Beiträge von ThomasPfister

    Ich will eben alles haben, eine sinnstiftende Geldanlage, ein sinnstiftendes Ehrenamt - habe ich schon und auch ein sinnstiftendes Privatleben - habe ich auch schon. Ich bin ein Leistungesmensch durch und durch, ein Perfektionist, nach meinen Maßstäben oder für andere, vielleicht auch ein Spinner.

    ThomasPfister ich sehe, Du hast Deine Erfahrung noch nicht gemacht. Zur Erläuterung, solche Mechanismen laufen üblicherweise nach diesem Prinzip ab:

    • Aktien stark gestiegen.
    • Aktien wurden als Sicherheit für Kredite genutzt.
    • Teilweise wurden mit diesen Krediten weitere Aktien gekauft oder private Ausgaben/Investitionen finanziert.
    • Aktie fällt stark.
    • Bank fordert zusätzliche Sicherheiten.
    • Können diese nicht gestellt werden, wird zwangsverkauft.
    • Der Zwangsverkauf drückt den Kurs zusätzlich — und kann weitere MarginCalls auslösen.

    Der gefährliche Punkt ist: Bei einem normalen Aktieninvestment kann man theoretisch aussitzen. Bei kreditfinanzierten Aktien entscheidet irgendwann nicht mehr der Anleger, sondern die Bank oder der Broker, wann verkauft wird.

    Viel Glück mit Deinen künftigen Finanzentscheidungen.

    Danke für die Erklärung, doch das ist mir bekannt und hatte ich auch schon.

    Gerade in jungen Jahren kann die Investition mit moderatem Hebel sinnvoll eingesetzt werden bei entsprechender Risikobereitschaft. Mit Ende 50 drängt sich das jetzt nicht wirklich auf. Daher ein paar Fragen:

    Wann willst Du in Rente gehen und benötigst Du das Depot für eine Rentenlücke? Ist das Depot groß genug für diesen Zweck oder hast Du Torschlusspanik? Ein paar mehr Infos zum warum könnten helfen die Frage sinnvoll zu beantworten.

    Wenn Du bei Corona gehebelt hast, wann genau und wie stark?

    Vielen Dank für Deine Antwort bzw. Fragen.

    Ich bin 58, gerade arbeitslos geworden. Die Jobaussichten sind extrem mau. Ich rechne nicht mehr mit einem adäquaten Job. Aktuell habe ich ein gut bezahltes Ehrenamt, eventuell noch einen Minijob, aberes wird wohl Rente werden. Das Depot ist sehr groß. Die staatliche Rente wird auch sehr gut sein, dazu noch entsprechende sonstige sehr gute betriebliche Renten. Ich werde als Rentner höhere Einnahmen haben, wie als Angestellter.

    Bei Corona hatte ich mein Depot mit ca. 70% Kredit gehebelt. Klar mußte ich dort etwas aus dem Bestand verkaufen. Allerdings bekomme ich auch gute Dividendenzahlungen, um die Kreditraten zu stemmen. Aktuell bin ich bei ca. 50 % Kredit.

    Lass das mit dem kreditfinanzierten Investieren...weiß nicht, wie alt du bist, aber diejenigen, die die Wirren an der Börse ganz zu Beginn unseres Jahrtausends miterlebt haben, wissen, dass dies eine ganz schlechte Idee ist...

    Ich bin 58 Jahre alt. Wenn ich mir den Dax zurückblickend anschaue, dann ging es über 3 Jahre zur Jahrtausendwende nach unten, da war der Corona-Einbruch heftiger und den habe ich gut überstanden.

    Das Geld ist in Eurem Vermögen gebunden, sprich totes Kapital. Wie kommt man daran, ohne sein Vermögen anzugreifen? Wie kann man mit diesem gebundenen Kapital arbeiten?

    - Immobilien: Gerade in der heutigen Zeit gibt es viele Möglichkeiten: zinsgünstigen Kredit mit staatlicher Förderung aufnehmen und in PV-Anlagen, Speicher, Wallbox etc. investieren. Spart monatliche Ausgaben und steigert den Wert der Immobilie

    - Depot: ebenso Kredit aufnehmen und reinvestieren. Natürlich sind mir die Risiken einen kreditunterlegten Depots bekannt. Man kann über den Kreditanteil (10%? 20% oder ) mehr diskutieren.

    Gibt es weitere Alternativen?

    Ich freue mich über Euren Gedankenaustausch.

    Ich sehe es es generell kritisch, wenn Leute von außerhalb in die Schule kommen, um dort Vorträge halten.

    Es gibt ja Grundsätze, nach denen unterrichtet wird. Dazu gehört auch, die Dinge von verschiedenen Standpunkten aus zu betrachten. Ob das Externe das so machen, ist die Frage.

    So tummeln sich zur Zeit verstärkt, ja, etwas off-topic, sog. Jugendoffiziere der Bundeswehr in den Schulen. Pflichtveranstaltung, das müssen sich die Schüler anhören.

    Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

    Auf der einen Seite geht es um das - ich nenne es mal das Lehrer-Schüler-Verhältnis. Auf der anderen Seite bringen Externe eine andere Sichtweise in den Unterricht. Ich denke da an solche, sicher extreme Beispiele, wie KZ-Überlebende oder auch Es-Drogensüchtige etc.

    Und wie viele Schüler gibt es, die sich von den Lehrern gar nichts mehr sagen lassen. Man stelle sich in diesen Fällen mal vor, der Sportuntericht würde von einem Bundesliga-Spieler abgehalten.

    Ich bin ehrenamtlich in der Schuldnerberatung tätig. Gemeinsam mit der Stadt und einer Stiftung bieten wir Schulungen zum Umgang mit Geld für Berufsschüler an.

    Das Angebot ist bewusst niedrigschwellig gestaltet und richtet sich an Jugendliche, die erstmals regelmäßig über ein eigenes Einkommen verfügen – also den Schritt vom Taschengeld zum ersten Gehalt machen.

    Im Mittelpunkt steht dabei keine Bevormundung, sondern finanzielle Eigenverantwortung nach dem Motto: Mit eurem Geld könnt ihr grundsätzlich machen, was ihr wollt – wichtig ist nur, die möglichen Folgen und langfristigen Konsequenzen im Blick zu behalten.

    Vielleicht kannst Du auch ganz froh sein, dass Du in der GKV bist.

    Ich finde die PKV einfach nur anstrengend. Man muss deutlich forschender sein, vor der Behandlung abklären, ob das die PKV auch wirklich zahlt etc. Natürlich liegt der Vorteil bei Terminvergabe etc., was im Alter eventuell wertvoller sein könnte...

    Und dann der innere Zwang, nicht zum Arzt zu gehen, da die Krankenkassen mit Bonisystemen arbeiten. Da ist man immer am rumrechnen... nervig.

    Die Beiträge der PKV sind natürlich auch nicht ohne im Alter. Für meine Mutter wurde der Beitrag von 700,- auf knapp 1000,- erhöht innerhalb von 2 Jahren. Das muss man dann als Rentner auch wegstecken können.

    Also wenn Geld keine Rolle spielt, überwiegen für mich die Vorteile der PKV, aber man muss auch aufpassen, dass man zielführend behandelt wird und der Arzt (soll keine böse Unterstellung sein) nicht versucht, möglichst viel abzurechnen...das hatte ich auch schon erlebt.

    Auch das waren meine Erfahrungen mit der PKV in der Verwandschaft. Da zahle ich lieber mit meinem Guten Namen und lege meine GKV-Karte beim Arzt vor.

    Moin!

    Lies mal bitte hier: „Finanzmärchen: Du brauchst Einzelaktien als Renditeturbo

    Mit den richtigen Einzelaktien kannst Du Deinen Vermögensaufbau richtig anschieben? Diesen Tipp hast Du bestimmt schon mal bekommen. Er ist aber ein Finanzmärchen.“

    Heisst: Finanztip empfiehlt das nicht.

    Quelle: https://www.finanztip.de/daily/finanzma…s-renditeturbo/

    Also der Beitrag macht mich nur wütend.

    Da werden 2, in Worten zwei, Aktien herangezogen: Wirecard als Verlierer und Coca-Cola als solider Langweiler. Dem gegenüber werden ETFs mit breiter Streuung, sprich vielen Aktien, propagiert. Finde den Fehler.

    Wenn ich schon irgendetwas gegenüberstellen will, wäre vielleicht Wirecard und Nvidia sinnvoller, Ein Loser und ein Sieger. Wie sähe da die durchschnittliche Rendite aus? Oder wie sähe die Rendite mit einem Portfolio aus damals 50/50 Wirecard und Coca-Cola heute aus?

    Ein Artikel, der den Deutschen aus der Seele spricht - Aktien sind Teufelswerk, nur Finger weg, alles böse Kapitalisten etc. Und dann meckern über die geringe Altersvorsorge. Genau das höre ich immer wieder, wenn ich mit Freund über das Thema spreche. Wie schön wäre eine gute, ja auch breit aufgestellte Finanzbildung, am besten schon in der Schule.

    Ich glaube genau das ist am Ende ein ziemlich wichtiger Punkt: Nicht jede Art von Führung oder Unternehmenskultur passt automatisch zu jeder Person. Manche arbeiten lieber mit klaren Vorgaben und ambitionierten Zielen, andere brauchen mehr Mitsprache oder Diskussionen. Beides hat wahrscheinlich irgendwo seine Berechtigung. Langfristig funktioniert es für ein Unternehmen aber vermutlich am besten, wenn die Mitarbeiter sich grundsätzlich mit der Philosophie und der Art der Zusammenarbeit identifizieren können. Sonst entsteht schnell Frust auf beiden Seiten.

    Danke dir jedenfalls für den ausführlichen Einblick!

    Danke Dir ebenfalls für den regen Austausch.

    Ich finde, das zeigt eigentlich ziemlich gut, wie wichtig die Rolle der Führungskraft dabei ist. Also ob jemand einfach nur „von oben Druck macht“ oder ob wirklich versucht wird, neue Energie und neue Ideen ins Unternehmen zu bringen.

