Digitale Rentenübersicht

  • Die könnten damit langsam mal anfangen. Selbst meine Eltern haben inzwischen die eID Funktion aktiv. Die gibt inzwischen zu jedem neuen Perso dazu. Wer die jetzt noch nicht hat, der will nicht. Obwohl er Könnte.

    Schätzungen zufolge nutzen weniger als 10% die eID-Funktion. Es muss also einen Grund geben, dass mehr als 90% das nicht tun. Sind das alles rückwärtsgewandte Fortschrittsverweigerer? Ich glaube nicht.

    Schon vor 20 Jahren, als ich noch berufstätig war, hat ein Kollege von mir direkt an der Entwicklung des nPA (neuer Personalausweis) mitgewirkt. Seit 2010 wurde der nPA dann ausgegeben. Bis heute gibt es nur wenige Anwendungen, die die eID-Funktion unterstützen. Es fehlt die Killer-Applikation. Ich glaube allerdings nicht, dass es sie gibt. Sonst wäre sie schon längst da.

    Im Grunde ist es ähnlich wie mit E-Mail-Verschlüsselung. Da beschweren sich auch dauernd irgendwelche Nerds, dass das doch schon längst gelöst wäre und völlig einfach und unkompliziert sei. Ist es eben nicht, sonst würde es schon lange jeder machen. Es ist eben viel Gefrickel, das den Nutzen nicht rechtfertigt. Falls es jemand wirklich benötigt, wird einfach eine passwortgeschützte ZIP-Datei versendet.

    Nur wenn etwas einfach zu nutzen ist und einen deutlichen Mehrwert erzeugt, wird es sich durchsetzen. Das kann ich leider bei der eID-Funktion des Personalausweises nicht erkennen.

  • Nach all den Kommentaren (danke dafür :thumbup:) habe ich es nun selbst einmal ausprobiert.

    Bei der Registrierung per Handy und der Anmeldung via Personalausweis gabs keinerlei Probleme, auch der Datenabruf hat prinzipiell gut geklappt. Allerdings sind nicht alle Daten vorhanden, eine Rentenversicherung wird z.B. nicht angezeigt.

    Insgesamt finde ich das aber einen sehr guten Ansatz und hoffe, dass das System auch auf Beamtenpensionen sowie sämtliche Versicherungsunternehmen ausgeweitet wird, denn eine kompakte und stets aktuelle digitale Übersicht wäre natürlich extrem hilfreich.

  • Schätzungen zufolge nutzen weniger als 10% die eID-Funktion. Es muss also einen Grund geben, dass mehr als 90% das nicht tun. Sind das alles rückwärtsgewandte Fortschrittsverweigerer? Ich glaube nicht.

    Ich habe das lange nicht genutzt, weil es keine Anwendungen gab, die mir sinnvoll erscheinen.


    Inzwischen gibts ein paar Banken, die drüber die Identlfikation machen. Das ist ein Fortschritt gegenüber den Videos mit unverständlichen Leuten auf der anderen Seite.


    Den elektronischen Fahrzeugschein habe ich ausprobiert. Was mir das bringt, weiß ich nicht. Gelernt have ich darin, dass die HU demnächst überfällig ist. Ich hätte sie als fällig im Dez angesehen. Wenn die App Mitte Nov eine Benachrichtigung schicken würde, wäre es toll oder einen Kalendereintrg macht. Gibts aber bestimmt nicht. Und die Abkürzungen sind in der App auch nicht erklärt, dabei wäre es dort viel einfacher als auf dem Dokument selbst.


    Die Rentenauskunft ist ganz nett, aber sicher optimierbar und das Papier bekommt man sowieso.

  • Nur wenn etwas einfach zu nutzen ist und einen deutlichen Mehrwert erzeugt, wird es sich durchsetzen. Das kann ich leider bei der eID-Funktion des Personalausweises nicht erkennen.

    Lange Jahre war das ja auch fürchterlich umständlicher IT Sondermüll made in Germany.

    Inzwischen ists aber besser, die postident App kann das neuerdings. Postident öffnen, Perso ans Handy Bappen, pin eingehben. Pling! Fertig.

    Ebenso ganz neu der digitale fahrzeugschein. Perso ans Handy Bappen, pin eingeben. Pling! Fahrzeugschein aufm Handy.

    Es wird. Langsam. 15 Jahre zu spät, aber es wird.

  • Ich habe geschrieben Elster wird auch für die Legitimation bei der Agentur für Arbeit verwendet, obwohl Steuererklärung auch nichts mit der Arbeitsagentur zu tun hat. Außerdem fällt mir noch ein, daß ich Elster auch für die Beantragung einer Behinderung verwendet habe, also zumindest bei uns in Nürnberg ging das.

