell Partner, Kinder etc. verantworten. Wenn ich noch Gott schreibe, dann landen wir gleich bei einer Diskussion über Religion - das war ein Witz.