    Mich würde da interessieren, wie euer Chef grundsätzlich mit euch umgeht. War das eher jemand, der einfach seine Vorstellungen durchsetzt oder auch offen dafür ist, auf Mitarbeiter einzugehen und Feedback ernst zu nehmen? Weil genau das scheint hier im Thread ja ein ziemlicher Kernpunkt zu sein. Wenn die Führung komplett dicht macht, bringt wahrscheinlich das beste Coaching oder die beste Idee langfristig wenig.

    Andererseits könnte ich mir auch vorstellen, dass ein Chef, der 2 Monate im Jahr im Urlaub ist, deutlich entspannter sein könnte (und ausgeglichener) als so mancher Workaholic ^^

    Vielen Dank für Deine Antwort.

    Um Deine Frage zu beantworten kurzer Überblick über das Unternehmen. Das Unternehmen hatte zur Spitze ca. 150 Mitarbeiter mit ca. 6 Führungskräften, teilweise kannten wir uns schon Jahrzehnte, also fast ein Familienunternehmen. Ich kam sehr gut mit dem Chef aus. Ja, er war teilweise "ein harter Hund"; hatte sehr genaue Vorstellungen wie sein Unternehmen laufen soll. Auf der anderen Seite war er auch immer offen für Vorschläge. Sein Motto war: Ihr könnt machen was ihr wollt, ihr müßt mir nur erklären, was das für das Unternehmen bringt. Er hat auch bewußt sehr hohe Ziele gesetzt, weil ihm klar war, daß diese nur zu 80 oder 90 % erreicht werden. Ich habe diese Art der Führung verstanden, andere hatten damit ihre Probleme. Diese Mitarbeiter wollten eher diskutieren. Jeden Sch.. ausdiskutieren zu wollen, bringt das Unternehmen nicht weiter, kostet nur Zeit und führt oft genug zu halbgaren Kompromissen. Vielleicht denke ich da auch anders wie andere.

    Ein etwas anderes Beispiel aus meinem Berufsleben zu dem Thema: Unser Chef war jeden Sommer ca. 2 Monate in Urlaub. Jedes Mal hat sich in diesem Zeitraum ein gewisser Schlendrian eingebürgert. Also hat der Chef nach seiner Rückkehr kräftig auf den Tisch gehauen und teilweise mit wirklich neuen grundlegenden Ideen (Teams bekommen neue Namen, das Firmenlogo muß überarbeitet werden etc.) wieder frischen Wind ins Unternehmen gebracht. Und wirklich jedes Mal gingen die Umsatzzahlen wieder nach oben. Auch der innere Schlendrian war weg, jeder hat plötzlich wieder aktiver gearbeitet und sich jeden Schritt wieder genau überlegt bzw. hinterfragt, statt einfach nur die Tagesroutine abzuarbeiten.

    Wenn ich hier so manchen lese, dann ist "Neoliberalismus" eine viel zu moderate Beschreibung.

    Was wird am Eigenheim eigentlich groß gefördert, hab nix bekommen. Aber klar die Eigentumsquote ist ja eh viel zu hoch und der Sparfuchs wohnt sowieso zur Miete.

    Ach Witwenrente braucht auch keiner, wenn es die nicht geben würde, müsste ich wohl meine Mutter alimentieren.

    Arbeitnehmer Sparzulage musst du als Verheiratete zusammen unter 80k sein, hm. Das ist bei zweimal Vollzeit schon dürftig. Aber du zahlst sicher Spitzensteuersatz.

    Haut einfach weg den scheiss, ihr wollt scheinbar in einem anderen Land leben.

    Großes Mißverständnis, zumindest aus meiner Sicht. Unser Sozialstaat hat durchaus seine Existenzberechtigung, nur ist er uns entglitten.

    Wir können gerne die absolute Ausgabenhöhe belassen, wenn sie wirklich zielgerichtet den Bedüftigen zugutekommt. Da fange ich gerne bei mir selbst an - ich halte es für ein Unding, daß Millionäre die Arbeitnehmersparzulage erhalten.

    Dem kann ich zu 100% zustimmen.

    Ich will das mal mit ein paar Beispielen untermauen, die auch noch zeigen, daß der Staat ein Ausgabenproblem hat.

    Meiner Frau und mir geht es finanziell sehr gut, trotzdem haben wir immer noch Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage. Wir haben erst ein neues eAuto gekauft, auch dafür eine staatliche Förderung erhalten. Zusätzlich haben wir uns noch eine Balkonsolaranlage geleistet - keine Mehrwertsteuer gezahlt.

    Ebenso Schwiegermutter. Sie hat ein Bruttojahrseinkommen von ca. 45.000,- Euro, aus Renten und Kapitalerträgen, und zahlt 0,- Euro Einkommensteuer. Zusätzlich bekommt sie noch Pflegegeld.

    Aus meiner Sicht sollten viele dieser staatlichen Leistungen einkommensabhängig sein. In der heutigen Form sind sie teilweise Wahlgeschenke für die Reichen.