    Ja stimmt, das ist eigentlich ganz schlau, mit dem Zertifikat ist man ja eindeutig identifiziert. Aber zwischen Steuern und Arbeit gibt es auch einen direkteren Zusammenhang als zwischen diesen beiden und der Staatsbürgerschaft. Vielleicht ist hier auch Land und Bund der Unterschied.

  • Ich habe nochmal ein wenig herumgespielt. Mit einem anderen Weg komme ich weiter. Zuerst in der AusweisApp mit dem Personalausweis anmelden, dann die Anbieterliste in der App aufrufen und dort die Digitale Rentenübersicht auswählen. So klappt es bei mir.

  • Natürlich gibt es eine entsprechende App für das Smartphone, hier der Link zum iOS App Store:

    Ich habe nicht von der Ausweis-App geredet. Die Funktionalität des Portals "Rentenübersicht" gibt es offenbar nur im Browser, jedoch nicht als App fürs Smartphone. Sicher, man kann die Seite auf dem Smartphone im Browser aufrufen. Das dürfte allerdings wenig vergnüglich werden.

    Gemeckert ist immer einfach. Aber mach' doch mal einen konkreten Vorschlag, wie es einfacher zu nutzen wäre und dabei trotzdem sicher bleibt. Bedenke dabei auch, dass hier im Forum eine Menge Leute regelrecht Panik schieben, weil ihre Bank nur noch App-basierte Freigaben ermöglicht und, oder noch "schlimmer", Freigabe und Banking in der ein und derselben App passieren.

    Warum sollte ich Vorschläge machen? Das ist die Aufgabe der hochbezahlten IT-Berater, die sich das ausgedacht haben. Nur soviel von meiner Seite dazu:

    Warum ist der ePA nicht in die Gänge gekommen? Weil zu der Zeit, als er ausgegeben wurde, kaum jemand ein NFC-fähiges Gerät hatte. Das änderte sich, als einige Jahre später immer mehr Smartphones NFC-fähig waren. Heute sind es fast alle. Und ca. 90% der Leute haben ein solches Smartphone. Aus rein technischer Sicht könnte man könnte man die Funktionalität des ePA sogar in das Smartphone verlagern, wie man es mit Kreditkarten ja heute schon macht. Das würde die Benutzung deutlich vereinfachen.

    Wäre da nicht die unschöne Sache mit der Sicherheit. Schon während der Entwicklung des ePA hat man sich jahrelang mit den Sicherheitsaspekten beschäftigt. Was für Implikationen sich aus einer vereinfachten Anwendung oder Migration ins Smartphone ergäben, darüber möchte ich mir gar keine Gedanken machen. Aber der Aufwand dafür dürfte alles andere als gering sein, und da es um ein Projekt im Bereich "Public Services" geht, ist von einem mehrere Jahre dauernden Projekt auszugehen. Da ist die Frage, ob sich jemand aus dem zuständigen Ministerium das ans Bein binden möchte.

  • Ich habe nicht von der Ausweis-App geredet. Die Funktionalität des Portals "Rentenübersicht" gibt es offenbar nur im Browser, jedoch nicht als App fürs Smartphone. Sicher, man kann die Seite auf dem Smartphone im Browser aufrufen. Das dürfte allerdings wenig vergnüglich werden.

    Doch, das geht erstaunlich gut.


    Eine App wäre aber in der Tat komfortabler.

  • Ich habe nicht von der Ausweis-App geredet. Die Funktionalität des Portals "Rentenübersicht" gibt es offenbar nur im Browser, jedoch nicht als App fürs Smartphone. Sicher, man kann die Seite auf dem Smartphone im Browser aufrufen. Das dürfte allerdings wenig vergnüglich werden.

    Statt meckern und spekulieren: Einfach ausprobieren. Es braucht nicht für alles eine App. Die Website der Rentenübersicht ist hervorragend für Mobilgeräte optimiert. Ich habe keine zwei Minuten benötigt, um mich auf dem Smartphone bequem zu registrieren und Auskünfte anzufordern.

  • Heute waren bei mir in dieser Übersicht auch meine Versicherungen sichtbar. Allerdings teilweise ohne Werte, weil es Aktienfonds sind. Ich frage mich, für wen diese Übersicht gedacht ist. Die einen haben ihre Unterlagen griffbereit, brauchen diese Übersicht also nicht, und die anderen haben kein Interesse daran, also werden sich diese auch nicht die Übersicht anschauen. Also wer ist die Zielgruppe?

  • In der letzten Ausgabe von FinanzTest, oder wie auch immer der neue Name ist, wurde es gut beschrieben, auch der Kontakt zur GRV. Gerade für junge Leute, die sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben, ist es ein erster Anstoß, sich damit auseinander zu setzen. Ich habe noch ein knappes Jahr bis zur Rente und mir war auch nicht alles bekannt, was mir bei dem Beratungsgespräch erläutert wurde. Auf jeden Fall wird man nicht dümmer, wenn man sich den Überblick verschafft, egal wie lange es noch bis zum Ruhestand dauert. Vielleicht kommen die bisher noch nicht erwähnten Vorsorgen auch noch mit rein.

  • Die Rentenauskunft ist ganz nett, aber sicher optimierbar und das Papier bekommt man sowieso.

    Die Rentenauskunft war für mich der Grund, dass ich schon vor vielen Jahren aktiv die Onlineausweisfunktion genutzt habe (damals noch über Lesegerät, weil es die App für das Smartphone noch nicht gab). Da haben die in der Ortsverwaltung bei der Beantragung noch zu mir gesagt, dass das kein Mensch benötigt. Ich wollte die Pin trotzdem haben. Und von der Rentenversicherung bekomme ich inzwischen 0,0 Papier. Man kann da irgendwo einstellen, dass man auf die Jährliche Auskunft in Papierform verzichtet und bekommt das dort ins elektronische Postfach.

    i-Kfz mit dem elektronischen Fahrzeugschein finden wir hier super. Wir nutzen unsere beiden Autos zu Dritt (Eltern und Sohn). Und müssen nicht mehr den Fahrzeugschein einpacken.

    Was ich hier aber für ein Gefühl bekomme, ist folgendes:

    Wir haben die Digitalisierung, die wir verdienen. Weil wir leider in Masse ein rückständiges technikfeindliches Völkchen sind. Und mit solchen Bedenkenträgern Tomarcy sind wir ohnehin verloren.

  • Die Rentenauskunft war für mich der Grund, dass ich schon vor vielen Jahren aktiv die Onlineausweisfunktion genutzt habe (damals noch über Lesegerät, weil es die App für das Smartphone noch nicht gab). Da haben die in der Ortsverwaltung bei der Beantragung noch zu mir gesagt, dass das kein Mensch benötigt. Ich wollte die Pin trotzdem haben. Und von der Rentenversicherung bekomme ich inzwischen 0,0 Papier. Man kann da irgendwo einstellen, dass man auf die Jährliche Auskunft in Papierform verzichtet und bekommt das dort ins elektronische Postfach.

    Ah! Dann habe ich noch nicht alle Funktionen entdeckt. Das ist ja dann auch sinnvoll, wenn man kein Papier mehr bekommt.

    i-Kfz mit dem elektronischen Fahrzeugschein finden wir hier super. Wir nutzen unsere beiden Autos zu Dritt (Eltern und Sohn). Und müssen nicht mehr den Fahrzeugschein einpacken.

    Weißt du, wie das im Falle einer Kontrolle läuft? "Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte!". Muss man dann das entsperrte Smartphone übergeben? (Vielleicht eine blöde Frage, aber meine letzte allgemeine Verkehrskontrolle war, als mein Teenager ein Baby war.)

    Was ich hier aber für ein Gefühl bekomme, ist folgendes:

    Wir haben die Digitalisierung, die wir verdienen. Weil wir leider in Masse ein rückständiges technikfeindliches Völkchen sind. Und mit solchen Bedenkenträgern Tomarcy sind wir ohnehin verloren.

    Digitalisierung ist für mich nicht per se ein Fortschritt. Es muss schon ein weiterführender Nutzen dahinter sein, z.B. der Verzicht auf Papierversand oder dass man inzwischen bei einigen wenigen Banken ein (Tagesgeld-)Konto mit der Onlinefunktion des Personalausweises eröffnen kann und dieses unsägliche Video-Ident entfällt.

  • Ich hatte vor wenigen Monaten mich mal an die digitale Rentenübersicht gewagt.

    Dazu habe ich auch die Ausweis-App bei mir installiert, die ich vorher noch nie vermisst hatte. Ich bin nicht besonders technikaffin und daher ein bisschen stolz, dass das alles recht problemlos funktioniert hatte (Ok, mein Sohn hätte nur einen Bruchteil der Zeit gebraucht).

    Meine Altersvorsorge besteht im Wesentlichen aus 4 Blöcken: GRV, Betriebsrente, Mieten und Kapitaleinkünfte. Die letzte beiden Punkte können naturgemäß nicht enthalten sein und die Betriebsrente fehlt auch. Darüber hinaus habe ich noch 3 kleinere Altlasten, die alle enthalten sind.

    Bei jeder Versicherung (inkl. GRV) kann man die letzte Standmitteilung abrufen. Da ich Ordnung in den Unterlagen habe, waren das keine Neuinformation für mich. Trotzdem war ich positiv überrascht, dass ich diese Unterlagen zentral abrufen kann (teilweise erstmals papierlos).

    Insgesamt finde ich diese Übersicht einen sehr guten Weg in die richtige Richtung. Wer nur eine GRV und/oder Ordnung in den Unterlagen hat, kann natürlich auch darauf verzichten.